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viperchannel

RCLine Team

  • »viperchannel« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 6. Mai 2007, 20:09

Wie entsröre ich meinen Schleifer/Fräser....

Hi, folgendes Problemchen... Wenn ich meinen Proxxon Fräser anmache (So ein 12 Volt teil mit Proxxon Trafo), dann rauchst im Stockwerk drunter das Radio.... Das ist natürlich doof, wenn ich oben schleife, wie ein Weltmeiser und mein Dad unten nur rauschen hört.....


Kann ich das irgendwie auf einfache Weise entstören=?
Gruß Frank!

2

Montag, 7. Mai 2007, 10:30

Wenn der Schleifer noch Garantie hat, dem Händler zurückbringen und mit dem freundlichen Verweis auf die Bundesnetzagentur um Nachbesserung / Tausch / Wandlung bitten.

Ansonsten Entstörungsmaßnahmen eigentlich wie bei jedem Bürstenmotor. Ein größerer Kondensator (100...220nF) quer zu den Anschlüssen, zwei kleinere (47nF) von den Anschlüssen auf das Gehäuse. Wenn das immer noch nicht hilft, einen Klapp-Ferrit relativ nah am Motor anbringen.

Hohentwiel

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3

Montag, 7. Mai 2007, 21:03

Jetzt mal der Reihe nach, ich nehme am es raucht nicht beim Dad sondern es rauscht. Da du "oben" bist, bist du vielleicht in der Nähe der Antenne. (Einstrahlung) Einfacher Versuch, mit der Dremel neben Dad´s Radio einstecken, betreiben und sehen,hören was passiert. Wenn das Radio nur mit der Teleskop oder Wurfantenne betrieben wird dann macht auch die Reg TP keinen "Finger" krumm. Habe in meinem Berufsleben mehr schlechte Antennenanlagen samt Anschlusskabel erlebt als schlecht entstörte Motörchen.
Gruss René DF8GD
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

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4

Dienstag, 8. Mai 2007, 00:28

Hallo,

Zitat

Wenn ich meinen Proxxon Fräser anmache (So ein 12 Volt teil mit Proxxon Trafo), dann rauchst im Stockwerk drunter das Radio....


Was hat denn der für ein Radio? EMV gilt auch für solche Geräte.

Gruss Bruno

5

Dienstag, 8. Mai 2007, 10:02

Hallo Bruno,

ein Radio ist zwar ein Schmalbandempfänger, aber er soll ja möglichst empfindlich sein, um weit entfernte Stationen empfangen zu können (ob jetzt LMK oder UKW in Stereo ist egal). Ein Bürstenmotor ist ein klassischer Breitbandstörer. Wenn jetzt der Störpegel des Breitbandstörers über dem Empfangspegel des Radios ist, kann der nichts mehr enpfangen, es rauscht also.

Bei fortschrittlicheren Übertragungssystemen (2.4 GHz ;-) ) mit entsprechender Redundanz und bei einigermaßen bekanntem Empfangsbotschaftsinhalt (da bin ich mir bei Privatradios heutzutage auch nicht mehr so ganz sicher, ob sich nicht doch alles redundant wiederholt...) lässt sich per Korrelation auch noch Nutzinformation herausrechnen, wenn das Nutzsignal unter dem Störpegel liegt.

Soviel zur Nachrichtenübertragungstheorie. Nun zur EMV-Richtlinie. Klar soll hier die Störung des Empfängers vermieden werden, andererseits aber auch Empfänger zu einer gewissen Robustheit verpflichtet sein. Und Kurzzeitstörungen (<5s) werden sogar noch als zu tolerieren vorgeschrieben. Auch wenn damit z.B. ein Radiomitschnitt auf Band versaut ist...

Dass sich jetzt Proxxon darauf beruft, dass die Minitools nur im Kurzzeitbetreib aktiv sind und keine Entstörung brauchen, glaube ich nicht. Eher denke ich, dass einer der Kondensatoren abvibriert ist oder der Motor (wie alle chronisch überlastete 400er Mabuchimotoren) langsam an das Ende seiner Lebensdauer kommt und das Bürstenfeuer entsprechende Funken (ja, dieser Begriff kommt historisch aus der HF-Erzeugung durch Unterbrecher) wirft.

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6

Dienstag, 8. Mai 2007, 12:48

Hallo stefan,

Zitat

Nun zur EMV-Richtlinie. Klar soll hier die Störung des Empfängers vermieden werden, andererseits aber auch Empfänger zu einer gewissen Robustheit verpflichtet sein.



Genau dies habe ich ja gemeint.

Der Rest ist mir an sich sehr wohl bekannt und ich gehe mit Dir einig. Interessant ist einfach, dass scheinbar nur ein Radio gestört wird. Abgesehen davon sollten bei FM solche Störungen gar nicht erst hörbar sein. FM ist eigentlich nur auf Mehrwegempfang empfindlich. Ich vermute einen Defekt am Radio Empfänger.

Gruss Bruno

7

Dienstag, 8. Mai 2007, 15:58

in allzugrauer Vorzeit, mit Dreielement Dipol und Antennenrotor auf dem Dach, gabs in der Gegend um Aalen/Württemberg als Alternative zum ARD Nachtprogramm noch die starken DRS und DDR-Propaganda-Sender. Entfernung etwa 250 km bis zur Grenze. Nicht immer, aber häufig in UKW-FM-Stereo empfangbar. Bei solchen Empfangssituationen sind natürlich Schaltgeräusche von Nachtspeicheröfen aus der Nachbarschaft auch zu empfangen, das hat mit Störfestigkeit eigentlich nichts mehr zu tun. Klassische Ortssender (<50km und quasi Sichtverbindung) sind natürlich störungsfrei zu empfangen.

Könnte aber auch sein, dass es an der Thyristor-Phasenanschnittsteuerung des Proxxon liegt (Proxxon-Trafo ohne Glättung)