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Sonntag, 3. Juni 2007, 15:05

computernetzteil mit kondensatoren oder gleichrichter nachrüsten ?!?

liebes forum,

leider sind mir in der vergangenheit viele (billig) netzteile beim laden von akkus abgeraucht. gott-sei-dank waren es nur altlasten.
ich möchte mein netzteil nun mit kondensator ausrüsten um mögliche spannungsabfälle abzufangen, und evtl. die spannung zu glätten.

nach meinem wissen werden diese kondensatoren für highendstufen gerne eingesetzt. um z.b. autobirnenflackern zu vermeiden.
diese haben allerdings eine kapazität von 1 Farad1. :D

mein versuchsgerät:
mein netzteil liefert mir eine spannung von 14,4 volt leerbetrieb.
vermutlich eine sehr schlechte gleichspannung!

daraufhin habe ich ein paar fragen:
a. soll ich kondensatoren zum spannungsglättung einsetzen? wenn ja, welche ?

b. oder besser einen gleichrichter zwischenschalten? wenn ja welchen?

vielleicht kann mir jemand einen kleinen tipp geben!

und nein...ich möchte mir kein tolles netzteil kaufen, dafür ist man doch modellbauer, oder ? :tongue:

ciao
marco

maximum

RCLine User

Wohnort: Oberösterreich

Beruf: Student

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2

Sonntag, 3. Juni 2007, 21:38

Hallo Marco!

Durch das Glätten der Ausgangsspannung wird das Netzteil auch nicht mehr aushalten. Oder meinst du dass dir Ladegeräte durch das Netzteil beschädigt wurden?

Da es isch um ein Computernetzteil handelt muss auch der 5V Zweig ausreichend belastet werden, dass das Netzteil am 12V Zweig Leistung bringen kann. Ansonsten wird die Spannung einbrechen.

Das Netzteil sollte so dimensioniert sein, dass es nicht im Grenzbereich der Belastbarkeit arbeiten muss, nur so kannst du sicher sein, dass es das auf Dauer aushält. Kurze Stromspitzen dürften eigentlich nicht das Problem sein, schädlicher ist eher die Dauerbelastung, und bei Überlast eine zu starke Erhitzung bzw. zu wenig Kühlung. Im Normalfall müsste es eigentlich bei Überlast abschalten.

Wenn du die Spannung glätten willst, so gibt es glaube ich eine Faustregel die besagt, dass man pro Ampere ca 1000uf einbauen sollte. 1 Farad wäre da etwas übertrieben, wenn das Teil 10A liefert, wären dann 10000uf ausreichend. Ein Gleichrichter am Ausgang bringt nichts, da du ja schon eine Gleichspannung hast, regelmäßiger wird dadurch nichts mehr.
Vielleicht kannst du ja noch ein paar genauere Informationen liefern.

Viele Grüße

Max

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »maximum« (3. Juni 2007, 21:47)


3

Sonntag, 3. Juni 2007, 23:19

Zitat

Original von maximum
Hallo Marco!

Durch das Glätten der Ausgangsspannung wird das Netzteil auch nicht mehr aushalten. Oder meinst du dass dir Ladegeräte durch das Netzteil beschädigt wurden?

hi max,

vielen dank für deine antwort.

bis jetzt ist mir kein ladegerät kaputt gegangen, das habe ich zum glück nicht ausprobiert habe. :D

prinzipell geht es mir nur um die gleichspannung.
leider habe ich kein oszilloskop, um die gleichspannung zu begutachten, deswegen suche ich eine möglichkeit die schäden an ladegeräten etc zu vermeiden.

Zitat



Da es isch um ein Computernetzteil handelt muss auch der 5V Zweig ausreichend belastet werden, dass das Netzteil am 12V Zweig Leistung bringen kann. Ansonsten wird die Spannung einbrechen.

ahh... jetzt geht mir natürlich ein licht auf.

Zitat


Das Netzteil sollte so dimensioniert sein, dass es nicht im Grenzbereich der Belastbarkeit arbeiten muss, nur so kannst du sicher sein, dass es das auf Dauer aushält. Kurze Stromspitzen dürften eigentlich nicht das Problem sein, schädlicher ist eher die Dauerbelastung, und bei Überlast eine zu starke Erhitzung bzw. zu wenig Kühlung. Im Normalfall müsste es eigentlich bei Überlast abschalten.

Wenn du die Spannung glätten willst, so gibt es glaube ich eine Faustregel die besagt, dass man pro Ampere ca 1000uf einbauen sollte. 1 Farad wäre da etwas übertrieben, wenn das Teil 10A liefert, wären dann 10000uf ausreichend. Ein Gleichrichter am Ausgang bringt nichts, da du ja schon eine Gleichspannung hast, regelmäßiger wird dadurch nichts mehr.
Vielleicht kannst du ja noch ein paar genauere Informationen liefern.



also, bringt mir ein gleichrichter kein besseres ergebnis. dass heisst, mit den elkos komme ich zu meinem ziel.

ich nehme mal stark kann, dass ich den elko am plus-pol anzapfe, oder ?

ich habe auch gelesen, dass mehrere kleine elkos die spannung besser glätten können, oder

ist da etwas dran ?

ich lese mal schön weiter im forum.

vielen dank für deine hilfe.

ciao marco

maximum

RCLine User

Wohnort: Oberösterreich

Beruf: Student

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4

Montag, 4. Juni 2007, 10:24

Das wichtigste ist eine ausreichende Belastung des 5V Zweiges. Das sollten schon 20W sein. Entweder eine geeignete Glühbirne dranhängen, oder einen ausreichend dimensionierten Lastwiderstand.
Ich habe bis jetzt noch nie bei einem Computernetzteil die Spannung geglättet, und noch nie Probleme damit gehabt. Wenn das Netzteil die ATX Norm einhält, so kann es keine so schlechte Gleichspannung liefern, da die maximalen Werte in der Norm festgelgt sind.
Mehrere kleine Elkos sind bei höheren Frequenzen besser als ein großer, Stichwort: ESR.
Ich denke aber dass du die gar nicht brauchen wirst.

Viele Grüße

Max

5

Montag, 4. Juni 2007, 13:49

Zitat

Original von maximum
Das wichtigste ist eine ausreichende Belastung des 5V Zweiges. Das sollten schon 20W sein. Entweder eine geeignete Glühbirne dranhängen, oder einen ausreichend dimensionierten Lastwiderstand.

Ich habe bis jetzt noch nie bei einem Computernetzteil die Spannung geglättet, und noch nie Probleme damit gehabt. Wenn das Netzteil die ATX Norm einhält, so kann es keine so schlechte Gleichspannung liefern, da die maximalen Werte in der Norm festgelgt sind.

mmm, verstehe. ich vertraue keinem netzteil mehr. nur netzteile wie z.b. enermax, bequit, die richtig viel power haben.

Zitat


Mehrere kleine Elkos sind bei höheren Frequenzen besser als ein großer, Stichwort: ESR.
Ich denke aber dass du die gar nicht brauchen wirst.


okay... ich werde mich mal im forum einlesen zum stichwort ESR.

ciao
marco

bernd_57

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6

Montag, 4. Juni 2007, 17:31

Netzteil ist nicht Netzteil

Hallo Marco

Bei herkömmlichen Netzteilen kommt eine pulsierende Gleichspannung aus
der Gleichrichtung. Diese wird dann von Kondensatoren geglättet indem
die Kondensatoren ihre Energie in den Tälern der Sinuskurve abgeben.
Wie gesagt das passiert bei 100 HZ da hilft viel Kapazität.

Schaltnetzteile arbeiten mit viel höheren Frequenzen so im KHZ Bereich.
Da gibt es kaum Bereiche von Tälern die durch Elkos ausgebügelt werden müssen. Deshalb kommen die PC Netzteile auch mit geringeren Kapazitäten aus.


Hilfe gegen Überspannung sind sogenannte Supressordioden oder Schaltungen
mit Thyristoren die bei zu hoher Spannung den Ausgang des Netzteiles kurzschließen und eine Sicherung auslösen.

Ich hoffe das hilft dir weiter.

By Bernd

7

Montag, 4. Juni 2007, 17:41

Hallo Marco,

ich hab mir vor einem halben Jahr ein modifiziertes PC-Netzteil bei Ebay gekauft. Hat nicht mehr als 20EUR gekostet und ich kann es bis 15A belasten. Meiner meinung nach besser als ein Schaltnetzteil von Graupner oder ähnlichen herstellern.

Grüße Fabian
Meine Meinung gehört mir

Wer Fehler findet, darf sie behalten ;)


^____

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8

Montag, 4. Juni 2007, 19:30

Hallo Marco,

Das wird Dir alles nicht helfen. Bei Computernetzteilen kommt eine Aalgaltte Gleichspannung raus. Das sind alles primär getaktete Schaltregler mit sehr hoher Schaltfrequenz im -zig Kilohertz Bereich.
Genau genommen wäre solche Netzteile eigentlich ideal wenn sie auf dem 12 Volt Ausgang mehr Strom liefern könnten.

Gruss Bruno

9

Montag, 4. Juni 2007, 22:17

Zitat

Original von Horti
Hallo Marco,

ich hab mir vor einem halben Jahr ein modifiziertes PC-Netzteil bei Ebay gekauft. Hat nicht mehr als 20EUR gekostet und ich kann es bis 15A belasten. Meiner meinung nach besser als ein Schaltnetzteil von Graupner oder ähnlichen herstellern.

Grüße Fabian


hallo fabian,

kannst du vielleicht die modifizierung an deinem netzteil näher erläutern?

jetzt hast du meine aufmerksamkeit geweckt :D

ich freue mich von dir zu lesen.

ciao
marco

10

Montag, 4. Juni 2007, 22:24

Zitat

Original von B. Eberle
Hallo Marco,

Das wird Dir alles nicht helfen. Bei Computernetzteilen kommt eine Aalgaltte Gleichspannung raus. Das sind alles primär getaktete Schaltregler mit sehr hoher Schaltfrequenz im -zig Kilohertz Bereich.
Genau genommen wäre solche Netzteile eigentlich ideal wenn sie auf dem 12 Volt Ausgang mehr Strom liefern könnten.

Gruss Bruno


hallo bruno,

mmm, ich glaube dir dies gerne, nur gib es viele schwarze schafe unter den netzteilen.

es gab in der ct einen netzteil test. nur weiss ich nicht, ob die jungs auch die gleichspannungskurve bewertet haben.

wie gesagt, ich kann natürlich auch ein labornetzteil kaufen.
nur ist dieses nicht sinn und zweck.
dafür sind wir doch hier im forum, oder :tongue:

und ich lerne gerne immer etwas neues dazu. natürlich werde ich mich hüten an einem netzteil dranrumzulöten. :dumm:

ciao
marco

11

Dienstag, 5. Juni 2007, 01:04

Hallo Marco,

soweit ich weiß, wird bei den modifizierten Netzteilen die 5V Leitung durch die 12V Leitung ersetzt, da sie mehr belastet werden kann.
Ich hab mal bei eBay ein bischen gesucht und das hier gefunden.
Meine Meinung gehört mir

Wer Fehler findet, darf sie behalten ;)


12

Dienstag, 5. Juni 2007, 07:51

Zitat

Original von Horti
Hallo Marco,

soweit ich weiß, wird bei den modifizierten Netzteilen die 5V Leitung durch die 12V Leitung ersetzt, da sie mehr belastet werden kann.
Ich hab mal bei eBay ein bischen gesucht und das hier gefunden.


guten morgen,

vielen dank für deinen ebay link.
diese aktion klingt ja sehr interessant.

ich beobachte mal den endpreis :D

ciao
marco

bernd_57

RCLine User

Wohnort: Niedersachsen Emsland Lohne

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13

Dienstag, 5. Juni 2007, 09:11

Schaltnetzteiel umbauen

Hallo
Falls es interessiert hier ein Link für Umbauten

http://www.sprut.de/electronic/switch/12vsnt/12vsnt.html

Dazu braucht man natürlich etwas Fachwisssen und sollte mit einem Lötkolben umgehen können.

By Bernd

14

Dienstag, 5. Juni 2007, 21:41

RE: Schaltnetzteiel umbauen

Zitat

Original von bernd_57
Hallo
Falls es interessiert hier ein Link für Umbauten

http://www.sprut.de/electronic/switch/12vsnt/12vsnt.html

Dazu braucht man natürlich etwas Fachwisssen und sollte mit einem Lötkolben umgehen können.

By Bernd


hallo bernd,

vielen dank für den tollen link.

ciao
marco

15

Mittwoch, 6. Juni 2007, 10:14

RE: Schaltnetzteiel umbauen

Hallo,

auch hier: http://www.qrp4u.de/index_de.html wird erklärt, wie man ein PC-Netzteil umbaut. Aber vorsicht, wenn du keine Ahnung davon hast, lass es sein!
Mit Netzspannung ist nicht zu spassen. Ich hab mir selber auch lieber ein Netzteil gekauft, obwohl ich mich mit Strom ganz anständig auskenne.

Also, überleg dir gut, was du da machst. Im Zweifelsfall die paar Euro mehr ausgeben und andere Dinge basteln.

Gruß,
Thorsten

16

Mittwoch, 6. Juni 2007, 21:00

RE: Schaltnetzteiel umbauen

Zitat

Original von ThorstenPusch
Hallo,

auch hier: http://www.qrp4u.de/index_de.html wird erklärt, wie man ein PC-Netzteil umbaut. Aber vorsicht, wenn du keine Ahnung davon hast, lass es sein!
Mit Netzspannung ist nicht zu spassen. Ich hab mir selber auch lieber ein Netzteil gekauft, obwohl ich mich mit Strom ganz anständig auskenne.

Also, überleg dir gut, was du da machst. Im Zweifelsfall die paar Euro mehr ausgeben und andere Dinge basteln.

Gruß,
Thorsten


hallo thorsten,

der link ist sehr detailiert beschrieben. ich befürchte, ich lasse, wie du so schon geschrieben hatte, jemanden basteln. :D

vielen dank
gruß
marco

17

Samstag, 9. Juni 2007, 01:06

Hallo Marco,

ist glaub ich besser so, weil jedes Netzteil ist anders aufgebaut und muss anders umgebaut werden. Das Prinzip ist aber immer das gleiche.
Viel erfolg beim Umbau Marco.

Grüße Fabian
Meine Meinung gehört mir

Wer Fehler findet, darf sie behalten ;)