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meiserati

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1

Montag, 18. Juni 2007, 11:22

Bremse für Bürstenmotor?

Hallihallo.

Ich habe hier ein Getriebe mit 540 Bürstenmotorund 12V Spannungslage.
Diesen Motor würde ich gerne per ttl Signal Ein- und Ausschalten.
Ansich kein Problem, aber wenn die Spannung weg ist, läuft der
Motor leider noch ein ganzes Stück weiter, der muss aber exakt stehen bleiben.
Was ich also bräuchte, ist eine Bremse.
Mein erster Gedanke, war in Richtung PWM.

Hat hier jemand eine Idee oder einfache Schaltung für mich.
Ich brauch keine regelbare Drehzahl.- Nur EIN und AUS.

Vielen Dank, Andreas
Mit einem stückchen Butterkuchen,
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psfoto

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2

Montag, 18. Juni 2007, 12:17

Hallo Andreas

Kurzschließen bei AUS ist wohl die einfachste Lösung. Klassischerweise mit nem Relais.
TTL steuert dein Relais, Relais schaltet Spannung drauf. Wenns abfällt wird der Motor kurzgeschlossen.

Bleibt natürlich nicht "auf dem Punkt" stehen. Das wirst du wohl nur mit Schrittmotoren hinbekommen.

Peter
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meiserati

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3

Montag, 18. Juni 2007, 13:39

Zitat

Original von psfoto
Hallo Andreas

Kurzschließen bei AUS ist wohl die einfachste Lösung....

Peter


Mensch Peter,
war das simpel...und genau das was ich brauchte.
Da ich den Motor sowieso mit nem Relais Schalte,
brauchte ich nur den 2ten Kontakt mit dem Motor zu verbinden.
Gleich ausprobiert und funktioniert. Genauigkeit reicht hoffentlich.

Vielen Dank, Andreas
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4

Montag, 18. Juni 2007, 13:42

Hallo Andreas,

Du kannst ein Relais mit 2x Um nehmen und bei Motor Stillstand einen Elko welcher über einen Widerstand langsam auf die Versorgungsspannung aufgeladen wird gegenpolig an den Motor schalten. Das gibt einen kurzen Schlag und der Motor steht still. Nur kurzschliessen alleine genügt nicht denn die Gegeninduktion ist bei tiefer werdenden Drehzahlen zu gering.

Gruss Bruno

psfoto

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5

Montag, 18. Juni 2007, 16:53

So was ähnliches wollte ich auch noch vorschlagen.
Aber vor dem konkreten Durchdenken kam wieder was dazwischen...

Damit sollte man den Motor flott stoppen können, allerdings sollte man auf nen ordentlichen Leitungsquerschnitt achten und auch die Relais nicht zu knapp auslegen: Ströme könnten ordentlich hoch sein...

Peter
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6

Montag, 18. Juni 2007, 18:03

Hallo,

Zitat

allerdings sollte man auf nen ordentlichen Leitungsquerschnitt achten und auch die Relais nicht zu knapp auslegen: Ströme könnten ordentlich hoch sein...


Ja, unbedingt.

Gruss Bruno

7

Montag, 18. Juni 2007, 19:48

Ich könnte mir vorstellen, das bei dieser Methode auch ein ordentlicher Funken am Relais entsteht.
Obwohl die Spannung des Kondensators eigentlich der EMK des Motors entgegen wirken sollte.
Also bitte ausprobieren und eventuell einen Funkenlöschkreis (R-C Glied) einbauen - der Relaiskontakt wirds danken.

psfoto

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8

Montag, 18. Juni 2007, 22:01

Schaden kanns nix, mach ich bei meinen Relais auch immer drüber.

Ob's alledings viel hilft?
Das RC-Glied löscht dir ja eigentlich den Abreissfunken wenn das Relais öffnet. Bei uns entsteht der hohe Strom ja eigentlich beim schließen.
Naja, abgesehen vom prellen der Kontakte, aber das sollte ja eigentlich nicht passieren.

Peter
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9

Montag, 18. Juni 2007, 22:25

Hallo Peter,

Genau, schliessende Kontakte können und müssen nicht geschützt werden. Sie müssen den Stossstrom vertragen.

Zitat

Obwohl die Spannung des Kondensators eigentlich der EMK des Motors entgegen wirken sollte.


Meinst Du die Gegen EMK? Falls ja, liegst Du falsch. Der Kondensator unterstützt sie sogar. Deshalb bleibt der Motor auch schlagartig stehen.

Gruss Bruno

10

Montag, 18. Juni 2007, 23:23

Zitat

Meinst Du die Gegen EMK? Falls ja, liegst Du falsch. Der Kondensator unterstützt sie sogar. Deshalb bleibt der Motor auch schlagartig stehen.

Tut mir leid, aber das verstehe ich jetzt nicht ganz.
Die EMK wirkt doch in der selben Richtung weiter wie der Stromfluss vorher durch den Motor war ?
Wenn ich die EMK unterstützen möchte, würde das bedeuten diesen Stromfluss aufrecht zu erhalten, den Motor also zusätzlich zu bestromen. Das kann aber meiner Meinung nach nicht richtig sein.

Um den Motor schnell zu stoppen wäre doch ein Stromfluß in umgekehrter Richtung zum Erregerstrom notwendig, oder liege ich da falsch ?
Du selbst behauptest ja, das der Kondensator den Motor in umgekehrter Richtung bestromen muß.

Wenn das was Du behauptest stimmen würde, dann wären alle Freilaufdioden an Motoren nutzlos - sollte das wirklich so sein ?



Zitat

schliessende Kontakte können und müssen nicht geschützt werden


Das bestreit ich ja auch gar nicht, aber immerhin hast Du beim Abschalten des Motors auch einen öffnenden Kontakt, der öffnen muß, bevor der Kontakt der Kondensatoranschaltung schließt. So ein Motor ist aber nun mal auch eine teilweise Induktive Last und kann deshalb schon einen Abreissfunken (Durch die Selbstinduktion) erzeugen - muss aber nicht. Drum hab ich ja auch geschrieben meiserati soll das lieber ausprobieren.

Ich komm auch noch ein wenig aus der Relaistechnik und da waren Motoreinschaltekontakte mit defekter Funkenlöschung nach spätestens nem halben Jahr fertig. Es kommt natürlich auch auf das Relais, den zu schaltenden Strom und die Induktionsspannung des Motors an.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (18. Juni 2007, 23:30)


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11

Montag, 18. Juni 2007, 23:29

Hallo,

Ich glaube Du verwechselst die EMK im Zusammenhang mit der magnetscien Induktion. Wenn Du den motor von Hand antreibst entsteht die EMK. Ein bestromter Motor baut eine EMK auf welche der angelegten Spannung entgegenwirkt. Schaltet man die angelegte Spannung ab entsteht wieder eine EMK.

Zitat

Wenn das was Du behauptest stimmen würde, dann wären alle Freilaufdioden an Motoren nutzlos - sollte das wirklich so sein ?


Nein, eben nicht, sie schliessen die Gegen EMK kurz wenn man den Strom abstellt. Mein Vorschlag mit dem Kondensator funktioniert NICHT mit einer Freilaufdiode.

Zitat

aber immerhin hast Du beim Abschalten des Motors auch einen öffnenden Kontakt, der öffnen muß, bevor der Kontakt der Kondensatoranschaltung schließt.


Ja, das stimmt.

Vielleicht meinen wir aber auch Dasselbe, reden aber aneinander vorbei.

Gruss Bruno