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Zoe

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  • »Zoe« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 15. August 2007, 18:14

Ersatztyp zu 2N3055?

Hallo Freunde,

ich habe einen alten Bausatz für ein regelbares Netzgerät im Keller gefunden, basierend auf den guten alten 2N3055. Gegen die ist grundsätzlich nicht viel zu sagen, außer dem Gehäuse halt.
Gibt es einen equivalenten Ersatz in z.B. einem TO220 Gehäuse o.ä. das man an einen glatten Kühlkörper schrauben kann?

Danke für alle Hinweise und Tips!

Zoe

2

Mittwoch, 15. August 2007, 18:34

hi

wenn du ein transistor im TO220 gehäuse mit diesen daten findest sags mir :ok:

grussssssssss
keiner meiner vögel ist mir am himmel hängen geblieben :prost:

3

Mittwoch, 15. August 2007, 18:40

naja, andere Transistoren gibts schon, aber wohin dann mit dem Basisstrom?

Spass beiseite, der legendäre 2N3055 (aber nur der von Motorola, nicht die billigen Nonames) hatte noch richtig dicke Anschlussdrähte drin und durch die sehr große Chipfläche auf der fetten Kupferplatte auch etwas Potential was kurzfristige Überlast anbelangt. Die heutigen Transistoren im TO220 können zwar Ähnliches, aber wenn der Kühlkörper nicht passt oder rauh ist, sind die schönen Transistoren hinüber.

Und das TO3-Gehäuse hat nun mal eine höhere Gesamtleistung (115W...180W, Rth 0,98W/°C zum Kühlkörper hin)

BD245 im SOT93 kann halt nur 80W verbraten (Rth 1,56W/°C zum Kühlkörper hin).

Kommt aber dann auch auf den Rest der Schaltung drauf an, obs noch funktioniert oder nicht.

hvdh

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4

Mittwoch, 15. August 2007, 19:30

Hallo
für die meisten Sachen würde wahrscheinlich auch der TIP3055 reichen.
TIP3055.html

Hermann

Zoe

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5

Mittwoch, 15. August 2007, 19:33

Naja, ob die 2N3055, die in der Schachtel lagen, welche von Motorola sind weiß ich nicht....
Der Tip mit dem TIP ist nicht schlecht, muß mal die Datenblätter studieren.

Danke erstmal!

Zoe

6

Donnerstag, 16. August 2007, 08:12

Hallo Zoe,

das Problem wird die geringe Fläche bei der Wärmeübertragung sein.
Deshalb rate ich Dir 2 oder gar 3 Transistoren der T0220-Typen zu verwenden.
Zur gleichmäßigen Belastung schaltest Du je Transistor in den Emitteranschluss einen 0,1..0,22 Ohm/2W Widerstand.

Die Regelung wird dadurch nicht beeinträchtigt, da die Rückführung (Istwert- Sollwert- Vergleich) am Ausgang geschieht.

Auch gib mal an, ob das Netzteil eine variable Spannung und Strombegrenzung hat.

Gruss mit Holm und Strippenbruch, Günther Hg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (16. August 2007, 21:11)


7

Donnerstag, 16. August 2007, 09:54

Warum nicht einen Transistor im TOP 3 Gehäuse verwenden ?
Hat nicht die thermischen Probleme der TO 220 Typen und lässt sich trotzdem fast wie TO 220 montieren.

^____

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8

Donnerstag, 16. August 2007, 16:16

Hallo,

Zitat

wenn du ein transistor im TO220 gehäuse mit diesen daten findest sags mir


Bitteschön:

http://www.ortodoxism.ro/datasheets/Powe…ons/mXtuutq.pdf


Ich denke, der Collectorstrom und auch die anderen Kennwerte sollten für das Netzteil reichen.

Gruss Bruno

9

Donnerstag, 16. August 2007, 21:01

Hallo Zoe,

mess mal den Treibertransitor des 3055 durch, oft sind diese auch defekt, vor allem wenn der 3055 thermisch den Geist aufgegeben hat und der Treiber mit dem Endtransistor als quasi Darlington geschaltet ist. Dann hat dier Übergang Basis-Kollektor Durchgang und die Strecke Basis-Emitter ist durchgebrannt.
Lass mal hören oder lesen, ob das so ist.

Auch teil mal mit, wie hoch die maximale Strombegrenzung das Netzteil hat, ob es regelbar ist und wie hoch und tief die maximale Spannung ist. danach kann man etwas besser erkennen wie hoch die maximale Belastung des Endtransitors ist. Sonst ist das eine Raterei und eventuell nur eine kurzzeitige Lösung die Auswechselung des oder der Transistoren.

Gruss Günther Hg

Zoe

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10

Donnerstag, 16. August 2007, 21:57

Hallo Günther,

es handelt sich nicht um ein bereits aufgebautes Netzgerät. Ich habe einen angefangenen (ur)alten Elektorbausatz aus den 80ern gefunden. Es ist ein 0..30V Labornetzteil mit max. 3A Ausgangsstrom (soviel weiß ich noch); die Längstransistoren sind glaube ich 3 * 3055 parallel. Hauptproblem derzeit ist aber, daß die Anleitung irgendwo verschollen ist, hab grade in der Kiste gesucht und sie nicht gefunden ;( :wall: ;(

Grummel, ich dachte ich hätte jetzt ein schönes Schlechtwetterprojekt (Nr 756 in meiner Liste :) ) und jetzt fehlt gerade das Stück Papier....

Naja, wenn ich es finde, werde ich das Netzgerät wohl aufbauen, so schlecht waren die alten Elektorkits nicht (ich habe noch einen alten Konstantstromlader für NiCd, der immer noch gut geht), sollte besser sein als ein McVoice Labornetzgerät.

Nur die dummen TO-3 Gehäuse brauchen immer so dumme Kühlkörper :) Daher die Suche nach einem Alternativtyp für den 2N3055....

Danke für alle Tips soweit; ich werde weitersuchen und hoffentlich die Anleitung noch finden. Dann kann ich weiter berichten :)

Zoe

11

Freitag, 17. August 2007, 12:22

tja, liegt halt in der Natur der Linearnetzteile. 30V, 3A heißt ca. 35V Gleichspannung am Eingang und, wenn nur 0,5V/3A raus sollen, etwas über 100W Heizleistung am Kühlkörper. Jetzt sollen 3 Transistoren parallel sein, macht 30W Heizung in jedem Baustein. Wenn dann weiter noch ein Kühlkörper (125 mm x 65 mm x 75 mm !) wie der dran ist,

kommt als weiterer Übergang zur Raumluft noch 1,1°C/W dazu.
Macht also von Umgebungsluft zum Chip 1,1°C/W+1,5°C/W => 2,6°C/W * 30W = 78°C Temperaturüberhöhung. Bei zulässigen 150°C (gilt für Gehäuse SOT 93, TO3 darf 200°C!) am Chip geht der Transistor bei 80°C (Stauwärme, weil nicht belüftet....) Lufttemperatur kaputt.

12

Freitag, 17. August 2007, 17:51

Ja Stefan,

dann ist der Treiber der Endtrasistoren auch kaputt, denn thermischer Defekt heißt = Halbleiterübergänge haben Durchgang.

Bei meinem 2 x 5 A Eigenbau - Doppelnetzteil (Baujahr 1987) habe ich von vornherein aus diesem mitunter nicht bedachten Einstellungen eine thermische Strombegrenzung bei 80°C (als Sensor ein popliger NTC in der Stromregelung) jeweils an den Kühlkörpern eingebaut.
Da ich bis zu 100 A geregelte Netzteile gebaut habe, die in den Labors von unvorbelasteten Kollegiaten und Studenten verwendet wurden, habe ich reichliche Erfahrungen in diesem Bereichen sammeln können.
Danach sagten bei jeder Neuentwicklung eines Gerätes meine Auszubildenden: Versuchen wir es, Sicher, Idiotensicher, Kollegiatensicher zu machen.

Übrigens habe ich als Längstransistor die Darlington TIP 142 verwendet die vom CD 4053 direkt angesteuert werden können, und brauchen keinen Treiber.