Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Samstag, 5. April 2008, 12:57

induktion an relais?

hallo
ich möchte an einen 7 kanal schalter von conrad an jeden schaltkanal ein relai klemmen. müssen da dioden rein von wegen induktion oder ist das quatsch?! die relais haben eine nennspannung von 4 volt und einen widerstand von 50 ohm
mfg oliver

bernd_57

RCLine User

Wohnort: Niedersachsen Emsland Lohne

  • Nachricht senden

2

Samstag, 5. April 2008, 14:04

Freilaufdiode

Hallo Oliver

Man sollte immer eine Freilaufdiode einsetzen wenn man eine Induktivität mit
einem Halbleiter schaltet.
Die Diode wird parallel zur Relaisspule geschaltet beachte bitte die Polarität.

Gruß Bernd

3

Samstag, 5. April 2008, 15:50

hallo
geht sonst mein 7 kanalschalter kaput?
oder ist das nur eine vorsichtsmaßnahme?!
mfg oliver

Dante

RCLine User

Wohnort: Rheinknie

  • Nachricht senden

4

Samstag, 5. April 2008, 16:34

Schau Dich schlau...
ein wenig googeln nach Induktivität, Freilaufdiode und schon bruchst Du nicht mehr zu fragen.

Um Deine Zeit zu verkürzen: Ja kann...

Leo
Trollfilter: Ein

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dante« (5. April 2008, 16:34)


5

Samstag, 5. April 2008, 16:41

hallo
also das es das kaput machen kann versteh ich ja.
allerdings glaub ich das nicht da doch hier ein sehr kleiner iduktionsstrom entsteht...
mfg oliver

6

Sonntag, 6. April 2008, 07:34

Hallo Oliver,

der Strom spielt hierbei keine Rolle, nur die Induktionsspannung!

Zu einem Induktionsstrom kommt es erst durch die Freillaufdiode, die der Relaisspule paralell geschaltet ist und in gleicher Stromrichtung geschaltet ist und diese Induktionsleistung in eine kleine zeitverzögerndes abfallen des Relais bewirkt (bis die Induktionsleistung verbraucht ist).. Hierbei bleibt die Richtung des Stromes durch die Spule gleich.
Will man diesen Verzögerungseffekt nicht,, kann man mit der Diode und einer in Reihe geschalteten Zenerdiode (in Zenerrichtung) dieses verhindern. Auch mit einem RC-Glied ist dieser zeitverzögernde Abfall zu verhindern. Da dieses aber bei Deiner Relaisschaltung bestimmt keine Rolle spielt, reicht allein die Diode. Da bei Abschaltvorgang einer Induktivität weit aus höhere Induktionsspannungen als die Versorgungsspannung entstehen können, werden die Sperrschichten des z. B. Schalttransistors in mitleidenschaft gezogen oder gar zerstört..

Du solltest Leo´s Rat beherzigen und Dich schlau machen. Es sind im NET gute, bessere Erklärungen und Grundlagen zu linken, die man nicht wiederholen müsste.

Grundlagen zu vermitteln wird in dem Forum schwer sein. Da ist schon der Rat von Leo der bessere Weg.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (6. April 2008, 16:57)


7

Montag, 7. April 2008, 17:13

hallo
ich würde schon sagen das ich schon etwas von den grundlagen der selbstinduktion verstehe, ich hab nämlich in meinem physik kurs aufgepasst^^
die sache ist nur das ich viele daten von meinem relai nicht habe, wie zum beispiel windungszahl der spule usw. meine frage bestand auch darin ob mein kleines relai eine solche gegengerichtete spannung aufbauen kann, die dann meinen halbleiterschalter zerstört. ich glaube es nicht! allerdings dachte ich mir fragste lieber mal nach...
falls ich doch eine diode zwischenschalten muss, reicht es doch wenn ich die in die eine leitung schalte, die an meinem 7 kanalschalter dauerhaft geschaltet ist?!
mfg oliver

8

Montag, 7. April 2008, 22:31

Oliver, mit der Freilaufdiode schliesst Du sozusagen die beiden Spulenanschlüsse kurz - natürlich ENTGEGEN der Polarität der Versorgungsspannung für die Spule.

Datenblätter, kleines oder großes Relais, was soll man groß rumfeilschen und wer will da die Grenze ziehen - eine Diode kostet grade mal 2 Cent und ist schnell eingebaut. Der Preis eines Schaltmoduls treibt einem hingegen schon das Wasser in die Augen... 8(

Grüße

Torsten
[SIZE=4]www.zuendapp.net - die grösste Zündapp-Community im Internet! :ok:[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Torsten_G« (7. April 2008, 22:35)


9

Dienstag, 8. April 2008, 13:27

Hi Oliver!

Torsten hat 100% recht. Die Dioden kosten praktisch nichts, wiegen genau so wenig und sind aehnlich voluminoes wie eine Waldameise. Was gibt es also fuer einen vernuenftigen Grund KEINE Freilaufdiode einzubauen? Mit Diode bist Du auf der sicheren Seite.

Mir scheint, dass Du nicht verstanden hast wie man die Freilaufdiode in die Schaltung einbringt. Bitte lies diesen Wikilink durch und versuche Dich an den Physikkurs zu erinnern.

Gruss
Roland
Erst studieren dann probieren!

10

Dienstag, 8. April 2008, 19:39

hallo
was ich noch nicht verstehe ist genau das anschlussschema der diode.
torsten sagt, ich soll sie zwischen die beiden spulenanschlüsse der relais machen. das verstehe ich. jedoch frage ich mich warum ich nicht einfach eine diode zwischen den permanent geschalteten kanal meines 7 kanalschalters und einen spulenanschluss eines relais schalten kann?! so wie ich die sache verstanden habe, ist die hauptaufgabe einer diode den strom nur in eine richtung durchzulassen. nach meinem aufbau würde die diode doch nach dem abschalten der relais den entgegen der vorherigen stromrichtung auftretenden strom sperren, und so meinen schalter schützen?!
oder nicht???
mfg oliver

11

Dienstag, 8. April 2008, 22:56

Mal ganz laienhaft:

Auf dem Kabel, womit Du den Pluspol ins Relais schickst, kommt bei der Induktion aber nicht der Pluspol zurück - die Polarität ist umgekehrt!

Langer Rede kurzer Sinn: Mach es wie empfohlen, es wird funktionieren! :ok:

Gruß

Torsten
[SIZE=4]www.zuendapp.net - die grösste Zündapp-Community im Internet! :ok:[/SIZE]

eppo

RCLine User

Wohnort: Brandstifterhausen, Schwoaba Land

Beruf: Tiefstapler

  • Nachricht senden

12

Mittwoch, 9. April 2008, 10:06

Induktion am Relais

Hallo Oliver!

Das meiste und richtige wurde schon gesagt bzw. geschrieben. Was Du anscheinend hier vermisst ist wohl die Tatsache dass die Ladungsträger in Metall Elektronen sind und die fliessen von (-) nach (+) . Beim abschalten des Relais entsteht eine umgekehrte Spannung, welche, jenachdem wie schnell das Magnetfeld zusammenbricht, etliche hundert bis zu tausenden von Volt betragen kann. Zur weiteren Erklärung über Faraday und Lenz nachlesen bzw. studieren.

Wenn Du eine Diode so einbaust wie Du es Dir denkst, so haste noch immer beim abschalten einen Stromkreis, allerdings in umgekehrter Richtung und das Bauteil in Deiner Schaltstufe - wohl ein kleiner FET oder kleiner Leistungstransistor würde das übelnehmen bzw. ganz schnell den Geist aufgeben.

Hier ein guter Link zu Wikpidia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzdiode

Hoffentlich hilft Dir das ein bischen weiter.

Gruß, Erich K.
'swird scho wärn sait Frau Kern, abber swird imma schlimma meint Frau Wimmer' :w

13

Mittwoch, 9. April 2008, 12:04

Aber in gleicher Stromrichtung in der Spule. Viele vergessen, dass die Spule einmal als Verbraucher und beim Abschalten als Generator arbeitet.
So ist nur an den Anschlüssen der Spule eine Polaritätsumkehrung, wobei der Stromfluss gleich bleibt.

Übrigens die Induktionsspannung ist von der Induzierten elektrischen Leistung und der Belastung, also Strom abhängig. Da aber der sehr gering ist und Richtung Null tendiert, ist der Spannungspiek sehr groß.

Alles Grundlagen im ersten Lehrjahr , auch in der Hauptschule.!

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (9. April 2008, 12:11)


14

Mittwoch, 9. April 2008, 16:27

RE: Induktion am Relais

hallo
("Auf dem Kabel, womit Du den Pluspol ins Relais schickst, kommt bei der Induktion aber nicht der Pluspol zurück - die Polarität ist umgekehrt!")
das meine ich ja. wenn ich jetzt hier eine diode einbaue die den ersten stromfluss zum relai hin zulässt, muss sie doch zwangsläufig den anderen stromfluss, der entgegengerichtet ist, nicht zulassen?!
versteht mich nicht falsch, ich möchte es nur gerne verstehen...
mfg oliver

15

Mittwoch, 9. April 2008, 21:52

Viele vergessen, dass die Spule einmal als Verbraucher und beim Abschalten als Generator arbeitet.
So ist nur an den Anschlüssen der Spule eine Polaritätsumkehrung, wobei der Stromfluss gleich bleibt.

Übrigens die Induktionsspannung ist von der Induzierten elektrischen Leistung und der Belastung, also Strom abhängig. Da aber der sehr gering ist und Richtung Null tendiert, ist der Spannungspiek sehr groß.
Alles Grundlagen im ersten Lehrjahr , auch in der Hauptschule.! (Ohmsches Gesetz)





und damit steige ich aus, mit Holm und Strippenbruch, Günther Hg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (9. April 2008, 22:29)


^____

RCLine User

  • »^____« wurde gesperrt

Wohnort: anonymisiert

Beruf: anonymisiert

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 9. April 2008, 23:51

Hallo,

Man darf weiter nicht vergessen, dass die Höhe der Induktionsspannung von der Abschaltzeit abhängt. Bei der extrem schnellen Abschaltung in elektronischen Schaltkreisen kann die Gegeninduktionsspannung für Millisekunden mehrere hundert Volt erreichen!! Dies selbst wenn die Betreibsspannung nur 4,8 Volt beträgt.
Eine Freilaufdiode ist in elektronischen Schaltungen ein Muss!

Gruss Bruno

17

Donnerstag, 10. April 2008, 09:04

Ja Bruno, so isses.

Nur für Dich, da, wie ich leider bemerken musste, dies allgemein kaum verständlich ist.
In der Regel, bei Maßnahmen gegen Induktionsspannungen, sollte man wenn nicht gewollt, immer vom Extremfall aus gehen. Und nicht meinen es ist ja bisher immer gut gegangen. Aber bei Deinen Abschaltungen im ms-Bereich werden kaum hohe, schädliche Induktionsspannungen erreicht. Zumal bei kleinen poplichen Relais.

Ich habe mal vor etwa 40 Jahren bei einem (damals) führenden Kassenhersteller u. a. einen Rückgeldgeber elektronifiziert, wo man einen Kompromiss eingehen musste.
Zum einen, dass die E-Magnete schnell abfallen, aber das Hartgeld nicht hängen blieb. Zum anderen, dass die Induktionsspannung nicht in einen schädigenden Bereich kam. Dieses wurde wie ich bereits erwähnte, mit in Reihe geschalteten Zenerdioden zur Freilaufdiode gelöst.



Auch bei meiner Windensteuerung habe ich eine etwas langsamere, gewollte Abschaltung gemacht, um die Freilaufdioden bei der Taktung (707 Hz) zu entlasten. Während aber die Einschaltzeiten zur Effizienz, so kurz wie möglich ich gehalten habe. Um diese kurzen Zeiten auch zu erreichen, war es bei den hohen kapazitiven Gat-Ansteuerungen nur mit schnellen Leistungsdarlingtons möglich.
Siehe Ausschnitt F3B-Winde

Mit lieben Grüßen aus Bielefeld, Günther

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (10. April 2008, 16:57)


^____

RCLine User

  • »^____« wurde gesperrt

Wohnort: anonymisiert

Beruf: anonymisiert

  • Nachricht senden

18

Donnerstag, 10. April 2008, 12:49

Hallo Günther,

Ja, so wäre es natürlich perfekt.

Von wegen hoher Spannung, nimm einmal eine Litze und streiche ein paar mal sehr schnell über den Spulenanschluss eines kleinen Relais. Du wirst staunen was da für Funken entstehen.

Eigentlich wollte ich ja auch Microsekunden statt Millisekunden schreiben.

Gruss Bruno

19

Donnerstag, 10. April 2008, 19:20

hallo
in meiner zeichnung sieht man oben 6 relais mit den jeweils 2 spulenanschlüssen. der schalter hat in meiner zeichnung nur sechs kanäle, in wahrheit aber 7, aber das tut hier nichts zur sache... der eine minus pin meines schalters ist permanent geschaltet. die pluspinns werden nur dann geschaltet, wenn ich sie betätige.
wenn ich doch jetzt die diode so in die minusleitung einbringe, dass sie den strom so wie der schalter ihn zustandekommen lässt, durchlässt, heißt das doch, dass die diode den stromfluss in die andere richtung, der durch die selbstinduktion zustande kommt, nicht zulässt. und somit ist doch dann mein schalter geschützt?!

mfg oliver
»olllo« hat folgendes Bild angehängt:
  • img005.jpg

^____

RCLine User

  • »^____« wurde gesperrt

Wohnort: anonymisiert

Beruf: anonymisiert

  • Nachricht senden

20

Donnerstag, 10. April 2008, 21:01

Hallo Oliver,

Theoretisch stimmt das zwar schon, wird aber in der Praxis nicht so gemacht. In Deinem Fall müsste die Diode die volle Gegeninduktionsspannung als Sperrspannung vertragen. Eine 1N4007 z. B. hat 1 KV Sperrspannung. Die Gegeninduktion kann aber höher sein! Je nach induktivität der Spule und dem Strom welcher durch sie fliesst kommen da erstaunlich hohe Werte zustande. Bei Zündspulen von Ottomotoren wird genau dieser Effekt ausgenützt.

Aus genanntemGrund schaltet man über jede einzelne Spule in Sperrrichtung gegenüber der Betriebsspannung. So muss sie lediglich 4,8 bis 6 Volt sperren. Die Gegeninduktion hat wie der Name ja sagt, ein entgegengesetzte Polarität. Die Diode schliesst diese Spannung dann kurz weil sie ja dann in Leitrichtung liegt. Nur so eine Schaltung ist technisch gesehen richtig.

Viele Grüsse

Bruno