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Stephan3105

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1

Sonntag, 11. Mai 2008, 14:18

Suche robustere Vergleichstypen für diese FETs

Hi,

vielleicht könnt ihr mir nochmal nen Tip geben.

Ich ärgere mich hier mit meinen GMVIS Commander rum.

Problem ist folgendes:

Bei dem Gerät wird die Stromversorgung der Endstufen über 2 keine, parallelgeschaltete FETs geschaltet, welche direkt vom Prozessor angesteuert werden.

Diese beiden rauchen mir immer nach einer gewissen Zeit ab, und das immer beim Start des Ladevorgangs. Die Endstufen sind aber in Ordnung.
Ich muß dazu sagen, das ich die Fets bei der Firma Reichelt bestellt habe, die ja bekanntlich öfters gefakte Chinaware anstelle von Markenhalbleitern verkauft.

Ich glaube, es liegt z.T. daran, das der Wandler des GMVIS Commanders ein besonders ruppiges Einschwingverhalten hat. Wenn ich mehrere Lader an einem Netzteil habe und der GMVIS Commander startet, brechen teilweise die anderen Lader ab, weil wohl die Spannung kurz einbricht.
Ich schätze, die beiden kleinen FETs sind dem nicht so richtig gewachsen.

Die FETs haben bisher übrigens nur dann versagt, wenn der Lader an einer Autobatterie betrieben wurde. Ich vermute mal ganz waage, das es daran liegt, das mein Netzteil ne Strombegrenzung hat.....

Frage:

Könnt ihr mir zu diesen FETs hier
http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/irf7416.pdf
eine robustere Alternative mit vergleichbaren Eigenschaften empfehlen, den ich gegen die 2 kleinen Tauschen kann?

Gerne auch im TO220er Gehäuse, das werde ich da schon irgendwie drangelötet kriegen...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Stephan3105« (11. Mai 2008, 14:19)


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2

Sonntag, 11. Mai 2008, 21:33

Hallo,

Zitat

die ja bekanntlich öfters gefakte Chinaware anstelle von Markenhalbleitern verkauft.


Das spielt zum Glück für ein Mal keine Rolle.

Es ist allerdings schon nicht so ganz ohne, an ein und demselben Netzteil mehrere Ladegeräte gleichzeitig zu betreiben. Das kann durchaus zu Problemen führen.

Zitat

Die FETs haben bisher übrigens nur dann versagt, wenn der Lader an einer Autobatterie betrieben wurde. Ich vermute mal ganz waage, das es daran liegt, das mein Netzteil ne Strombegrenzung hat.....


Ja, durchaus. Eine Autobatterie ist knallhart in ihrer Spannungslage.

Ich würde jetzt an Deiner Stelle einmal versuchen insgesamt 3 oder 4 FET parallel zu schalten. Einfach 1:1 huckepack. Deutlich stärkere Alernativen gibt es kaum im SO-8 Gehäuse. Bei anderen Typen könnte Dir die Gatekapazität einen Streich spielen. Die FET im Datenblatt haben 1,7 nF was bei dreien dann 5,1 nF und bei vieren 6,8 nF ausmacht. Ob das die Treiberstufe noch verträgt kann ich Dir nicht sagen. Die Flankensteilheit wird bestimmt darunter leiden.

Eine sehr gute Alternative würde ich beim NTD25P03 sehen. Der sogar nur 1,26 nF Gatekapazität. Die Frage ist halt, ob Du den bestellen kannst.

http://www.datasheetcatalog.org/datashee…tf8tclraspy.pdf

Gruss Bruno

3

Montag, 12. Mai 2008, 08:29

Ich hab bei Nessel 2 eventuell in Frage kommende Typen gefunden.

1. Der IRF 7425. Der ist allerdings nur bis 20V D/S ( Deine Type hat 30V ) zu verwenden und hält auch nur 12V D/S ( bei deinem FET 20V ) Spannung aus.
Wenn Du innerhalb der Spannungsparameter bleibst kann dieser Transistor 15A schalten.

2. Der SI 4425 DY. Der würde Spannungsmäßig besser als Vergleich passen, allerdings hat diese Type nur geringfügig bessere Daten ( z.B. RDSon).

Bei dieser Betrachtung hab ich die Gate Kapazitäten mal ausser acht gelassen, die beim schnellen schalten aber eine große Rolle spielen. Aber die Datenblätter der Fet's kannst Du ja selber miteinander vergleichen.

EDIT!
Den NTD25P03 hab ich bei Farnell gefunden. Um da zu bestellen braucht man aber einen Gewerbeschein oder einen Studentenausweis. Ausserdem gibts das Teil noch bei Digikey, mit den bekannt hohen Zustellgebühren. Bei Microcontroller.net läuft aber des Öfteren mal eine Sammelbestellung.
Allerdings scheint der NTD25P03 auf den ersten Blick ein anderes Gehäuse zu haben als SO8.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (12. Mai 2008, 08:36)


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4

Montag, 12. Mai 2008, 10:17

Hallo Wilhelm,

Genau diesen NTD25P03 habe ich ihm ja empfohlen. Ausserdem sagte er ja, dass das gehäuse keine Rolle spielt.

Bei Nessel kommt nur der SUP75P03-07, allenfalls der IRF 4905 S in Frage, die anderen haben einen zu hohen RDSon. Ich würde einen von diesen probieren.
Der IRF7425 könnte mit 12 A etwas knapp sein denn das ist nicht viel mehr als er schon hatte, er will ja einen stärkeren.


Gruss Bruno

5

Montag, 12. Mai 2008, 11:01

Hi!

Seid ihr euch sicher, daß ein niedrigerer R-DS-on der richtige Weg ist?

Daß es damit nicht einfach nur lauter knallt? :evil:


Wenn der FET linear gesteuert wird, würde ich einen möglichst alten FET empfehlen...
Oder einen der ganz neuen, extra dafür gezüchteten. Normale FETs mögen das eigentlich nicht. Sie verhalten sich nämlich unterhalb des Kompensationspunktes thermisch instabil.

servus,
Martin

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6

Montag, 12. Mai 2008, 11:21

Hallo,

Zitat

Wenn der FET linear gesteuert wird,


Wird er das?

Gruss Bruno

7

Montag, 12. Mai 2008, 12:04

k.A.

Bei GM hab' ich gleich an so einen Ladertypen denken müssen, bei dem ich in Summe grob 1 duzend mal die FETs getauscht habe.. (nicht für mich, für andere)

Aber stimmt schon, das wäre eine ganz wesentlich Info für die Auswahl des FETs.

servus,
Martin

Space

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8

Montag, 12. Mai 2008, 15:46

RE: Suche robustere Vergleichstypen für diese FETs

Zitat

Original von Stephan3105
welche direkt vom Prozessor angesteuert werden.


Was heisst direkt?

Wirklich vom Prozessorpin direkt an das Gate des FETs?
Bei einem P-Kanal FET währe das sehr ungewöhnlich....? :hä:

Lineare Steuerung ist auszuschliessen, auch wenn nur "indirekt" über Treiber vom Prozessorpin.
Gruß

Thomas

9

Montag, 12. Mai 2008, 15:55

RE: Suche robustere Vergleichstypen für diese FETs

Hi!

Zitat

Original von Space
...
Lineare Steuerung ist auszuschliessen, auch wenn nur "indirekt" über Treiber vom Prozessorpin.


Mit RC-Filter schon gesehen...

servus,
Martin

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10

Montag, 12. Mai 2008, 15:55

Hallo,

Zitat

welche direkt vom Prozessor angesteuert werden.


Also einen Vorwiederstand muss es auf jeden fall haben, auch bei N-Kanal FET. Die Gatekapazität kann sonst schon zu Problemen führen.

@ Martin

Wo hast Du schon so einen Pfusch gesehen?

Gruss Bruno

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »^____« (12. Mai 2008, 15:56)


K_Mar

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Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

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11

Montag, 12. Mai 2008, 16:01

Alles was mehr als 500pF GateC hat im getakteten Betrieb direkt und ohne Treiber an den Controller zu hängen ist immer Pfusch.
Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »K_Mar« (12. Mai 2008, 16:01)


12

Montag, 12. Mai 2008, 16:18

Hi Bruno,

Zitat

Original von B. Eberle
...
@ Martin

Wo hast Du schon so einen Pfusch gesehen?
...


Schon eine Weile her. Hab's mir nicht gemerkt, weil es für Speicherplatz unwürdig war :evil:

Ich glaub' es war noch eine Stromquelle als Levelshifter und Inverter dazwischen, aber wie gesagt...


Zum eigentlichen Problem: ist das nun ein linear gesteuerter oder ein geschalteter FET?
Stephan, kannst du villeicht ein Bild von der Umgebung des FETs und vom offenen Gesamtgerät machen? Dann sieht man's vielleicht anhand der verbauten Bauteile...

servus,
Martin

Stephan3105

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13

Dienstag, 13. Mai 2008, 15:51

Moin,

danke für eure Antworten.

Also ich glaube, ihr habt das teilweise nicht richtig verstanden.

Da wird meines Wissens nach nix getaktet. Es wird nur je nach Betriebszustand die Ub für den Wandler ein und ausgeschaltet. Also Quasi ein Relais. Deswegen ist das mit den Kapazitäten glaube ich nicht so wichtig...

Drain liegt an der Endstufe, Source an der Betriebsspannung.
Am Gate hängen ein 3KOhm und 10KOhm in Serie an der Betriebspannung. Zwischen den beiden Widerständen geht eine Abzweigung zum Prozessor.

Zitat

Ich würde jetzt an Deiner Stelle einmal versuchen insgesamt 3 oder 4 FET parallel zu schalten. Einfach 1:1 huckepack

Das wäre ne Idee. Ich hatte insgesamt 6 Stück bestellt, für alle Fälle. Also noch 4.
Nur blöd zu löten. Ein einzelner TO220 wäre wohl einfacher...

Space

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14

Dienstag, 13. Mai 2008, 21:54

Geht also nur um puren RDSon.

Ich verwende für die gleiche FET Position in meinem Lader den SUB75P03-07 von Nessel im TO220.

RDS 7mOhm @-10V.
Gruß

Thomas

Stephan3105

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15

Donnerstag, 22. Mai 2008, 12:40

Hi,

ich werde erstmal die Doppeldecker-Methode ausprobieren.

Ich komm hier blos zu nix. Wie immer ;)


Wenn das auch nicht hinhaut muß am Wandler was faul sein. Hab dann auch kein Bock mehr mich noch lange damit rumzuärgern.
Schätze ich werde dann ein paar € locker machen und Herrn Estner kontaktieren.

Stephan3105

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16

Mittwoch, 28. Mai 2008, 22:19

Doppeldecker funzt. Bis jetzt :ok: :ok: