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41

Dienstag, 30. September 2008, 14:24

Hallo Tommy,

Zitat

Mit abnehmendem Strom sinkt der abgestrahlte Lichtstrom,


Ja, das stimmt.

Zitat

warum dann nicht Helligkeit mit Schieberegler dimmen?


Weil der Lichtstrom weitgehend proportioanal zum Strom ist welcher durch die LED fliesst. Mit einem Schieberegler verstellst Du aber die Spannung. Ein LED ist eine Diode und hat eine Kennlinie welche oberhalb der Schwellenspannung fast Senkrecht ansteigt. Eine LED kann wird mit einer einstellbaren Stromquelle gedimmt oder mit konstantem Strom und einem PWM Signal. Mit PWM lassen sie sich sehr präzise dimmen.

Schau einmal Fig. 5 in Deinem Datenblatt an. Die Spannung geht von 1,6 bis etwa 2,1 V. Es ist nicht möglich innerhalb dieses schmalen Fensters eine LED vernünftig über deren Spannung zu dimmen. Innerhalb von ca 0,15 V ändert im unteren Bereich der Strom von Null auf 20 mA.

Vergleiche jetzt die Kennlinie von Strom vers. Leuchtkraft. Hier kannst Du einen nahezu linearen Verlauf erkennen.

Du kannst einen 555er als PWM Generator nehmen und bei gegebener Spannung einen festen Widerstand für meinetwegen 30 mA berechnen.

Du kannst alternativ eine Stromquelle nehmen und den LED Strom mittels Poti über die Stromquelle einstellen.

http://www.elektronik-kompendium.de/publ…rer/currled.htm

http://www.elektronik-kompendium.de/publ…er/curr2pol.htm

Für blitzende, weiss LED kannst Du impüulsströme bis 1 A anwenden aber nur bei sehr kleinen Impulszeiten.

Ich hoffe, dass ich Dir das Ganze verständlich beschreiben konnte.

Gruss Bruno
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42

Dienstag, 30. September 2008, 14:34

Zitat

Original von B. Eberle
Hallo Jog Hurt,

Zitat

Hmm, schön wie ihr euch verrannt habt..


Du hast doch von Leuten welche behaupten, dass eine LED mit 6 mA noch nicht leuchtet und man sie ohne Vorwiderstand betreiben muss, dass sie überhaupt leuchtet, nicht ernsthaft etwas anderes erwartet. Oder etwa doch?

Zumal er sie jetzt noch behauptet, dass mit sie angeblich mit einem Schieberegler dimmen kann! :D

Der Mann hat schlicht keine Ahnung und probiert jetzt sein Haut zu retten.

Gruss Bruno


Also ohne Kenntnis des tatsächlichen Aufbaus würde ich weder das eine noch das andere behaupten wollen weil ich ja z.B. gar nix über den Innenwiderstand der Quelle weiss und so gesehen auch gar nicht wissen kann ob eine Funktion innerhalb des sicheren Bereiches nicht tatsächlich möglich wäre. Dann weiss ich nicht was für ein Servo das war und ich weiss nicht wie die Ansteuerung des Servomotores konstruiert ist.
Was du gegen Schieberegler hast erschliesst sich mir auch nicht.
"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."
Quelle: GBO

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43

Dienstag, 30. September 2008, 14:47

Hallo Jog Hurrt,

Zitat

Also ohne Kenntnis des tatsächlichen Aufbaus würde ich weder das eine noch das andere behaupten wollen weil ich ja z.B. gar nix über den Innenwiderstand der Quelle weiss und so gesehen auch gar nicht wissen kann ob eine Funktion innerhalb des sicheren Bereiches nicht tatsächlich möglich wäre. Dann weiss ich nicht was für ein Servo das war und ich weiss nicht wie die Ansteuerung des Servomotores konstruiert ist.


Du weisst in der Tat nicht sehr viel, doch doch! :D

Sorry, aber scheinbar kannst auch Du ein Datenblatt nicht interpretieren. Den ganze Rest lassen wir jetzt einmal höflich beiseite. ;)

Btw: Man kann z. B. die Drehzahl Deines Automotors auch regeln, indem man den Auspuff mehr oder weniger zustopft.

Angesäuerte Grüsse

Bruno

44

Dienstag, 30. September 2008, 15:35

Zitat

Original von B. Eberle
Hallo Jog Hurrt,

Du weisst in der Tat nicht sehr viel, doch doch! :D

Damit hast du sicherlich Recht.

Zitat


Sorry, aber scheinbar kannst auch Du ein Datenblatt nicht interpretieren. Den ganze Rest lassen wir jetzt einmal höflich beiseite. ;)

Btw: Man kann z. B. die Drehzahl Deines Automotors auch regeln, indem man den Auspuff mehr oder weniger zustopft.


Nun ja, es scheint in der Elektronik nicht unüblich zu sein den Strom zu begrenzen oder begrenzen zu müssen um innerhalb des sicheren Bereiches eines Bauteiles zu bleiben.
Ein übliches Verfahren, so scheint mir, ist es einen Vorwiderstand zu benutzen der über die Beziehung R=U/I oder I=U/R den Strom in Abhängigkeit von der Spannung begrenzt.
Diese Abhängigkeit, jedenfalls gehe ich da mal von aus, ist ziemlich linear.
Wir probieren mal:

Imax = 20mA
Umax=5.2V

R=5.2V / 0.02A
R=260 Ohm

bei halber Spannung wären das dann:

I=2.6V / 260 Ohm
I=10mA

nun wissen wir das eine LED eine Durchlassspannung hat und nehmen der Einfachheit halber mal eine rote LED und setzen die Durchlassspannung willkürlich auf 1.8V und den Maximalstrom auf 20mA fest.
Das verkompliziert jetzt unsere Berechnung ziemlich.

R=(5.2V - 1.8V) / 20mA
R=3.4V / 20mA
R=170 Ohm

jetzt das ganze für den halben Strom:

U= (170 Ohm * 0.010A )+ 1.8V
U=3.5V

und wenn wir jetzt mehr Stützstellen berechnen würden könnten wir sehen das auch diese Abhängigkeit sehr linear ist.

Wenn die Helligkeit der LED proportional zum Strom ist und der Strom proportional zur Spannung dann muss die Helligkeit auch proportional zur Spannung sein.

Wo hab ich mich geirrt?
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45

Dienstag, 30. September 2008, 15:49

Hallo,

Zitat

Wenn die Helligkeit der LED proportional zum Strom ist und der Strom proportional zur Spannung dann muss die Helligkeit auch proportional zur Spannung sein.


Genau das ist es aber nicht.

Zitat

Wo hab ich mich geirrt?


Schau die U/I Kennlinie im Datenblatt an. Bis 1,6 V fliesst gar kein Strom um dann innert der nächsten 0,5 V massiv anzusteigen. Weitere 100 mV würde der LED den Garaus machen.
Genau das ist das Problem welches ich hier beschreibe. Man will es aber, aus was für Gründen auch immer, nicht begreifen. LED gibt es seit 35 Jahren. Seither hat sich daran nichts geändert ausser, dass sie massiv heller geworden und in vielen Farben bis UVC erhältlich sind. Es sind aber nach wie vor dioden mit der für Dioden typischen, stark gekrümmten Kennlinie.

Zitat

und wenn wir jetzt mehr Stützstellen berechnen würden könnten wir sehen das auch diese Abhängigkeit sehr linear ist.


Nein, siehe oben.

Gruss Bruno

46

Dienstag, 30. September 2008, 16:01

Kannst du mit den Begriffen:

"Vorwiderstand"
"Proportionalität"

irgend etwas anfangen, soll ich ein paar Links nachreichen oder ist dir einfach nur etwas beim schnellen lesen entgangen ?
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Elektroniktommi

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47

Dienstag, 30. September 2008, 19:21

Zitat

Original von B. Eberle


Weil der Lichtstrom weitgehend proportioanal zum Strom ist welcher durch die LED fliesst. Mit einem Schieberegler verstellst Du aber die Spannung.


Dem Aufmerksamen Leser (Bildbetrachter) wird bei den letzten beiden Bildern aufgefallen sein, das ich das Poti nicht als Spannungsteiler, sondern als verstellbaren Widerstand verwende.
Somit verändere ich den Vorwiderstand und damit den Stromfluss durch die Leuchtdiode.
Nachteil: Die LED lässt sich nicht ganz abschalten.

Immerhin verwende ich noch einen Vorwiderstand direkt vor der LED, nach dem Mittelabgriff, kann also das Poti auch als Spannungsteiler verwenden und auch bis 0 herunteregeln und zerstöre sie nicht bei voller Spannung.
Nur beginnt die LED erst zu leuchten, wenn die Schwellspannung überschritten wird.


Sanfte Grüße ;)
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
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Chilikakaoexperte

48

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 01:23

Hallo Bruno,

Zitat


Für blitzende, weiss LED kannst Du impüulsströme bis 1 A anwenden aber nur bei sehr kleinen Impulszeiten.

Nanu? Woher der plötzliche Sinneswandel, daß man sich bei den Peak-Strömen jetzt nicht mehr an die Datenblätter zu halten braucht?

Und kannst Du mir mal erklären, wie man bei einer LED durch Chopper-Betrieb bei gleicher Lichtstärke auf weniger Verlustwärme der LED kommen soll?
In allen LED-Datenblättern, die ich bis jetzt gesehen habe, knickt die relative Lichtstärke über dem Strom nämlich nach rechts hin ein, d.h. bei 40 mA hat man nicht die doppelte Lichtstärke, wie bei 20mA, sondern weniger. Um also mit einem Tastverhältnis von 50:50 die gleiche Lichtstärke, wie bei 20mA zu erhalten, müßte man mehr als 40mA durch die LED schicken, bei kürzeren Impulsen und höherem Strom wird's noch ungünstiger.
Das bestätigten auch eigene Experimente, bei denen ich zwei gleiche (weiße) LEDs mit gleichem Effektiv-Strom betrieben hatte, die eine mit Gleichstrom, die andere getaktet mit höherem Strom, entsprechend dem Taktverhältnis. Die getaktete LED zeigte lediglich einen etwas in bläuliche verschobenen Farbton, aber keine größere Helligkeit.
Hinzu kommt noch die höhere LED-Spannung bei dem erhöhten Strom, so daß hier die Leistung auch noch überproportional zum Strom ansteigt!
Also welchen Vorteil soll der Chopperbetrieb bringen?

Grüße,

Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ottili« (1. Oktober 2008, 01:27)


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49

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 02:26

Hallo,

Zitat

Nanu? Woher der plötzliche Sinneswandel, daß man sich bei den Peak-Strömen jetzt nicht mehr an die Datenblätter zu halten braucht?


Das ist kein Sinneswandel, das basiert auf Angaben der Hersteller. Es eignen sich aber nicht alle Dioden dafür und ausserdem geben die Datenblätter nicht immer alle Informationen her. Die Impulslänge liegt dann bei etwa 10 mS.

Man kann da manchmal noch mehr anfordern wenn man mit den Herstellern direkt in Kontakt tritt um ein spezielles Projekt zu realisieren. So steht z. B. in den Datenblättern nie, dass blau/grüne LED ESD empfindlich sind.

Zitat

Die getaktete LED zeigte lediglich einen etwas in bläuliche verschobenen Farbton, aber keine größere Helligkeit.


Ja, weil sie überlastet ist und so relativ schnell den Geist aufgeben wird. Ausserdem geht es nicht darum eine grössere Helligkeit zu erziehlen sondern um die Dimmbarkeit bezogen auf den Nennstrom im Dauerbetrieb.

Aber mal was ganz anders. Bildet Ihr Euch eigentlich ein, dass wir bei uns nun schon jahrelang alles falsch machen oder was?
Kaum einer von euch ist ja in der Lage die Kennlinien in den Datenblättern zu interpertieren. Da kommen dann Behauptungen, dass sich die Spannung und der Strom linear verhalten weil sich der Strom und die Helligkeit linear verhalten. Mehr noch, man will das sogar beweisen können!

Einen grösseren Stuss kann man selten lesen. Dioden mit linearer U/I Kennlinie ! Da lachen ja die Hühner! Es wäre schön, wenn dem so wäre. Lineare Optokoppler liessen sich so kinderleicht realisieren.
Aber nein, man beharrt stur auf seiner irrigen Meinung.
Dann noch die Relais welche im Servo angeblich die Postition überwachen!

Zitat

In allen LED-Datenblättern, die ich bis jetzt gesehen habe, knickt die relative Lichtstärke über dem Strom nämlich nach rechts hin ein, d.h. bei 40 mA hat man nicht die doppelte Lichtstärke, wie bei 20mA, sondern weniger.


Auch hier wieder ein kompletter Blödsinn. Man hat zwar richtigerweise bei 40 mA nicht die dopplete Helligkeit wie bei 20 mA aber sicher nicht weniger.

Zitat

Hinzu kommt noch die höhere LED-Spannung bei dem erhöhten Strom, so daß hier die Leistung auch noch überproportional zum Strom ansteigt!


Eine alte Weisheit welche man auf der Grundstufe der Elektrotechnik lernt.

Zitat

Also welchen Vorteil soll der Chopperbetrieb bringen?


Einzig und alleine eine lineare Dimmbarkeit bezogen auf den Nennstrom. Alle LED Displays und Arrays im öffentlichen Raum werden so angesteuert. Ich denke, dass ich mit den Links die ich gesetzt habe genug Informationen geliefert habe.

Nichts für ungut!

Bruno

50

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 12:43

Sorry, da platzt mir der Kragen!
Eine Antwort in genau dieser Art habe ich von Dir erwartet - inzwischen weiß ich wohl ungefähr, wie Du tickst.

Zitat

Original von B. Eberle
Das ist kein Sinneswandel, das basiert auf Angaben der Hersteller. Es eignen sich aber nicht alle Dioden dafür und ausserdem geben die Datenblätter nicht immer alle Informationen her. Die Impulslänge liegt dann bei etwa 10 mS.
Man kann da manchmal noch mehr anfordern wenn man mit den Herstellern direkt in Kontakt tritt um ein spezielles Projekt zu realisieren.

das ist typisch Bruno: da wird eine Aussage getroffen, die so allgemein nicht richtig ist (die meisten weißen standard-LEDs sind nämlich unter "Absolute Maximum Ratings" mit 100mA angegeben, egal, wie kurz der Impuls ist), und wenn man darauf hinweist, zaubert er seine Ausnahmen hervor, damit er doch recht behält!
Wenn aber jemand anderes die LED mit bis zu 30mA DC betreiben will (was bei Zimmertemperatur noch voll innerhalb der Spezifikation der meisten LEDs liegt), wird eine Riesen-Diskussion vom Zaun gebrochen, an deren Ende sich Herr Eberle dann doch großzügig zu einem "Es kann aber für die genannten Anwendung toleriert werden." herablässt.
Bruno, hier geht es um die LEDs, die der gemeine Modellbauer sich irgendwo kauft, also sollten wir als Fachleute hier auch Tipps geben, die für die gemeinen Modellbauer nützlich und verwertbar sind, und keine akademischen Fälle konstruieren, bloß um recht zu behalten und unser tolles Fachwissen 'raushängen zu lassen! Auch wird es dem Modellbauer wohl kaum nützen, bei seinem Ebay-Verkäufer, der ihm die 50 LEDs für 5 Euro vertickert hat, nach speziellen Anforderungen für sein Projekt nachzufragen...

Zitat


So steht z. B. in den Datenblättern nie, dass blau/grüne LED ESD empfindlich sind.

Wenn der Hersteller Deiner blau-grünen LEDs (außer Dir hat in diesem Threead übrigens keiner was mit diesen LEDs anfangen wollen, also warum reitest Du ständig auf denen herum?) das nicht ins Datenblatt schreibt, ist das sein (oder Dein?) Problem! Vielleicht solltest Du zu einem proffessionelleren LED-Hersteller wechseln?
Seriöse LED-Hersteller schreiben das ins Datenblatt, siehe z.B.
http://www.dotlight.de/datasheets/NSPW500BS.pdf

Zitat


Zitat

Die getaktete LED zeigte lediglich einen etwas in bläuliche verschobenen Farbton, aber keine größere Helligkeit.


Ja, weil sie überlastet ist und so relativ schnell den Geist aufgeben wird. Ausserdem geht es nicht darum eine grössere Helligkeit zu erziehlen sondern um die Dimmbarkeit bezogen auf den Nennstrom im Dauerbetrieb.

Soso, bei mir ist die LED mit 40 mA, 50% Einschaltdauer also überlastet und geht kaputt? Komisch daß sich die LED nicht daran gehalten hat...
Vielleicht kannst Du mir konkret anhand des oben verlinkten Datenblatts zeigen, welchen Grenzwert der LED ich damit überschreite?

Zitat


Aber mal was ganz anders. Bildet Ihr Euch eigentlich ein, dass wir bei uns nun schon jahrelang alles falsch machen oder was?

nö, aber offen gesagt, interessiert mich das auch nicht.

Zitat


Zitat

In allen LED-Datenblättern, die ich bis jetzt gesehen habe, knickt die relative Lichtstärke über dem Strom nämlich nach rechts hin ein, d.h. bei 40 mA hat man nicht die doppelte Lichtstärke, wie bei 20mA, sondern weniger.


Auch hier wieder ein kompletter Blödsinn. Man hat zwar richtigerweise bei 40 mA nicht die dopplete Helligkeit wie bei 20 mA aber sicher nicht weniger.

auch wieder ein typischer Bruno: da wird ein Satz fernab von jedem gesunden Menschenverstand maximal fehlinterprertiert, nur um die anderen als Volldeppen darstellen zu können! Für wie blöd hältst Du mich?

Zitat


Zitat

Hinzu kommt noch die höhere LED-Spannung bei dem erhöhten Strom, so daß hier die Leistung auch noch überproportional zum Strom ansteigt!


Eine alte Weisheit welche man auf der Grundstufe der Elektrotechnik lernt.

wozu dieser Kommentar? Sollen wir ab jetzt Hinweise auf technische Zusammenhänge in Postings immer damit kommentieren, wo man diese technischen Zusammenhänge lernt, oder willst Du mein wissen rethorisch auf die Grundstufe Elektrotechnik reduzieren?

Zitat


Zitat

Also welchen Vorteil soll der Chopperbetrieb bringen?


Einzig und alleine eine lineare Dimmbarkeit bezogen auf den Nennstrom.

Das:

Zitat


Betreibt man sie mit Ueberstrom, steigt auch je nach Einbausituation die Wärmemassiv an. Man kann dem aber mit Chopperbetrieb gut entgegen kommen.

liest sich aber ganz anders!
BTW: daß die Dimmbarkeit linear sein muß, hast nur Du ins Spiel gebracht, vermutlich, um die "Unwissenden" auf's Glatteis zu führen. Für eine Dimmbarkeit in der Modellbauer-Praxis hat ja Tommi eine Möglichkeit, auch mit (Schiebe-)Poti aufgeführt.

Zitat


Alle LED Displays und Arrays im öffentlichen Raum werden so angesteuert. Ich denke, dass ich mit den Links die ich gesetzt habe genug Informationen geliefert habe.

Es ist ganz simpel: Zur Helligkeits-Steuerung ist es natürlich viel einfacher, den Strom über einen Schalttransistor nur ein-/ausschalten zu müssen, als eine analoge Stromregelung zu realisieren, wo der Transistor bei Teillast auch viel Verlustwärme abführen muß. Bei Displays werden die LEDs in der Regel deshalb gepulst, weil sie gemultiplext sind und dadurch nicht für jede LED ein eigener Treiber notwendig ist.
Da die LEDs in der Regel von einem digitalen Prozessor angesteuert werden, liegt es natürlich nahe, simple 1/0 Logikpegel auch zur Helligkeitssteuerung zu verwenden.

Grüße,

Thomas

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51

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 12:53

Hallo Thomas,

Zitat

Sorry, da platzt mir der Kragen!


Sorry, hoffentlich ist es nicht ein vertvolles Hemd.

Zitat

Für wie blöd hältst Du mich?


Nicht für blöder als Du mich auch.

Zitat

willst Du mein wissen rethorisch auf die Grundstufe Elektrotechnik reduzieren?


Nein, das steht mir fern.

Gruss Bruno

52

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 12:53

das mit dem Chopperbetrieb hat noch einen anderen Hintergrund.

Klar besteht ein linearer Zusammenhang zwischen (effektiver) Einschaltdauer und emittierter Lichtmenge / Lichtstärke (cd/m²) bei Konstantstromspeisung. Und thermisch kommt es auch aufs gleiche raus, das wird genügend über die thermische Kapazität gefilter. Jedoch sollte auf keinen Fall jenseits der zulässigen Peak-Ströme operiert werden.


Nur dummerweise ist das menschliche Auge kein linearer Empfänger (genauso wie das Ohr, was durch unsere evolutionäre Vergangenheit bedingt ist). Physiologisch wird ein wiederholter Lichtblitz großer Intensität, aber kurzer Dauer deutlicher wahrgenommen als ein vom Energieinhalt gleiches permanentes Leuchten mit niedrigerer Intensität. Das wird ja auch durch Blinklichter oder Positionsblitzer technisch so umgesetzt.

53

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 13:25

Hallo Stefan,

klar, beim Blitzen oder Blinken ist das was Anderes - das fällt natürlich mehr auf, als die durchschnittliche Lichtmenge als Dauerlicht.
Aber beim "Choppern" geht es ja um den Eindruck von Dauerlicht durch Ein-/Ausschalten mit hoher Frequenz, wobei die Helligkeit über das Impuls/Pausen Verhältnis gesteuert wird. Und hier habe ich den Eindruck, daß sich da hartnäckig ein Gerücht hält, daß die Effizienz einer LED durch diese PWM-Ansteuerung erhöht werden kann. Mehr Effizienz heißt, die LED soll subjektiv mehr Dauerlicht ausstrahlen, als bei reinem DC-Betrieb mit der gleichen durchschnittlichen Eingangsleistung, oder soll bei gleicher subjektiver Helligkeit weniger belastet werden oder soll die Stromquelle weniger belasten.
Eben so hatte ich Brunos Satz auch interpretiert, nämlich, daß die Wärmebelastung bei gleicher Lichtstärke durch den Chopper-Betrieb verringert werden kann. Das hätte mich halt interessiert, wie das gehen soll.
Natürlich ist auch logisch, daß ich durch Verringern der Einschaltdauer bei gleichem Betriebsstrom in der Einschalt-Phase die Belastung reduzieren kann, nur reduziert sich dabei auch die Lichtstärke - das kann man genauso oder sogar besser über weniger Strom durch höhere Vorwiderstände machen. Ich sehe jedenfalls (immer gleiche effektive Lichtstärke vorrausgesetzt!) keine Entlastung durch PWM-Betrieb, weder für die LED, noch für den Vorwiderstand oder die Energiequelle.

Grüße,

Thomas

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54

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 13:55

Hallo Thomas,

Zitat

klar, beim Blitzen oder Blinken ist das was Anderes


Jetzt auf einmal? ???

Zitat

Eben so hatte ich Brunos Satz auch interpretiert, nämlich, daß die Wärmebelastung bei gleicher Lichtstärke durch den Chopper-Betrieb verringert werden kann.


Das habe ich nicht so geschrieben. Ich habe geschrieben:

Einzig und alleine eine lineare Dimmbarkeit bezogen auf den Nennstrom.

Zitat

Ich sehe jedenfalls (immer gleiche effektive Lichtstärke vorrausgesetzt!) keine Entlastung durch PWM-Betrieb, weder für die LED, noch für den Vorwiderstand oder die Energiequelle.


Ich auch nicht und das habe ich so auch nie behauptet.

Zitat

kann man genauso oder sogar besser über weniger Strom durch höhere Vorwiderstände machen.


Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Das geht wegen der gekrümmten Kennlinie der LED nicht. Du wirst sie so nie auf Null regeln können. Probier es doch einmal aus bevor Du das behauptest, dann wirst Du es selber sehen. Du machst ja gemäss eigenen Angaben " Experimente " mit LED.

@ Stefan

Danke! ;)

Gruss Bruno

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Elektroniktommi

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Mittwoch, 1. Oktober 2008, 14:49

Zitat

Original von Elektroniktommi

Zitat

Original von B. Eberle


Weil der Lichtstrom weitgehend proportioanal zum Strom ist welcher durch die LED fliesst. Mit einem Schieberegler verstellst Du aber die Spannung.


Dem Aufmerksamen Leser (Bildbetrachter) wird bei den letzten beiden Bildern aufgefallen sein, das ich das Poti nicht als Spannungsteiler, sondern als verstellbaren Widerstand verwende.
Somit verändere ich den Vorwiderstand und damit den Stromfluss durch die Leuchtdiode.
Nachteil: Die LED lässt sich nicht ganz abschalten.

Immerhin verwende ich noch einen Vorwiderstand direkt vor der LED, nach dem Mittelabgriff, kann also das Poti auch als Spannungsteiler verwenden und auch bis 0 herunteregeln und zerstöre sie nicht bei voller Spannung.
Nur beginnt die LED erst zu leuchten, wenn die Schwellspannung überschritten wird.


Sanfte Grüße ;)


Wenn man es richtig macht, kann man auch mit einem Poti die LED von 0 auf 100% steuern.....mir ist die Kennlinie dabei erstmal völlig egal, die Praxis sagt: es geht.

Die PWM erzeugt nicht in der LED einen höheren Wirkungsgrad, die Gesamtschaltung ist effizienter.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (1. Oktober 2008, 14:57)


56

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 16:03

Zitat

Original von Elektroniktommi


Wenn man es richtig macht, kann man auch mit einem Poti die LED von 0 auf 100% steuern.....mir ist die Kennlinie dabei erstmal völlig egal, die Praxis sagt: es geht.

Die PWM erzeugt nicht in der LED einen höheren Wirkungsgrad, die Gesamtschaltung ist effizienter.


Tommi Tommi, wenn du dich da jetzt mal nicht verrennst.... :evil:
;)

Also, eine kleine Bemerkung hätte ich noch dazu. Die Potis müssen mit den Strömen umgehen können und zwar nicht nur über den Gesamtwiderstand sondern auch über den Abgriff.
Insofern bevorzuge ich die Servoelektronik.

Auf der anderen Seite hat das alles mit der ursprünglichen Fragestellung so viel zu tun wie Brezelbacken mit der Knotenschule.

Jedenfalls hatte ich lange nicht mehr so viel Spass wie hier.

Einen Link zur Proportionalität möchte ich noch nachreichen für's bessere Verständnis.

sanfte Grüße
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Quelle: GBO

57

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 16:20

Zitat

Original von B. Eberle
Hallo Thomas,

Zitat

klar, beim Blitzen oder Blinken ist das was Anderes


Jetzt auf einmal? ???

ja, wieso nicht? Eine Lichtquelle, die in jeder Sekunde 0,5s lang mit 100% Leistung aufblinkt und für den Rest der Zeit aus ist (Durchschnittliche Leistung = 50%) ist nunmal auffälliger, als eine Funzel, die mit 50% Leistung Dauerbrennt. Was Anderes habe ich auch vorher nie behauptet!

Zitat


Zitat

Eben so hatte ich Brunos Satz auch interpretiert, nämlich, daß die Wärmebelastung bei gleicher Lichtstärke durch den Chopper-Betrieb verringert werden kann.


Das habe ich nicht so geschrieben. Ich habe geschrieben:

Einzig und alleine eine lineare Dimmbarkeit bezogen auf den Nennstrom.

Diesen Satz meinte ich nicht (mir geht es nicht um Dimmbarkeit, sondern die größte Helligkeit zu erreichen), sondern den hier:

Zitat


Betreibt man sie mit Ueberstrom, steigt auch je nach Einbausituation die Wärmemassiv an. Man kann dem aber mit Chopperbetrieb gut entgegen kommen.

Das hört sich aber so an, als ob man die massive Wärmebelastung mit Chopperbetrieb reduzieren kann. Klar kann man das, indem die LEDs nur einen Teil der Zeit eingeschaltet sind, aber eben auch um den Preis einer entsprechend verringerten Leuchtkraft. Um das zu erreichen,hättest Du auch einfach schreiben können:
"Man kann der massiven Wärmebelastung durch Verringerung der Leistung entgegen kommen" - was den Sachverhalt genau beschreibt, Dir aber vermutlich zu banal ist.

Zitat


Zitat

kann man genauso oder sogar besser über weniger Strom durch höhere Vorwiderstände machen.


Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Das geht wegen der gekrümmten Kennlinie der LED nicht. Du wirst sie so nie auf Null regeln können. Probier es doch einmal aus bevor Du das behauptest, dann wirst Du es selber sehen. Du machst ja gemäss eigenen Angaben " Experimente " mit LED.

Du reisst meinen Satz willkürlich aus dem Zusammenhang und setzt ihn zu einem ganz anderen in Beziehung, nur damit wieder mal "das Gegenteil der Fall" ist!
Nochmal: es geht mir nicht um's Dimmen, sondern um's möglichst helle und/oder effiziente Leuchten, also um erstmal das an Licht herausholen, was die LED im "gesunden" Betriebsbereich hergibt. Davon ausgehend kann man dann von mir aus mit PWM dunkler machen, bis die LED verlischt. Dafür ist die PWM-Ansteuerung sinnvoll.
Aber eben erschließt sich mir immer noch nicht, wodurch bei maximaler Helligkeit durch PWM eine Verbesserung (auch im Gesamtsystem) erreicht werden soll?


Grüße,

Thomas

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58

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 17:32

Hallo Tommi,

Zitat

mir ist die Kennlinie dabei erstmal völlig egal, die Praxis sagt: es geht.



Klar geht das, die Frage ist halt bloss wie?

Wenn Du unter die Schwellspannung der LED kommst oder Du die Spannung ganz abschaltest erlischt sie, das stimmt soweit. Du wirst aber nie eine vernünftige Dimmung erreichen lönnen. Okay, um das geht es ja angeblich auch nicht.

Auch die Idee mit dem erhöhten Widerstand funktioniert so nicht. Selbst wenn Du bei 4,8 V 100 KOhm nimmst leuchtet die LED noch, wenn auch für das menschliche Auge nicht mehr unbedingt erkennbar. Probiert das einmal bei absoluter Dunkelheit, ihr werdet staunen.

Zitat

Um das zu erreichen,hättest Du auch einfach schreiben können:


Okay, geb ich zu, hätte ich auch so schreiben können.

Gruss Bruno

Elektroniktommi

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59

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 18:08

Zitat

Original von B. Eberle

Wenn Du unter die Schwellspannung der LED kommst oder Du die Spannung ganz abschaltest erlischt sie, das stimmt soweit. Du wirst aber nie eine vernünftige Dimmung erreichen lönnen. Okay, um das geht es ja angeblich auch nicht.


Ja und?, es reicht mir so wie es ist....
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Chilikakaoexperte

60

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 19:06

Hallo Tommi,

könntest ja auch in die (-)Leitung vom Poti noch einen Widerstand einbauen, so daß das untere Ende vom Poti gerade so auf "LED aus"-Spannung liegt (s. Bild), dann kann man ohne großen Leerlaufbereich die LED von 0 bis max. Helligkeit einstellen.

Disclaimer: diese Schaltung erhebt nicht den Anspruch, die LED-Helligkeit proportional zur Winkelstellung des Potis einzustellen!
»Ottili« hat folgendes Bild angehängt:
  • sch.gif

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ottili« (1. Oktober 2008, 19:13)