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Sonntag, 26. Oktober 2008, 01:11

PWM Steuerung für meine Dreh/Fräsbank

Erst mal möchte ich HALLO sagen.

Ich bin schon etliche male im Forum gewesen, wirkliche nette Leute und vor allem
welche die Ahnung von Sachen haben, und diese gut erklären können,
deswegen fühle ich mich hier gut aufgehoben.

Mein Vorhaben:

Ich habe eine etwas ältere Dreh/Fräsbank von einem gut befreundeten Modellbauer bekommen.
Diese habe ich jetzt umgebaut.

Habe den 230V Motor ausgebaut, und einen Gleichstrommotor eingebaut.

Technische Daten:
Hergestellt in den USA, Ursprünglicher Zweck, Windgenerator.
Max. 7800 U/Min bei
120 Volt =
und max. Last 22 Ampere.

Mit meinem regelbaren Netzgerät 60V/10A läuft dieser schon sehr ordentlich, jedoch
ist es nicht sehr praktisch, und wenn ich Edelstahl drehe, ist die 10 Ampere Grenze schnell erreicht.


Grund des Umbaus:
Ich könnte ja auch einfach einen Frequenzumrichter für den 230 Motor nehmen.
Leider habe ich keinen großen Keller, und deswegen steht die Drehbank in meinem Hobbyraum,
und der 230V Motor ist ziemlich laut, den Gelichstrom hört man so gut wie nicht.


Ich wollte nun mit dem MosFet IRF540 eine PWM Schaltung im Brückenbetrieb aufbauen.

Grundkenntnisse in Elektrik und Elektronik und Programmierung von AVR uC in Bascom sind da.

Bisher habe ich nur einen Drehzahlmessgerät an meinem Atmega und ein Display hängen.
Das funktioniert auch einwandfrei.

Jetzt möchte ich aber auch noch den Motor per PWM regeln, vielleicht noch eine Lastregelung.
Wie PWM funktioniert und man einen Controller anschließt und programmiert ist mir alles klar.



Mein Hauptproblem ist einfach dieses:

Wie sieht ein Schaltplan mit dem irf540 aus, damit ich den Motor
Vorwärts und Rückwärts laufen lassen kann?
(ich möchte kein Umpolrelais verwenden)

Warum der irf540, weil ich im Bascom Tutorium hier (was wirklich gut erklärt ist)
das gelesen habe, und die Werte genau auf meinen Motor passen würden.

Dann brächte ich ja 4 Stück, oder?

Hat das jemand schon mal gemacht, und könnte mir einen Schaltplan aufzeichnen.

Eventuell auch Bauteile Bezeichnungen.

Der Mosfet braucht auch Schutzdioden?



Hoffe auf Eure Hilfsbereitschaft.

Lieben Gruß, Martin

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Sonntag, 26. Oktober 2008, 11:39

Hallo,

der IRF540 ist ein preiswerter MosFET, den ich persönlich nicht bei solchen Leistungen einsetzen würde. 60V und >10A bedingt schon ordentliche Wärmeverluste.
Überhaupt glaube ich so aus dem Bauch heraus nicht, dass ein Einzel-FET der Anforderung gewachsen sein wird, aber da fehlt mir die Erfahrung. Bestimmt kann ein Elektronik-Spezialist mehr dazu sagen.

Wegen der Drehzahl-Umpolung benötigst Du kein Relais. Schau mal, was Du unter dem Stichwort "H-Brücke" alles findest...

Viele Grüße

Torsten
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Sonntag, 26. Oktober 2008, 17:47

RE: PWM Steuerung für meine Dreh/Fräsbank

Hi,

Der IRF540 ist dafür sicher zu schwach, wenn du keine Überdimensionierte Kühlung, möglichst gleich mit Wasser hast.

44mOhm kalt, wenn er dann schön warm ist, sind's auch mal eben 110mOhm (bei 150°)
Bei 22A wären das ja schon 53W Verluste. :nuts:


Ein FET je Schalter der H-Brücke geht schon, sind ja nur 22A.
Wenn Du ein gutes Layout machst, sollte ein 75V FET reichen. Irgend was mit 10mOhm oder weniger. Ein SUP75N08-10 z.B. hat bei 125° garantierte <17mOhm,. damit bei 22A gut 8W DC-Verluste. Zuzüglich Schaltverluste je nach Ansteuerung und Frequnez sollte man das wegkühlen können.

servus,
Martin

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Montag, 27. Oktober 2008, 13:58

die Rotwerk-Drehbank arbeitet mit einem IRFP460 und PWM-Ansteuerung mittels einfacher OPAMP-Technik.

Ein besonders großer Kühlkörper ist da aber auch nicht drauf.

Es handelt sich aber nur um einen einfachen Einquadrantenregler. Umschaltung ist per Umpolschalter, unter Drehzahl umschalten wird auch recht heftig....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »e-beaver« (27. Oktober 2008, 13:59)