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berndhac

RCLine User

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Wohnort: Trier / Aurich

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1

Samstag, 20. Dezember 2008, 14:10

einfache Schaltung für Rekuperation bei Elektrofahrrad oder Roller

Hallo,
mein Bruder experimentiert mit seinen geringen Kenntnissen ;-) gerade ein wenig mit Roller/Mofas mit Elektroantrieb.
Aktuell hat er einen Brushlessmotor und irgendeinen fertigen Steller aus so einem kleinen, billigen Elektroscooter.

Natürlich denkt er über Rekuperation nach.

Gibt es da eine einfache Schaltung, mit der man sowas realisieren kann?

Ich sehe da folgende Probleme:
- das man den BL-Regler irgendwie trennen muss ist wohl klar
- Spannung/Strom aus den 3 Phasen müssen gleichgerichtet werden
- die Generatorspannung des Motors bei X km/h ist kleiner, als die Spannung des Akkus, wenn der Roller X km/h fährt => also müsste man die Spannung erhöhen (DC-DC Wandler), um überhaupt Energie in den Akku zu bekommen?

Vielen Dank erstmal ...

Gruß
Bernd

2

Samstag, 20. Dezember 2008, 15:38

RE: einfache Schaltung für Rekuperation bei Elektrofahrrad oder Roller

Hallo Bernd,

ich denke, Du hast die Problemstellung im Wesentlichen schon erfasst und dargestellt.
Wenn der Brushless-Controller aber im Leerlauf keine Bremsfunktion ausführt (wovon ich mal ausgehe, wenn er für einen Scooter gemacht ist), dürfte es nach meiner Ansicht nicht nötig sein, den Motor vom Steller zu trennen. Ein normaler, 3-phasiger Gleichrichter (besteht aus 6 Dioden), einfach an die Motoranschlüsse, parallel zum Regler geklemmt, sollte ausreichen. Dahinter dann ein DC-DC Wandler, der je nach gewünschter Bremswirkung mit längeren oder kürzeren Impulsen getaktet wird.

Grüße,

Thomas

berndhac

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3

Samstag, 20. Dezember 2008, 15:43

Hallo,

also habe ich mir das mit dem DC-DC Wandler richtig gedacht :-(

Den müsste man dann sowohl auf die Bremswirkung abstimmern als auch als Laderegler ausführen.

Im Prinzip würde das aber ja auch mit einem normalen Bürstenregler funktionieren :-)

Gruß
Bernd

4

Samstag, 20. Dezember 2008, 15:57

Nun, ich glaube kaum, daß man da viel "laderegeln" muß:
die Gefahr, den Akku zu überladen, besteht wohl eher nicht (es sei denn, man startet mit voll geladenem Akku auf einem großen Berg), und der Ladestrom wird vermutlich auch nicht so hoch werden, daß er den Akku überfordert. Gleichwohl sollte man besonders das letztere sicherheitshalber überprüfen.

Den Wandler an sich stelle ich mir sogar verhältnismäßig primitiv vor:
vom Gleichrichter (mit Siebelkos), +Pol eine Speicherdrossel, dann ein FET nach Masse. An der Drossel noch eine Diode zum Akku-Pluspol - fertig.
Dann braucht man nur noch eine PWM-Schaltung, die den FET ansteuert. In der Einschaltphase des FETs lädt sich die Drossel auf, in der Ausschaltphase fließt der Strom über die Diode in den Akku, bis die Drossel entladen ist. Jetzt heißt es rechnen und/oder experimentieren, was die Frequenz und das optimale Impuls/Pausen-Verhältnis der PWM ist.

Grüße,

Thomas

wurpfel1

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5

Sonntag, 21. Dezember 2008, 10:38

hi Leutz

wenn elektrisch gebremst werden soll ist es einfach: widerstände!
will man den akku laden ist ein aufwärtswandler notwendig: die spannung muss passen..
das kann in einem gerät integriert werden, der aufwand ist nicht unbeträchtlich und wurde vermutlich beim billigteil NICHT betrieben ;)


die geräte meines arbeitgeber beinhalten:
sehr schnelle strom-/spannungsmessung
leistungselektronik
induktive koppelungselemente ("trafos")
software, realtimeOS
CANbus zur kommunikation mit der fahrzeugssteuerung bzw akku


die aufgabe ist sehr reizvoll, nur solltest du mit einigen jahren entwicklungszeit rechnen :angel:


schneller gehts wenn man gleich einen ESC kauft mit integrierter rekuperation
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

berndhac

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6

Sonntag, 21. Dezember 2008, 13:17

Hallo,

naja, bei Thomas hört sich das ganz als relativ einfach machbar an, bei wurpfel dann schon viel aufwendiger :-(

Wo und vor allem für wieviel Geld gibt es denn ESCs mit Rekupertion zu kaufen?

Gruß
Bernd

wurpfel1

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7

Sonntag, 21. Dezember 2008, 14:22

ich habe mal das wort bionic gehört.. sonst hilft google ;)








das rekuperieren ist je nach motortyp mehr oder weniger schwierig und die wünsche des akkus sind zu berücksichtigen.
ausserdem ist das blockieren der räder zu verhindern..
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (21. Dezember 2008, 14:23)