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captainhc

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1

Mittwoch, 24. Dezember 2008, 16:59

Brückengleichrichter als Empfängerspannungsreduzierung

Hallo Elektronik - Fachleute,

ich habe eine Frage, da ich etwas nicht verstehe.
Um bei meinem Segler aus 2s A123 Zellen (7,2Volt) eine "brauchbare" Empfängerstromversorgung zu machen habe ich mir Brückengleichrichter zugelegt. Ich möchte die beiden Dioden (der 4) zur 1,4 Volt Spannungsreduzierung nutzen (gleichzeitig auch als Weiche da eine Doppelstromversorgung gemacht werden soll).
Ich habe heute die Schaltung mal probeweise aufgebaut. Als Verbraucher habe einen Speed 400 im Leerlauf (ca. 2 Ampere Leerlaufstrom) genommen.
Erstens habe ich den Minuspol des Akkus an den Minus Anschluss des Gleichrichters verbunden. Dann vom Plus des GLRichters zum Motor und von dem anderen Motoranschluiß zurück zum Akku.
Es tut sich nichts, es fließt keine Strom.
Schließe ich jedoch den Akku Minus Pol an den Plus Anschlus des GLR an und den Minus Anschluß des GLR zum Motro etc. dann funktioniert das.
Auch die angestrebten 1,4 Volt Spannungsreduzierung sind ok.

Für mich als "Nicht" Elektriker/Elektroniker verkehrte Welt :dumm: .

Könnt Ihr mir das erklären?

Kann es sein, dass am GLR die technische Stromrichtung (Strom fließt von plus nach minus) und am Akku die tatsächliche Stromrichtung (Elektronen fließen von minus nach plus) angegeben wird?


Vielen Dank im Voraus.


Michael

2

Donnerstag, 25. Dezember 2008, 01:50

Ein Gleichrichter hat in der Regel einen Wechselspannungseingang und einen Gleichspannungsausgang. Nur der Gleichspannungsausgang hat eindeutig identifizierbares + und -. Was hast du also am Eingang angeschlossen.
Komme mit deiner Beschriebung da nicht klar.

captainhc

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3

Donnerstag, 25. Dezember 2008, 08:19

Hallo Malte,

ich habe nur die beiden Gleichspannungsanschlüsse genutzt, die Wechselspannungsanschlüsse sind nicht belegt.
Ich möchte den GLRichter ja nicht in seiner ursprünglich gedachten Funktion benutzen, sondern als "Baustein" in dem 2 (von 4) Dioden sind die mir 1,4 V Spannungsabfall ermöglichen und dies bei 25 Ampere Last zu einem vernünftigen Preis und mit wenig Gewicht.

Irritiert bin ich, dass ich mit dem Minus Kabel meines Akkus an den Plus EIngang des GLR's muß deamit die "Schaltung" funktioniert und nicht an den Minus Eingang des GLR wie von mir erwartet.

Gruß und frohe Weihnachten.

Michael

4

Donnerstag, 25. Dezember 2008, 09:47

Hallo Michael,

sieh Dir doch mal die Innenschaltung eines Brückengleichrichters hier an (Bild ganz unten): klick

Dann überlegst Du Dir, wierum der Strom durch die Dioden fliessen kann und wierum er gesperrt wird. Im Übrigen verstehe ich nicht, was Du mit "2 von 4 Dioden" meinst. Die Dioden im Gleichrichter hängen immer zusammen. Deswegen wird das auch nichts mit der Akkuweiche, es sei denn, Dir reicht der Spannungsabfall an einer einzelnen Diodenstrecke, dann geht's wieder.

Gruß,
Peter

5

Donnerstag, 25. Dezember 2008, 09:52

Interessanter Gedanke, den Du da hast. Wie Peter schon geschrieben hat, schau dir mal das Schaltbild eines Brückengleichrichters an. Dann dürfte einiges klarer werden. Ansonsten hättest du das Gleiche auch mit 2 hintereinander geschalteten Dioden erreicht. Das wäre sicher genauso teuer geworden und mit Sicherheit leichter in Gewicht und leichter zu verstehen.
:evil: Fliegst du nur oder kannst du auch bauen? :evil:

captainhc

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6

Donnerstag, 25. Dezember 2008, 11:28

Hallo Peter, hallo seamless,

Danke für Eure ausführlichen Antworten.
Ihr habt sicher mehr Ahnung als ich was Elektronik angeht.

Das es funktioniert weiß ich aber, mit meinem 2. Schaltungsaufbau ging es ja.
Aus dem Bild von Peter kann ich die Antwort auf meine Frage nicht ganz erkennen, da hier die Ausgänge nicht mit Polaritäten angegeben sind.

Ich versuche meine Frage nochmals zu stellen (wahrscheinlich hab ich es ungeschickt dargestellt).

Ansatz:

Wie kann ich 7,2 Volt so reduzieren, dass es meinen Graupner Empfänger nicht schadet? Antwort 2 Dioden. Habe gehört man könnte das mit einem GLR machen(kompakt und hohe Ströme und 1,5 Euro bei C....)

1. Ich nehme den GLR nur um 2 Dioden davon zu nutzen! (Zwei einzelene Dioden gingen auch, jedoch mit 25 Ampere sind die teurer und schwerer als der eine GLR).
Ausserdem habe ich im Flieger nicht so gerne einzelen Teile an Drähten hängen deswegen ist mir die "Box" mit den 4 Dioden (genannt Gleichrichter) lieber.

Also wenn ich das Schaltbild von Peter anschaue geht der Strom wohl einmal über D2 und D1 und parallel über D4 und D3. Wenn das so ist nutze ich wohl 4 Dioden aber je 2 davon parallel. Solange es 1,4 Volt Spannungsreduktion gibt, soll es mir recht sein.

Hat aber mit meiner Frage der Polarität nur wenig zu tun, oder?

2. Ich nutze die beiden Wechselspannungsanschlüsse am GLR nicht!

3. Ich habe den Akku Minus am GLR Minus angeschlossen und weiter zum Verbraucher (es tut sich nichts)
Wo an Peters Bild Ua steht ist auf meinem GLR an einer Seite ein "+" und an der gegenüberliegenden Seite ein "-" eingeprägt.

4. Ich habe den Akku Plus am GLR Minus angeschlossen, es funktioniert.

Nun meine Frage:

Warum muß ich die Anschlüsse verkehrt herum wählen, damit es funktioniert?
(Alles andere im Modellbau geht in Rauch auf wenn man es verpolt, hier muß man es machen und ich würde gerne wissen warum.

Vielen dank für Eure Geduld!

Michael

Ihr habt natürlich Recht: Weichenfunktion geht natürlich nur wenn man das Gleiche mit bei einem 2. GLR und dem 2. Akku macht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »captainhc« (25. Dezember 2008, 11:29)


7

Donnerstag, 25. Dezember 2008, 12:46

Im untersten Bild von meinem Link hast Du oben und unten die Wechselspannungseingänge (Ue), dann links den Minus und rechts den Plus. Denke bitte daran, dass ein Gleichrichter ja eigentlich zum Gleichrichten einer Wechselspannung gedacht ist. Der Strom fließt dabei über einen der beiden Wechselspannungseingänge rein, über D1 oder D3 zum Pluspol des Glättugskondensators, aus diesem wieder raus und über D4 oder D2 wieder zurück in die Wechselspannungsquelle. Daher kommen ja auch die +/- Bezeichnungen am Gleichrichter. Sie bezeichnet nicht, wierum der Strom durch den Gleichrichter fließt, sondern wierum er den Strom liefert! Vielleicht liegt hier deine Verwirrung begründet.

Gruß,
Peter

captainhc

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8

Donnerstag, 25. Dezember 2008, 13:27

Hallo Peter,

vielen Dank. Du hast sicher recht mit Deiner Erklärung. Die Polaritätsanzeige ist für das entnehmen der Gleichspannung und nicht für das "hineingeben" von Strom. Zum Glück ist der Gleichrichter ein Bauteil, dass durch falsches Anschließen nicht kaputt geht und somit kann ich dann durch die "Try and Error" Methode die für mich richtige Anschlußweise herausfinden.

Gruß und Dank

Michael

Elektroniktommi

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9

Freitag, 26. Dezember 2008, 00:11

Ausgang + und - des Brückengleichrichters an der Empfänger, die Wechselspannungsanschlüsse an die Batterie....Du gewinnst sogar noch einen Verpolschutz :ok:
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

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10

Freitag, 26. Dezember 2008, 12:54

Hallo Tommy,

Zitat

Ausgang + und - des Brückengleichrichters an der Empfänger, die Wechselspannungsanschlüsse an die Batterie....Du gewinnst sogar noch einen Verpolschutz


na sag mal, qweshalb denn einfach wenn es doch kompliziert und falsch scheinbar auch funktioniert.

Da schreibt einer vielleicht sogar ein Dokorat darüber und Du verdirbst ihm alles. ;)

Gruss Bruno

captainhc

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11

Freitag, 26. Dezember 2008, 20:02

Hallo Tommy,

danke für den Tip. Habe ich dann noch die 1,4 Volt Spannungsreduktion, die ich benötige um meinden Empfänger vor Überspannung zu schützen?

Gruß und Danke.

Michael

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12

Freitag, 26. Dezember 2008, 20:39

Hallo,

Zitat

Habe ich dann noch die 1,4 Volt Spannungsreduktion, die ich benötige um meinden Empfänger vor Überspannung zu schützen?


Klar hast Du das. Der Strom fliesst auch so über zwei Dioden.

Gruss Bruno

Dossi

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13

Freitag, 26. Dezember 2008, 21:18

Hallo Michael,

denke bitte an die Spannung eines frisch geladenen 2s Lipos, das sind 8,4V, wenn du da "nur" 1,4V von abziehst, hast du mit 7V eventuel noch genug Spannung deinen Empfänger abzuschießen!!!!!
Kaufe Dir lieber ein BEC für 2s-Lipos, das ist günstiger als nen neuer Empfänger!

Gruß

Christian

Dossi

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14

Freitag, 26. Dezember 2008, 21:29

Ups, wer lesen kann ist klar im Vorteil....

Das mit der hohen Spg. haste bei LiFePO zellen ja nicht so.
Aber am anderen Ende must Du aufpassen, bei entladenen Zellen (ich habe da was von 2V je Zelle gelesen, hast Du dann nur noch 2,6 V am Empfänger, das reicht nimmer mehr.

Christian

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15

Samstag, 27. Dezember 2008, 01:28

Hallo,

Einmal ganz abgesehen davon, ich halte sowas ohnehin für einen Murks.

Gruss Bruno

captainhc

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16

Samstag, 27. Dezember 2008, 09:51

Hallo,

Danke für Eure Antworten.

Ich halte die LiFePo's für mich als die beste Lösung für Empfängerakkus bei meinen größeren Modellen. Bei der geringen Belastung sollten sie sehr viele Zyklen aushalten, sie sind wesentlich unempfindlicher gegen geringe Temperaturen, kaum Selbstrentladung, sehr sicher (selbst bei Kurzschluß) und wenn es ein muß in einer viertel Stunde vollgeladen (4C) .
Ich habe im Vorfeld die Akkus getestet (mit konstant einem Ampere entladen) und erst nach 125 min die 6 Volt (minus 1,4 sind dann immer noch 4,6 Volt) unterschritten. Dies sind bei 2 Akkus 250 min sofern ständig Strom in der Höhe von 1 Ampere fließt, was wahrscheinlich nicht der Fall ist.
Für mich absolut ausreichend, selbst bei den tollsten Thermkbedingungen. Zusätzlich sagt mir mein Vario ja auch noch die Spannung an.
Für mich also alles andere als Murks.
Wer andere Akkus als Empfängerversorgung vorzieht soll dies gerne tun, ich werde diese Akkus nehmen.

Gruß

Michael

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17

Samstag, 27. Dezember 2008, 10:38

Hallo,

Zitat

Für mich also alles andere als Murks.


Ich meine damit die Art der Spannungsreduzierung. Mit Dioden ist das nur eine Notbehelf.
Eine saubere Lösung wären in diesem Fall Spannungsregler. Reduktionsdioden ergeben am Ausgang eine belastungsabhängige Spannung.
Bei geringer Belastung hast Du vielleicht nur 0,3 V Reduktion, bei grosser Impulsbelastung wie das Servos eigentlich standardgemäss tun, bricht die Spannung um bis zu 0,7 V ein.

Gruss Bruno

Rudy F

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18

Samstag, 27. Dezember 2008, 11:04

Zitat

Original von B. Eberle
.......
Bei geringer Belastung hast Du vielleicht nur 0,3 V Reduktion, bei grosser Impulsbelastung wie das Servos eigentlich standardgemäss tun, bricht die Spannung um bis zu 0,7 V ein.


Das stimmt für Schottky-Dioden nicht, außerdem kann durch Parallelschaltung von 2 Dioden der belastungsabhängige Spannungsabfall veringert werden

Spannungsabfälle unter Last siehe Liste in http://members.aon.at/flug.fiala/diodentab.html
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

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19

Samstag, 27. Dezember 2008, 12:13

Hallo Rudy,

Zitat

Das stimmt für Schottky-Dioden nicht,


Im Prinzip ja

Zitat

außerdem kann durch Parallelschaltung von 2 Dioden der belastungsabhängige Spannungsabfall veringert werden


Du hast das falsch verstanden. Genau diesen Spannungsabfall will er ja. Bei normalen Dioden kann der aber von 0,3 bis 0,7 V je nach Belastung schwanken. Es ging nicht darum, dass er zu hoch würde. Er wäre bei zu geringer Belastung zu gering !

Ein Murks ist es trotzdem. Da der Empfänger intern auf rund 3,3 V stabilisiert ist, spielt das aber nicht so eine grosse Rolle. Eine unstabilisierte Elektronikschaltung kann aber Probleme damit bekommen.

Gruss Bruno

Rudy F

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20

Samstag, 27. Dezember 2008, 12:56

Wegen der erwünschten fast-Konstanz des Spannungsabfalls sind zwei Schotties in Serie besser als normale Siliziumdioden.

Zwischen 10mA und 2 A wäre die Differenz nur 0.3V ( 0.74-0.44) bei 2 Siemensschottkies

Den Rest freilich schön dick verdrahten etc..

Siehe auch: http://members.aon.at/flug.fiala/sicher.html

Mal ganz abgesehen davo, dass 2 Stk. A123-Zellen nur eine Leerlaufspannung von ca. <6.8V haben, also um einiges weniger als Lipo Von 7.2V also überhaupt keine Rede.

Aus Marketinggründen(?) wird immer die Ladespannung von 3.6V angegeben, keine Ahnung warum.
:w Rudy

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »rcFIA« (27. Dezember 2008, 13:10)