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82

Mittwoch, 22. Juli 2009, 19:30

Hi.

Ich finde dieses Thema sehr spannend und wollte deshalb auch mal meinen Senf dazu beitragen.
Ein Kollege von der Arbeit hat vor ca. 1-1,5 Jahren damit begonne einen Quadrokopter zu bauen. Die Platinen und das nötige wissen hat er von der Microcopterseite. Auf dem Mainbord werden auch 3 Drehratensensoren und ein 3D Beschleunigungssensor zur Lageregelung verwendet.
Mir ist schon klar, dass ein Quadrokopter anders als ein Helikopter gesteuert wird, doch müsste es doch funktionieren das Programm entsprechend abzuändern, natürlich unter Beachtung des Copyrights. Falls ich damit völlig daneben liege, steinigt mich bitte nicht, es war nur so ein Gedanke.
Ich habe zwar eine Elektronikausbildung aber keine Ahnung vom µC- programmieren.
mfg

Christoph


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Whitestar1« (22. Juli 2009, 19:31)


83

Mittwoch, 22. Juli 2009, 19:40

Zitat

Falls ich damit völlig daneben liege, steinigt mich bitte nicht,


Lol, wer wirft den ersten Stein?
"Ich, Ich" :D (Jaja, Monty Python)

haschenk

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84

Donnerstag, 23. Juli 2009, 00:55

Hallo Hui,

Zitat

Wieso muss die Betriebsspannung überhaupt schaltbar sein? Geht es nicht den RX einfach normal zusammen mit dem AVR zu speisen?

Das kann ich nur "entwicklungshistorisch" erklären: Die momentane Version des Progs ist eigentlich die Nr.5. Nr.1 -3 waren Versuche nach den etwas vagen Angaben im microkopter-forum und haben nicht funktioniert. Nach diesen Mißerfolgen hab ich nochmal bei RCgroups recherchiert und den weiter oben verlinkten thread gefunden.

Die dem entsprechend programmierte Version war Nr.4 und hat auf Anhieb funktioniert. Dabei war aber die Hard- und Software noch ein wenig anders; 2 LEDs (für Ein- und Ausgangsspannung) und eine Taste zusätzlich. Der Ablauf war so gedacht, daß zuerst die Stromquelle an den Sat-Binder angesteckt wird und dann erst der Rx. Und im Prog war nach dem Init noch eine Schleife zur Tastenabfrage, erst nach Tastendruck ist das Prog in die Binde-Sequenz gesprungen; nach dieser nochmals Tastendruck und zurück zum Start. Bei dieser Vorgehensweise braucht man eine schaltbare Spannung. So umständliche Sachen macht man halt gelegentlich...
In der Version 5 hab ich dann den Ablauf geändert, LEDs und Taste rausgeschmissen und das Prog vereinfacht. Die Betriebsspannungs-Ein/Aus-Schaltung ist geblieben.

Kann schon sein, daß man den Transistor beim gemeinsamen Anschluß an den Akku noch einsparen kann. Kommt drauf an, wie schnell der Controller im Rx und der Sat-Binder starten; nach den Angaben im microkopter-forum muß die Impuls-Sequenz kurz nach dem Einschalten des Rx angelegt werden.

Ich muß mir das nochmal ansehen, evtl. müsste dazu noch eine kleine Wartezeit für den Sat-Binder rein.

Zitat

Das mit dem Speisen aus den IO ist seltsam, 2 parallel müssten eigentlich reichen für 28mA ohne zuviel Spannungsverlust.

Hab ich auch gedacht...
Aber selbst bei 3 parallelen IOs (natürlich genau gleichzeitig geschaltet) gings´s noch nicht; mal hat die LED im Sat-Rx einmal ganz kurz schwach aufgeleuchtet; mal hat sie ganz schwach dauergeleuchtet... Interessant dabei, daß dabei die Stromaufnahme des Rx nur ein wenig mehr als 3 mA betragen hat. Entweder ist der Rx garnicht gestartet, oder in einen wait/sleep-mode gegangen, oder sonstwas...

Zitat

Interessant wäre noch, was genau ausgegeben wird, bei einer Empfangsstörung.

Schau ich mir noch an...

whitestar:
Im Prinzip stimmt das schon, was du sagst. Die Algorithmen sind wahrscheinlich ähnlich, haben aber mit Sicherheit andere Parameter.
Aber zum Einen möchte Hui einen besseren Regler für kleine Helis bauen und auch eine andere, sehr kleine und leichte Hardware verwenden.

Zum Anderen würde es mich sehr wundern, wenn microcopter den sog. "Quellcode" (=sourcecode) offenlegen würde (ich lass´mich gerne vom Gegenteil überzeugen...).
Den braucht man aber, um Änderungen am Programm vorzunehmen. Er wird vom Programmierer im "Klartext" in irgendeiner Programmiersprache geschrieben und offenbart alles, was der Programmierer gedacht hat, (fast) das ganze knowhow...

Manchmal wird bei freeware nur der sog. "Hexcode" (oder auch der sog. "Objectcode") freigegeben; das ist eine Art "Zwischencode" und wird für´s Programmiergerät gebraucht. Das ist dann nur noch ein Haufen von Zahlen und Buchstaben. Damit kann man das Programm vervielfältigen, aber man weiß nicht mehr, wie es aufgebaut ist und funktioniert.
Es gibt zwar im Prinzip die Möglichkeit, den hex- oder obj-code wieder zurück zu verwandeln ("re-engineering", "disassemblieren"), aber das ist eine Sauarbeit, erfordert ein spezielles Programm, detektivisches Geschick und sehr gute Kenntnisse des betr. Computers. Wenn´s nicht um ganz große Geheimnisse geht, ist es daher idR. schneller und einfacher, gleich ein eigenes neues Programm zu schreiben.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (23. Juli 2009, 00:58)


JPOP

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85

Donnerstag, 23. Juli 2009, 10:49

Hi,

mir scheint auch als ob wir hier über völlig verschiedene Reglungstechnische Aufgaben sprechen. Diese 6DOF story ist wohl eher eine inertial reference Plattform.
Also ist eher sowas wie bei Quadrocoptern eingesetzt wird.
Ich würde eher sowas wie ein 3-Achs HH System basteln.. vielleicht mit ein paar adaptiven Geschichten damit es spannender wird, ein wenig coupling ect. Vlt als Zustandsregler realisiert. Vlt. meinst Du das hier ja auch, Hui?

Ist ja auch egal, welche verschiedenen Software-Ansätze man ausprobiert.
Im Bezug auf die Hardware wäre interessant ob man den 3D Beschleunigungssensor auch weglassen könnte?!

-JP
_________________________________
Against gravity

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »JPOP« (23. Juli 2009, 10:56)


86

Donnerstag, 23. Juli 2009, 11:02

Zitat

Ist ja auch egal, welche verschiedenen Software-Ansätze man ausprobiert.


Sehe ich eben auch so. Da offen, soll jeder der will Mal ausprobieren, was er möchte...Vielleicht kommt was brauchbares raus, vielleicht nicht?
Wie gesagt, wird die erste Implementation sicherlich eine sehr simple, sodass man einfach Mal was hat. Auch um diese dann mit komplexeren vergleichen zu können.

Zitat

Im Bezug auf die Hardware wäre interessant ob man den 3D Beschleunigungssensor auch weglassen könnte?!


Wie gesagt, kenn ich die genauen Daten und Preise des IME3000 noch nicht. Sobald das bekannt ist, dürfte die Entscheidung leichter sein. Ich vermute jedoch, dass der Chip sehr billig sein wird (so um die $10).
Da der Chip eben auch 16-Bit AD-Wandler für die Gyros drauf hat würde man diesen sowieso dafür verbauen und hätte so seine Beschleunigungssensoren eh drauf.. Die Frage ist nur, mit welcher maximalen Wandlerrate er arbeiten kann. Da hab ich im Moment noch meine grössten Bedenken.
Aber kommt Zeit, kommt vielleicht endlich ein Datasheet... zzz
Deshalb wird es wohl im Bezug auf die Gesamtkosten wenig ausmachen und bzgl Platz auch nicht viel (ist ein 3x3mm Gehäuse). Und die Kosten die entstehen um verschiedene Versionen zu machen stehen dann wohl in keinem Verhältnis dazu.

Aber falls irgendwer dann selbst eine andere PCB Version designen möchte, kann er es ja....

Was man vielleicht in Betracht ziehen könnte, wäre, dass man das Board so designt, dass es auch möglich ist, den IDG und den IME nicht zu bestücken und so wirklich nur ein reines Tail-Gyro board erhält. Aber ob die vermutlich ca. EUR 20.- Ersparnis dann wirklich in's Gewicht fallen, und sich jemand deshalb diese Variante wünscht, statt des vollen System wage ich zu bezweifeln.

Edit:
Hab gerade gesehen, dass Sie mittlerweile immerhin bereits ein vorläufiges Datasheet für die ISZ rausgebracht haben. Ist halt nicht so interessant, da klar war, dass die technischen Daten identisch zu den IDG sind. Ist halt einfach nur nötig, um die Pin-Belegung zu wissen.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Hui« (23. Juli 2009, 11:24)


JPOP

RCLine User

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87

Donnerstag, 23. Juli 2009, 12:37

Hi,

also ich würde ein software design bevorzugen, das bestimmte Module gemeinsam hat, also Sensor-init, Sensor einlesen, Empfänger einlesen, konfigurierbare numerische Filter, Interface Bereitstellung Eingangsdaten für Regelung, Konfigurierbare Berechnung der Servopositionen für die Taumelscheibenkonfig, konfigurierbarer PWM Generator für Servos.
Auch geil wäre ein Modul zum übertragen von Config-Daten vom PC und Speicherung im Flash - also ohne neu compilieren.
Zwischen die Eingangs- und Ausgangsdaten kann dann jeder seine Regler setzen wie er lustig ist.

-JP
_________________________________
Against gravity

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JPOP« (23. Juli 2009, 12:40)


88

Donnerstag, 23. Juli 2009, 13:14

Zitat

Zwischen die Eingangs- und Ausgangsdaten kann dann jeder seine Regler setzen wie er lustig ist.


Genau das hab ich auch vorgehabt :D

haschenk

RCLine User

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89

Donnerstag, 23. Juli 2009, 14:05

Hallo,

um darauf zurück zu kommen:

Zitat

Wieso muss die Betriebsspannung überhaupt schaltbar sein? Geht es nicht den RX einfach normal zusammen mit dem AVR zu speisen?


Ich hab´s jetzt probiert- ja, es geht ! Einfach Plus-Zuleitung vom Rx an Plus-Schiene vom Sat-Binder gelötet... Der Transistor und seine 2 Widerstände fallen damit weg. Hui, danke für deine Anregung.
Ich werde jetzt das Progrämmchen noch vereinfachen.

Zitat

Interessant wäre noch, was genau ausgegeben wird, bei einer Empfangsstörung.


Ist garnicht so einfach, den Rx zu stören...
Fall 1: Sender ausgeschaltet
Der Rx gibt dann einfach kein Signal mehr aus, Signalleitung liegt auf Dauer-High-Pegel.

Fall 2: Simulierte Störung
Dazu hab ich den 2,4 GHz-Sender der kleinen Kyosho Cessna als Störer verwendet. Der hat eine viel kleinere Leistung als der DX5e; ist leider nicht angegeben, aber ich denke mal < 10 mW ERP.

Solange der DX5e mit voller Leistung sendet, ist bei einem Abstand DX5e - Rx von ca. 20m (entgegengesetzes Ende der Wohnung) der Rx unstörbar vom Kyosho-Tx. Man kann die beiden Antennen zur Berührung bringen- geht immer noch, ungestörtes Signal am Rx-Ausgang.

DX5e im "range-check"- Modus (reduzierte Leistung):
Innerhalb der Wohnung ist dann bei ca. 15 m die Reichweitengrenze (ungestört) erreicht. Genau kann ich es nicht sagen, da dann auch die Ausrichtung der Antennen eine Rolle spielt.
Jetzt kann der Kyosho-Sender stören, wenn er auf weniger als etwa 10-15 cm in die Nähe des Rx gebracht wird. Das wirkt sich dann so aus, daß einfach kein Signal mehr aus dem Rx kommt; wie oben schon gesagt nur noch High-Pegel.

Generell also: Der Satelliten-Rx gibt ein richtiges Signal aus, oder gar keines (High-Pegel). Will man fail-safe-Verhalten, dann muß man an anderer Stelle dafür sorgen.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (23. Juli 2009, 14:36)


haschenk

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90

Donnerstag, 23. Juli 2009, 14:33

Hallo,

zur Regelung bzw. zum Entwurf von Quadrocoptern sind an der EPFL (Technische Hochschule Lausanne) diverse Arbeiten gemacht worden.

Hier ein Link zu einer davon:
http://library.epfl.ch/theses/?nr=3727

Es gibt noch mehr, einfach dort mal bei den Veröffentlichungen stöbern.
Leider hat bei der imho wichtigsten Arbeit (vom Prof. Siegwart selbst) wieder mal der Springer-Verlag die Finger drauf...


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (23. Juli 2009, 14:35)


91

Donnerstag, 23. Juli 2009, 20:43

:ok: :ok: :ok:

Zitat

ch hab´s jetzt probiert- ja, es geht ! Einfach Plus-Zuleitung vom Rx an Plus-Schiene vom Sat-Binder gelötet.


Da bin ich jetzt beruhigt. Denn meine Boards sind so gebaut...

Das mit den Störungen ist interessant. Also einfach einen Timer drin haben, wenn eine bestimmte Zeit lang kein Frame mehr kommt, auf Fail-Safe gehen...
Sollte kein Problem sein.

Zitat

Zum Anderen würde es mich sehr wundern, wenn microcopter den sog. "Quellcode" (=sourcecode) offenlegen würde (ich lass´mich gerne vom Gegenteil überzeugen...).


? ? ?
Welchen Microcopter meist Du? Etwa nicht den www.mikrokopter.de? Da sind jedenfalls alle Quellen offen in einem SVN Archiv verfügbar (eben auch Ihre Spektrum Satelliten Implementation)...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hui« (23. Juli 2009, 20:50)


92

Freitag, 24. Juli 2009, 15:03

Hmm, hab mir für später Mal die Preise angeguckt.
Die Frage, die ich hatte, war: Wieviel wiegt die unbestückte Platine?

Eine Euro Platine (160x100mm) normal FR4 1.5 wiegt 53g.
Die Platine in der Variante mit den Walkera-Steckern hat ein Mass von 15x27mm.
D.h. Die Platine allein würde in 1.5mm Dicke 1.34g wiegen
Also 0.8er etwa die Hälfte, also 0.7 Gramm.
Also 0.5er etwa ein Drittel, also 0.45 Gramm.

Preislich macht es nicht Mal mehr einen grossen Unterschied, wenn man eh kleiner als standard geht. Und auf 0.8 würd ich wahrscheinlich eh gehen.
Die Frage wäre, ob ev. 0.5 in Frage käme. Aber ich glaub, das wäre bereits mechanisch zu flexibel für die Grösse...Und soviel Gewicht bringts auch nicht.
Zusammen mit der Schablone würde dann ein erster Shot der richtigen kompletten Platine ca. 400 Euro kosten. Das gäb dann aber auch gleich eine ganze Menge davon...
Hat jemand von euch Erfahrung mit dünneren PCB-Dicken und deren Flexibilität?
Denn wir selbst lassen unsere PCBs immer in Standard-Dicke produzieren.

93

Freitag, 24. Juli 2009, 18:06

Hi.

Zitat

Original von Hui
Welchen Microcopter meist Du? Etwa nicht den www.mikrokopter.de? Da sind jedenfalls alle Quellen offen in einem SVN Archiv verfügbar (eben auch Ihre Spektrum Satelliten Implementation)...


Ja, genau diese Seite habe ich gemeint.
Was ich gerne wissen würde ist für welchen Heli dieses Stabisystem sein soll.
mfg

Christoph


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haschenk

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94

Freitag, 24. Juli 2009, 19:31

Hallo Hui,

erst mal danke für deinen Hinweis zur download-Seite von mikrokopter.de; die kannte ich noch nicht.

Für ein Platinchen 15x27 mm (doppelseitig) ist die Standarddicke 1,5 mm viel zu dick. Ich würde 0,5 nehmen; wenn du der Geschichte nicht ganz traust, dann nimm 0,8 oder 1,0. Vielleicht auch zuerst noch den Hersteller fragen, wie der -vor allem beim Ritzen/Trennen- damit zurecht kommt.

Nur so am Rande:
Die Hardcore-Indoorflieger (die mit den samt Elektronik selbstgebauten Modellen < 10gr Fluggewicht) gehen mit max.15x20 mm großen Platinchen noch auf weniger als 0,5 mm Dicke (schwer beschaffbar, gibt´s aber).

Da in Eigenanfertigung doppelseitige Platinchen incl. Durchkontaktieren nicht ganz einfach herzustellen sind, gehe ich oft so vor: Für Ober- und Unterseite jeweils getrennte Platinchen aus 0,5 mm einseitig; nach dem Ätzen auf einen Stahlklotz kleben und dann auf die Fräsmaschine... und auf ca. 0,2 mm Dicke abfräsen. Dann Rücken an Rücken zusammenkleben. Die Durchkontaktierungen lege ich -wenn irgend möglich- an den Rand, sodaß es "außen rum"-Kontaktierungen sind; für die werden noch kleine Rillen eingefeilt, damit am Rand nichts übersteht. Eigentlich Wahnsinn, aber für Einzelstücke geht´s.

Meine (IR-) Empfänger wiegen dann (doppelseitig bestückt) je nach Version zwischen 1 und 1,5 gr, Handlötung ist halt schwerer als Reflow. Auf einer Seite ist idR ein Mega8 mit ein bißchen Beiwerk und auf der andern Transistoren, MOSFETs (bzw. N- undP-Kanal-Kombis) mit Beiwerk. Die Hardcore-Freaks machen das noch kleiner und leichter.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (24. Juli 2009, 19:36)


95

Freitag, 24. Juli 2009, 19:52

Hi.

Eine Möglichkeit wären auch Folienleiterplatten.
Die sind extrem leicht und dünn. Siehe hier:
http://at.farnell.com/mega/400-105/leite…lack/dp/4137978
Das Handling ist natürlich was anderes.
mfg

Christoph


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Whitestar1« (24. Juli 2009, 19:52)


96

Samstag, 25. Juli 2009, 09:43

Zitat

Was ich gerne wissen würde ist für welchen Heli dieses Stabisystem sein soll.


Lol, na für Quadrokopter halt. Wobei es einige dort gibt, welche das Programm praktisch 1:1 im Heli benutzen. Das einzige was Sie umprogrammiert haben sind die Servo-Signale.

Zitat

Eigentlich Wahnsinn, aber für Einzelstücke geht´s.


Lol...Grenzt schon an Wahnsinn...
Ne, die Platinen für das volle System lass ich definitiv auch Herstellen. Auch da dies ein 4lagen Board sein wird. Und der Preis geht ja noch. OK, hohe Initialkosten. Aber selbst beim ersten Shot kostet insgesamt eine Platine nicht mehr als 3 Euro. Man muss einfach hoffen, dass man keine Fehler gemacht hat :D, sonst sind halt 400 Euro im Arsch...

Zitat

Die Hardcore-Indoorflieger (die mit den samt Elektronik selbstgebauten Modellen < 10gr Fluggewicht) gehen mit max.15x20 mm großen Platinchen noch auf weniger als 0,5 mm Dicke


Zitat

Eine Möglichkeit wären auch Folienleiterplatten.


Ich würde eben ein grosses Hauptproblem sehen bei zu dünnen Boards:
Wenn die Platte zu flexibel ist, dann verbiegt Sie sich ein wenig kurz bei einem Crash. Das wäre jedoch kritisch für die grösseren ICs auf'm Board, denn diese können sich ja nicht verbiegen. D.h. ev. lösen sich dann einige Lötstellen oder Pads werden abgerissen. Das blöde daran: Man sieht es von Auge gar nicht oder kaum (Pads sind unter dem IC, bei diesen Gehäusen). Ev. gibt es sogar immernoch einen leitenden Kontakt, welcher dann aber je nach Vibration nicht mehr geht...
Spektrum benutzt ja auch 0.8er Boards für diese Grösse. Ich glaub die haben sich schon was dabei gedacht. Werd dann wohl auch in diese Richtung gehen...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Hui« (25. Juli 2009, 09:48)


haschenk

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97

Samstag, 25. Juli 2009, 17:13

Hallo Hui,

Zitat

Auch da dies ein 4lagen Board sein wird. Und der Preis geht ja noch. OK, hohe Initialkosten. Aber selbst beim ersten Shot kostet insgesamt eine Platine nicht mehr als 3 Euro. Man muss einfach hoffen, dass man keine Fehler gemacht hat , sonst sind halt 400 Euro im Arsch...


Vielleicht mache ich mich jetzt mal wieder unbeliebt.... aber ich bewundere deinen Mut.

Aus ca. 45 Jahren Entwickler-Tätigkeit (hauptberuflich und als Hobby) kann ich mich nicht an ein einziges Gerät erinnern, bei dem es bei der ersten Version geblieben wäre; egal ob das die "Mechanik", Gehäuse, Schaltung, Platinen oder sonstwas betrifft. Bei professionellen Entwicklungen ist das (hoffentlich) alles mit eingeplant, sowohl was Kosten als auch Zeit betrifft.

Es geht dabei ja nicht nur um "richtige" Fehler, sondern man lernt während der Arbeit dazu, hat zusätzliche Ideen, lernt bislang unbekannte Bauteile erst richtig kennen, usw.

Wir sind hier im Hobby-Bereich, und da kann jeder nach seine Fasson selig werden; mach´ es halt auf deine Art.

Wenn´s mein Projekt wäre, dann würde ich in kleineren Schritten vorgehen. Und das wäre im gegebenen Fall zuerst ein etwas einfacherer, größerer Laboraufbau, an dem man gfls. auch noch ändern kann, ohne 400 Teuro-Risiko.


Gruß,
Helmut

98

Montag, 27. Juli 2009, 09:44

Lol, lustigerweise haben bei mir bis jetzt die ersten Shots eigentlich immer so funktioniert wie Sie sollten.
Und der Vorteil ist ja, dass man jetzt mit den Boards die jetzt hergestellt werden ja eben noch kleine Details sieht. Und dieser Shot war viel billiger, da nur 2-lagig und 1.5mm dick. (etwa 70 Euro inkl Schablone)
Wo ich vielleicht noch etwas ändern muss ist die Stromversorgung. Aber eben, das zeigen dann wohl die Tests mit dieser Platte.
Das vollständige Board hat dann einfach mehr Sensoren drauf, ist aber sonst gleich. Glaub also nicht, dass es da noch gross zusätzliche Probleme gibt.

Aber wenn's halt nicht funktioniert, dann sind halt 400 Euro am Arsch. Damit könnte ich leben.

99

Montag, 27. Juli 2009, 17:24

Hmm, hab ja die aktuellen Platinen bei PCB-Pool bestellt. Das eigentlich nur, weil Sie zurzeit eine Aktion habe, dass die Schablone inklusiv ist. So sind es zurzeit die günstigsten für einen 2lagigen Shot mit Schablone. Normalerweise lassen wir unsere Platinen woanders fertigen (wo es auch einiges billiger ist, als bei PCB-Pool).
Egal.
Laut Plan, sollten morgen die Platinen weggeschickt werden. Heute haben Sie begonnen die Dinger zu produzieren. Scheinbar machen Sie einen Scan von jedem Arbeitsschritt und schicken eine Benachrichtigung per Email.
Schon beim ersten Schritt wurde ich stutzig, da ein paar Bohrlöcher extrem daneben schienen. Hab dann einfach gedacht, dass es ein Problem beim Scannen gab. Kennt man ja von Zuhause. Dann verzieht es das Bild gern Mal etwas.
Beim nächsten Schritt (belichtet) sieht man dann aber, dass tatsächlich einige Löcher voll daneben sind... :wall:
Super...Hab denen jetzt 'ne Mail geschickt, dass Sie das Mal prüfen, denn so können die sicherlich keine Platine verkaufen...

Hier ein Ausschnitt, wo man sehr schön sieht wie einige Bohrlöcher voll daneben sind:

Edit: Ich glaub, da war ein Bohrer besoffen... :D
»Hui« hat folgendes Bild angehängt:
  • Bohrsiffer.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hui« (27. Juli 2009, 17:27)


100

Dienstag, 28. Juli 2009, 14:47

Bis jetzt hab ich nix mehr gehört...
Dann plötzlich eine Mail, dass der letzte Schritt fertig ist. Obwohl keine Mails mehr von den Zwischenschritten gekommen sind und diese Bilder auch nicht beim Auftrag abrufbar sind.
Scheinbar haben Sie die Platine wieder von vorne begonnen zu produzieren. Aber bis jetzt keinerlei Antwort Mail. Etwas schwach, ist zumindest meine Meinung.
Egal. Jetzt sieht der gleiche Ausschnitt so aus:
Jetzt stimmen die Löcher :D
Leider wurde scheinbar der Stopplack etwas streifig aufgetragen. Aber damit kann ich leben.
»Hui« hat folgendes Bild angehängt:
  • Board Finished.jpg