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Montag, 1. Juni 2009, 10:44

4 Ladegeräte und Netzteil elektronisch anschließen?

Hallo Mädls/Männer

Mich wunderts schon, daß ich in dieser Richtung eigentlich nichts finde.

Habe für meine Akkus zwei Akkumatik und zwei Hyperion 610 duo.
Alles hängt an einem Manson 40A Netzteil (Strom reicht gerademal für die vorhanden Akkus :D )

Wenn ich alle Ladegeräte angeschlossen habe und dann das Netzteil einschalte geht es zwar, doch irgendwann wird sich das Netzteil beschweren, denn der Einschaltstrom ist nicht unterheblich !!

Schalte ich vorher das Netzteil ein und stecke ich alle Lader erst an, dann werden die Bananenstecker zu Opferstecker und sind nach 100 mal anstecken unbrauchbar weil verbrannt oder verkohlt....


Wäre es möglich mittels Tyristorschaltung die Lader nach und nach auf das Netzteil draufzuschalten..?

Dachte so an eine Box wo oben vier Schalter enthalten sind und die Tyristoren ansteuern ...und zu den vier Bananensteckerpaaren durchschalten..

Könnte mir eventuell wer einen Schaltplan zusammenstellen oder reicht eigentlich nur ein Tyristor samt Schalter pro Ausgang?? :)

cu Fehman

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Montag, 1. Juni 2009, 13:13

RE: 4 Ladegeräte und Netzteil elektronisch anschließen?

Hallo Fehman,

da nimmst Du am Besten je einen Power-MOSFET. Thyristoren hätten eine recht große Sättigungsspannung, die zu Spannungsabfall und Erwärmung führt, und sind vermutlich auch noch teurer.
Evtl. reicht es sogar, alle Ladegeräte über nur einen FET (oder eine Parallelschaltung von mehreren, um den Widerstand zu verringern) gleichzeitig einzuschalten, wobei die Ausgangsspannung aber nicht schlagartig angelegt wird, sondern z.B. innerhalb 0,2s von 0 auf max. fährt. Damit wird der Ladestrom der Elkos in den Ladegeräten begrenzt und das Netzteil wird nicht überlastet.

Etwas unklar ist mir aber, warum Du meinst, daß sich das Netzteil "irgendwann beschweren" wird wegen dem Einschaltstrom. Wenn Es jetzt mit 4 Ladern funktioniert, dann ist es doch ok, oder befüchtest Du "Spätfolgen"?

Grüße,

Thomas

hsh

RCLine User

Wohnort: Österreich

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3

Montag, 1. Juni 2009, 14:52

Nachdem dein Netzgerät über Überlast- und Kurzschlussschutz verfügt ist, lass die Geräte angeschlossen und schalte das Netzteil ein und aus.

Das Abbrenne der Stecker müsste sich auch mechanisch durch "antiblitz" Widerstände verhindern lassen. Damit schlagen sich eher Heli- und Hotlinerpiloten herum. Das Problem ist aber das selbe. Kurzschlusströme von Kondensatoren. Bei den Nachbarn gibt es da eine recht interessante Sammlung sehr schöner Detaillösungen: RC-Network
mfg Harald

4

Montag, 1. Juni 2009, 19:17

Zitat

Etwas unklar ist mir aber, warum Du meinst, daß sich das Netzteil "irgendwann beschweren" wird wegen dem Einschaltstrom. Wenn Es jetzt mit 4 Ladern funktioniert, dann ist es doch ok, oder befüchtest Du "Spätfolgen"?


Naja dachte nur Überlastschutz gut und schön, doch wie schnell arbeitet der wirklich ? Schneller als die Kond in den Ladern ?


Zitat

"antiblitz"
Die Methode kenne ich, wird bei meinem Modellen auch eingesetzt. Für Lader wären mir 4 oder nur ein Schalter einfacher...

Zitat

Evtl. reicht es sogar, alle Ladegeräte über nur einen FET (oder eine Parallelschaltung von mehreren, um den Widerstand zu verringern) gleichzeitig einzuschalten, wobei die Ausgangsspannung aber nicht schlagartig angelegt wird, sondern z.B. innerhalb 0,2s von 0 auf max. fährt. Damit wird der Ladestrom der Elkos in den Ladegeräten begrenzt und das Netzteil wird nicht überlastet.


Würde mir sehr gefallen.. Nur welche Fet´s und wie realisiere ich 0,2-0,5 sek einschaltverzögerung ?

5

Dienstag, 2. Juni 2009, 01:50

Servus,

hier eine einfache Schaltungsmöglichkeit für einen "Sanftanlauf":
der Kondensator wird über den Widerstand R1 geladen und dadurch der FET leitend, mit einem weichen Übergang zwischen aus->an. R2 dient nur dazu, den Kondensator zu entladen, falls die Schaltung nirgens angeschlossen ist.
Als Transistor eignen sich viele Typen, z.B. IRF3205. Er sollte einen möglichst geringen Einschalt-Widerstand haben. Der IRF3205 hat z.B. 8mOhm.
Wenn dann im Betrieb tatsächlich 40A fließen, ergibt sich daraus eine Verlustleistung von 12,8W (I*I*R), d.h. der Transistor muß auf einen ordentlichen Kühlkörper.
Besser mehrere Transistoren parallel schalten! Bei zwei IRF3205 parallel sind es nur noch 6,4W Verlustleistung, also 3,2W pro Transistor - immer noch zuviel für Betrieb ohne Kühlkörper.

Ich denke aber, daß das dem Netzteil nichts ausmacht, wenn man es einfach mit angeschlossenen Ladern einschaltet...

Grüße,

Thomas
»Ottili« hat folgendes Bild angehängt:
  • skizze2.gif

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ottili« (2. Juni 2009, 01:55)


6

Dienstag, 2. Juni 2009, 07:46

Hallo

Danke für die Schaltung und das um 1:50 !! 8(

Ich füge das Bild nochmals ein und gleich dazu den Schalter....Denn wenn ich einen Schalter einbaue, dann gleich für jeden Lader eine Schaltung...


Der Vorteil: wenn ich nur mal einen Akku lade brauchen dann nicht alle vier Lader zu laufen..(z.b. meinen Sender) und ich brauche nicht herumstöpseln.
Lader sind bei mir zu Hause immer fix aufgestellt.

Akkus werden bei mir grundsätzlich zu Hause geladen. Das heist: Ich habe immer genug Strom mit weil ich dort keine Möglichkeit zum laden haben.
»Fehman« hat folgendes Bild angehängt:
  • skizze2schalter.gif

7

Dienstag, 2. Juni 2009, 11:47

Hi Fehman,

das Ausschalten des Laders würde durch den großen Widerstandwert R2 recht lange dauern. Deshalb würde ich diesen auf 10k ändern und an dem anderen Pin von R1 anschließen (d.h. am Schalter). So wäre es eigentlich auch für meine erste Schaltung besser gewesen, aber es war halt schon spät... ;)

Grüße,

Thomas

8

Dienstag, 2. Juni 2009, 14:00

Sollte dann so aussehen...
»Fehman« hat folgendes Bild angehängt:
  • skizze2schalter10k.gif

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Dienstag, 2. Juni 2009, 14:15

Korrekt!

Gruß,

Thomas

10

Mittwoch, 17. Juni 2009, 19:59

Hallo zusammen, besser ist es so:

Sollten die Ladegeräte eine induktive Last sein, empfiehlt sich eine Schottky-Freilaufdiode ein zu bauen, obwohl der 220 Entladewiderstand beim Ausschalten des Gerätes keinen allzugroßen Induktionsimpuls zulässt. Die Ausschaltzeit bewegt sich im ms - Bereich.
Auch begrenzt der 0,22k -W. den Entladestrom in der Zeit bei Null und erlaubt somit einen Schalter im kleinsten Leistungsbereich.

Die Schaltung wird auch ohne der Freilaufdiode und den Strombegrenzungswiderstand laufen, die ich nur aus meiner Gewohnheit aus Sicherheitsgründen eingebaut habe.

L. Grüße , Günther Hg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (17. Juni 2009, 20:10)