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timbo

RCLine User

  • »timbo« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: A-Korneuburg

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1

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 11:29

Strom messen?

Hallo,

ich habe die Suche bemüht aber irgendwie keine brauchbaren Treffer gefunden - keine Ahnung wieso, die Frage ist sicher 1000 Mal schon gestellt worden.

Ich habe mich bis jetzt immer ohne Strommessungen durchgemogelt und alles Pi mal Daumen gemacht. Nun würde ich gerne den Strom z.B. meines neuen Powerschnurzzes messen. Mein Multimeter geht bis 10A ist also nicht wirklich geeignet (wenngleich sich das bei genanntem Motor vermutlich grad ausgehen wird) - was bleibt?

Zangenmulti kaufen? Taugen hier die günstigen was?
Messung via Shunt? Wie genau funktioniert das - bzw. woher nehmen und welchen? Ich messe irgendwie über einen Spannungsabfall am R den Strom via Ohmschen Gesetz?

Wie macht Ihr das?

Danke,
Lg
Tom

ro.heg

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Wohnort: Quickborn

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2

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 14:12

Hallo Tom,
unser Verein hat sich vor Jahren ein Unitest gegönnt.
Ist einfach spitze, da man auf dem Display neben Amp. die Leistung und
Spannung angezeigt bekommt.
Schau mal bei www.sm-modellbau.de
Ist natürlich ne Kostenfrage, sollen sch.. teuer sein, ansonsten bleibt nur
Zangenmulti (auch nicht schlecht) oder der Shunt.

Grüße

Rolf

timbo

RCLine User

  • »timbo« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: A-Korneuburg

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3

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 14:41

Klar, ist spitze *gg* aber mir eindeutig zu teuer.

Wie genau funktioniert das mit dem Shunt, woher nehmen und welchen?

domi76

RCLine User

Wohnort: daheim

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4

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 14:46

Shunt ist nix anderes als ein definierter Widerstand über den grössere Leistung fliessen kann.

Gemessen wird der Spannungsabfall über diesen WIderstand, der Rest ist dann Fhüsikk.

U=R*I bzw. I=U/R

Die Tücke steckt im Detail der Messtechnik an sich, sprich Fehlerquellen etc. pp.

Empfehlenswert ist eine kurze Google-Recherche dazu, Shunts gibts auch bei Conrad.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »domi76« (30. Dezember 2009, 14:47)


5

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 14:48

Gute Shunts gibt es bei Conrad, Bezeichnung Präzisionswiderstand, Bestellnummer z. B. 447323 - LN für den 0,01-Ohm-Typ, kostet 8,16 Euro.
Grüße
Christian
www.drivecalc.de

RudiRolf

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Beruf: Mechaniker

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6

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 16:09

Hallo
Vorsicht bei günstigen Zangenampermetern , nicht alle sind für Gleichstrom tauglich können nur Wechselstrom , aber dafür braucht man nicht den Stromkreis unterbrechen und mit zu langen zu dünnen Kabeln wieder Messfehler einbauen .
MfG
Rudi

haschenk

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Beruf: Dipl. Ing.

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7

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 18:04

Hallo,

Zangenamperemeter sind für die Messung von kleinen Strömen (sagen wir mal bis etwa 15 A) ungeeignet, da ihr Messfehler dabei zu groß ist. Und es müssten wie o.e. DC-taugliche Typen sein; die kosten immer mehr als solche, die nur AC können.

Die beste, einfachste und billigste Methode ist die Verwendung eines Shunts (z.B. der o.e. bei Conrad) zusammen mit einem Multimeter. Das letztere sollte aber auch nicht gerade eines für 4,99 aus dem Baumarkt sein.

Gruß,
Helmut

^____

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Beruf: anonymisiert

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8

Samstag, 2. Januar 2010, 23:59

Hallo,

Das hier von C..... ist sehr gut:

Voltcraft VC-531 Stromzange AC/DC

http://media.conrad.de/m/1000_1999/1200/…B_00_FB.EPS.jpg


Shuntwiderstände sind Quatsch bei diesen Strömen. Es kommt dabei immer zu Fehlemessungen, weil der Widerstand des Shunts nicht die volle Spannung am Motor lässt. Ausserdem ist die Spannung am Motor dann auch noch lastabhängig.
Somit werden die Messungen ungenauer als mit einem Zangenamperemeter.
Zangenamperemeter arbeiten verlustfrei.

Gruss Bruno

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »^____« (3. Januar 2010, 00:01)


waschtel82

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Wohnort: Memmingen

Beruf: Industriemechaniker

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9

Sonntag, 3. Januar 2010, 00:08

Was ist damit?

http://modellbau.shop.ebay.de/Modellbau-…d=p3286.c0.m282


.......und warum kann in diesem Forum keiner Conrad ausschreiben?


???
*Graupner AT-6 *HK 500 mit Flymentor
*Eurolight EXTRA 330S ZG-20 *Gaui 425
*HET F-104 *DG-1000
*Phase3 F-16 *Shockflyer

WFT09 EZC V2 2,4Ghz

^____

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  • »^____« wurde gesperrt

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10

Sonntag, 3. Januar 2010, 00:12

Hallo,

Diese Geräte arbeiten mit Shunt und sind ohnehin zu schwach.

Conrad kann man schon ausschreiben, aber Hobbycity ist gesperrt.

Gruss Bruno

K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

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11

Sonntag, 3. Januar 2010, 00:12

Ich habe bei einer Ausmistaktion beim alten Arbeitgeber in Norddeutschland vor vielen Jahren einige LT100-P von LEM offiziell vorm Verschrotten nach Hause gerettet. Die Kompensationsstromwandler brauchen zwar +/- 15V Versorgung, bilden aber bis 200A gut ab.

oder so:
http://de.farnell.com/lem/htfs-200-p/cur…ucer/dp/9135715

Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »K_Mar« (3. Januar 2010, 00:25)


waschtel82

RCLine User

Wohnort: Memmingen

Beruf: Industriemechaniker

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12

Sonntag, 3. Januar 2010, 00:16

Zitat

Original von B. Eberle
und sind ohnehin zu schwach.



Beschrieben ist das Gerät mit maximal 100A.
*Graupner AT-6 *HK 500 mit Flymentor
*Eurolight EXTRA 330S ZG-20 *Gaui 425
*HET F-104 *DG-1000
*Phase3 F-16 *Shockflyer

WFT09 EZC V2 2,4Ghz

13

Sonntag, 3. Januar 2010, 04:20

Hallo Bruno,

Zitat

Original von B. Eberle
Hallo,

Das hier von C..... ist sehr gut:

Voltcraft VC-531 Stromzange AC/DC

aber deutlich ungenauer, als ein guter Shunt!

Zitat


Shuntwiderstände sind Quatsch bei diesen Strömen. Es kommt dabei immer zu Fehlemessungen, weil der Widerstand des Shunts nicht die volle Spannung am Motor lässt.

von welchen Strömen reden wir denn hier? Bei 50A macht ein 1mOhm Shunt gerade mal 50mV aus, mit Verlust an Steckern sind's dann immer noch keine 100mV, also nicht mal 1% Spannungsabfall bei einem 3s LiPo. Größere Differenzen bekommt man schon durch leichte Änderungen der Akkutemperatur...
Bevor man etwas als "Quatsch" disqualifiziert, sollte man erstmal betrachten, welche Praxis-Relevanz die hier erwähnten "Fehlmessungen" haben!

Grüße,

Thomas

14

Sonntag, 3. Januar 2010, 04:30

Zitat

Original von CrashTester
Gute Shunts gibt es bei Conrad, Bezeichnung Präzisionswiderstand, Bestellnummer z. B. 447323 - LN für den 0,01-Ohm-Typ, kostet 8,16 Euro.


Für Ströme > 10A würde ich den 1 mOhm Shunt (Conrad Nr. 447315) vorziehen. Das vereinfacht auch das Ablesen am Voltmeter (1 mV entspricht dann 1A) ;)

^____

RCLine User

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15

Sonntag, 3. Januar 2010, 10:57

Hallo,

Zitat

Original von waschtel82

Zitat

Original von B. Eberle
und sind ohnehin zu schwach.



Beschrieben ist das Gerät mit maximal 100A.


Ja, dann lass 100 A durch ihn durch, wenn das so beschrieben steht. :O

Zitat

Bevor man etwas als "Quatsch" disqualifiziert, sollte man erstmal betrachten, welche Praxis-Relevanz die hier erwähnten "Fehlmessungen" haben!


Genau! Toleranzen von mehreren Ampere sind vollkommen irelevant. Eine aussagekräftige Messung ist ohnehin nie möglich, höchstens ein Anhaltspunkt .

Zitat

Das vereinfacht auch das Ablesen am Voltmeter (1 mV entspricht dann 1A)


Sofern Du ein Messgerät bekommst, dass bei 1 mV genau anzeigt. :O

Ich denke, dass da die Toleranzen einer Stromzange eher kleiner sein werden. Eine Stromzange ist und bleibt bei solchen Anwendungen immer die bessere Wahl.

Gruss Bruno

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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16

Sonntag, 3. Januar 2010, 12:49

Ein Shunt wäre auch meine Wahl der Messung, auf kurze Zuleitungen und ein "4 Leiter Sytem" achten!

Zitat

Original von waschtel82

.......und warum kann in diesem Forum keiner Conrad ausschreiben?


???


Selbstzensur?
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

17

Sonntag, 3. Januar 2010, 13:02

Zitat

Original von B. Eberle
Genau! Toleranzen von mehreren Ampere sind vollkommen irelevant.

Naja - wenn bei einem Slowflyer-Antrieb, der 6A zieht, die Messung mehrere A daneben liegen würde, könnte man es auch lassen... ;)

Zitat


Eine aussagekräftige Messung ist ohnehin nie möglich, höchstens ein Anhaltspunkt .

darum geht es ja auch meistens: zieht der Motor 35A oder 40A, und nicht, ob er 36,1 oder 36,2 A zieht...

Zitat


Sofern Du ein Messgerät bekommst, dass bei 1 mV genau anzeigt. :O

habe ein billiges VC333 von Conrad, das im 200mV-Bereich eine Nachkommastelle anzeigt, und hier habe ich keinerlei Tendenzen festgestellt, daß die Nachkommastelle bloß Lottozahlen anzeigt - für Stromkontrollen auf dem Flugfeld reicht mir sogar ein noch billigeres DMM, das nur ganze mV anzeigt (ich glaub', das hat mal um 10 DM gekostet) :O

Als Shunt benutze ich den oben erwähnten 1 mOhm Widerstand von Conrad, mit einer kleinen Zusatzschaltung zum Glätten der Stromimpulse. Bin nicht sicher, ob das nötig ist bzw. wie die Messgeräte auf die X kHz Impulse durch den Steller reagieren würden.
Direkt am Shunt sind diverse Stecker, um das ohne zusätzliche Kabelei möglichst direkt zwischen Steller und Akku zu stöpseln (s. Bild)

Grüße,

Thomas
»Ottili« hat folgendes Bild angehängt:
  • shunt_sch.jpg

^____

RCLine User

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Wohnort: anonymisiert

Beruf: anonymisiert

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18

Sonntag, 3. Januar 2010, 13:22

Hallo Thomas,

Es geht darum dass man noffenbar Ströme bis 100 A messen kann. Dazu ist das verlinkte Gerät nicht geeignet.

Die Messung mit dem Shunt mag ja gut und recht sein. Mann darf aber nicht vergessen, dass es nicht um reinen Gleichstrom geht. Der Strom aus dem Akku ist wegen der Belastung durch den Schaltregler ziemlich chaotisch. Aus diesem Grund braucht es beim Shunt ein True RMS Voltmeter. Solche Geräte sind sehr teuer, wenn sie diese Eigenschaft schon bei 1 mV / Spannungsmessung haben sollen.
Messungen ohne True RMS sind sinnlos, da kann man es zum vorneherein bleiben lassen. Dein VC 333 hat jedenfalls kein True RMS. Was es anzeigt ist das eine, was abber Sache ist, weiss man nicht. So millige Geräte werden niemals eine Spannung von 100 uV auflösen können. Die Grenze liegt bei 5 mV, auch wenn es auf der Anzeige anders zu sein scheint.
Ausserdem beeinhaltet sie ein komplettes und genaues Multimeter.
Wenn man ernsthaft daran imnteressiert ist etwas zu messen und aussagekräftige Werte bekommen will, dann reichen solche billiggeräte nicht.
Bei der von mir erwähnten AC/DC Stromzange ist True RMS integriert. Da kann man sogar die Phasenströme messen.

Was spricht denn eigentlich gegen eine Stromzange?

Ich bitte einfach darum nicht wieder zu polemisieren. Auch Messtechnik muss man lernen. Diesbezüglich brauche ich keine Nachhilfe, denn Messtechnik ist ein integraler Bestandteil meines Berufes.
Andernfalls gilt das Sprichwort:

Wer misst, misst Mist.

Gruss Bruno

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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19

Sonntag, 3. Januar 2010, 14:38

Ich würde einfach und simpel die Schaltung von Thomas als geeignet ansehen, um den Strom hinreichend genau zu messen.
Ein Tiefpass hilft, den durchschnittlichen Strom festzustellen.
Ich sehe es als nicht nötig an, die genauen Stromspitzen festzuhalten.

Um die tatsächlichen maximalen Werte des Stromes festzuhalten, könnte ein Spitzenwertgleichrichter verwenden.

Bruno, bitte erläutere das True RMS Messverfahren ;)

Ist es überhaupt notwendig, im Modellbau mit True RMS zu messen?
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

20

Sonntag, 3. Januar 2010, 14:43

Hallo Bruno,

wozu, bitte, soll ich hier ein "True RMS" Messgerät brauchen, daß mir den Effektivwert der Wechselspannung am Shunt anzeigt? Ist der Motor etwa als Ohmscher Verbraucher zu betrachten? Oder will ich etwa die Wirkleistung ablesen, die den Shunt erwärmt? Im Gegenteil: eine evtl. Rückspeisung an Strom (durch Motor-Induktivität) muß für das Ergebnis auch negativ gezählt werden! Ein RMS-Voltmeter würde diesen positiv zählen! Mich interessierrt ja nicht evtl. Blindleistung, die vom Motor aufgenommen wird, sondern die Wirkleistung und der Strom, der den Akku entlädt. Diesen erhält man doch durch eine simple Bildung des Durchschnittswertes, oder?
Wenn Du meinst, daß eine einfache Integration des Messwertes durch den Tiefpass nicht ausreicht, kannst Du das sicher begründen!?

Zitat


So millige Geräte werden niemals eine Spannung von 100 uV auflösen können. Die Grenze liegt bei 5 mV, auch wenn es auf der Anzeige anders zu sein scheint.

Wenn das Gerät nur 5mV auflösen soll, warum zeigt es dann bei einem Stromfluss von 1A durch den Shunt trotzdem 1 mV an, und nicht irgendwas zwischen -4 und +9 mV? Habe ich da etwa ein besonders gutes Exemplar erwischt?

Zitat


Was spricht denn eigentlich gegen eine Stromzange?

kostet halt ein Mehrfaches von dem, was man für den Shunt hinblättern muß...

Grüße,

Thomas