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StefanRau

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  • »StefanRau« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 4. Februar 2010, 23:10

PIC mit 24 Bit ADC?

Hallo,

gibt es einen PIC mit 24Bit ADC.
Wenn ja, wie kann ich den finden? Also ich habe eine bestimmte Spezifikation und suche dazu einen PIC, wie geht man da vor?

Gruß Stefan
Pimp Daddy :D

from

The flying Pimps :ok:

2

Freitag, 5. Februar 2010, 01:13

RE: PIC mit 24 Bit ADC?

Hallo Stefan,

mit 24 bit D/A-Wandler gibt es wohl keinen. Im Tool
http://www.microchip.com/maps/microcontroller.aspx
lassen sich maximal 12 Bits einstellen.
Wozu brauchst Du denn so eine hohe Genauigkeit?

Grüße,

Thomas

StefanRau

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3

Freitag, 5. Februar 2010, 01:17

Für einen Höhenmesser.

MP3H6115A

Oder hast Du noch eine gute Idee? für eine hohe Genauigkeit.
Pimp Daddy :D

from

The flying Pimps :ok:

hsh

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4

Freitag, 5. Februar 2010, 11:48

Controller mit 24Bit ADC fällt mir keiner ein.
Als 24Bit ADC finde ich den LTC2400 ganz nett. 2.7-5V Betriebsspannung, SPI Schnittstelle, SO-8. Damit lassen sich auch bei bescheidenem Aufbau ca. 16 rauscharme Bit erzielen. http://www.linear.com/pc/productDetail.j…001,C1152,P1636

Wenn du kein Gehäuse mit Schlauchanschluss brauchst, wäre vielleicht auch ein SCP1000 interessant (falls noch erhältlich). Der arbeitet bis 3.3V und hat den ADC schon eingebaut. http://www.vti.fi/en/support/obsolete_pr…essure_sensors/

Ich denke auch, dass 24Bit etwas hoch gegriffen ist. Ist zwar ein Weile her, aber ich bin mir recht sicher mit einem MPX4100 mit 15 oder 16 Bit für ca. 20cm ausgekommen zu sein.

mfg
mfg Harald

5

Freitag, 5. Februar 2010, 11:58

Hi Stefan,

ja, aber überlege mal: mit 24 bit (~16 Millionen) könnte man bis 16km Höhe in Millimeter(!) auflösen (wenn die Messung des Luftdrucks so genau sein könnte) - braucht man das?
Mit 12 bit käme man bei 0,2m Auflösung immerhin auch schon auf 800m Höhenunterschied...

Wenn Du tatsächlich einen genaueren D/A-Wandler brauchst, könntest Du ja auch einen externen nehmen.

Grüße,

Thomas

StefanRau

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6

Freitag, 5. Februar 2010, 11:59

Der SCP hört sich gut an, nur der ist genauso schlecht aufzulöten wie der BMP085, der hat auch einen digitalen Ausgang.
Ich glaube ich werde auf den LTC2400 gehen, sehe derzeit keine Alternative?
Die Betriebsspannung muss jedenfalls 3.3 Volt sein.
Pimp Daddy :D

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »StefanRau« (5. Februar 2010, 12:15)


StefanRau

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7

Freitag, 5. Februar 2010, 12:12

Hallo Thomas,
Du hast Recht, ich benötige keine 24 Bit, so sensibel ist nicht mal der Drucksensor aber ich sehe keine andere
Möglichkeit. Man könnte noch einen Operationsverstärker reinhängen,
aber das bringt mir auch nicht viel, da ich dann ja auch wieder einen Baustein mehr habe. Ich kann bei meinem
PIC bei dem ADC Wandler die Bandbreite noch einschränken. Untere Wert geht bis 0,5 und von oben bis 1Volt.
Das heißt bei dem Drucksensor, dass ich immer noch einen Range von ca. 3700m habe
und da eine Auflösung von 12Bit, das ist nicht genug.
Pimp Daddy :D

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The flying Pimps :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »StefanRau« (5. Februar 2010, 12:14)


8

Freitag, 5. Februar 2010, 12:48

Hallo Stefan,

ein OP wäre vielleicht keine schlechte Idee - immerhin deutlich preisgünstiger, als ein LTC2400. Über den Verstärkungsfaktor könnte man die Skala fast beliebig spreizen (so, daß z.B. auch ein 10-Bit Wandler 5cm Höhen-Auflösung bringt), und über ein kleines R2R-Widerstandsnetzwerk an ein paar Portleitungen kann man eine Offsetspannung erzeugen, um die Ausgangsspannung des OPs in den Messbereich des A/D-Wandlers zu schieben.

Grüße,

Thomas

StefanRau

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9

Freitag, 5. Februar 2010, 14:52

Hallo Thomas,

mir geht es auch darum, möglichst wenige Bausteine zu benutzen.
Die Platine soll Max 20*20mm groß sein. da ist für ein Wiederstandsnetzwerk und OP kein Platz. Oder kannst Du mir zeigen, wie es mit ganz wenigen Bausteinen funktioniert. Ich muss gestehen, dass ich mich in der Lernphase befinde.

Da ich ja nicht in Produktion gehe fällt der Preis nicht so sehr ins Gewicht.
Pimp Daddy :D

from

The flying Pimps :ok:

haschenk

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Beruf: Dipl. Ing.

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10

Freitag, 5. Februar 2010, 14:56

Hallo,

24-Bit Auflösung ist "high-end"-Messtechnik...
In einen Microcontroller integriert ist das garnicht mehr machbar; das geht nur noch mit diskreten ADCs. Und dann muß bei solchen Auflösungen noch ein recht hoher "peripherer" Aufwand getrieben werden.

Wie schon mehrfach gesagt, wäre das für einen Modell-Höhenmesser und/oder ein Vario mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Auch 16 Bit sind noch unnötig. 12 Bit reichen bei richtig gewählter Anpassung von Sensor und ADC (Pegelverschiebung und "Spreizung", d.h. Verstärkung, mittels OpAmps) imho völlig aus. Und dann sind Microcontroller mit integriertem ADC wieder dabei...

Bei den OpAmps ist hier Sparen fehl am Platz, für ein paar Teuro mehr kriegt man Typen mit wesentlich besseren Eigenschaften (Drift, Offset, Rauschen), als es die preisgünstigen Allerweltstypen haben.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (5. Februar 2010, 15:05)


StefanRau

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11

Freitag, 5. Februar 2010, 15:14

Hallo Helmut,

kannst Du mir ein Beispiel machen oder Zeigen, wie ich die Pegelverschiebung und Spreizung hinbekomme.

Wie gesagt, ich bin eigentlich Anfänger.

Grüße

Stefan
Pimp Daddy :D

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The flying Pimps :ok:

12

Freitag, 5. Februar 2010, 16:24

Hallo Stefan,

Du könntest es auf Basis der Grundschaltung "Invertierender Verstärker" (s. http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210141.htm)
machen. Das Verhältnis R2/R1 bestimmt den Verstärkungsfaktor. Den (+)Eingang des OPs legst Du aber nicht auf 0V, sondern auf eine Referenzspannung (evtl Poti zum Abgleich?) in der Nähe der Ausgangsspannung des Drucksensors. Mit der Spannung am (+)Eingang kannst Du die Ausgangsspannung des OPs beliebig einstellen, ohne den "Spreizfaktor" zu beeinflussen. Wenn die Spannung am (+)Eingang exakt der Ausgangsspannung des Sensors entspricht, liegt diese Spannung auch am Ausgang des OPs an.
Beispiel: bei Höhe=0 hat der Sensor 2V Ausgangsspannung, Druck=Spannung fällt mit steigender Höhe. Gewünschte Ausgangsspannung bei 0m Höhe = 0V.
R1=4,7kOhm, R2 = 47kOhm, also Verstärkung = 10.
Um bei Höhe=0 die 0V Ausgangsspannung zu bekommen, muß am (+)Eingang eine Spannung von ca. 1,82V angelegt werden. Das ist die Spannung am (-)Eingang des OPs durch den Spannungsteiler (R1,R2) bei 0V am Ausgang und 2V vom Sensor. Sinkt die Spannung am Sensor mit steigender Höhe um 0,2V auf 1,8V, liegt die Ausgangsspannung am OP dann bei 2V.

Grüße,

Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ottili« (5. Februar 2010, 16:33)


haschenk

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13

Freitag, 5. Februar 2010, 17:56

Hallo Stefan,

hast du schon mal in den Nachbarthread geschaut ? Die Jungs bauen dort gerade Höhenmesser/Varios...

Eigentlich ist ein (zuverlässig funktionierender) Höhenmesser kein Anfängerprojekt; mit etwas Erfahrung geht´s aber. Die Erfahrung sammelst du dann halt bei dem Projekt und musst u.U. zweimal bauen.

Daher würde ich dir raten, die 20x20 mm erstmal hintenan zu stellen; wenn du bei einem so kleinen Aufbau (SMD ?) Änderungen machen musst, ist das ziemlich schwierig und das Platinchen schnell kaputt. Eine funktionierende Schaltung "klein machen" gehört dann zu leichteren Übungen.

Ein Beispiel kann ich dir nicht machen. Wenn man nicht ständig mit solchen Aufgaben zu tun hat und die Lösung "aus der Schublade ziehen" kann, braucht man schon einige Stunden, um einen Entwurf zu machen. Bei mir ist es ca. 15 Jahre her, daß ich was Vergleichbares (war auch ein Höhenmesser/Vario) zuletzt gemacht habe.

Aber den grundsätzlichen Weg zeigen und ein paar Tipps geben kann ich schon.

Zuerst musst du den Druckmessbereich festlegen ("Normalatmosphäre", Tabelle oder Diagramm); falls der Höhenmesser auch beim Fliegen im Gebirge verwendbar sein soll, kommen da gegenüber dem Flachland leicht noch 1000 oder 2000 Höhenmeter dazu.
Aus dem Datenblatt des Sensors kriegst du den zugehörigen Ausgangsspannungsbereich (Minimum/Maximum); dazu sollte man noch eine "Reserve/Sicherheit" von ca. 10% zuschlagen.

Für den ADC ist der Eingangsspannungsbereich auch schon vom Hersteller festgelegt bzw. in Grenzen (über die ADC-Referenzspannung) noch wählbar; dabei so hoch wie möglich gehen.

Aus dem Eingangsspannungsbereich des ADCs und dem "Spannungshub" (Maximum - Minimum) des Sensors ergibt sich, ob eine Verstärkung notwendig ist oder nicht. Die Verstärkung ergibt sich gfls. einfach aus dem Verhältnis der beiden Spannungsbereiche.

Wenn du jetzt die maximale oder minimale Ausgangsspannung des Sensors mit der Verstärkung multiplizierst, dann ist es der "Normalfall", daß so große (rechnerische) Verstärker-Ausgangsspannungen rauskommen, daß sie der Verstärker (oder auch der ADC) garnicht bewältigen kann, weil sie außerhalb seines Betriebsspannungsbereichs liegen.

Deshalb muß man noch eine Pegelverschiebung am Verstärkereingang machen. Notwendige Pegelverschiebung = notwendige Ausgangsspannung-Verschiebung dividiert durch Verstärkung. Diese Pegelverschiebung macht man immer am "Referenzspannungseingang" des (OpAmp-)Verstärkers. Wie das dann im Detail aussieht, kann sehr unterschiedlich sein, je nach Verstärkerschaltung und Typ.
Die richtige Referenzspannung ist idR der größte Stolperstein für Anfänger, schon ohne Pegelverschiebung

Bei der Wahl eines "OpAmps" würde ich erstmal bei Linear Technologies (LT) und Analog Devices (AD) schauen. Da gibt es für rel. wenig Geld auch Typen, die mehrere OpAmps schon fertig verschaltet zu einem Präzisions-OpAmp (sog. "Instrumentationsverstärker") enthalten, und bei denen kann man die Verstärkung dann ganz einfach und genau mit einem einzigen Widerstand einstellen (z.B. der AD 620, der leider min. 4,6 V Betriebsspannung braucht).

Tipp:
Auf den Webseiten der Hersteller von Sensoren, OpAmps, Microcontrollern gibt es fast immer Schaltungsbeispiele ("Application Notes"), und da barometrische Luftdruck- bzw. Höhenmessung zu den Paradebeispielen gehören, wirst du da wahrscheinlich fündig. IdR wird dort auch die Schaltung erklärt, sodaß du weißt, was du machst.

Noch ein Tipp:
Mit einem Poti, ein paar Widerständen und einer "hinreichend" stabilen Spannungsquelle (notfalls Batterie) kann man einen "Sensor-Dummy" zusammenlöten, der die dieselben Spannungen abgibt wie der Sensor. Das ist bei der Entwicklung der Schaltung eine recht praktische Geschichte. Luftdruckänderungen zur Funktionskontrolle kann man "am Labortisch" zwar auch erzeugen, aber das ist schon etwas umständlicher.

Was hast du denn an Messgeräten ? Ein gutes DMM ist das Minimum... Labornetzgerät ?


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (5. Februar 2010, 18:00)


haschenk

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14

Freitag, 5. Februar 2010, 18:14

Und noch was:

Ich würde es schon in Erwägung ziehen, einen Drucksensor mit Schlauchanschluß-Nippel zu wählen, auch wenn der größer ist. Früher oder später kommt der Wunsch auf, einen "sauberen" statischen Druck zu verwenden, oder der Anschluß an eine TEK-Düse.

Ich hab´s selbst erlebt, daß beim Seglerschlepp mit Höhenmesser im Schleppmodell das Modell nach dem Gas-Wegnehmen erst mal kräftig "weggestiegen" ist. War aber nur der Wegfall des Propellerstrahl-Staudrucks im Schlepper-Rumpf...

Gruß,
Helmut

StefanRau

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15

Freitag, 5. Februar 2010, 18:33

Hallo,

vielen Dank für die Unterstützung.

@Thomas
Ist schon mal hilfreich, aber ich habe immer noch nicht verstanden warum ich nicht einfach einen 24Bit ADC verwenden kann. bekommt man durch den die Kretze?:-))
Eigentlich tut es in der Software nicht weh, die Auflösung zu reduzieren.

@Helmut
ich bin auch im Nachbarthread und erst dadurch auf die Idee gekommen.

Nun ja, man wächst mit seinen Aufgaben....
Ich habe hier ein Testboard und eine Steckboard, eine Netzgerät, ein Multimeter und ein Oszilloskop. dann noch ne komplette Ätzausrüstung.

Programmieren kann ich in C.
Also irgenwie müsste ich das ja hinbekommen und zum Glück habe ich Beispielprogramme und Beispielschaltungen.

Mit der Spannung muss ich auf 3.3 Volt wegen dem PICC.

Der Sensor hat einen Schlauchanschluss.
Ich fliege schon lange mit Vario und kann daher auch die Problematiken.


Viele Grüße

Stefan
Pimp Daddy :D

from

The flying Pimps :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »StefanRau« (5. Februar 2010, 18:34)


haschenk

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16

Freitag, 5. Februar 2010, 19:35

Hallo Stefan,

....dann bist du ja recht gut ausgerüstet, kein Problem von daher.

Zum 24 Bit-ADC:
Im Prinzip könntest du so ein Teil schon einbauen, aber du kannst ihn nicht ausnützen. Die niedrigwertigsten 8 - 10 Bit werden nur chaotisch rumzappeln, du kannst sie nicht auswerten und musst sie "abwerfen". Warum für Leistung zahlen, die du nicht brauchst bzw. nicht verwerten kannst ?

Bedenke, daß z.B. bei 3 V ADC-Referenzspannung das niedrigwertigste Bit einer Spannung von 0,179 µV entspricht. Wenn du den ADC auch nur scharf ansiehst, zappelt das schon. Die 0,179 µV sind etwa 1/10 der Spannung, die ein guter Empfänger an seinem Antenneneingang sehen möchte... Da bist du auch längst im Bereich von Thermospannungen, der Rauschspannungen der Bauelemente usw...

Um auch nur 16 Bit ausnützen zu können, braucht´s sorgfältigste Konzeption der Leiterplatte, Leiterführungen nach allen Regeln der Kunst, Abschirmungen usw.

Mit Amateurmitteln kann man (Gleich-)Spannungen von -grob gesagt- etwa 0,1 mV gerade noch so beherrschen, also das rd. 500-fache von dem, was der ADC könnte.


Was mir gerade noch einfällt:
Drucksensoren haben idR einen "ratiometrischen" Ausgang (die ohne eingebauten Verstärker sowieso). D.h. man kann die Ausgangsspannung als einen dem Druck proportionalen Teil der Betriebsspannung ansehen. Wenn man das ratiometrische Prinzip in der ganzen Schaltung "durchhalten" kann (erfordert, daß der ADC auch die Betriebsspannung als Referenz verwenden kann), dann hast du ein Problem weniger. In diesem Fall wird man dann die Referenzspannung für den Verstärker auch einfach ratiometrisch (Spannungsteiler) aus der Betriebsspannung ableiten.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (5. Februar 2010, 19:59)


wurpfel1

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17

Samstag, 6. Februar 2010, 19:01

hi leutz

bevor man sich als amateur mit ADwandlung rumschlägt würde ich einen sensor mit digital-output anschauen. die SCP1000 gibts fertig auf ein breakoutPCB gelötet.

die SCP1000 ist klein genug um direkt im staurohr eingebaut zu werden ;)
im innern ist eine absolutdruckreferenz und einiges an kompensationsschaltungen, ein privatprojekt wird kaum auf diesen stand kommen können..

mit 17bit kann problemlos festgestellt werden wenn irgendwo im haus eine türe schnell geöffnet wird oder der kühlschrank aufgeht :D




ich verwende den 15bit-modus und betreibe etwas statistik. das resultat ist ein brauchbares und robustes vario auf einem briefmarkengrossen PCB. als SW nutze ich arduino, die SCP1000 wird vollständig unterstützt :angel:



modellbau-varios lassen sich auch mit einer IMU6 (festkörper gyros + accelometer) als sensor bauen, einige boards enthalten gleich einen MC und den anschluss eines GPS.
dieses autopilot-setup kann im falle von problemen den flieger zurückbringen :evil:
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (6. Februar 2010, 19:02)


18

Sonntag, 7. Februar 2010, 22:18

Hallo,

ich bastel auch seit einiger Zeit an einem Vario herum.
Zuerst hatte ich auch den SCP1000 (mit Breakout-board) ausprobiert. Das Ganze funktioniert und braucht wenige Bauelemente.

Irgendwie war ich mit den 15Bit (bei 9sps) nicht so ganz glücklich. Also hatte ich den MP3H6115 mit LTC2400 AD-Wandler ausprobiert. Das Rauschen ist geringer und die Samplerate etwas höher (15sps).
In der Tat bekommt man kaum mehr als 16Bit Auflösung. Die Limitierung scheint aber eher vom Drucksensor zu stammen. Wenn ich mit dem LTC2400 nur einen Spannungsteiler messe, bekomme ich nur 4-5 "wacklige" Bits.

Wie der Anhang zeigt, ist die Kombination von MP3H6115 und LTC2400 etwas besser als der SCP1000. Die Kurven zeigen die Rohdaten, als wie ich mit beiden Vario Versionen vom Erdgeschoss in den Keller gegangen bin, einmal die Varios runter und hoch bewegt habe, und dann wieder die Treppe hoch gegangen war. Die erste Kurve ist der SCP1000 im 15Bit Modus (9 sps), die zweite Kurve der MP3H6115 mit LTC2400 (15sps).

Gruß
Guido
»odiug« hat folgendes Bild angehängt:
  • SCP1000_vs_MP3H6115_LTC2400.png

wurpfel1

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Wohnort: CH-rheintal

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19

Montag, 8. Februar 2010, 21:32

liebe leutz

12bit "analog"genauigkeit ist schon sehr ehrgeizig.. 15bit glaube ich nur mit mathematischer nachbehandlung :D



der sinn eines varios ist die anzeige der änderungsgeschwindigkeit. ihr messt aber absolutwerte von denen ihr hofft mit differenzbildung ne geschwindigkeit "ableiten" zu können.


differenzbildung ist für so dynamische prozesse nur die zweitbeste wahl ;)
in der schatzkiste der mathematiker gibt es wesentlich effektivere methoden, einige geben zusätzlich die relevanz (zuverlässigkeit) der gewonnenen aussage aus und lassen sich sehr gut in MC ausführen.


auch mit einer ollen analogsonde und dem ATMEL onboard 10bit-ADwandler kann man eures absolutwert-differenz-konstrukt toppen. dazu wird nur ein preiswerter instrumentenOP benötigt.
ist natürlich ne grenzwertige aussage: diese analogtechnik kostet gut doppelt so viel wie ne SCP1000 und 10mal deren bauraum.



:angel:
messgeräte mit 16+bit auflösung sind esoterisch




man muss glauben was angezeigt wird oder das umfeld ist strikt konditioniert
:evil:





nochwas:
zum obenbleiben ist weder ein schnelles noch ein supergenaues vario notwendig. varios sind hilfsmittel um steigen zu finden, optimal auszukreisen und im richtigen moment weiterzufliegen. einem guten piloten genügt eine 8bit-rübenpumpe um hightechtypen nass zu machen: er nutzt seine intunition und fliegt die beste linie. das kann keinenfalls mit irgendwelchen zauberkisten kompensiert werden. es ist zum streckenflug viel wichtiger gute von schlechten aufwinden zu unterscheiden, auch hier ist "low"tech (und übung) erschreckend effektiv :wall:


vögel nutzen vermutlich kein vario, deren IMU im innenohr ist bei microthermik schlicht besser :nuts:
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (8. Februar 2010, 21:54)


20

Dienstag, 9. Februar 2010, 22:38

Zitat

Original von wurpfel1
der sinn eines varios ist die anzeige der änderungsgeschwindigkeit. ihr messt aber absolutwerte von denen ihr hofft mit differenzbildung ne geschwindigkeit "ableiten" zu können.

Ja, zugegeben, ich mache einen einfachen gleitenden Mittelwert der Absolutwerte, dann Differenzbildung und dann noch einmal eine Filterung der Differenzwerte. Funktioniert soweit ziemlich gut.
Filtern ist immer ein Tradeoff zwischen Verzögerungszeit und Filtergüte. Bislang ist mir noch nichts besseres eingefallen, was eine Verzögerungszeit <1s hat.

Zitat

Original von wurpfel1
differenzbildung ist für so dynamische prozesse nur die zweitbeste wahl ;)
in der schatzkiste der mathematiker gibt es wesentlich effektivere methoden, einige geben zusätzlich die relevanz (zuverlässigkeit) der gewonnenen aussage aus und lassen sich sehr gut in MC ausführen.

Dann erleuchte uns mal! ???
Kalman-Filter? Man könnte auch durch die letzten N-Werte eine Gerade legen (Fehlerquadrate minimieren) oder Splines nehmen...

Zitat

Original von wurpfel1
auch mit einer ollen analogsonde und dem ATMEL onboard 10bit-ADwandler kann man eures absolutwert-differenz-konstrukt toppen. dazu wird nur ein preiswerter instrumentenOP benötigt.
ist natürlich ne grenzwertige aussage: diese analogtechnik kostet gut doppelt so viel wie ne SCP1000 und 10mal deren bauraum.

Ja, so etwas macht der FlightCtrl vom Quadrocopter. Dabei wird eine Referenzspannung von einer PWM erzeugt und ein OpAmp bildet dann die Differenz zum Drucksensor. Das Signal geht dann an den 10Bit ADC des AVR. Die Auflösung soll besser sein. Aber Du nanntest schon die Nachteile: Mehr Analogtechnik, also mehr Bauraum.

Beim meinem Vario lasse ich mir noch dank Absolutdruck die relative Höhe zum Einschalten des Varios ausgeben. Zwar nur als Beep-code (ein tiefer Ton pro 100m und ein hoher Ton pro 25m), aber das Feature ist nett und ich möchte es nicht mehr missen.

Übrigens steht der SCP1000 bei VTI jetzt unter "Obsolete products".

Hat schon jemand den Bosch BMP085 ausprobiert? Ähnlich wie der SCP1000 hat der BMP085 ein digitales Interface (I2C). Er kann aber an die 100sps (16bit) liefern. Das lässt mehr Raum für die mathematische Trickkiste.

Zitat

Original von wurpfel1
nochwas:
zum obenbleiben ist weder ein schnelles noch ein supergenaues vario notwendig. varios sind hilfsmittel um steigen zu finden, optimal auszukreisen und im richtigen moment weiterzufliegen. einem guten piloten genügt eine 8bit-rübenpumpe um hightechtypen nass zu machen: er nutzt seine intunition und fliegt die beste linie. das kann keinenfalls mit irgendwelchen zauberkisten kompensiert werden. es ist zum streckenflug viel wichtiger gute von schlechten aufwinden zu unterscheiden, auch hier ist "low"tech (und übung) erschreckend effektiv :wall:

Klar, Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Solange ich nicht "perfekt" fliegen kann, möchte ich aber das bestmögliche Vario bauen (und fliegen). :)
Aber was nennst Du schnell? Ich könnte mir vorstellen, dass ich Probleme hätte die Stelle des Bartes wiederzufinden, wenn es länger als eine Sekunde hinterhinkt. Mir fehlt da aber sicher noch die Erfahrung.

Ciao
Guido