Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 10. März 2010, 12:09

SMD Optokoppler für PWM gesucht

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem SMD Optokoppler auf 5 Volt Basis.

Genauer beschrieben:
Ein PWM Signal ( 0 / 2 Volt) aus einem Empfänger soll angehoben werden auf ca. 0 / 4 Volt. Für die Versorgung steht ein BEC Ausgang mit 5 Volt zur Verfügung.

Ich bin noch auf der Suche nach einem passenden Typen, aber ggf. habt ihr direkt einen Tipp für mich.

Schönen Dank!
Viele Grüße
Dirk

2

Mittwoch, 10. März 2010, 16:26

muss das unbedingt ein Optokoppler sein?
Und mit welcher Spannung wird der Empfänger betrieben?

Wenn für die direkte Ansteuerung der LED nicht genügend Spannung da ist, weil der Ausgangstreiber zusammenbricht, wirkt ein Zusatztransistor Wunder. NPN - Basis mit Vorwiderstand an das Empfängersignal, Emitter auf Masse, Kollektor über Optokoppler-LED und passendem Vorwiderstand auf + der Empfängerversorgung.

3

Mittwoch, 10. März 2010, 17:43

Muss nicht unbedingt ein Optokoppler sein.

Der Empfänger wird über einen 1S Lipo (3,7 Volt) betrieben.

Die ganze Schaltung sollte so klein und leicht wie möglich werden. SMD wäre bevorzugt.
Viele Grüße
Dirk

chemienator

RCLine User

Wohnort: Landkreis OPR (Brandenburg)

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 10. März 2010, 19:52

Ich würde dafür nen OPV benutzen. Der erzeugt im Gegensatz zum Optokoppler schön steile Schaltflanken. Nen Optokoppler kannst du allein ohnehin nicht verwenden, da das Signal ja verstärkt werden soll. Ein Opto stellt nur ne galvanische Trennung her. Du müsstest also das ausgangssignal des Optos ohnehin mittels Transistor oder OPV verstärken. Also kannst du auch das Signal selbst verstärken.

Zum OPV zurück. Den würde ich als Impedanzwandler schalten. Sprich Signal auf den nichtinvertierenden Eingang(+) und den Ausgang mit dem invertierenden Eingang(-) verbinden. So hast du theoretisch eine unendliche Verstärkung oder anders gesagt, der OPV schaltet scharf zwischen null und der ausgangsspannung.
P.S. diese Schaltungsvariante nennt sich Impedanzwandler

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »chemienator« (10. März 2010, 19:53)


K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 10. März 2010, 19:55

TS3021 im SOT353
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

6

Mittwoch, 10. März 2010, 22:56

Vielen Dank für eure Antworten.

Ein OPV, geschaltet als Impedanzwandler, ist wohl genau das richtige.
Der TS3021 ist im SOT353 Gehäuse hat die gewünschte Größe.

Lieferbar ist der Typ bei RS. Habt ihr noch einen anderen Lieferantentipp?
(Conrad, Reichelt, Farnell hat den OPV nicht)

Schönen Dank nochmals!


edit: RS ist wohl nur Gewerbetreibende :no:
Viele Grüße
Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »-=Hubi-Dirk=-« (10. März 2010, 23:14)


7

Mittwoch, 10. März 2010, 23:49

Hallo Dirk,

wozu einen Optokoppler oder Comparator für eine simple Pegelwandlung? Da brauchst Du ja auch noch zusätzliche Bauteile! Ich würde dafür einen 74HCT-Logikbaustein nehmen. Wenn Du wirklich nur eine einzige Pegelumsetzung brauchst, kannst Du einen Single-Gate Baustein (74HCT1G-irgendwas) nehmen, sonst halt gleich 4-6 Pegelumsetzer in einem 14-Pin SMD-Gehäuse...
Die Single-Gate HCT-Bausteine gibts auch bei Farnell, die "großen" ICs mit 4-6 Gates bekommst Du überall.

Grüße,

Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ottili« (11. März 2010, 00:06)


8

Donnerstag, 11. März 2010, 09:09

Für den OPV finde ich keinen weiteren Lieferanten und greife mal den Vorschlag von Thomas auf.

Gefunden habe ich ein Single AND Gate
Hersteller: NXP
Hersteller Typ: 74LVC1G08GW
Ausgangsstrom max.: 32mA
Gehäusetyp: SOT-353
Anschlussart: SMD Anzahl der Pin: 5
Spannungsversorgung max.: 5.5V / min.: 1.65V
Schaltzeit max. 100ns, das passt.

Ich denke, das Gatter ist brauchbar. Über HBE auch für Privatkunden erwerbbar.

Was meint ihr? Ich bin für Hinweise und Tipps sehr dankbar.
Viele Grüße
Dirk

9

Donnerstag, 11. März 2010, 11:12

Hallo Dirk,

Du benötigst eher einen Baustein mit TTL-Eingangspegel! CMOS-Eingänge schalten ca. bei der halben Betriebsspannung am Eingang um, d.h. wenn Du den Baustein mit 5V betreibst, muß für "High"-Pegel am Eingang mehr als 2,5V anliegen - zu hoch!
Daher meine Familien-Angabe "HCT" (das "T" deutet auf "TTL-Pegel" hin). Da werden 2V am Eingang sicher als "High"-Pegel erkannt.

Grüße,

Thomas

10

Donnerstag, 11. März 2010, 11:55

Hallo Thomas,

super Hinweis, danke!

Dann suche ich mal nach einem TTL Chip.
Viele Grüße
Dirk

11

Donnerstag, 11. März 2010, 12:23

z.B. 74HCT1G08, gibt's auch über HBE...

12

Donnerstag, 11. März 2010, 14:11

Vielen Dank Thomas :ok: :ok: :ok:
Viele Grüße
Dirk

13

Freitag, 12. März 2010, 17:06

Zitat

Original von chemienator
Zum OPV zurück. Den würde ich als Impedanzwandler schalten. Sprich Signal auf den nichtinvertierenden Eingang(+) und den Ausgang mit dem invertierenden Eingang(-) verbinden. So hast du theoretisch eine unendliche Verstärkung oder anders gesagt, der OPV schaltet scharf zwischen null und der ausgangsspannung.
P.S. diese Schaltungsvariante nennt sich Impedanzwandler


Ein Impedanzwandler hat eine Spannungsverstärkung von 1, NICHT unendlich!
d.h. 0-2V rein -> 0-2V raus

http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsfolger

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (12. März 2010, 17:13)


14

Freitag, 12. März 2010, 17:08

Sorry. Habe auf mich selbst geantwortet, statt zu editieren.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »DrM« (12. März 2010, 17:09)


chemienator

RCLine User

Wohnort: Landkreis OPR (Brandenburg)

  • Nachricht senden

15

Samstag, 13. März 2010, 11:49

Zitat

Original von DrM

Zitat

Original von chemienator
Zum OPV zurück. Den würde ich als Impedanzwandler schalten. Sprich Signal auf den nichtinvertierenden Eingang(+) und den Ausgang mit dem invertierenden Eingang(-) verbinden. So hast du theoretisch eine unendliche Verstärkung oder anders gesagt, der OPV schaltet scharf zwischen null und der ausgangsspannung.
P.S. diese Schaltungsvariante nennt sich Impedanzwandler


Ein Impedanzwandler hat eine Spannungsverstärkung von 1, NICHT unendlich!
d.h. 0-2V rein -> 0-2V raus

http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsfolger


Stimmt, Fehler meinerseits. Ich meinte natürlich die Schaltung als Komparator.
Allerdings habe ich auch nicht daran gedacht, dass man auch einen Logikbaustein (UND-Gatter) einsetzten kann, wenn der Pegel für ihn ausreichend ist.

Arbeitet man mit dem OPV, kann man sich mittels Z-Diode und Trimmpoti eine Referenzspannung einstellen, mit der die Signalspannung dann vergleichen wird.
Auch das Problem mit den zusätzlichen bauelementen sehe ich nicht, da ein paar Widerstände, ein SMD-trimmpoti und ne Z-Diode sowahol platztechnisch als auch finanziell zu verkraften sind.

^____

RCLine User

  • »^____« wurde gesperrt

Wohnort: anonymisiert

Beruf: anonymisiert

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 17. März 2010, 11:25

Hallo,

Zitat

Original von -=Hubi-Dirk=-
Hallo Thomas,

super Hinweis, danke!

Dann suche ich mal nach einem TTL Chip.


Vergiss TTL für diese Anwendung. Nimm einen 40.. aus der CMOS Reihe. Die Vertragen 3 - 15 V Speiesespannung. Als Pegelwandler für zu hohe Eingangspegel, also über der Speisespannung, nimst Du eine Z-Diode und einen Vorwiderstand.
Bei kleineren Eingangspegeln kannst Du direkt drauf.

Warum denn immer alles so kompliziert wenn es einfacher auch geht.

Gruss Bruno

17

Mittwoch, 17. März 2010, 12:27

Ja, genau, der Bruno hat Recht! Warum einfach, wenn's umständlich geht - statt eines einfachen, winzigen 74HCT1G... Bausteins mit 6 Pins lieber einen 40xxx mit Z-Diode und Vorwiderstand! :wall:
Wobei mich, davon abgesehen, mal interessieren würde, wie eine saubere Lösung zur Pegelwandlung TTL->CMOS durch 1 Widerstand und 1 Z-Diode bei einem System mit 5V Betriebsspannung aussehen soll...

Grüße,

Thomas

^____

RCLine User

  • »^____« wurde gesperrt

Wohnort: anonymisiert

Beruf: anonymisiert

  • Nachricht senden

18

Mittwoch, 17. März 2010, 14:39

Zitat

Original von Ottili
Ja, genau, der Bruno hat Recht! Warum einfach, wenn's umständlich geht - statt eines einfachen, winzigen 74HCT1G... Bausteins mit 6 Pins lieber einen 40xxx mit Z-Diode und Vorwiderstand! :wall:
Wobei mich, davon abgesehen, mal interessieren würde, wie eine saubere Lösung zur Pegelwandlung TTL->CMOS durch 1 Widerstand und 1 Z-Diode bei einem System mit 5V Betriebsspannung aussehen soll...

Grüße,

Thomas


Dann mach meinetwegen was Du willst. Ich hoffe nur, dass Du es dann überall so genau nimmst. Nach bald 40 Jahren in elektronischer Schaltungstechnik habe ich schon so manches gesehen.
Auch hier im Beitrag wurde schon mehr als genug Stuss geschrieben.

:w

19

Mittwoch, 17. März 2010, 15:00

Zitat

Original von B. Eberle
Nach bald 40 Jahren in elektronischer Schaltungstechnik habe ich schon so manches gesehen.


Da hätte ich glatt wetten können, daß wieder dieses "Argument" von Dir herhalten muß...
Aber mit Deiner 40-jährigen Erfahrung kannst Du mir sicher erklären (nein eigentlich nicht mir, denn ich brauche dafür keine Nachhilfe, also bitte die Erklärung für die anderen Leser), wie man bei einem 4000-Baustein mit Z-Diode und Widerstand eine Pegelumsetzung von ca. 0..2V auf 0..4-5V erreicht (5V Betriebsspannung vom BEC) und was daran besser ist, als diese Aufgabe mit einem 74HCT1G08 zu lösen, ohne weitere Komponenten?

Grüße,

Thomas

K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

  • Nachricht senden

20

Mittwoch, 17. März 2010, 17:43

Das sinnvollste ist absolut der 74HCT1G08, alles andere ist aufwendiger.

Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen