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Montag, 22. März 2010, 19:33

Eigenbau Frequenzweiche

Hallo Gemeinde,
ich hab hier einen Schaltplan zu einer 3-Wege Frequenzweiche für den Audiogebrauch.
Nun werden aber Bauteile mit +18V/-18V Betriebsspannung und +15/-15V Eingangsspannung betrieben, aber ich möchte das Teil fürs Auto nutzen. Welche OP's kann ich verwenden? Kann ich die Schaltung leicht umbauen?
»speedy 91« hat folgendes Bild angehängt:
  • Unbenannt.jpg
Grüße Philipp

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Dienstag, 23. März 2010, 13:40

der Trick heißt virtuelle Masse (halbe Betriebspannung=gut gesiebte 8V mit einem Spannungsteiler und Spannungsfolger auf 4V heruntergeteilt) und Rail to Rail OPs.

Wenn Du keine Gleichstromaussteuerung brauchst, müssen die Ein- und Ausgänge über entsprechend dimensionierte Kondensatoren entkoppelt werden. Für die beiden Hochpasszweige ohnehin kein Problem, da die eingangsseitig ohnehin schon kapazitiv gekoppelt sind. Beim Tiefpass kommts auf die Belastung drauf an, wie groß der werden muss, aber sollte noch kleiner als 100uF sein.

Alternative ist natürlich noch die Verwendung eines DC/DC-Wandlers, allerdings hört man die meist doch noch raus, weil die Filterung einer derart erzeugten Spannung auch nicht ohne ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »e-beaver« (23. März 2010, 18:49)


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Dienstag, 23. März 2010, 14:36

Hey e-beaver,
danke das du mir auch hier hilfst!

Leider sind meine Kentnisse in der E-Technik noch nicht soweit, das ich weiß wie man eine gesiebte Spannung bekommt, oder was eine virtuelle Masse ist.

Kann ich die Weiche nicht so verwenden, wie gezeichnet?
Im Auto habe ich ja 12V Gleichspannung.

Wieso benötige ich denn noch weiter Kondensatoren? (welche sind überhaupt richtig für den Einsatzzweck?)
Grüße Philipp

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Dienstag, 23. März 2010, 18:48

1. Versorgung der Schaltung
die 12V Gleichspannung sind nur bei Stillstand des Fahrzeugs Gleichspannung. Sobald der Motor läuft und die ersten Steuergeräte aktiv sind, rauscht und surrt es, dass es eine wahre Freude ist. Drum solltest Du die 12V für einen Vorverstärker erst mal ordentlich mit einem Längsregler (z.B. LM7808 oder vergleichbarer Low-Drop) und guten Pufferkondensatoren vom Bordnetz entkoppeln. Deshalb die Idee mit den 8V (die sind auch beim Start und unter Belastung noch verfügbar).

2. Signalpegel und unipolare Versorgung
ein Operationsverstärker wie der TL074, wenn er mit 0 und 12V versorgt wird, kann den Ausgangsbereich von 1,5...10,5V bedienen. Wenn das Eingangssignal die üblichen 0,7V um Masse herum pendelt, wird sich am Ausgang der OP nix tun. Ein Rail to Rail-Ausgang wäre dann 0...12V. Kann aber immer noch nicht Signale kleiner als 0V ausgeben. Dafür gibts die Lösung mit virtueller Masse bei der halben Betriebsspannung. Pendelt jetzt der Eingang am OP um diese virtuelle Masse, ist auch der Ausgang bezogen auf die virtuelle Masse. Somit funktioniert eine Filterschaltung.

3. Pegelanhebung
Jetzt musst Du nur noch das Potential des Eingangssignals auf die Spannung der virtuellen Masse anheben. Das geht mit einem Summierverstärker (wobei der auch die Signale in der Nähe seiner Versorgungsspannung verarbeiten können muss. Deshalb Rail to Rail Input). Bei Wechselstromsignalen (Musik ist das) kann dies auch durch einfache Kopplung über Kondensatoren erfolgen. Das wurde schon in alten Röhrenverstärkern so gemacht... Nur müssen für große Ströme auch entsprechend große Kondensatoren eingesetzt werden.


Mehr zum Thema Versorgung aus einer Spannungsquelle in englisch da:
(http://www.analog.com/library/analogDial…3/consider.html)

5

Dienstag, 23. März 2010, 18:50

Ich werde für meine Anlage einen Pufferakku einbauen!

Und den Rest zieh ich mir morgen rein.

Aber DANKE!
Grüße Philipp

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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6

Dienstag, 30. März 2010, 10:17

Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte