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Freitag, 21. Mai 2010, 17:55

ATmega 32

Habe mal eine Frage an die Atmel Spezialisten.

Im imax B6 werkelt ja ein ATmega 32.
Bei meinem Gerät zeigen sich folgende Probleme:
1.)
Entladen eines LiPo auf Lagerungsniveau mit 1A.
Nach wenigen Minuten "friert" die Anzeige ein.
Ich habe versucht herauszufinden woran das liegt und musste feststellen, dass der Oszillator des ATmega für mehrere Minuten stehen bleibt!
Reduziere ich den Entladestrom auf 0,1A dann läuft er zumindest wesentlich länger.
Eine Erwärmung ist aber nicht feststellbar!

2.)
Laden eines 10 Zellen Nicad Akku mit 2A.
Nach 10 Minuten spricht die Überstromsicherung (5A)meines Netzteils an.
Fehler: der Lowside MOSFET des Schaltnetzteils hat Kurzschluss!
Habe das Teil durch einen BUZ 11 ersetzt und den Ladeversuch wiederholt.
Dabei wiederum nach ca. 10 Minuten das gleiche Spiel.
Der BUZ hält das natürlich aus, aber die Anzeige "friert" ebenfalls ein.

Lade ich hingegen einen Akku mit 6 Zellen, tritt dieser Effekt nicht auf. Hierbei wird nur der Highside MOSFET angesteuert.

Meine Frage ist nun, wieso bleibt der Oszillator des ATmega plötzlich stehen?
Warum die Abhängigkeit zur Lademethode?

Gruß

oldtimer

2

Freitag, 21. Mai 2010, 21:43

RE: ATmega 32

Zitat

Meine Frage ist nun, wieso bleibt der Oszillator des ATmega plötzlich stehen? Warum die Abhängigkeit zur Lademethode?

Ich vermute, das es sich dabei um ein Problem mit der Spannungsversorgung des Elektronikteils handelt.
Hast Du einen Schaltplan zu dem Teil ?
Eventuell würde der nachträgliche Einbau von ein paar Dioden in Richtung Controllerstromversorgung eine Verbesserung bringen.

Aber ohne Schaltplan ist das Ganze eher "Fischen im Sumpf"

3

Samstag, 22. Mai 2010, 09:10

Der ATmega wird über einen 7805 mit 5V versorgt. Die Spannung habe ich mir mit dem Oszi angeschaut, keine Auffälligkeit.
Was mich irritiert ist die Tatsache, dass beim Entladen der ATmega nach ~2:30 min stehen bleibt.
Da wird nämlich nur über einen IRF im TO220 Gehäuse entladen. Die Wärme wird an das Gehäuse abgeführt, der Prozessor bekommt nichts davon zu spüren.

Gruß

oldtimer

4

Sonntag, 23. Mai 2010, 11:42

Wie gesagt, ich kenn jetzt die Schaltung nicht.

Eventuell kannst Du mit einem Programmer die Brown Out detection des Controllers aktivieren.

Hast Du die Versorgungsspannung schon mal während des Fehlverhaltens überprüft?

Ich weiß, das ist schwierig. Im Normalfall laufen diese Controller eigentlich relativ problemlos, so lange die Software und die Versorgungsspannung OK ist.

5

Sonntag, 23. Mai 2010, 17:27

Zitat

Original von wkrug

Hast Du die Versorgungsspannung schon mal während des Fehlverhaltens überprüft?



Habe ich gemacht, es ist nichts zu sehen, was auf einen Fehler hindeuten würde.
Gibt es irgend eine Funktion die den Prozessor dazu bringen könnte den Oszillator zu stoppen?
Nach einigen Minuten springt er dann wieder an!
Das Programm läuft dann so wieder hoch, als hätte man neu eingeschaltet.
Habe mal mit nur 0,3A entladen lassen. Der Vorgang wurde ordnungsgemaß nach 260 Minuten beendet.

Bin mal gespannt, was das Ersatzgerät macht. Bisher habe ich von einem solchen Verhalten bei den imax B6 Ladern noch nichts gehört.

Gruß

oldtimer

6

Montag, 24. Mai 2010, 08:57

Doch, die gibt es schon und zwar sind das diverse Sleep Modi.
Bei ein paar wenigen wird dann sogar der Oszillator abgeschaltet.
Ich vermute aber eher einen äusseren Einfluss, also eine statische Aufladung an einem Controllerpin bzw. eine Überlast, oder eben ein Problem mit der Stromversorgung.

Bei meiner letzten Schaltung ist der Controller auch immer wieder mal eingefroren.
Nachdem ich die Brown Out detection und den Watchdog aktiviert hatte war das Problem entschärft - Bei einem Fehler bootet der Controller halt neu.

Das wieder anlaufen würde auf eine aktivierte Brown Out Detection bzw. eine Watchdogfunktion hinweisen.
Schalt doch mal trotzdem einen größeren Kondensator so 220...470µF zur Stromversorgung des Controllers parallel. Wenn das was bringt, weisst Du, das dein Fehler irgendwo in der Stromversorgung zu suchen ist.
Bringt das auch nichts kann es eigentlich nur ein Programmfehler, oder ein defekter Controller sein.

Wenn Du keinen Zugriff auf den Quellcode hast, kannst Du da leider wenig selber machen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (24. Mai 2010, 09:01)


7

Freitag, 11. Juni 2010, 11:08

Das Ersatzgerät ist da.
Habe es ausgiebig getestet und bislang keinen Fehler entdecken können.
Liegt also wahrscheinlich am Prozessor, dass der Oszillator "stehen bleibt".

Gruß

oldtimer