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cheesa

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1

Montag, 9. August 2010, 22:09

Batterie Messgerät bauen - welche Wiederstände verwenden?

Hallo

Ich hab den Thread absichtlich hier gepostet da im Elektro Bereich nichts los ist! Heute war ich wiedermal beim Conrad und um das löten auf einer Prinnplatte (oder primplatte?) zu lernen hab ich mir mal eine mitgenommen und eine 25 Packun LED's.

Ich hab mir gedacht ich bau ein Batteriemessgerät (es muss nicht so genau sein - es geht darum das ich das halt lerne und übe) Ich hab mir das so vorgestellt.

5 LED's nacheinander - jeder mit einem anderen (höheren) wiederstand. Der erste z.b hat keinen Wiederstand. Der leuchtet immer. Also Leer ist die Batterie immer. Die zweite LED hat einen kleinen Wiederstand. Wenn die leuchtet ist die Batterie leer aber für z.b einen Wecker noch zu gebrauchen!

Die 3 LED hat schon einen etwas stärkeren Wiederstand - wenn sie leuchtet dann ist die Batterie noch halb voll und kann halt in dem derzeitigen Gerät noch einigermasen gut verwendet werden.

USW...

Nur mein Problem ist jetzt: Welche wiederstände soll ich da nehmen? Soll einfach nur 1,5 V Batterien "messen" können.

Wie gesagt ich will dabei nur etwas üben - mir gehts nicht um eine perfekte Funktion. Mit welchen Wiederständen soll ich Probieren?

Edit: Hab hier mal ein Bild gemalt - hoffentlich kann man erkennen was ich machen will.



mfg cheesa
Je schneller man fliegt, desto tiefer steckt man in der Erde :D

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »cheesa« (9. August 2010, 22:20)


2

Montag, 9. August 2010, 23:16

Falls du dir nicht erklären kannst, weshalb keine einzige der LEDs leuchtet, obwohl die Batterie voll ist, google nach "LED Flußspannung".
Ach ja, Widerstand ist zwecklos.
...lieber Luftraum als Raumluft...

Paul H.

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3

Montag, 9. August 2010, 23:21

Sinnvoller wäre es einen einzigen Widerstand zu verwenden der die Batterie belastet (z.b. mit 50-100mA), und mit einem Multimeter gleichzeitig die Spannung zu messen.

Das mit den LEDs wird wegen des erwähnten Spannungsabfalls an den Leds kaum sinnvoll funktionieren.

Paul

[SIZE=1]BTW: Es gibt nen Grund für Unterforen: Wenn alle einfach alles ins meistbesuchte posten haben wir ein völlig wertloses Tohuwabohu...[/SIZE]
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (9. August 2010, 23:26)


cheesa

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4

Dienstag, 10. August 2010, 07:55

Also wird das gar nicht funktionieren :-(

Eine Idee hätte ich noch. Und zwar eine LED hernehmen und davor einen Einstellbaren Poti zu nehmen. (z.b aus nem Servo) dann wzischen Batterie und LED anschliesen. Wenn der Poti auf Null ist (also kaum Wiederstand) dann leuchtet die LED immer. Dann dreht man das Ding rauf und wenn sie z.b bei der hälfte grade noch leuchtet dann ist die Batterie ca halb voll. Würde sowas gehen? Halt nur nicht mit einem Poti mir fällt aber grad nicht ein wie das Ding heiß7 ;(

mfg cheesa
Je schneller man fliegt, desto tiefer steckt man in der Erde :D

Mitch

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5

Dienstag, 10. August 2010, 09:06

Hi Cheesa,

wie schon von Ted und Paul geschrieben, wird das mit Deinen LED's und der 1,5V Batterie nicht funktionieren.

Die LED's benötigen eine bestimmte Spannung (Flussspannung) um zu leuchten und die liegt über 1,5V.

Denk Dir was anderes aus um zu üben ;)

Im Netz gibt es sicher viele Anleitungen - einfach mal googeln :ok:

Gruß Mitch
[SIZE=1]Alien 650 - mit Paddeln :D[/SIZE]
[SIZE=1]Spektrum DX7[/SIZE]
[SIZE=1]Reflex XTR 5.06[/SIZE]

cheesa

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6

Dienstag, 10. August 2010, 12:19

Ne LED leuchtet aber wenn ich ne 1,5V Batterie ranhänge - also müsste das mitn Poti doch funktionieren?

mfg cheesa
Je schneller man fliegt, desto tiefer steckt man in der Erde :D

^____

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7

Dienstag, 10. August 2010, 12:24

Hallo,

Zitat

um das löten auf einer Prinnplatte (oder primplatte?) zu lernen


Wenn ich Dir einen Tipp geben darf, dann lass die Finger von Elektrotechnik, das ist nichts für Dich.

Zumindest sollte man in der Lage sein die Dinger zu kennen und richtig zu benennen, sonst kann das Lebensgefährlich werden.

Es besteht aber in Deinem Alter noch Hoffnung. Tu mir einen Gefallen, nimm Dir die Tipps zu herzen und befasse Dich zuerst mit der Theorie, dann wird das gut werden.

Hier hast Du eine Webseite welche Dir umfassend helfen wird:

http://www.elektronik-kompendium.de/

Gruss Bruno

o.dippel

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8

Dienstag, 10. August 2010, 19:42

Hi,
schließe mich da dem Bruno an !

Aber zu den anderen, eine LED leuchtet auch bei 1.5V, wenn sie dadurch nicht schon durchgebrannt ist (Nennspannung von Std.-LED's ~1.2V)

Kleiner Tip an cheesa,
lern erstmal einen Schaltplan zeichnen, das hilft !

Und kannst ja mal mit einem Poti, einer LED und einer 1.5V Battarie rumspielen,
dann siehst du was passiert, wenn man den Wiederstands-Wert ändert (LED wird gedimmt).


DBD
:w

PS: Sorry, mir war gerade mal langweilig :)

cheesa

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9

Dienstag, 10. August 2010, 20:14

Dann werd ich mal mit nem Poti "herumspielen"

Wegen dem Plan: den hab ich im Bett mit dem Netbook Touchbed gezeichnet - ich hatte keine Lust nen schönen Plan zu zeichen
Je schneller man fliegt, desto tiefer steckt man in der Erde :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cheesa« (10. August 2010, 20:15)


K_Mar

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Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

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10

Dienstag, 10. August 2010, 20:38

Hallo,
mit 1,5V kriegt man KEINE LED zum leuchten, allenfalls eine rote zum ganz schwachen Glimmen.
Die Schwellspannung für standartrote LEDs (660-640nm), die die niedrigste Flußspannung von allen sichtbaren LEDs haben, liegt bei 1,6-1,8V. nur Infrarot-LEDs liegen noch etwas niedriger.
"Alte" Grüne (gelbliches Grün 570nm)( liegen bei 2,4-2,7V, neuere "echt/rein grüne (540-525nm) bei 3-3,5V.

Durch Verpolen bei 1,5V bekommt man keine LED kaputt.

Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

o.dippel

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11

Dienstag, 10. August 2010, 20:50

Zitat

mit 1,5V kriegt man KEINE LED zum leuchten, allenfalls eine rote zum ganz schwachen Glimmen.

und noch einer der es lieber sein lassen sollte :nuts:

frank77

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Wohnort: Augsburg

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12

Dienstag, 10. August 2010, 20:57

Hallo Cheesa,

lass dich nicht entmutigen, jeder hat mal klein angefangen.Mit Spannungen kleiner 40 Volt kann man ohne Gefahr für Leib und Leben experimentieren und dann geht halt mal eine LED kaputt, was soll's.

Also:
eine LED hat ca. 1,2 Volt Durchflussspannung (ist je nach LED-Typ verschieden, muss man im Datenblatt nachsehen).

Eine LED leuchtet zwischen 5mA bis 10mA, was auch wieder von der LED abhängt. Sie kann auch mehr Strom benötigen.

Beispiel um das Prinzip zu verdeutlichen:
Wir nehmen jetzt mal 1,2V und 10mA der einfach halber an, d.h. für den Vorwiderstand gilt:

U = 1,5V - 1,2V = 0,3V
Am Widerstand muss 0,3V abfallen, d.h. R=U/I = 0,3V / 0,01A = 30 Ohm
Man nimmt dann z.B. 33 Ohm. Wenn die Batterie mit 0,8V leer ist, wird dann leider auch die rote LED nicht mehr leuchten.

Zum Experimentieren würde ich mir noch einen Batteriehalter für zwei Batterien kaufen, dann hast du 3V, d.h.

R = (3V - 1,2V) / 0,01A = 180 Ohm
Leider wird das Leuchten der LED's nicht proportional zum Strom sein, d.h. deine Anzeige wird nicht linear, aber teste einfach mit ein paar Werten herum.

Viel Spass,
Frank

cheesa

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13

Dienstag, 10. August 2010, 22:03

Hallo

Also mit den LED's musste ich mir wohl ausn Kopf schlagen - das mit dem Poti klingt aber recht einfach und sinnvoll.

Morgen werde ich vielleicht mein Netbook neu aufsetzen und da hab ich ja zeit - hab mir gestern beim Conrad haufenweise LED's gekauft, eine kleine Elektronikplatine (so ein Wecheselblinker bausatz) und so ne Platte.

Von Allgemeinen Spannungen und so hab ich eh genug Ahnung (Seit 5 Jahren Modellbauer - voriges Jahr Poly besucht mit Elektro-Unterricht)

Mal schauen ob ich noch nen Poti herumliegen hab - einer aus einem Servo müsste doch eh gehen oder?

mfg cheesa
Je schneller man fliegt, desto tiefer steckt man in der Erde :D

frank77

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14

Dienstag, 10. August 2010, 22:20

ja mit einem Poti geht, ist ja ein verstellbarer Widerstand.

Die Potis in Servos werden wohl im 10 Kilo-Ohm Bereich liegen, d.h. der Einstellbereich wird sehr ungünstig sein. Besser wäre eins mit 1k.

cheesa

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15

Dienstag, 10. August 2010, 22:33

Ok - sonst muss ich halt nen Poti bestellen - so teuer können die nich sein :-)

Danke für eure Tipps und Anleitungen - ich werd mich natürlich melden wenn ich irg was zusammengebracht habe :D

mfg cheesa
Je schneller man fliegt, desto tiefer steckt man in der Erde :D

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16

Mittwoch, 11. August 2010, 00:54

Hallo cheesa,

Glaub nicht alles was da geschrieben steht. Die angegeben Spannungen sind jedenfalls allesamt falsch.

Was Du mit einem Poti und einer LED sinnvoll machen kannst ist mir ein Rätsel.

Zitat

Von Allgemeinen Spannungen und so hab ich eh genug Ahnung


Sorry, aber aufgrund der Fragen die Du hier stellst und Deiner hier geäusserten Ideen zweifle ich ein wenig daran. Nimm Dir zuerst einmal das Elektronik Kompendium zur Lekture und lies einmal aufmerksam was da alles über LED geschrieben steht.

Was Dir Frank mit den 40 Volt geraten hat ist grobfahrlässig. Bei falscher Handhabung kann das tödlich sein. Du scheinst viel zuwenig Kenntnisse zu haben, um mit so hohen Spannungen umgehen zu können. Ein Kurzschluss wirkt sich fatal aus. Bleibe vorerst einmal bei max. 12 V, das reicht vollkommen.

Zitat

hab mir gestern beim Conrad haufenweise LED's gekauft, eine kleine Elektronikplatine (so ein Wecheselblinker bausatz) und so ne Platte.


So bist Du auf dem richtigen Weg, baue darauf auf. Lies einmal alles aufmerksam durch was in den Link's steht, Du willst ja etwas lernen.

Zitat

Original von o.dippel

Zitat

mit 1,5V kriegt man KEINE LED zum leuchten, allenfalls eine rote zum ganz schwachen Glimmen.

und noch einer der es lieber sein lassen sollte :nuts:


Ganz Deiner Meinung. ;)

Ausser bei Dir und mir scheint hier kaum einer wirkliches Fachwissen zu haben. Die ganzen Kommentare gehen nicht über Bastlerniveau hinaus.

Zitat

Die Potis in Servos werden wohl im 10 Kilo-Ohm Bereich liegen, d.h. der Einstellbereich wird sehr ungünstig sein. Besser wäre eins mit 1k.


Teste, probiere, versuche, mach einfach, was solls. Sind das etwa fachlich korrekte Tipps mit denen cheesa etwas lernen soll? Er wird etwas feststellen, aber nicht wissen weshalb es so ist.

Und was bitte soll er damit machen?

Hier eine Tabelle mit Spannungen der LED welche von der Farbe abhängig ist:

Rot Spannung: 1,85 V Strom: 30 mA
Grün Spannung: 3,3V Strom: 20 mA
Gelb Spannung: 2,0 V Strom: 30 mA
Blau Spannung: 3,5 V Strom: 20 mA
Weiß Spannung: 3,5 V Strom: 20 mA
Pink Spannung: 3,6 V Strom: 20 mA
Violett Spannung: 3,6 V Strom: 20 mA
Türkis Spannung: 3,8 V Strom: 20 mA
red 1.6 V/1 mA
yellow 2 V/10 mA
yellow 1.9 V/20 mA
red 1.9 V/20 mA
blue 3.6 V/20 mA
green 3.5 V/20 mA
white 3.6 V/20 mA

Hier Link's zu LED Schaltungen:

http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/faq/led/

http://de.wikibooks.org/wiki/Arbeiten_mit_LEDs/_Grundlagen

http://www.farnell.com/datasheets/90843.pdf

http://www.farnell.com/datasheets/90836.pdf



Gruss Bruno

cheesa

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17

Mittwoch, 11. August 2010, 08:33

Danke - werde mir die Links einmal angucken. Mit Regler, Motoren, Lipos usw. hab ich genug Erfahrung (fahr seit 5 Jahren und flieg seit 1,5 Jahren) nur halt mit den LED's, und so kleinen Schaltunen nicht - ich kauf nen Regler, bau ihn ein und das geht (meistens).

Mehr als 1,5-3V hätte ich sowiso nicht gebraucht - mit mehr als 230V hatte ich auch noch nicht zu tun. (Elektronikunterricht im Poly - Wechselstrom Schaltung bauen)

Mit dem Poti hätte ich zwischen ne Batterie und ne LED gehängt - dann könnte man den Wiederstand regeln - wenn ich den Poti jetzt auf 0 drehen würde und die LED leuchtet ist die Batterie nicht ganz leer. Dreh ich auf die hälfte und sie leuchtet dann ist die Batterie mindestens halb voll. usw - das müsste doch funktionieren?

mfg cheesa
Je schneller man fliegt, desto tiefer steckt man in der Erde :D

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18

Mittwoch, 11. August 2010, 08:53

Hallo cheesa,

Na das sieht doch schon ganz ordentlich aus. Du kannst ja schon was, das war am Anfang nicht ganz klar.

Zitat

wenn ich den Poti jetzt auf 0 drehen würde und die LED leuchtet ist die Batterie nicht ganz leer. Dreh ich auf die hälfte und sie leuchtet dann ist die Batterie mindestens halb voll. usw - das müsste doch funktionieren ?


Tja, leider geht das nicht so einfach.

Eine LED ist an sich eine Diode. Diese hat eine gewissen Schwellspannung welche zuerst erreicht werden muss, damit überhaupt Strom fliessen kann. Bei normalen Silizium Dioden ist das etwa 0,6 V, bei Schottky's 0,15 bis 0,3 V.

Stelle Dir jetzt einfach eine Schaltung vor wo Du einen Widerstand und eine Diode in Serie schaltest. Diese Schaltung verbindest Du mit einer Spannungsquelle. Ist die Spannung höher als 0,6 V, wird abhängig von ihrer Höhe und dem Widerstandwert Strom fliessen. Dabei baut sich über der Diode eine Spannnung von 0,6 V auf und über dem Widerstand liegt der Rest.

Gehst Du jetzt hin und erhöhst die Spannung, wird sich an der Spannung über der Diode nichts ändern, sie bleibt bei 0,6 V , aber über dem Widerstand wird sie grösser und es fliesst mehr Strom.

Genauso verhaltet es sich bei LED's. Der Unterschied ist deren Schwellspannung, wie in der Tabelle meines früheren Beitrages ersichtlich. Die rote LED braucht z. B. 1,6 V. Ist die Batterie voll, wird sie diese Spannung knapp erreichen und die LED wird mehr oder weniger stark leuchten. Sinkt die Spannung unter 1,6 V, wird die LED komplett dunkel. Anders gesagt, die LED zeigt nur an ob die Sappnung mindestens ihrem Schwellwert entspricht. Wie hoch sie tatsächlich ist, kann man so nicht sagen.
Dabei ist zu beachten, dass eine LED IMMER mit einem Vorwiderstand betrieben werden muss. Wenn Du jetzt den Schleifer eines Poti's zur LED schaltest und das Poti aufdrehst, wird ab einer Teilerspannung von 1,6 V am Schleifer Strom durch die LED fliessen. Drehst Du weiter auf, wird das Poti irgendwann abrauchen und / oder die LED wird überlastet.
Deshalb macht es keinen Sinn mit einem Poti etwas zu experimentieren. Der Tipp hilft also kaum bis gar nicht. Du wirst etwas feststellen und es kommt zu einem Defekt. Weshalb weisst Du dann nicht und gelernt hast Du dabei auch nichts.

Wenn Du Deinen Führerschein machen willst sagt der Fahrlehrer auch nicht, dass Du einfach mal so drauflosfahren sollst bis es kracht. Er wird Dich vorgängig in die Theorie und die Fahrzeugbedienung einweisen. Bei den LED ist es dasselbe, wenn auch nicht mit denselben Folgen.

Bei Fragen kannst Du gerne wieder schreiben, lies aber auch meine Links genau durch.

Gruss Bruno

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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19

Mittwoch, 11. August 2010, 09:13

LED Kennlinien:
http://www.nullohm.de/berichte/gifs/led_kennlinie.jpg

Bei dieser roten LED fließt ab 1,2V ein kleiner Strom, sehr (sehr sehr) schwaches glimmen vllt. möglich.
Erst ab 1,5-1,6V nennenswerter Stromfluß, damit auch ein leuchten.
Leider ist diese Kennlinie nicht für alle roten LEDs gültig, u.U. braucht deine schon mind. 1,7V.

Was Du dir so vorstellst, würde mit ein wenig mehr Aufwand schon funktionieren:

1. einen DC/DC Wandler, z.B. den Joule-Thief mit Spannungsbegrenzung (Zenerdiode)
2. einen Komparator (4-Fach mit einem LM324)
3. eine Spannungsteilerstufe aus mehreren Widerständen, angeschlossen an einer Referenzspannung.

Oder, baue 4 Joule-Thiefs, jeder mit einer anderen Startspannung.
»Elektroniktommi« hat folgendes Bild angehängt:
  • Joule.jpg
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (11. August 2010, 09:28)


eco8mech

RCLine User

Wohnort: Österreich, Weinviertel

Beruf: Techn. Angestellter im Ruhestand

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20

Mittwoch, 11. August 2010, 09:28

Hallo Elektroniktommi!
Jetzt hast uns geschrieben was du alles weisst!
Anfangen kann der Anfänger damit aber gar nichts!
:ok:
guten Flug und weiche Landung wünscht
eco8mech