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Mittwoch, 6. Oktober 2010, 10:24

Frage wegen Lipo Saver Nachbau für 2s LiPo (Heli-)Akku

Hallo zusammen

Ich möchte mir für meinen kleinen Lama einen Lipo-Unterspannungsschutz bauen. Ich weiss mittlerweile gibts die auch recht günstig zu kaufen, aber erstens hab ich noch keinen passenden gefunden und zweitens macht selber bauen noch immer am meisten spass, kaufen kann ja schliesslich jeder.

Ich habe auf der Seite von Günther Hager (die meisten dürften diese ja kennen) einen Schaltplan für besagte Schaltung mit einem ICL7665 gefunden.
http://www.aero-hg.de/LIKONTR.gif
Ich dachte an die Variante B (Unterspannungsalarm).

Nun zu meiner Frage, an die Schaltung soll eine Led ran, die man auch sieht (auch auf Distanz). Nun wenn ich das aber aus dem Datenblatt des ICL7665 richtig erkenne, dann hat der schon bei einer Super Hellen Led mit 20mA ein Problem, ich dachte aber (inspiriert durch ein sau teures fertiges Produkt) an eine 1W Luxeon Led.
Also wie bekomme ich so ein Kaliber an den ICL7665?

Ich hab schon einiges gesucht, aber langsam geht mir die Puste aus, ich dachte an eine Lösung mittels einem LM317 und einem entsprechenden Mosfet (z.B. Buz173) den ich mit Hilfe des ICL zum Schalten überreden würde, mit dem Out2 des Icl7665. Funktioniert das?

Kann mir da jemand Helfen? Ich bin da mit meinem Wissen echt an der Grenze.

Danke schon mal

Grüsse
Kevin

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »kepada« (6. Oktober 2010, 11:37)


2

Mittwoch, 6. Oktober 2010, 13:12

wie wärs mit einem einfachen Transistorfolger? MOSFET wie von Dir beschrieben, das müsste auch funktionieren. Aber nimm bitte nicht den vorgeschlagenen BUZ173, da geht auch was deutlich kleineres (z.B. aus einen "abgerauchten" Drehzahlsteller).

3

Mittwoch, 6. Oktober 2010, 16:38

Hi

Transistorfolger? Ist das dasselbe wie Emitterfolger?
Bin kein elektrotechniker, daher hab ichs nicht so mit den Fachausdrücken.

Das der Buz173 etwas zu viel ist hab ich mir fast gedacht, was wäre denn mit einem IRLML2803, oder ist der immer noch zu massiv?

Ich hab mal noch angehängt wie ich mir die Schaltung aufbauen würde (ich weiss sieht nicht so perfekt aus, aber mit Visio gings auf die Schnelle nicht besser). Würde das so funktionieren?

By the way, was ist denn eigentlich das "Maximum" das ich an den ICL7665 hängenn kann, also von der Stromstärke her?

Gruss Kevin
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haschenk

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4

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 01:29

Hallo,

Zitat

By the way, was ist denn eigentlich das "Maximum" das ich an den ICL7665 hängenn kann, also von der Stromstärke her?


Ca. 15 mA an OUT1 oder OUT2.

Google hilft auch hier (icl7665 eingeben, Datenblatt von Maxim runterladen)...
Ist auch hilfreich, um die Funktion des ICs zu verstehen.

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (7. Oktober 2010, 01:32)


5

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 10:03

Hmm das Datenblatt hab ich sowohl von Maxim als auch von Intersil, ich hab die von oben bis unten durchgelesen. Die Funktionen des ICL7665 hab ich begriffen, aber da ich kein Elektroniker bin und mir das nötige Fachchinesisch (vor allem auf englisch) fehlt, hatte ich keinen plan wo ich das mit de Maximallast finde. Ist das der Punkt "Maximum Sink Output OUT1 and OUT2" ?

Ist denn meine Schaltung so korrekt, eben mit vielleicht einem IRLML2803?

Gruss Kevin

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kepada« (7. Oktober 2010, 10:08)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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6

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 15:15

Hallo Kevin,

Zitat

Ist das der Punkt "Maximum Sink Output OUT1 and OUT2" ?

Ja, das müsste er sein; aber den habe ich bislang nicht gefunden (Datenblatt von Maxim). Die 15 mA habe ich aus dem Datenblatt von Maxim, Seite 5, links oben und rechts unten, Saturation Voltage vs. I_out.

Zitat

Ist denn meine Schaltung so korrekt, eben mit vielleicht einem IRLML2803?

Ist das denn keine erprobte Schaltung ? Ich hab den thread nicht ganz gelesen, dein Schaltbild ist auch etwas ungewöhnlich gezeichnet... Sollte aber -auf die Schnelle gesagt- schon ok sein.

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (7. Oktober 2010, 15:16)


Elektroniktommi

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7

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 15:26

Sollte nicht noch irgendwo ein Widerstand eingefügt werden, zum Entladen der Gate Kapazität oder um das Gate auf ein definiertes Niveau zu ziehen?
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
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[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

haschenk

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8

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 20:43

Hallo,

Tommi:
Ja, stimmt.
Da muß noch ein Widerstand von V+ zum Gate des MOSFETs rein. Wert ist unkritisch, sagen wir mal 10kOhm.

Frage an Kevin:
Soll die LED bei Unterspannung an- oder aus gehen ?

Gruß,
Helmut

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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9

Freitag, 8. Oktober 2010, 13:43

Hi Kevin,

ich hab mir die Schaltung nochmal genauer angesehen.

So, wie sie jetzt ist, ist die LED normalerweise an und bei Unterspannung aus. Du könntest das ändern, wenn du OUT1 statt OUT2 verwendest.

Die Schaltung hat aber auch noch einen Mangel:
Bei Verwendung einer weißen LED (Flußspannung ca. 3,5 - 4 V) kriegst du bei 6,6 V nicht genügend Gate-Source-Ansteuerspannung; mit grüner oder roter LED könnte es gerade noch gehen.

Du musst daher einen P-Kanal-MOSFET verwenden (z.B. IRLML6401, IRLML6402, IRF9310, IRF7406....). Die kleinen MOSFETs gibt´s alle nur in SMD, entweder im SOT23- oder im SO8-Gehäuse.

Einfacher wäre es, statt einem MOSFET einen Bipolar-PNP-Transistor zu verwenden, z.B. BC369. In diesem Fall zusätzlichen Basis-Vorwiderstand nicht vergessen ! Anschluß an OUT2 oder OUT1, je nach Gusto...

Spannungsteiler R1/R2:
Die Beschaffung von 60,4 kOhm dürfte auf Schwierigkeiten stoßen...
Entweder durch Kombination von 2 Widerständen realisieren (parallel oder in Reihe), oder besser:
Zwischen die beiden Widerstände ein Trimmpoti schalten (Spindeltrimmer !), Set1 und Set2 kommen dann an den Schleifer-Anschluß. Damit kannst du ohne Beschaffungs- oder Toleranzprobleme die Ansprechschwelle nach deinen Vorstellungen einstellen. In diesem Fall folgende Widerstandswerte verwenden: R1 = 56k, R2 = 12k, Poti 5k.

R3 = 3,5 Ohm dürfte auch schwer beschaffbar sein. Entweder auch durch Parallelschalten "komponieren", oder nur nächstgelegene Normwerte verwenden, 3,3 oder 3,9 Ohm, evtl. falls erhältlich 3,6 Ohm. Den Unterschied in Helligkeit/Strom wirst du in der Praxis kaum bemerken.


Gruß,
Helmut

10

Freitag, 8. Oktober 2010, 13:54

Hallo

Vielen Dank für die Antworten.

Ein Paar der Fehler hab ich noch bemerkt, bin aber noch nicht dazu gekommen das zu revidieren.

Die Led sollte bei unterspannung an gehen und sonst aus sein, bei der Simulation in Simulink, hat das so auch funktioniert, aber da es den ICL7665 da ja nicht gibt, trau ich dem sowieso nicht so wirklich.

Ich hatte ursprünglich geplant ein Poti beim Spannungsteiler zu verwenden damit ich den Saver später ev. auch bei 11.1V noch einsetzen kann, und ihn an den Akku anpassen kann. Allerdings wäre ich natürlich nie auf die Idee gekommen mit den beiden wiederständen und dem Poti.

Ich bin gerade dran das ganze in Eagle mal noch schön zu zeichnen und werde erue Inputs mit einfliessen lassen (ich hoffe ich übersehe keinen). Den fertigen Schaltplan werde ich dann nochmals posten.

Was ich noch bemerkt habe, ich hab den LM317 ja als Konstantstromquelle konfigueriert, ich nehme mal an, dass eine Konfiguration als Konstantspannungsquelle (ca. 3V oder so) und ein vorwiederstand für die LED wohl die bessere variante wäre, auch um die LED später ev. mal durch eine andere aus zu tauschen...?

Die Led ist übrigens in roter oder ev. auch blauer Farbe geplant (tendiere aber eher zu rot, ist ja nicht um sonst die übliche Warnfarbe)

@Helmut
Den punkt "Maximum Sink Output Current" Hab ich im Maxim Datenblatt Seite 2 bei den "ABSOLUTE MAXIMUM RATINGS" gefunden (ca. 8. zeile) da stehen allerdings 25mA. Dass das was mit den Diagrammen zu tun hat, hatte ich vermutet, aber ehrlich gesagt kann ich mit denen nicht viel anfangen, ich verstehe da die Zusammenhänge nicht so ganz.

Grüsse und noch einen schönen Nachmittag
Kevin

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kepada« (8. Oktober 2010, 14:01)


haschenk

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11

Freitag, 8. Oktober 2010, 14:14

Kevin,

Zitat

Was ich noch bemerkt habe, ich hab den LM317 ja als Konstantstromquelle konfigueriert, ich nehme mal an, dass eine Konfiguration als Konstantspannungsquelle (ca. 3V oder so) und ein vorwiederstand für die LED wohl die bessere variante wäre, auch um die LED später ev. mal durch eine andere aus zu tauschen...?


Nein, Konstantstromquelle ist schon ok für Speisung von LEDs. Spannungsregler und Vorwiderstand macht wenig Sinn.
Wenn man nicht ganz auf den LM317 verzichtet und nur einen Vorwiderstand verwendet; das würde imho auch gehen, sowohl mit P-Kanal MOSFET als auch mit Bipolar-PNP-Transistor.

350 mA ist schon verdammt viel für normale farbige LEDs, daher hatte ich weiß (Scheinwerfer...) vermutet.

Gruß,
Helmut

12

Freitag, 8. Oktober 2010, 22:36

So, hier mal noch die verbesserte und etwas schöner gezeichnete Schaltung. Ich hoffe ich hab jetzt nix vergesssen.

Ich hab den LM317 jetzt als Konstantstromquelle belassen, aber mal ne blöde Frage, wenn der ja als Konstantstromquelle konfiguriert ist und am Eingang die (mind.) 6.6V anliegen dann verbruzzelt doch meine LED früher oder später, oder kriegt die dann nur die 1.85 V (oder wie viel auch immer die braucht) ab? Irgendwie steh ich da vom Verständniss her grad vor ner Wand.

Die 350mA Led ist ev. schon grad etwas brachial, ist so ne 1W Luxeon, die kommt dann in die Kanzel des Helis und soll diese schön erläuchten (wird rauch-schwarzw Scheiben kriegen). Ich werds morgen mal noch mit ner "normalen" super hellen LED testen. aber die 25mA des ICL7665 sind schon recht wenig, 20mA LED und Summer dürften dann ja schon zu viel sein...

schönen Abend noch
Grüsse
Kevin
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haschenk

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13

Samstag, 9. Oktober 2010, 00:43

Hallo Kevin,

das sieht schon ganz gut aus...

Und nein, die LED verbrutzelt nicht; deren Durchlasspannung U_F ist annähernd konstant, unabhängig vom Strom; und den bestimmt der Regler. Die Differenzspannung 6,6 V - 1,85 V wird am Sense-Widerstand und am LM317 verheizt. Am 3,3 Ohm Sense-Widerstand davon 1,25 V; am LM317 der Rest. Jeweils mit 0,35 A multipliziert ergibt die beiden Verlustleistungen.

2 Punkte sind noch nachzutragen:
a)
Sehe noch einen Widerstand von V+ zur Basis vom BC369 oder zu OUT2 vor, Wert unkritisch, sagen wir mal 47k. OUT2 ist ein "open drain"-Ausgang, und wenn der OFF ist, hängt die Basis vom BC369 "in der Luft". Würde hier zwar gehen (nicht so kritisch wie bei MOSFETs), aber wenn´s feucht wird, geht´s nicht mehr. Daher wird so eine "offene Basis" immer definiert "angebunden".

b)
Dein Spannungsteiler ist noch unoptimal, Einstellbereich des Potis ist von 0,75V bis 1,5 V. Sollte etwa sein 1,3V*0,85 = 1,1 V für "Schleifer unten", 1,15*1,3 = 1,5 V für "Schleifer oben" (+/- 15% vom Sollwert).

Du hast 2 Formeln dafür:
U_unten = 6,6V*R1/(R1+R2+R4)
U_oben = 6,6V*(R1+R2)/(R1+R2+R4)

Am besten zuerst Wert vom Poti = R2 wählen, und dann mit R1 und R4 "spielen", bis es passt. Man kann zwar Formeln für R1 und R4 entwickeln; aber bis du das fertig hast, hast du deren Werte auch durch "überlegtes Probieren" gefunden (ich will dich aber nicht davon abhalten, wenn´sdir Spaß macht). Nach 2 oder 3 Versuchen merkst du, wie´s läuft...
Die "unteren" und "oberen" Werte sollten ungefähr symmetrisch zu 1,3 V liegen, und der Einstellbereich nicht zu groß und nicht zu klein (z.B. wie o.e. +/-15%); dann kann man feinfühlig einstellen und trotzdem alle Toleranzen ausgleichen.

Spindeltrimmer mit 10 oder 12 Umdr. verwenden, gibt´s in verschiedenen Bauformen und Preisen. Und beim Layouten drandenken, daß du da mit dem Schraubenzieher noch drankommen musst....

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (9. Oktober 2010, 00:48)


14

Samstag, 9. Oktober 2010, 17:43

So, nochmals korrigiert.

Ich hab beim Spannungsteiler jetzt wieder deinen ursprünglichen Vorschlag genommen, eine alternative wäre noch R1=10k, r2=10k und r3=56k. Dann hätte ich +/- 33% zum einstellen. Für einen grösseren Akku müsste ich dann halt die Wiederstände wechseln (bei gleichem Poti), sollte ja machbar sein, bei entsprechender konstruktion der Schaltung.
Jetzt bei den Wiederständen, reicht da 1% Genauigkeit, oder sollte ich besser 0.1% nehmen? 0.1W müsste da ja reichen.
Und bei den Spindelpotis, irgendwie finde ich die nur mit 10% Toleranz, ist ja schon etwas massiv oder nicht?

Ist R5 eigentlich Gross genug so?

Nochmals wegen dem LM317, das heisst es wäre besser wenn ich die Grenze für den Strom eher etwas zu niedrig (also eher unter 350mA oder was auch immer) ansetze, oder besser eher drüber, eigentlich könnte ich da ja auch ein Poti nehmen oder?
Die 1.25V über dem Sense Wiederstand, wie finde ich die? Über die Standard-Formel U=R*I?
Dort brauch ich ja dann auch mindestens ein 0.5W Wiederstand (für den 3.3R), und für den LM317 wohl einen Kühler wenn ich das recht sehe? Der verheizt ja dann auch über 1W.

Gruss Kevin
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »kepada« (9. Oktober 2010, 17:44)


haschenk

RCLine User

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15

Samstag, 9. Oktober 2010, 22:06

Hallo Kevin,

mach mal am oberen Ende von R6 noch eine "Verbindungspunkt" drauf...

Zitat

Ich hab beim Spannungsteiler jetzt wieder deinen ursprünglichen Vorschlag genommen, eine alternative wäre noch R1=10k, r2=10k und r3=56k. Dann hätte ich +/- 33% zum einstellen.


+/- 33% ist zu groß. Das Poti ist dazu da, um
a) die Toleranzen der Widerstände R1 und R4 zu kompensieren,
b) die Ansprechschwelle der Schaltung in sinnvollen Grenzen nach eigenem Gusto einzustellen; da gehen oft die Meinungen (auch abhängig von den den verwendeten Lipos und der Last) etwas auseinander. Mein persönlicher Wert bei den kleinen Helis ist 3,3V/Zelle, bei 2s damit 6,6 V. Und die muss man auf die 1,3V Referenz des Stabis runterteilen.
Ein größerer Einstellbereich als nötig macht die Poti-Einstellung schwierig und nicht dauerhaft stabil.

Zitat

Für einen grösseren Akku müsste ich dann halt die Wiederstände wechseln (bei gleichem Poti), sollte ja machbar sein, bei entsprechender konstruktion der Schaltung.


Kannst du machen, aber ich würde da besser ein zweites Teil bauen, die Bauteile kosten doch nicht die Welt. Und von manchen musst du doch eh min. 5 oder 10 Stk. bestellen, damit es sich lohnt (und der Händler nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlägt...)
Alternativ z.B. auch einen zweiten Spannungsteiler vorsehen, Verbindung zu den SET-Eingängen mit Stiftleiste und Jumper, oder Lötbrücke. Aber s.oben...

Zitat

Jetzt bei den Wiederständen, reicht da 1% Genauigkeit, oder sollte ich besser 0.1% nehmen?

Wenn du 0,1%-Widerstände kriegst und genau gerechnet hast, brauchst du kein Poti mehr...
Kohleschichtwiderstände (würde ich nicht nehmen) haben üblicherweise 5% Toleranz (hat seinen Grund), 1% oder 2% gibt´s nur als Metallfilmwiderstände; die solltest du verwenden, 1% oder 2% ist egal.
Wenn du mehr dazu wissen willst, dann mach dich z.B. in Wikipedia oder Tabellenbücher schlau zu Widerständen: Typen, Eigenschaften, Normwert-Reihen ("Exx"-Reihen)... Hier würde das zu weit führen.

Zitat

0.1W müsste da ja reichen.

Ja. Die kleinsten, die kaufen kannst (SMD mal ausgenommen) sind mit 1/8 oder 1/4 W belastbar, also kein Thema...

Zitat

Und bei den Spindelpotis, irgendwie finde ich die nur mit 10% Toleranz, ist ja schon etwas massiv oder nicht?

Das ist völlig normal, die kann man nicht genauer herstellen (höchstens noch selektieren). Billige Trimmpotis haben weit höhere Toleranzen. Schaltungsentwickler wissen das und legen die Schaltung so aus, daß dies keine Rolle spielt.

Zitat

Ist R5 eigentlich Gross genug so?

Ja, 1k passt... Du hast einen Kollektorstrom von 350 mA, einen Basisstrom von (6,6 V - 0,6V)/1kOhm = 6 mA. Dann brauchst du eine Stromverstärkung des BC369 von min. 350/6 = 58. Der "schlechteste" hätte noch mindestens 100 (BC369-16), in Wirklichkeit erheblich mehr. Nimm BC 369-25, der hat mindestens 160, dann hast du einen Übersteuerungsfaktor (macht man immer) von mindestens 2,7; real mehr. Datenblatt BC369....


Zitat

Nochmals wegen dem LM317, das heisst es wäre besser wenn ich die Grenze für den Strom eher etwas zu niedrig (also eher unter 350mA oder was auch immer) ansetze, oder besser eher drüber, eigentlich könnte ich da ja auch ein Poti nehmen oder?


Nein, hier kein Poti verwenden. Angenommen, du kriegst das so niederohmig überhaupt, dann wird es wegen der Belastbarkeit (die gilt immer für die ganze Widerstandsbahn, wenn nur ein Teil aktiv, geringer) wahrscheinlich rel. groß und schwer. Nimm hier nur Festwiderstände, gfls. im Layout 2 Stk. (für Parallel- oder Reihenschaltung, oder wählbar) vorsehen.
Profis haben für diesen Entwurfspunkt noch Tricks drauf, aber das führt hier zu weit.

Zitat

Die 1.25V über dem Sense Wiederstand, wie finde ich die? Über die Standard-Formel U=R*I?

Nein, die 1,25V sind ein Konstante = Referenzspannung des ICs.
Irgendwo (such ich jetzt nicht raus, wahrscheinlich in den Applikationsbeispielen) im Datenblatt des LM317 findest du die Formel; unter Vernachlässigung eines kleinen Terms darin gilt
I = Vref/R bzw. daraus R = Vref/I; mit Vref = 1,25V

Zitat

Dort brauch ich ja dann auch mindestens ein 0.5W Wiederstand (für den 3.3R), und für den LM317 wohl einen Kühler wenn ich das recht sehe? Der verheizt ja dann auch über 1W.

Ja, das ist so... vielleicht ein Grund, von den überreichlichen 350 mA abzugehen ?
Wenn das Teil meins wäre, hätte ich höchstens 100 mA angesetzt...


Gruß,
Helmut

16

Sonntag, 10. Oktober 2010, 00:19

Also erst mal vielen Dank, vor allem natürlich an Helmut.
Alleine hätte ich das nicht hin gekriegt, hätte wohl doch Elektrotechnik studieren sollen (oder ich sollte mal die Finger von solchen Dingen lassen).

Verbindungspunkt ist drauf.

Ok, dann bleib ich bei der eingezeichneten Variante, -16.5/18.2% müsste also passen.

Stimmt eigentlich, der ICL kommt sowieso auf nen Sockel dann kann ich bei Bedarf ne neue Schaltung für den Spannugsteiler aufbauen, die ganze Anteuerung für die Led wollte ich eh auf ne eigene Platine machen.

Günther Hager empfiehlt ja den Spannungsteiler fix zu löten (ohni Poti) ich wollte das Poti vor allem weil ich gelesen hatte dass es von Vorteil wäre wenn man den Saver etwas an den Akku anpassen kann. Mal schauen ob ich die mit 0.1% kriege, beim einen Händler hab ich sie mal gefunden. An Metallfilm hatte ich schon gedacht, hab bisher meist solche verwendet..

Ok, das mit dem 396er also welcher genau hätte ich wohl auch mal wieder daneben gegriffen (oder wohl vorsichtshalber einfach mal den grössten genommen).

Hmm, hätte ich eigentlich merken müssen, mit den 1.25 ich sollte nicht immer so schnell aufgeben bei den Datenblättern. Hatte so ja auch den Wiederstand für den LM317 berechnet.

Die 350mA sind wohl schon etwas oversize, ich werde wohl auf eine Superflux LED zurückgreifen. Hatte damit mal mein PC-Gehäuse ausgeleuchtet, mit 2 Stück wars doch recht hell (bis sie wohl den thermischen Tod fanden). Die hat höchstens 70mA.
Ich würde dann auch den Wiederstand beim LM317 etwas erhöhen auf 6.2 Ohm, dann wären es ja noch ca. 200mA die der LM317 liefern könnte, das müsste ausreichen, auch wenn ich 2 von den Superfluxen und nen Summer verwenden würde (ja ich weiss ich neige zum übertreiben, aber ich lasse mir gerne alle Optionen offen).
Ist ja vermuetlich nicht so tragisch wenn ich die 200mA nur zu nem Drittel ausreize.

Dann wünsch ich mal noch ne gute Nacht.

Grüsse
Kevin

17

Sonntag, 10. Oktober 2010, 17:27

Noch ne letzte Frage, ich hab mir vorhin mal die Bauteile zusammen gesucht, der BC369 scheint schwer aufzutreiben zu sein. Kann ich anstelle des BC369-25 auch einen BC327-25 oder BC327-40 verwenden? Wenn ich das aus den Datenblättern richtig ersehe, müsste der ja auch reichen, verträgt halt nur 0.8A aber so hoch möchte ich ja jetzt nicht gehen. Oder sind dann noch Änderungen an den Wiederständen rund um den Transistor nötig?

Grüsse Kevin

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »kepada« (10. Oktober 2010, 17:38)


haschenk

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18

Montag, 11. Oktober 2010, 09:06

Kevin,

Zitat

Kann ich anstelle des BC369-25 auch einen BC327-25 oder BC327-40 verwenden?

Ja, kannst du verwenden. Es sind keine Änderungen notwendig.

Gruß,
Helmut