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Dienstag, 19. Oktober 2010, 16:11

Spindel mit Servoelektronik steuern

Hallo Elektroniker!

Ich möchte eine Spindel für eine Schiebemechanik mit einer Servoelektronik steuern.
Wie wäre so etwas zu realisieren? Z.B. kann am Anfang und ende jeweils mit den entsprechenden Widerständen und Schaltern der Anfangs- und Endpunkt defeniert werden?

Oder gibt es andere praktikable Lösungen um das mit einem Steuerkanal anzusteuern?

Mal sehen was ihr für Tips liefert!

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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2

Dienstag, 19. Oktober 2010, 19:32

Hallo,

da gibt´s verschieden Wege:

1.
Linear-Poti ("Schieberegler") verwenden; Schleifer mechanisch mit der Spindelmutter verbinden.

2.
Mehrgang-Poti verwenden; übliche derartige Potis haben z.B. 10 Umdrehungen vollen Weg. Wenn dies mit deinen Spindelumdrehungen ungefähr zusammen passt, direkt an die Spindel koppeln. S. auch unten zur Weganpassung.

3.
Normales Poti, über Untersetzungsgetriebe (Zahnräder) an die Spindel koppeln.

Und dann sind noch Kombinationen der o.g. Methoden möglich; z.B. wurden in Segelwinden schon Getriebe+Linearpoti verwendet.

Und ja, Verstellwege und Endausschläge kann man mit Serienwiderständen und/oder Endschaltern beeinflussen. Besser gesagt, Serienwiderstände werden an beiden Enden des Potis idR notwendig werden, um den vollen Verstellweg zu erhalten.
Im Servo wird idR nur ein Teil der Widerstandsbahn ausgenützt; das ist durch die Schaltung im Servoverstärker so vorgegeben, und so wird das dann z.B. beim Schieberegler auch sein. Um das zu vermeiden, sind Vorwiderstände ("Serien widerstände") nötig.
Das probierst du am einfachsten aus; Größenordnung jeweils etwa 20% des Potiwiderstands. Man kann das auch rechnen, dazu sind aber Daten des Einzelfalls notwendig.

Endschalter sind nicht mehr ganz trivial; die müssen so ausgebildet/geschaltet sein, daß sie zwar den Motor bei der maximalen Verstellung abschalten, er aber bei bei einem entgegen gesetzten Verstellbefehl (umgekehrt) anläuft.

Wenn der Spindeltrieb nicht proportional verstellen können muß, sondern nur zwischen zwei Endlagen, geht´s auch einfacher; ohne Servoverstärker und Poti; rein "elektromechanisch".


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (19. Oktober 2010, 19:46)


3

Mittwoch, 20. Oktober 2010, 11:37

Vielen Dank für diesen ersten Beitrag.
Die Verstellung muß nicht proportional sein.
D.h. ich möchte nur einen Steuerkanalschalter umlegen und dann läuft der Läufer auf der Spindel in die Endstellung und umgekehrt.
Der Verstellweg soll ca. 10-12cm sein.
Wie wäre das zu realisieren?
Ich bin nicht besonders elekronisch bewandert, aber durchaus gut "lötfähig", daher wäre mir natürlich die einfachste Lösung die liebste!

Grüße!

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

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4

Donnerstag, 21. Oktober 2010, 08:32

nimm die mimik aus dem auto die fensterheber heisst.
gibts auf dem abbruch/schrottplatz.

ne servoelektronik ist für sowas nicht wirklich geeignet.

ein fensterheber stellt sicher ab wenn der weg blockiert würde.
das verhindert feuer oder kurzschlüsse.
als ersatz des tasters dient eine der kaufbaren servoschalter.
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

5

Donnerstag, 21. Oktober 2010, 13:54

Vielen Dank für den Hinweis!

Eine Fensterhebe-Mechanik wäre in dem Fall zu schwer und groß.
Im Prinzip geht es mir nur um die Möglichkeit einen Motor einzuschalten und an einer deffinierten Position auszuschalten, nach Umlegen des Steuerkanalschalters dann das ganze rückwärts.
Aber mit einem Schaltbaustein müsste das ja irgendwie machbar sein.

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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6

Donnerstag, 21. Oktober 2010, 18:11

Hallo Kimmi,

unten 2 Skizzen, wie sich das machen lässt.
Es sind nur Prinzipskizzen, die richtige Konstruktion machst du selbst; das geht sicher noch eleganter....

In der Schaltung ist S1 ein normaler einpoliger Umschalter oder (bei RC) das Relais eines Schaltbausteins.
S2 ist ein "Schnappschalter", der springt nach jeweils einem kleinen Verstellweg in die eine oder andere Endlage.

Wenn (gem. Skizze) S1 vom Ruhe- auf den Arbeitskontakt umgelegt wird, fließt Strom von links nach rechts durch den Motor. Die Mutter betätigt dann in der Endlage über die Schleppstange und den Nocken A bzw. B den Schnappschalter S2, dessen Mittelkontakt springt dann auf den Arbeitskontakt, und der Motor bremst und steht.
Wenn S1 wieder auf Ruhe geschaltet wird, läuft das Spiel umgekehrt ab, aber jetzt fließt der Strom in umgekehrter Richtung durch den Motor.


Gruß,
Helmut
»haschenk« hat folgendes Bild angehängt:
  • Schnapper.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (21. Oktober 2010, 18:12)