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1

Dienstag, 26. Oktober 2010, 15:01

Endlagenabschaltung mit Motorumpolung

Hallo zusammen,

ich bastle grad an einer Sonderfunktion für mein Springer-Boot und hab ein Problem mit der Elektronik.

Wunsch-Funktion:

3-Wege-Schalten obere Stellung: Kran wird nach hinten gekippt bis zur Endlage

3-Wege-Schalter mittlere Stellung: Kran hält an beliebiger stelle an

3-Wege-Schalter untere Stellung: Kran wird noch vorne gekippt bis zur Endlage

Für die Endlagenabschaltung benutze ich Microschalter. Sobald eine Lage erreicht wird schaltet die Anlage automatisch aus, allerdings kann ich sie dann nicht mehr umpolen und der Servomotor (der das ganze antreibt) hat sich sozusagen selber den Strom abgeknipst. Kann mir jemand weiter helfen?

Grüße, Tom
runter kommen sie alle wieder

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bomberpilot« (26. Oktober 2010, 15:02)


2

Dienstag, 26. Oktober 2010, 16:47

RE: Endlagenabschaltung mit Motorumpolung

Hallo Tom,

löte je eine Diode über die Microschalter, so daß der Stom jeweils in der "richtigen" Richtung (d.h. weg vom Anschlag) durch den Motor fließen kann. Die Schalter müssen dafür natürlich zwischen Elektronik und Motor, und nicht etwa die ganze Elektronik ausschalten!

Grüße,

Thomas

3

Dienstag, 26. Oktober 2010, 18:56

Hallo Thomas,

danke für deine Antwort. Deinen Ratschlag hab ich gleich in die Tat umgesetzt, leider jedoch mit mäßigem Erfolg.

Fehlerbild:

1. Motor wird eingeschaltet und läuft im Uhrzeigersinn bis zum Schalter rechts.
2. Motor stoppt autmatisch.
3. Strom wird getrennt und umgepolt.
4. Motor läuft nun gegen den Uhrzeigersinn (wie gewünscht), bis zum Schalter links.
Sobald der Schalter links betätigt wird, bleibt der Motor jedoch nicht stehen, sondern läuft nur deutlich langsamer weiter.

Benutz habe ich folgende Dioden: http://www.conrad.de/ce/de/product/50222…TERDIODE-SK-112

Bist du mit dem Fehlerbild vertraut? Hab ich vieleicht einfach nur unpassende Dioden?
Die Diode hat ja ganz offensichtlich einen Effekt, aber leider zu schwach.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bomberpilot« (26. Oktober 2010, 18:58)


haschenk

RCLine User

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4

Dienstag, 26. Oktober 2010, 19:41

Hallo Thomas,

schau dir mal die Mimik im thread weiter unten (Spindel mit Servoelektronik steuern) an.
Es ist nicht dasselbe wie bei dir, aber ähnlich.
Vielleicht kann man das auf 3-Stufenschalter erweitern...
Ich hab jetzt nur gerade keine Zeit, um das durch zu überlegen.

Gruß,
Helmut

5

Dienstag, 26. Oktober 2010, 21:22

Hallo Helmut,

danke für deinen Hinweis. Hab die Schaltung gleich ausprobiert. Ich müsste deine Schaltung nur irgendwie negieren, dann hätte ich was ich will, glaube ich zumindest...
Ich spiel mich da jetzt mal rum und schreib obs geklappt hat.

Gruß Tom


Nachtrag:
Mir ist jetzt ein Weg eingefallen das ganze zu negieren. Unschön aber es funktioniert.
Gummibänder halten die Schalter jetzt permanent geschlossen, erst wenn sie geöffnet werden bleibt die Sache stehen.
Ich geh einfach mal davon aus das es auch so Schalter gibt die so funktionieren. Wahrscheinlich müsste ich sie nur ander verkabeln und mit den jetzigen Schalter würde es vieleicht auch gehn, aber ich seh grad keine andere Möglichkeit :/

Nachtrag zum Nachtrag:
Das ganze funktioniert nur bei einem Motor, da ich aber einen Servo mit 3 Adern benutze funktioniert die Anlage jetzt wieder nicht richtig. Ich überlege jetzt den Servomotor im Servogehäuse zu lassen, aber ihn komplett vom Rest der Elektronik abzulöten. Ich frag mich grad wie die ganzen Schiffsmodellbauer ihre Sonderfunktionen so scheinbar einfach zum laufen bekommen :/
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Bomberpilot« (26. Oktober 2010, 22:02)


haschenk

RCLine User

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6

Dienstag, 26. Oktober 2010, 22:56

Thomas,

ich hab dein Problem noch nicht richtig verstanden; kannst du es noch ausführlicher beschreiben ?

Ich vermute in deinem Fall:
Du willst über RC einen Kran betätigen; dazu soll ein 3-Stufen-Schalter im Sender dienen. Ein an den betr. Empfängerausgang angeschlossenes Servo würde dann (wenn der Sender das "kann") in 3 Stellungen laufen, die man im Sender programmieren kann; die Mittelstellung des Schalters wäre wahrscheinlich der Servostellung "Neutral/Mitte" (1,5 ms) zugeordnet.

Du willst aber, daß es bei Schalter in Mittelstellung dort stehen bleibt, wo es gerade ist. Bei Schalter in (jeweils) einer der Endlagen soll das Servo auch in die jeweilige Endlage laufen.
Ist das so ? Du hattest bislang ein Servo noch nicht erwähnt...

Was ist ein "Springer-Boot" ?
Wie sind deine elektronischen Kenntnisse, kannst du gfls. eine kleine Schaltung aufbauen/löten ? (Der Vorschlag zum Spindelantrieb war bewusst "elektromechanisch")


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (26. Oktober 2010, 23:01)


7

Mittwoch, 27. Oktober 2010, 08:06

Hallo Helmut,

deine Vermutung ist nicht zu 100% richtig.

Ich habe einen Servo folgendermaßen umgebaut:
Schalter oben: Servo dreht endlos im Uhrzeigersinn
Schalter mitte: Servo bleibt an beliebiger Stelle stehen
Schalter unten: Servo dreht endlos gegen den UZS

Ich möchte aber, dass der Servo bei erreichen der Endlage sicher mit einem Microschalter automatisch abgeschaltet wird und nur noch in die entgegengesetzte Richtung drehen kann, bis er dort den Schalter wiederum erreicht hat.



Ich könnte natürlich auch manuell den Servo am Sender ausschalten wenn eine Endlage erreicht ist, aber mich reizt eben die autmatische Abschaltung.

Die Abschaltung hat ja mit einem Motor, der nur einen Plus und Minuspol hat und nicht über den Sender gesteuert wird schon geklappt. Das Problem ist eigentlich wie genau die Schaltung jetzt vor, oder zwischen das Servo geschaltet werden muss, damit ich auch vom Sender aus betätigt die gewünschte Funktion erhalte.


So sehen übrigens die Springer-Boats aus: http://i49.tinypic.com/156purs.jpg
Sehr einfach zu bauendes und robustes Modell.

Meine elektrischen Kenntnisse sind eher begrenzt, aber einen einfachen Schaltplan aus Schaltern Dioden Widerständen kann ich "deuten".

Grüße, Tom
runter kommen sie alle wieder

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Bomberpilot« (27. Oktober 2010, 14:24)


8

Mittwoch, 27. Oktober 2010, 21:35

Hallo mal wieder.

Nach einigem tüfteln bin ich leider immer noch nicht zum gewünschten Ergebniss gekommen, kann jetzt aber die Fehlerquellen begrenzen.

1.Erkenntnis:
Die Schaltung eines einfachen Motors, der ohne Sender/Empfänger an eine Batterie gehängt wird funktioniert mit der Endabschaltung wie gewünscht.

2. Erkenntnis:
Sobald ich den Motor durch den Servomotor ersetze und das ganze per Funk ansteuere spielt die Sache verrückt. Das Problem ist einfach, dass ich die Microschalter nicht vor die Pole des Servomotors bekomme. Die restliche Servoelektronik macht mir hier wohl einen Strich durch die Rechnung.

Könnte ich also den Motor von der Servoelektronik isolieren und meine Endabschaltung dazwischen schließen, dann hätte ich endlich Motor, Getriebe und "Universal-Schalter" in einem Stück.

Weiss jemand zufällig ob so eine Operation möglich ist?
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Bomberpilot« (27. Oktober 2010, 21:37)


haschenk

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9

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 01:31

Hallo Thomas,

wenn du jetzt noch sagen würdest, was du am Servo umgebaut hast...

Ich vermute nochmalsw:
Anschläge entfernt, Poti irgendwie außer Eingriff gebracht oder ausgebaut; es ist aber noch mit der Elektronik verbunden.

Damit kannst du jetzt am Poti den Punkt einstellen, in dem bei Schalterstellung "Mitte" der Motor des Servos nicht läuft. Bei Schalter in den Endstellungen müsste der Motor endlos laufen; in der einen Schalterstellung z.B. rechtsrum und in der andern linksrum.
Ist das so (wie ein kleiner Motorregler für vorwärts/stop/rückwärts) ?


Das hier verstehe ich überhaupt nicht:

Zitat

....die Microschalter nicht vor die Pole des Servomotors bekomme...

??? Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte...

Und -wenns´s möglich wäre- Bilder nach den Einscannen verkleinern. Das geht mit fast jedem Bildbearbeitungsprogramm. Die Forumssoftware ist nicht sehr intelligent, man ist nur noch am hin- und herscrollen.

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (28. Oktober 2010, 01:46)


10

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 10:06

Hallo Helmut,

du hast das mit dem Servo richtig interpretiert.
Am Servo habe ich den mechanischen Anschlag entfernt und das Poti durch einen Spindeltrimmer ersetzt. Mit dem Trimmer stelle ich den Servo sauber auf den "Nullpunkt" ein und kann den Servo nun vom Sender aus wie von dir beschrieben bedienen.

Mein Problem besteht nur noch darin die Endabschaltung mit dem Servomotor so zu verlöten, dass diese die Servobewegung automatisch stoppt und der Servo an solch einem Punkt nur durch umpolen wieder in Betrieb genommen werden kann.

Ich werde im Verlauf des Tages noch ein Bild einstellen, in einer vernünftigen Auflösung.

Danke für die Antwort.
Gruß, Tom
runter kommen sie alle wieder

11

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 11:42

Hallo Thomas,

so sollte das Ganze funktionieren:

Bitte zuerst die Variante mit den Dioden mit durchgezogener Linie ausprobieren.
Wenn Du die Endschalter betätigst und der Motor läuft weiter, dann musst Du die gestrichelte Variante für die Dioden verwenden.

Gruß,
Andreas
»electronicandi« hat folgende Bilder angehängt:
  • Servo mit Endschalter.png
  • Servo mit Endschalter.png

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »electronicandi« (28. Oktober 2010, 11:43)


12

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 15:27

Hej eandi,

vielen Dank für deinen Plan, mein Bild kann ich mir damit jetzt sparen.
Hab den Plan gleich realisiert und siehe da, es funktioniert fast wie gewünscht.

Vom Prinzip hab ich jetzt genau die Schaltung die ich wollte, leider hat sich aber ein neues Problem aufgetan:
Der Servo hält den Null-Punkt nicht mehr sauber. Am Spindeltrimmer kann ich noch so rumstellen, ich finde einfach keinen Nullpunkt mehr.

Woran könnte das liegen?
Den Servomotor hab ich übrigens bereits entsört, dass ändert leider nichts an der Problematik.
Gibt es eine Möglichkeit / Bauteil um den Nullpunkt künstlich zu vergrößern?

Gruß, Tom
runter kommen sie alle wieder

13

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 17:31

Welcher IC sitz auf der Servo-Elektronik?

Gruß,
Andreas

haschenk

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14

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 18:19

Hallo Tom,

jetzt ist (fast) klar, was dein Problem ist.

Zitat

Gibt es eine Möglichkeit / Bauteil um den Nullpunkt künstlich zu vergrößern?


Jein...
Bei jedem "Analog"-Servo gibt´s eine Stelle (ein Bauteil), an der man die Totzone beeinflussen kann. Dazu muss man das IC (es gibt etwa ein halbes Dutzend Typen dafür) im Servoverstärker kennen und dann eine entsprechende Änderung vornehmen. Darauf zielt die Frage von Andreas ab. Dabei hast du aber eine gute Chance, den Servoverstärker kaputtzumachen...
An ein programmierbares Digitalservo wage ich in dieser Anwendung nicht zu denken.

Kannst du mal versuchsweise anstelle des Spindelpotis ein "offenes" Poti (5 kOhm) verwenden, bei dem du eindeutig siehst, wo der Schleifer steht ? Es MUSS eine eine Potistellung geben, in welcher der Motor stillsteht. Aber die kann "spitzig" sein, ganz langsam durchdrehen...

Falls du ein zusätzliches Servo (was ganz billiges genügt) spendieren kannst, gäbe es auch eine einfache "elektromechanische" Lösung; Zusatzservo+Nockenscheibe+Mikroschalter.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (28. Oktober 2010, 18:23)


15

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 20:02

Hallo ihr zwei,

könnt ihr mir auch noch sagen wie ich diese IC identifizieren kann? Reicht es hier wenn ich Marke und Modell des Servos kenne?

Helmut du hast natürlich recht, es gibt auch eine Trimmerposition an der das Servo still steht, aber die ändert sich laufend durch Erwämung oä und der Trimmer konnte dies vor dem Anschluss der Schalter ausbügeln. Ich werde es aber noch mal mit einem Poti probieren.

Deine "Notlösung" wäre natürlich auch im Bereich des möglichen und wohl die günstigste Alternative. Mein Ziel war es aber eigentlich Schalter+Motor+Getriebe+Abschaltung ein einem "Baustein" zu haben.

Dank an euch,
Tom
runter kommen sie alle wieder

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bomberpilot« (28. Oktober 2010, 20:03)


haschenk

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16

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 22:00

Hallo Tom,

Zitat

Reicht es hier wenn ich Marke und Modell des Servos kenne?

Mir würde es nicht reichen; aber vielleicht kennt sich da Andreas besser aus. Bezeichnung/Typ des ICs ist aufgedruckt...

Zitat

...aber die ändert sich laufend durch Erwämung oä und der Trimmer konnte dies vor dem Anschluss der Schalter ausbügeln....

Das kann nicht sein, und da darf auch nichts warm werden; da würde sich ja im Originalzustand der Nullpunkt des Servos ständig ändern. Trimmer/Poti und deine Mikroschalter haben elektrisch nichts miteinander zu tun. Vielleicht hast du einen Schaltfehler drin oder der Spindeltrimmer liegt im Widerstandswert total daneben.
Daß die Neutrallage bereits im Sender driftet, ist unwahrscheinlich.

Bilder von deinem Versuchsaufbau und vom Servoverstärker wären hilfreich...

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (28. Oktober 2010, 22:10)


17

Freitag, 29. Oktober 2010, 13:23

Hallo zusammen,

bei den Servos (ich habe 2 verschiedene getestet) handelt es sich um folgende:
- acoms IC Servo AS-12
- Sanwa 1301

Als Spindeltrimmer habe ich ein 5kOhm Bauteil gewählt, dass kommt dem ursprünglichen Poti angeblich am nähesten. Damit ihr mal ungefähr eine Vorstellung habt wie das bei mir im Moment aussieht habe ich Bilder geschossen:

http://img594.imageshack.us/i/imgp3763.jpg/
http://img529.imageshack.us/i/imgp3761.jpg/

Die zwei roten und zwei schwarzen Kabel, die aus dem Servogehäuse kommen, sind die Verbindungen zwischen Servomotor und der Servoelektronik. Die Leitungen auf der Platine wurden durchtrennt und somit überbrückt und mit der Endabschaltung ergänzt.

Hier noch die Bilder vom Innenleben. An einem Servo kann man die IC leider nicht identifizieren:
http://img696.imageshack.us/i/imgp3765.jpg/
http://img834.imageshack.us/i/imgp3767.jpg/

Gruß,Tom
runter kommen sie alle wieder

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Bomberpilot« (29. Oktober 2010, 14:12)


18

Freitag, 29. Oktober 2010, 15:45

Servus,

es gäbe da noch einen anderen Lösungsansatz, der genaues Justieren der Mittelstellung überflüssig macht und obendrein sogar ohne mechanische Endschalter auskommt!
Wir haben das mal als Steuerung für eine Winde in den Hubschrauber eines Vereinskollegen eingebaut. Der hatte die Winde auch per Servoelektronik und -Motor aufgebaut. Für eine automatische Abschaltung wurde dort ein Microcontroller vor die Servoelektronik geschaltet, der einfach die Impulse bei Überschreitung eines gewissen Motorstroms gesperrt hat. Außerdem wurden von vornherein keine Impulse in der Schalter-Mittelstellung weitergegeben.
Nach Abschaltung durch Überstrom (= mech. Anschlag) muss der Geber erst in Mittelstellung gebracht werden, um die Winde (bzw. hier den Kran) wieder anfahren zu können.

Als Microcontroller hatte ich damals einen ohne A/D-Wandler benutzt (PIC12F508?), und einen Transistor und ein paar Widerstände, um die Überstrom-Bedingung in einen Logik-Pegel zu verwandeln, also etwa 2-3 Euro Bauteile-Kosten. Bei einem Neu-Design würde man wohl eher auf einen Controller mit A/D-Wandler zurückgreifen.

Grüße,

Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ottili« (29. Oktober 2010, 15:47)


haschenk

RCLine User

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19

Samstag, 30. Oktober 2010, 07:48

Hallo Tom,

ich kann zum Servoverstärker bzw. IC nicht viel sagen. ACOMS hatte immer firmenspezifische ICs in verschiedenen Varianten (1 oder 2 Gehäuse); dazu gibt´s mW keine öffentlichen Datenblätter. Dein Aufbau ist interessant...

Versuch´s nochmal systematisch und stufenweise. Zuerst musst du das Servo bei Neutral-Signal "ruhigstellen". Das geht, ist aber wie schon gesagt am Poti "spitzig" einzustellen; es gibt prakt. nur einen Punkt, an dem es ganz stillsteht. Du musst das SEHR genau einstellen, am besten das Servo an´s Ohr halten und Poti verstellen, bis du keinerlei Knacken oder Brummen mehr hörst. Danach hier nichts mehr verstellen, nur noch mit den Endschaltern experimentieren.

Ich hab in meiner "Asservatensammlung" noch ein paar ACOMS- und Noname-Servos, die ich dir schenke, falls du Interesse hast. Die sind alle min. 15 Jahre alt, aber fabrikneu, und funktionieren alle (waren mal "free samples"). Für Schiffchen oder Bastelarbeiten tun´s die noch lange.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (30. Oktober 2010, 07:48)


20

Samstag, 30. Oktober 2010, 10:03

Hallo Thomas, Hallo Helmut,

danke für eure Antworten.
Das mit dem Nullpunkt finden braucht wohl wirklich viel Fingerspitzengefühl und etwas Glück. Der Bereich in dem der Nullpunkt liegt wird wirklich sehr klein sobald die Abschaltung angeschlossen wird, aber es klappt schon besser.

Zustäzlich werde ich noch mal die Abschaltung durch Helmuts Vorschlag aus diesem Beitrag ausprobieren.
http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…did=294016&sid=
Hier müssen zwar die Schalter an den Kran, aber die Dioden fallen weg und vieleicht wird es dnan leichter den 0-Punkt zu finden.

Der Ansatz von Thomas klingt auch hoch interessant, allerdings werd ich erst mal die einzelnen Bauteile googeln müssen bevor ich in der Richtung etwas unternehmen kann.

Helmut dein Angebot mit den Servos würde mich natürlich interessieren. Am besten ich sende dir eine PN.

Grüße, Tom

Nachtrag: Ich werde jetzt erst mal den Kranausleger aufs Schiff montieren und dann schauen wie die Schaltungen im Schiff untergebracht werden können. Bilder folgen noch, aber dauert etwas.
runter kommen sie alle wieder

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bomberpilot« (30. Oktober 2010, 10:05)