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1

Mittwoch, 7. Januar 2004, 10:41

Schalterproblem

Hi
Mit meinem logischen Denken bin ich mittlerweile an meine Grenzen gekommen,
wenn diese Schaltung so überhaupt realisierbar ist.

Problem:
ich habe einen (ich glaube man nennt es ein-poligen) Schalter,
welcher 3 Kontakte hat (links=geschaltet, rechts=geschaltet, mitte=aus).

Daran möchte ich eine LED (mit Vorwiderstand natürlich) und einen Motor anschließen.

Und zwar soll es so funktionieren:
Schalterst. links=nur LED soll leuchten / Mittelstellung=alles aus / Schalterst. rechts=LED+Motor sollen laufen.

Alles von einer Stromquelle angetrieben.

Ist das irgendwie realisierbar.
Mit einem 2-poligen Schalter sicher kein Problem - aber den habe ich leider nicht.


Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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2

Mittwoch, 7. Januar 2004, 10:55

Ja, denke schon daß das geht.

Allerdings fällt mir spontan nur eine Methode ein:

Mit Plus an den mittleren Kontakt des Schalters (den der mal zum einen und dann zum anderen verbunden wird, ist nicht immer mechanisch betrachtet in der Mitte angeordnet, z.b. bei vielen Microschaltern)
An einen Pin den Motor, an den anderen die LED mit Vorwiderstand.

So würde einmal die Led, das andere mal der Motor Strom bekommen.

Damit nun auch noch die Led Strom bekommt wenn der Motor eingeschaltet ist lötest du am einfachsten eine Diode zwischen die Pins an denen Motor und LED angeschlossen sind, so gepolt daß Strom richtung Diode fließen kann.

Kann passieren daß die LED bei eingeschaltenem Motor ein wenig dunkler leuchtet als ohne Motor da an der LED+Vorwiderstand um 0,3-0,7 Volt(je nach verwendeter Diode) weniger anliegen als ohne Motor. Sollte das stören kannst du eine 2. Diode einsetzen. Diode in Durchlassrichtung an den Kontakt an dem die LED hängt anlöten, dann LED und Vorwiderstand dazu in Serie. Die 1. Diode wird nun mit einem Haxerl wieder beim Motorschaltkontakt, mit der anderen Seite (die mit dem Strich) zwischen der 2.Diode und der LED angeschlossen.
Vorwiderstand musst du dann evt. etwas verringern wenn die LED nicht mehr hell genug leuchtet.

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (7. Januar 2004, 11:08)


3

Mittwoch, 7. Januar 2004, 11:30

Torsten,
ich hab dir mal aufgemalt was Paul meint.
»Thomas_R.« hat folgendes Bild angehängt:
  • schalter.jpg
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


4

Mittwoch, 7. Januar 2004, 11:51

Hi
Danke für Eure schnelle Hilfe - super :ok:

Die ganze Sache wird mit einem 18V Netzteil betrieben.
Was für Dioden benötige ich dafür und wie errechnet man das ?

Gruß

Edit:
Boooaaaaaah - gibt das viele unterschiedliche Dioden.
Die Bezeichnungen gehen von 1,5KE 100A, über 1N 4001 und BY 254 bis ......
und Z-Diode (was ist das ?) !

Ich kann mit diesen Bezeichnungen nix anfangen - was brauche ich !?
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »__XX« (7. Januar 2004, 14:42)


Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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5

Mittwoch, 7. Januar 2004, 16:17

Hallo,

irgendwas mit "1N" (=Silizium Diode)vorne und etwa 100mA Belastbarkeit tuts.
Die häufigste und billigste in der Klasse ist die 1N4148, glaub ich, Universaldiode, kostet 4-5 Cent.

:w Paul

@Thomas, danke, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte :ok:
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C.Schumacher

RCLine Neu User

Wohnort: Südhessen

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6

Mittwoch, 7. Januar 2004, 16:24

Es müsste eigendlich die 1N4148 reichen oder die 1N4001 müste auch gehen.

gruß Schumi :ok:

anziwi

RCLine User

Wohnort: D-65xxx Wiesbaden

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7

Donnerstag, 8. Januar 2004, 00:20

Und dann brauchst Du noch einen Vorwiderstand von 1K (rote Standard-LED) oder 10 k (Low Current LED)

Genau berechnet wird es nach:

(Betriebsspannung - LED Duchlassspannung ) : LED Strom = Vorwiderstand

Die LED Durchlasspannung ist abhängig von der Farbe:
Rot: ca. 1,65 V
gelb: ca. 2,1 V
grün: ca. 2,7 V

Der LED Stom beträgt bei einer Standard LED ca. 15 mA bei einer Low Current LED ca 1,5 mA.

Beispiel: (18 V - 1,65V) : 0,015 A = 1090 Ohm
CU Andreas :w

(Best viewed with open eyes and a human brain ver. 1.0 or above).

8

Donnerstag, 8. Januar 2004, 07:13

Klasse - Danke für Eure Hilfe.

Das mit den LED bekomme ich hin (sind superhelle, weiße LED = 4 Volt),
nur die Dioden geben mir ein Rätsel auf.

Ich verstehe ja wo sich die Durchlassrichtung befindet, aber wie kann ich den
erforderlichen Wert errechnen und wie erkenne ich dann die Richtige Diode
(Kennzeichnung, Farbcodierung, ... ?).
Was sagen die Buchstaben u. Zahlen auf der Diode aus ?
Kann man mit einem Multimeter "Diodenwerte" messen ?

Fragen über Fragen - ich hoffe, Ihr verzweifelt nicht an meiner Dummheit. ;)

Gruß

Edit:
Ich habe noch einige alte Platinen, auf denen sich Dioden befinden.
Kann ich da irgendwie messen, welche die Richtige für mich ist ?

Hüüüüüüüüüüülllllffffääääääääääääää !!!
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »__XX« (8. Januar 2004, 07:15)


Hermann-Josef

RCLine User

Wohnort: NRW Wuelfrath

Beruf: Techniker

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9

Donnerstag, 8. Januar 2004, 11:46

Achtung!! Beim Abschalten des Motors kann eine Gegen Elektro Magnetische Kraft aufgebaut werden welche die LED unter Umstaenden zerstoert
Hermann-Josef

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Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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10

Donnerstag, 8. Januar 2004, 11:48

So kompliziert ist das nicht wie du vermutest :D

Bei der Diode brauchst du in dem Fall gar nichts berechnen, man muß nur darauf achten daß Betriebsstrom u. Spannung unter den für einen bestimmten Typ spezifizierten Grenzen bleibt . Die Zahlen sind nur Bezeichnungen für verschiedene Typen, die auf verschiedene Ströme und (Sperr)Spannungen ausgelegt sind.

Eine 1N4148 ist bis zu Spannungen von 100 V und Strömen bis 100mA geeignet, eine 1N4001 hält sogar 1A aus, aber nur 50V, die 1N4007 ebenfalls 1V aber 1000V.

Einzig darauf achten daß du das Ding nicht überforderst.

Die entsprechenden Daten findest du in jedem Katalog, oder einfach die Type bei Google eingeben.

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

11

Donnerstag, 8. Januar 2004, 11:51

Hi..

normalerweise wird die Klemmenspannung an dem Motor beim Abschalten die Betriebsspannung nicht überschreiten, die LEDs/Dioden etc. sind also nicht wirklich gefährdet. lediglich die LED wird schwach weiterbrennen, bis der Motor stehengeblieben ist.

Als Diode sollte die nullachtfuffzehn- 1N4148 reichen, da muss ja nur der LED-Strom durch.
Kostenpunkt einstelliger Cent-Bereich (früher mal 5 Pfennig).

mfg
andi

12

Donnerstag, 8. Januar 2004, 12:27

Danke, danke, danke - für Eure Antworten.

Gibt es irgendwo im Netz eine Seite, wo die verschiedenen Diodentypen aufgelistet sind ?

Ich habe mal bei Reichelt nachgesehen - nur leider werden Dort nur die Bezeichnungen
und sonst nichts angegeben.

Wie kann ich den Wert bestimmen, wenn die Diode nur einen Farbring hat
(in diesem Fall durchsichtiges Gehäuse, kupferfarbender Bereich und hellblauer Ring) ?
Kann man das messen (Multimeter?) ?
Wie kann ich an einer fertigen Platine erkennen um welchen Wert es sich handelt ?
Bei Widerständen ist das ja kein Problem (Farbringe) aber bei Dioden ?
Auf einer Diode steht z.B. 4 B (schwarzes, rundes Gehäuse mit Silberring an einer Seite) !
Wie ich schon geschrieben habe, liegen hier noch einige Platinen rum,
von denen ich gerne die Dioden auslöten und somit nutzen würde ?!

Das Problem bei den Versendern ist, daß die einen Mindestbestellwert fordern,
den ich mit meinen paar Bauteilen NIE vollkriegen würde.

Gibt es irgendwo noch Rettung für Jemanden wie mich ? :D

Ach ja - bitte nicht verzweifeln - ich mache das ja nicht absichtlich !

Gruß

Edit:
Habe mal eben einige Dioden mit dem Multimeter gemessen (Schalterstellung
des Multimeters auf "Diode".
Das ging von 223 über 715 bis 908 ! Was bedeutet das ?
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »__XX« (8. Januar 2004, 12:36)


Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

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13

Donnerstag, 8. Januar 2004, 12:35

Servus Torsten,

probiers einfach aus! Die Dioden auf Deinen Platinen dürften alle gehen, wenn
nicht, dann nimmst halt eine andere.

Das einzige, auf das Du aufpassen mußt, ist die richtige Polarität. Der Minuspol
(Kathode) ist mit einem Ring gekennzeichnet. Auf dem obigen Schaltplan
ist das das Ende der Diode, wo der Querstrich ist (das Diodensymbol gibt die
Durchlaßrichtung von Plus nach Minus an).

LG
Albert Öttl
Wien

14

Donnerstag, 8. Januar 2004, 12:36

Zitat

Gibt es irgendwo im Netz eine Seite, wo die verschiedenen Diodentypen aufgelistet sind ?

Nein. Nur als Datenblaetter bei den jeweiligen Herstellern.

Zitat

Wie kann ich den Wert bestimmen, wenn die Diode nur einen Farbring hat

Das wird der Ring sein der die Durchlassrichtung kennzeichnet.

Zitat

Wie kann ich an einer fertigen Platine erkennen um welchen Wert es sich handelt ?

Gar nicht, wenn nichts draufsteht.

Probiers doch einfach mal aus. Kannst ja eigentlich nichts kaputtmachen. Bau das Ganze erstmal ohne Motor auf. Also nur Diode, Vorwiderstand und LED.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


15

Donnerstag, 8. Januar 2004, 12:58

Danke für die Antworten ! :ok:

Na dann werde ich´s mal probieren (morgen) und berichten.
Bei so guter Unterstützung bin ich sehr zuversichtlich, daß es klappt !

Datenblätter zu den Dioden gefunden.

Wie erkennt denn ein "Elektronik-Profi" die Richtige ?
Kann man etwas aus der Bezeichnung ableiten ?

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »__XX« (8. Januar 2004, 13:04)


16

Donnerstag, 8. Januar 2004, 15:15

Servus Leute!

Zitat

Original von schwobaseggl
normalerweise wird die Klemmenspannung an dem Motor beim Abschalten die Betriebsspannung nicht überschreiten, die LEDs/Dioden etc. sind also nicht wirklich gefährdet. lediglich die LED wird schwach weiterbrennen, bis der Motor stehengeblieben ist.


Vorsicht! Das ist zwar richtig für die Spannung, die der Motor als Generator erzeugt, wenn er nach dem abschalten weiterdreht,
ABER: die Wicklung des Motors stellt eine Induktivität dar, die beim Abschalten - anschaulich ausgedrückt - das Bestreben hat, den Strom einen Moment weiterfließen zu lassen. Sie "wiedersetzt" sich also schlagartigen Stromänderungen (z.B. beim Öffnen des Schalterkontakts) durch die Induktion einer Gegenspannung (Polarität entgegen der ursprünglich angelegten Spannung), die erhebliche Werte annehmen und dadurch die Diode sehr wohl zerstören kann! Dafür haben ja die Motorsteller auch die "Freilaufdiode".
Die Auswirkung bzw. einen Eindruck von der induzierten Spannung sieht man, wenn man den Motor über einen offen sichtbaren Kontakt abschaltet: Beim Trennen des Kontaktes funkt's gewaltig! Abhilfe schafft hier ggf. eine Freilaufdiode am Motor.

Zur Dimensionierung:
Die Freilaufdiode muß den vollen Motorstrom leiten können, das braucht sie aber nur als kurzzeitigen Impuls, nicht als Dauerlast, aushalten zu können. Der Spitzenstrom ist meist auch im Datenblatt angegeben. Im Allgemeinen können die Dioden ein Vielfaches ihrer Dauerlast als Impulsstrom ab, so daß für kleinere Motoren (bis 400er o.ä.) sicher eine einfache 1N4001 als Freilaufdiode reicht.

Gruß,

Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ottili« (8. Januar 2004, 15:28)


17

Donnerstag, 8. Januar 2004, 16:04

Thomas,
erstmal :heart:lich willkommen im Forum.

Du hast ja so recht. :ok:

Deshalb hier der Plan fuer Torsten nochmal aktualisiert.
»Thomas_R.« hat folgendes Bild angehängt:
  • schalter2.jpg
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


18

Freitag, 9. Januar 2004, 07:29

Hi
Herzlichen Dank für Eure tolle Unterstützung.

Ich habe zwar kein Wort von dem verstanden, was Thomas (Elger) meint,
aber es hört sich spannend an :D

Is´ aber nich´ so schlimm - ich werd´s so bauen, wie auf der Zeichnung.

Nochmals danke !

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

19

Freitag, 9. Januar 2004, 10:28

:D

Thomas Elger meint, Du sollst auf keinen Fall auf die Diode "D3" in der Zeichnung verzichten

Gruß
Mike

20

Freitag, 9. Januar 2004, 11:55

Ah - ha !
Danke für die Aufklärung !

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]