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1

Montag, 12. Januar 2004, 17:51

Einschaltverzögerung

Hi
Ich habe folgendes Problem:

Ich habe einen Motor, eine superhelle LED, einen Schalter und ein 18,6V Netzteil.

Jetzt soll es so funktionieren, daß bei Schalterstellung VORN NUR die LED leuchtet,
bei Schaltermittelstellung alles aus ist und bei Schalterstellung HINTEN sollen
sowohl der Motor als auch die LED leuchten.

Funktioniert aber nur bedingt.
Ich habe der LED selbstverständlich einen Vorwiderstand verpaßt.

Schalte ich nun nach VORN, leuchtet die LED.
Schalte ich in Mittelstellung, ist alles aus.
Schalte ich nach HINTEN - läuft nur der Motor und die LED ist danach nicht
mehr in VORDERER Stellung zum leuchten zu überreden.

Schalte ich aber den Schalter nach HINTEN, während die LED abgeklemmt ist,
läuft der Motor. Klemme ich nun in dieser Stellung die LED an, so leuchtet diese wieder.

Anfangs dachte ich, die LED sei kaputt - dem ist aber nicht so.
Woran liegt das.
Bekommt die LED beim zuschalten des Motors kurzfristig zuviel Strom ?

Würde eine Einschaltverzögerung etwas bringen und wenn ja - wie muß diese aussehen ?


Gibt es Hoffnung auf eine Problemlösung ?

Die LED benötigt 4V und hat 30 mA.
Als Vorwiderstand würde ja ein 490er Widerstand reichen - hatte ich aber nicht.
Sondern nur einen 390er und einen 430er in Reihe.

Das Komische ist einfach, daß es funktioniert, wenn der Schalter bereits umgelegt ist
und man dann die LED anklemmt.
Genauso komisch, daß die LED in VORDERER Stellung ohne Probleme aus der Nullstellung
leuchtet (soll sie ja auch - aber warum nicht beim Umlegen nach HINTEN ?) !

Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee !

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

2

Montag, 12. Januar 2004, 21:09

"Kaina" ´ne Idee ?


Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Busta

RCLine User

Wohnort: Wolfsburg

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3

Montag, 12. Januar 2004, 21:16

Ich glaub man versteht nicht richtig was du meinst. Hatte es doppelt gelesen und nich verstanden ;)

Ausserdem klingt es irgendwie unrealistisch.. Hast du da irgendwo einen Kondensator drin?

4

Dienstag, 13. Januar 2004, 00:00

Ist auch etwas schwer verstaendlich wenn man den Ausgangsfred nicht kennt:
http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…adid=46146&sid=

@Torsten, bitte bleib doch bei einem Thread. Bringt nix wenn du was neues aufmachst. Da fehlt dann einfach der Zusammenhang.

Eigentlich unmoeglich was du beschreibst. Mir faellt da auch nichts zu ein.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


anziwi

RCLine User

Wohnort: D-65xxx Wiesbaden

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5

Dienstag, 13. Januar 2004, 01:18

Ich denke dein Vorwiderstand für die LED ist zu groß.

Du hast ja richtig ausgerechnet, dass du bei 18,6V einen 490 Ohm Widerstand brauchst:
(18,6 V - 4V) / 0.03 A = 486 Ohm
Du nimmst aber 390 und 430 in Reihe = 820 Ohm

Außerdem entsteht an den Dioden D1 und D2 zusätzlich ein Spannungsabfall von 0,7 V
Die Rechnung muss also lauten : (18,6 V - 0,7 V - 4 V) / 0.03 A = 463 Ohm

Probiers mal mit nur dem 430 Ohm Widerstand. Wenn der Motor läuft hat er natürlich auch einen Spannungabfall. D.h. über D2 in der Stellung HINTEN kommen bei der LED keine 17,9 V sondern (je nach Motor) viellicht nur 17,5 V an. Über deinen Vorwiderstand fällt dann zuviel Spannung ab und die LED erreicht nicht mehr die benötigte Durchbruchsspannung bei der sie anfängt zu leuchten.
CU Andreas :w

(Best viewed with open eyes and a human brain ver. 1.0 or above).

6

Dienstag, 13. Januar 2004, 02:00

RE: Einschaltverzögerung

Hallo Torsten,

das Verhalten Deiner Schaltung finde ich auch extrem mysteriös... ???
Hast Du vielleicht ein Voltmeter, mit dem man evtl. mal ein paar Spannungen nachmessen kann?
An der Größe des LED-Vorwiderstands kann es eigentlich nicht liegen. Selbst wenn der viel zu groß wäre, würde die LED wenigstens noch ein wenig glimmen. Am LED-Vorwiderstand kann nur dann Spannung abfallen, wenn Strom durchfließt, und wenn Strom durch die LED fließt, muß sie auch leuchten! Damit die LED aus Mangel an Spannung überhaupt nicht leuchtet, müßte die Netzteilspannung schon unter 3-4V zusammenbrechen!

Ich tendiere eigentlich eher zu der Annahme, daß das Problem eine ganz banale Ursache hat, wie z.B. einen Wackelkontakt o.ä., der nur zufällig den beschriebenen Effekt vorgetäuscht hat.

Gruß,

Thomas

7

Dienstag, 13. Januar 2004, 08:06

Hi
MYSTERIÖS - das trifft es 100 %ig.

Als ich die "Schaltung" (eher Verkabelung) anfangs getestet hatte,
haute ich gleich 5 LED durch - dachte ich !

Ich bestellte Neue (hatte mich tierisch darüber geärgert, weil es superhelle LED waren
und diese nicht ganz billig sind).

Auch dabei verabschiedeten sich zwei.

Ich hatte gerechnet und überlegt, gerechnet und überlegt - nichts.

Dann habe ich die "defekten" LED nochmals ausprobiert und siehe da - alle O.K. !
Obwohl sie nach dem Testen auch Minuten später nicht zum leuchten zu überreden waren.

Das Seltsame ist einfach, daß alles funktioniert (inkl. Dioden und Widerstände),
wenn der Schalter schon umgelegt ist und man dann die LED anklemmt.
Sie leuchtet etwas geringer, aber wirklich nur geringfügig.
Versuche ich aber zu schalten, während die LED angeklemmt ist, leuchtet sie
nur kurz bis gar nicht auf und ist auch Minuten später nicht mehr zum Leuchten zu bringen.

Alles seltwürdig merksam ! Z.Zt funktioniert die LED mal wieder nicht.
Irgendwie werde ich das noch hinbekommen.

Trotzdessen - Danke für Eure Hilfe und sorry für den 2 Thread.

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

8

Dienstag, 13. Januar 2004, 11:43

dann schau Dir mal den Schalter genau an. Denn bestimmte Schalter brauchen einen Mindeststrom, um sich die Kontakte freizubrennen, die öfters mal auch oxidieren können. Beim An- bzw. Abschalten könnt ich mir vorstellen, dass auf der üblichen Wippe am Auflagepukt noch etwas nachoxidieren könnte. Diese Ströme liegen bei mehreren Milliampere bei dicken Schaltern.


Der Vorwiderstand mit 820 Ohm ist auch nicht so schlecht, brennt halt die LED nur mit halber Lichtstärke, aber auch mit Diodenspannungen sinds noch 16 mA, gute Kontakte vorausgesetzt.

Da die LED bei zugeschaltetem Motor nicht leuchtet, muss wohl D2 einen Schuss weghaben oder falsch eingebaut sein.

9

Dienstag, 13. Januar 2004, 12:10

Danke Stefan.

Zitat

Original von e-beaver
Da die LED bei zugeschaltetem Motor nicht leuchtet, muss wohl D2 einen Schuss weghaben oder falsch eingebaut sein.


Das wollte ich durch den neuen Thread vermeiden.
Ich habe nur EINE Diode verbaut - auch richtig herum.
Also NICHT exakt die Schaltung wie aus dem 1. Thread.

Die LED leuchtet ja bei zugeschaltetem Motor.
Nur muß der Schalter schon in der richtigen Position stehen und man darf dann erst
die LED anklemmen - dann funktionierts.

Ich vermute auch langsam, daß es der Schalter ist.

Vielleicht bekommt die LED (wie ich Eingangs schon erwähnt habe) durch das
Umschalten kurzfristig eine zu hohe Spannung.
daher war auch meine Frage nach der Einschaltverzögerung.

Auch wenn es nichts hilft - kann mir Jemand eine einfache Möglichkeit nennen,
wie ich eine Einschaltverzögerung realisieren könnte ?

Ich danke Euch nochmals für die viele Mühe und die Tipps - Danke.

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Hermann-Josef

RCLine User

Wohnort: NRW Wuelfrath

Beruf: Techniker

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10

Dienstag, 13. Januar 2004, 15:39

Bau mal die Schaltung mit der zweiten Diode und der Freilaufdiode.
Gruss
Hermann-Josef

My Homepage

11

Dienstag, 13. Januar 2004, 16:25

Wenn die Freilaufdiode fehlt, ist halbwegs erklärbar, daß beim Schalten was kaputtgeht (LED oder Diode), daß sich die Teile aber nachher selbst reparieren, grenzt schon an's Übersinnliche! 8( ???

Würd' zu gern wissen, was dahinter steckt...

12

Dienstag, 13. Januar 2004, 16:58

also mit Überspannung hab ich schon grüne LEDs zum rötlich-gelben Leuchten bekommen, aber halt auch nur einmal (letztendlich war der Draht in der LED durchgebrannt).

Ich empfehl trotzdem die Schaltung mit den 3 Dioden, damit das, was Du vorhast, auch richtig funktioniert. (ich geh mal davon aus, dass Du derzeit eine Diode von der Motorstellung zur LED mit Vorwiderstand führst)

zum Schalter prüfen: Überbrück doch einfach die Schalterstellung mit einem Schraubendreher / Kabel, dann siehst Du, obs im Schalter ein Problem gibt...

13

Dienstag, 13. Januar 2004, 19:01

Zitat

Original von e-beaver
(ich geh mal davon aus, dass Du derzeit eine Diode von der Motorstellung zur LED mit Vorwiderstand führst)


Jupp - genau so ist es !

Nur wo liegt der Unterschied zur Schaltung aus dem 1. Thread ?

Wie ich nochmals betonen kann - wenn die LED angeklemmt wird, wenn der Schalter
schon umgelegt ist, dann funktioniert es.

Könnt Ihr mir erklären, was die andere Schaltung mir für Vorteile bringt ?

Ich weiß - ich bin ein schwieriger Fall - ich hoffe Ihr verzweifelt nicht an mir ;( !?

@Thomas
Ich verstehe es auch nicht - wenn ich kurz nachdem die LED "durchgebrannt" ist
versuche sie erneut zum leuchten zu bringen - tut sich gar nichts.
Versuche ich es später nochmals - geht "SIE" wieder.

Alles recht komisch !

Wenn Ihr mir eine plausibele Erklärung für die restlichen Dioden geben könntet
(wenn Ihr es bei diesem schweren Fall evtl. nochmals versuchen würdet),
würde ich die Schaltung mit den restlichen Dioden nochmals ausprobieren.

Nicht daß Ihr es falsch versteht - ich bin SOOOOOO DANKBAR über Eure Hilfe.

Gruß

Edit:
Äääämh - könnte mir trotzdem Jemand mal erklären, wie ich eine EINFACHE
Einschaltverzögerung realisieren könnte ? Nicht unbedingt für DIESEN FALL,
aber bei diesen Werten.
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »__XX« (13. Januar 2004, 19:04)


14

Dienstag, 13. Januar 2004, 21:40

D2: sorgt dafuer, das die LED auch Strom kriegt wenn der Motor an ist
D1: sorgt dafuer, das die Helligkeit nahezu gleich ist, egal ob der Motor an ist oder nicht
D3: sorgt dafuer, da ein Gegenstrom den der Motor liefert wenn er abgeschaltet wird (funktioniert ja dann wie ein Generator) nicht durch die LED schiesst.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


15

Mittwoch, 14. Januar 2004, 02:25

Zitat

Äääämh - könnte mir trotzdem Jemand mal erklären, wie ich eine EINFACHE
Einschaltverzögerung realisieren könnte ? Nicht unbedingt für DIESEN FALL,
aber bei diesen Werten.


Die simpelste Einschaltverzögerung wäre hier wohl einfach ein Kondensator parallel zur LED. Dann muß dieser nach dem Einschalten erstmal aufgeladen werden, bevor die LED leuchtet. Und noch einen Widerstand parallel zum Kondensator, damit sich dieser nach dem Ausschalten auch wieder vollständig entlädt. Der Wert ist nicht kritisch, so 1..10 kOhm.

Die Formel für die Kapazität ist C = (I * t)/U.
Nehmen wir an, die LED beginnt bei 3V zu leuchten und durch Deinen Vorwiderstand fließen ungefähr 50 mA, und Du willst 10 ms verzögern, dann ist

C = (0,05 A * 0,01 s) / 3 V = 1,67E-4 F = 167 µF.

Nimmst Du also einen 100µF oder 220 µF Elko, je nachdem, ob Du lieber mehr oder weniger Verzögerung haben willst...

Gruß,

Thomas

Hermann-Josef

RCLine User

Wohnort: NRW Wuelfrath

Beruf: Techniker

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16

Mittwoch, 14. Januar 2004, 08:21

Zitat:
Wie ich nochmals betonen kann - wenn die LED angeklemmt wird, wenn der Schalter
schon umgelegt ist, dann funktioniert es.

Könnt Ihr mir erklären, was die andere Schaltung mir für Vorteile bringt ?
----

@ Thorsten K
Beim Einschalten des Motors (Induktivitaet) entsteht Gegen EMK genauso wie beim Auschalten.

Gruss
Hermann-Josef

My Homepage

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Hermann-Josef« (14. Januar 2004, 08:24)


17

Mittwoch, 14. Januar 2004, 13:00

eine LED ist, wie jede Diode, ein Element mit Durchlass und Sperrichtung. Die gilts natürlich beim Anklemmen und Testen zu beachten ;-)

Kannst Du, wenn Du den Motor am laufen hast, die LED angegklemmt ist und leuchtet, den Schalter aus und wieder an machen? (oder von einer freundlichen Person machen lassen, falls Du die Hände für das anklemmen der LED brauchts)?
Tuts dann?

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Mittwoch, 14. Januar 2004, 16:48

Hi

Zitat

Original von e-beaver
Kannst Du, wenn Du den Motor am laufen hast, die LED angegklemmt ist und leuchtet, den Schalter aus und wieder an machen? Tuts dann?


Leider nicht.
Wenn ich sie während der Motor läuft anklemme, leuchtet sie.
Schalte ich dann aus und wieder ein geht sie nicht mehr - nur der Motor.

Alles recht seltsam.

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

19

Mittwoch, 14. Januar 2004, 17:38

Wie man sich doch an einer eigentlich völlig simplen und überschaubaren Schaltung die Zähne ausbeißen kann! Ich find's jedenfall schon sehr spannend ;)

Mich würde wirklich mal interessieren, was ein Voltmeter an der LED bzw. am LED-Vorwiderstand anzeigt, wenn sie eigentlich leuchten müßte.
Gibt es bei Leuchtdioden vielleicht einen "Latch-up" Effekt, wie bei ICs? Dieser Effekt tritt bei ICs durch Überspannung an den Pins auf, die dann dazu führt, daß sich gewisse Halbleiterstukturen wie gezündete Thyristoren verhalten und die Versorgungsspannung kurzschließen. Der Kurzschluß bleibt bestehen, bis die Spannungsversorgung entfernt wird oder das IC durchbrennt. Irgendwie hört sich der Effekt schon nach sowas an! Oder steckt in Deinen LEDs am Ende irgendeine Form von Intelligenz (Microcontroller, Außerirdische, Gremlins... :evil: )

Gruß,

Thomas

Busta

RCLine User

Wohnort: Wolfsburg

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20

Mittwoch, 14. Januar 2004, 20:26

Kannst du nicht mal genau den Schaltplan posten, wie du es aufgebaut hast?