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Flurnügler

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1

Mittwoch, 18. Februar 2004, 00:57

Multifunktionaler Servotester

Ich habe gerade mal für einen Atmel Tiny-15L eine Software für einen Servotester zusammengebaut.

Er hat ein Poti, zwei Taster und zwei Schalter.
Mit den Schaltern wird die Betriebsart eingestellt:

Modus 0: Positionssteuerung
Das Poti steuert den Ausschlag des Servos, Pusldauer 1.1 ms ... 1.9 ms
Die Taster vergrößern bzw. verkleinern den Ausschlag um +/- 0.1 ms

Modus 1: Geschwindigkeitssteuerung
Das Poti steuert die Geschwindigkeit.
Das Überfahren von min (1.1 ms) bis max (1.9 ms) dauert 0.1 s bis 1.8 s
Keine Taste gedrückt: Mittelstellung (1.5 ms)
Taste 1 gedrückt: Maximalstellung (1.9 ms)
Taste 2 gedrückt: Minimalstellung (1.1 ms)

Modus 2: Sinusschwingung
Das Servo wird sinusförmig hin- und hergefahren.
Die Periodendauer ist fest mit 2.2 Sekunden vorgegeben
Das Poti steuert die Amplitude. Von 0 ms bis +/- 0.4 ms um die Mitte (1.5 ms)
Taster 1 gedrückt: Verschiebung der Neutralstellung um +0.1 ms
Taster 2 gedrückt: Verschiebung der Neutralstellung um -0.1 ms

Modus 3: Dreieckschwingung
Das Poti steuert die Geschwindigkeit
Das Überfahren von min (1.1 ms) bis max (1.9 ms) dauert 0.1 s bis 1.8 s
Das Servo fährt von Min. Impuls (1.1 ms) bis max. Impuls (1.9 ms) und zurück.
Taste 1 gedrückt: Das Servo fährt nicht über 1.5 ms
Taste 2 gedrückt: Das Servo fährt nicht unter 1.5 ms

Modus 0 kennt man ja von normalen billigen Servotestern.

Modus 1 gibt zunächst mal einen genauen Neutralpunkt. (1.5 ms) Dann kann man langsam oder schnell in die Endstellung fahren. Auch gut für Motorsteller.

Modus 2 ist interessant zum Ermitteln des mechanischen Spieles und für Dauertest ohne Rucken

Modus 3 ist geeignet um die Geschwindigkeit eines Servos zu testen. Auch für Dauertest.

Wenn jemand daran Interesse hat, kann ich Schaltung, Layout und Software ins Netz stellen. Der Proz kann mit einem relativ preiswerten Eval-Kit programmiert werden. Den gibt's bei einem bekannten Elektronikversand in Hirschau.

Wer noch Ideen hat, was so ein Servotester noch können sollte, nur her damit. Der Programmspeicher ist bisher nur halb voll.
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2

Mittwoch, 18. Februar 2004, 07:37

Hi..

feine Sache! Rückst du die Source / das Hexfile raus?

Was könnte man noch einbauen?

-Mittelstellung für die verschiedenen Hersteller auf Knopfdruck ausgeben (Multiplex ist ja etwas anders als JR, die alten Robbe´s sind nochmal anders..)

-Variation nicht nur der Pulsbreite, sondern auch der Wiederholsrate.. einige Kreisel und Controllergesteuerte Empfänger erhöhen ja die Wiederholrate, um z.B. Digital-Servos schneller ansteuern zu können. Auf diese Weise könnte man testen, ob ein Servo da mitkommt.

Ein Bekannter hat übrigens mal per PIC was ähnliches gemacht. Da ging es um die Steuerung zweier Servos, welche Sinusförmig mit einstellbarer Frequenz, Amplitude und Phase schwingen sollten (Störquelle für eine Messung im Wasserkanal). War auch ein prima Lebensdauertest für Servos.... nach 3 Tagen Dauerschwingen unter merklicher mechanischer Belastung waren die Servos futsch.

p.s. glaubst du, dass das auf Attiny26 ohne grosse umstrickerei läuft? Davon hätte ich noch einen rumliegen. Der attiny12 hat ja glaub ich keinen A/D eingang für´s poti :(



mfg
andi

Flurnügler

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3

Donnerstag, 19. Februar 2004, 00:13

Hallo Andi !

Jetzt habe ich den Servotester ins Netz gestellt.
http://hometown.aol.de/stburra/Elektronik/Servotester.zip
(Jetzt ohne Passwort)

Was die Erweiterung der SW angeht:
Ich dachte mehr an Funktionen, die von Modellbauern schon lange gewünscht wurden. Nicht alles, was technisch machbar ist, wird auch wirklich gebraucht.

Typisches Beispiel:
Die Herren mit den öligen Fingern könnten etwa auf die Idee kommen :ok: , mit der zyklischen Ansteuerung könnte man doch optimal einen Motor einlaufen lassen. Die Drehzahl soll ja dabei nicht konstannt bleiben, sondern öfter mal geändert werden. Dafür brauchte man aber eine spezielle Weg/Zeit-Kurve.

Bei dem verwendeten Tiny 15L sind alle Anschlüsse belegt. Weitere Taster, Schalter oder Potis können da nicht mehr angeschlossen werden. Er hat übrigens 4 A/D-Wandlerkanäle, PWM, zwei Timer, Interrupts, EEPROM usw. Ich habe da eine Kiste voll von Industrieplatinen mit diesem Chip, daher bietet es sich für mich geradezu an, damit zu experimentieren. Natürlich kann man dafür auch den nächtgrößeren Chip nehmen. Der hat mehr I/O-Pins, aber die benutzten Register hat er sowieseo. Vielleicht muß man nur etwas am Timing drehen.

Wegen des überragenden Echos auf dieses Posting wird die geplante Großserie erstmal verschoben. :( Es könnte aber ein Selbstbauprojekt entstehen, daß sich an dem gebündelten Fachwissen der User orientiert und so von der Industrie nicht angeboten wird. ;)

Wenn man erstmal den Chip kapiert hat und die grundlegenden Routinen funktionieren, lassen sich damit viele schöne Sachen machen. Ich denka da etwa an IR-Fernsteuerung, Fahrtregler, Lichtsteuerungen usw. Die Einstiegshürde ist nach meiner Ansicht viel niedriger als beim PIC. Das EEPROM ist voll integriert und braucht nicht eine aufwendige I2C-Routine. Der Flash erlaubt ein schnelles Entwicklen, allerdings nach der Methode "Burn & Learn". Vernünftiges Debuggen ist mit vertretbarem Aufwand nicht möglich.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (23. Januar 2006, 22:58)


4

Donnerstag, 19. Februar 2004, 07:38

Hi, Stephan..

Zunächst mal vielen Dank, hab´s mir gleich runtergesaugt und werd das am Wochenende mal aufs Testboard werfen.
Wie in anderen Threads schon geschrieben bin ich gerade dabei, den Einstieg in die AVR-Programmierung zu finden.
Die meiste Zeit stürze ich mich dabei auf die C-Programmierung (avr-gcc), da mir C eben einigermassen geläufig ist und ich "nur" die AVR-spezifischen Dinge lernen muss. Da mich aber auch die kleinen 8-pin-AVRs interessieren, komm ich um den Assembler eben nicht ganz herum, womit ich mich schon sehr viel schwerer tue. Das letzte Mal Assembler programmiert hab ich 1988 auf Z80, und das auch nur oberflächlich.
Da ich mir aber ohnehin einen Servotester bauen wollte, bau ich jetzt eben einen "g´scheiten" - deinen!

Die geringe Resonanz auf diesen Thread wundert mich wenig - es gibt halt im Forum 2 Sorten Leute - die große Mehrheit, die von Microcontroller-Elektronik im Selbstbau überfordert sind, und ein paar, die das halt flüssig können und sowas ähnlcihes vielleicht schon selbst gemacht haben (kam mir auch schon in den Sinn, so als Einstieg für PWM)
Ausser "hopfen" Horst und mir fallen mir keine AVR-Einsteiger im Forum ein.
Ich nehm´s jedenfalls dankbar auf und würde mich freuen, wenn du dich durch die geringe Resonanz nicht entmutigen lassen würdest und weiterhin fleissig atmel-Spielereien für den Modellbau erfindest und hier reinstellst :tongue: :ok:


Danke..

andi

5

Donnerstag, 19. Februar 2004, 10:07

Hallo Stephan,

auch mich wundert die geringe Resonanz nicht, denn die Kombination Modellbau + Elektronikentwickler dürfte eher selten sein. Ich selbst bin zwar auf beiden Gebieten "alt erfahren" bzw. "vom Fach", aber altershalber und aus Mangel an beruflicher Befassung eben mit µP nicht vertraut - und ich habe auch nicht die Absicht, da noch mal einzusteigen - mindestens derzeit nicht.

Auf der anderen Seite bin ich aber überzeugt, und diesen Vorschlag wollte ich eigentlich gleich gemacht haben, daß das Interesse und der Nutzen für die Modellbaugemeinde sehr viel größer wäre, wenn Du zu einem angemessenen Preis X einen programmierten µP und die Schaltungsunterlagen anbieten würdest.

Ich hebe schon mal den Finger. (Vor 20 Jahren habe ich mir einen Servotester gebaut, der im Grunde die Arbeit tut. Aber warum nicht mal was Neues?)

Gruß H. Eberbach

haiduk

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6

Donnerstag, 19. Februar 2004, 15:04

Hallo Andi,

Zitat


Da mich aber auch die kleinen 8-pin-AVRs interessieren, komm ich um den Assembler eben nicht ganz herum.


Ich hatte eigentlich gehofft auch bei 8-Bit AVRs, z.B. ATmega16 (zumindest fast) ausschließlich mit C auszukommen. Ist das nicht so? Oder willst du nur Platz sparen? Hast du den avr-gcc schon eingesetzt?

Bei mir wird in ein paar Wochen auch ein STK500 rumliegen. :)
Aber nicht für Modellbauzwecke. :(

Gruß
Frank
Krümel

7

Donnerstag, 19. Februar 2004, 15:43

Hi..


Missverständnis 8-pol und 8-bit?
der Atmega 16 ist 40-pol... du meinst den attiny16?

Du brauchst für den gcc halt einen avr mit sram, und das geht erst bei attiny26 los. Wenn der neue attiny 13 mal raus ist, ist das 8-pol-Problem vielleicht gelöst.
Einen Überblick über die verschiedenen Dinger kriegste bei www.avrfreaks.net unter devices.

Hab mit die Windoofs-Version des avr-gcc (WinAVR) installiert. Das funktioniert auch, die ersten einfachen Testprogrämmle in C hab ich am laufen, allerdings spiel ich grad auf dem 8515 rum, um mal die wichtigsten Funktionen kennenzulernen.
Der tiny26 scheint mir ein guter Kompromiss zu sein. 20pol, jede Menge IO und ADC, und sram für C-Programmierung.

mfg
andi

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »___...._____.« (19. Februar 2004, 15:47)


8

Donnerstag, 19. Februar 2004, 16:42

Moin,
ich hab den Fred mal ins Elektronik-Forum verschoben, vielleicht kommt da mehr Resonanz.

@Stefan: hast du den Tester während der Helinight dabei ?
Gruß aus
Wolfram

Flurnügler

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9

Donnerstag, 19. Februar 2004, 17:22

Dieser Thread richtet sich nicht nur an die Microcontrollerexperten, sondern an die Modellbauer, welche mit ihrem bisherigen Servotester nicht auskommen und eigene Vorstellungen von der Funktion haben. (Siehe Beispiel V-Motor einlaufen) Aber es ist natürlich schwer eine Vision zu vermitteln. Die Meisten fragen nur: Was kost das und wo giebts das? Die richtige Frage müsste lauten: Könnte man damit auch ... ? Darf ich mir wirklich was wünschen ?

@Wolfram:
Die Diskussion ist jetzt tatsächlich mehr in Richtung reine Elektronik abgedriftet.
Natürlich habe ich den Servotester bei der Helinight dabei ! Falls mein Pitch-Servo wieder mal spinnt.

Meine Idee dabei war, bei entsprechender Nachfrage eine Platine zu layouten, die professionell fertigen zu lassen und einen Bausatz mit programmiertem Chip nach Vorbestellung zum Selbstkostenpreis anzubieten. Ein Geschäft zu machen ist bei der kleinen Stückzahl eh nicht möglich. Für die wenigen interessierten gibt es eine einfachere Lösung (Schaut mal in eure eMail)

Wenn ein Händler eine nennenswerte Stückzahl (>1000) Komplettgeräte davon abnehmen wollte, könnte ich da was über die Firma machen.

@Andi :
Ich habe früher auch auf Z80 assembliert, dann auf PC, dann in C auf PC und Atmel 89S8252. Feines Teil, weil flashen geht über SPI direkt vom Druckerport ohne spezielle Hardware.

Ich meine genau diesen Controller:
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_…nts/doc1187.pdf

Der hat statisches RAM, und zwar genau 32 Byte. (Das sind die Register)

@Krümel:
Das STK500 ist nicht schlecht, aber die SW-Revision des AVR-Studios muß auch zur Firmware passen ! Damit hatte ich Probleme und brenne jetzt mit dem Galep-4
Der Tiny 15L hat nur einen winzigen Hardware-Stack. Darum ist er für C ziemlich unbrauchbar.
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Haelwe

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10

Donnerstag, 19. Februar 2004, 18:22

Zitat

Dieser Thread richtet sich nicht nur an die Microcontrollerexperten, sondern an die Modellbauer, welche mit ihrem bisherigen Servotester nicht auskommen und eigene Vorstellungen von der Funktion haben.


Hallo,

beim lesen ist mir da was eingefallen:

Zitat aus der Anleitung zu einem MGM ProfiLine Steller:


10.1 Programmiermodus einsteigen:
Gasknüppel auf MAX., Sender einschalten und dann Steller einschalten. Nach 10 sek., grüne LED blinkt 3x und Motor 3x BEEP. Innerhalb von 3
sek. Gasknüppel auf MIN., grüne LED blinkt 1x und Motor 1x BEEP. Der Steller befindet sich nun im Programmiermodus. Wird der Gasknüppel
nicht innerhalb der 3 sek. auf MIN. gestellt endet die Programmierung automatisch. Um wieder in den Programmiermodus einzusteigen Steller
AUS-EIN schalten.

10.2 Wert auswählen:
Den Knüppel von MIN. auf ½ Gas stellen, grüne LED blinkt 2x und Motor 2x BEEP. Knüppel wieder auf MIN-Position stellen, grüne LED blinkt 1x
und Motor 1x BEEP. Wiederholen Sie dieses Verfahren so oft, bis der gewünschte Wert (laut Tabelle) erreicht ist. Beispiel: Wert 4 einstellen:
Wiederholen Sie ½ Gas – MIN Gas 4x und Sie habe Wert 4 gewählt.
10 sek. warten Programmiermodus


Also am Sender Halbgas geben und das noch öfters? Wäre das nicht so eine gewünschte Funktion: " Modus zum Steller programmieren"?

Löten kann ich, den Rest nicht, wenn einmal ein Bausatz kommt für den meine Fähigkeiten reichen, bin ich dabei.

Johannes
Was ich auch immer getan haben soll, denkt daran ich war jung und brauchte das Geld.

Flurnügler

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11

Freitag, 20. Februar 2004, 00:35

Hallo Johannes !

Das wäre mit dem Modus 1 leicht möglich. Poti auf schnell stellen, Taste 'Up' festhalten ist MAX, Taste 'Down' festhalten ist MIN, keine Taste drücken ist 1/2-Gas. Eine weitergehede Automatisierung macht nur Sinn, wenn man 100 Regler auf einmal programmieren muß.
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haiduk

RCLine User

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Beruf: Dipl. Ing. Informationstechnik

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12

Freitag, 20. Februar 2004, 12:28

@Andi:

Zitat


Missverständnis 8-pol und 8-bit?
der Atmega 16 ist 40-pol... du meinst den attiny16?


Ja, ich hatte 8-Bit gelesen. Also ein Mistverständnis. Ich meinte den Atmega16.
Danke für die Infos.

Gruß
Frank
Krümel

DonKracho

RCLine User

Wohnort: Hannover

Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

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13

Freitag, 20. Februar 2004, 14:32

@Stephan,

nur mal kurz zur Resonanz: ich finde es toll, dass du hier so ein Projekt vorstellst, und ich verfolge auch alle Threads über das Thema MicroController mit Interesse. Noch bin ich jedoch stiller Mitleser. Ich muss erstmal eine "Zeitscheibe" frei machen um tiefer in diese Materie Einsteigen zu können. Noch bin ich in der Enscheidungsphase welche Serie und welcher Brenner. Ich werde mir auf jeden Fall dein Projekt auch einmal herunterladen und anschauen. Danke, dass du es online zur Verfügung stellst! Da sich hier im Forum nun einige AVR Erfahrene und Einsteiger finden werde ich auch wohl mit den Dingern anfangen.

[Off Topic]
@Andi
Z80 (Sincliar ZX81) und 68000(Atari 1040STE) sind auch meine letzten Assembler Erfahrungen. Mit einen Sinclair ZX81 hat es angefangen. Programme zu Papier gebracht und dann als HEX-Code eingehackt weil es keinen Assembler für diesen Unterlegkeil gab. Mit den inzwichen nicht mehr lesbaren Musikkassetten zum Speichern der Daten ist auch das Wissen darum wieder eingeschlafen. Auf dem Atari habe ich Assembler in Hochsprachen eingebunden und Digitalfilter sowie eine lernfähige IR-Fernbedienung programmiert und konnte zum Schluss durch Ergänzen vermendlich nicht benutzter Codes meinen Geräten die dollsten Sachen wie z.B. Service Menüs entlocken. Ich freue mich schon darauf mal wieder mit Assembler etwas zu machen.
[/Off Topic]
/DonKracho
Schraubst Du noch, oder wohnst Du schon?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DonKracho« (20. Februar 2004, 14:33)


Flurnügler

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14

Freitag, 20. Februar 2004, 17:07

Ich versuche jetzt mal den Stand der Diskussion zusammenzufassen:

Einige Elektroniker möchten das mal ausprobieren, so zur Weiterbildung.
Für die Modellbauer ist es aber nicht das, worauf die Welt gewartet hat.

Im Prinzip kommen die meisten mit Ihrem Servotester aus oder brauchen keinen.

Die Platine würde bei kleinen Stückzahlen so um die EUR 10 kosten, der AT-Tiny 15L um die EUR 7.
Der Rest (Poti, Schalter, Taster, Einbaubuchse, Gehäuse) käme um die EUR 16.
Macht also zusammen 33 EUR. + Versand.
Dann kommt noch die Arbeit für das Zusammenbauen und Gehäuse bearbeiten. Akkus müssten da auch noch rein. Ich schätze mal, für die reinen Modellbauer wird das dann doch eher uninteressant.

Das die Kiste so teuer wird, liegt natürlich an der kleinen Stückzahl. Da kosten vor allem die Platinen ordentlich. Würde man das Ding in Serie produzieren, könnte sich der Preis sicher halbieren. Aber wer nimmt das finanzielle Risiko in Kauf, davon 1000 Stück zu produzieren, auf Lager zu legen und dann per Internet Stück für Stück zu verkaufen ?

Wer das Ding selber zusammenlöten möchte, aber den Chip nicht selber programmieren kann, kann mir selbstverständlich eine eMail schreiben. (über die Mailfunktion des Forums)
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15

Freitag, 20. Februar 2004, 19:58

Hallo Stephan,

ich würde mir wünschen, dass man die Servohebelposition mit einem extra Sensor (z.B. Poti) messen könnte und den Input (Eingangsimpulslänge) und Output (Hebelposition) aufzeichnet und später mit dem PC auslesen kann.
Wenn Du ein definiertes Eingangssignal benutzt z.B. halb-links nach halb-rechts würde die Speicherung von der Hebelposition ausreichen.
Dafür würde ich gerne auf die ein oder andere jetzt schon realisierte Funktion verzichten.
Damit könnte man dann die Geschwindigkeit mal unter verschiedenen Lasten usw. ausmessen.
Das geht natürlich nur mit mehr Pins oder Verzicht auf einen Schalter/Taster.
Wenn mehr Pins zur Verfügung stehen würden, währe für mich dann auch noch eine Strommessung interessant.
Da die Servos schnell sind würden wahrscheinlich 1s Messintervall mit vielleicht 20 Messwerten ausreichen.

Übrigens unterscheiden sich die PICs nicht wirklich so sehr von den Atmels wie Du glaubst.
Ein PIC12F675 gibt es auch schon für 2.10 und sogar im SO8 Gehäuse.
Nur ein paar Daten zum Vergleich:
4 ADC-Kanäle (10bit-Auflösung), flashbarer 1024er PROM, 64byte SRAM, 128byte EEPROM (auch keine I2C-Routine nötig), 1x 16bit Timer, 1x 8bit Timer usw.

Darauf kommt es aber nicht an. Viel Wichtiger ist, was man daraus macht. Bei dem schon realisierten Funktionen kann ich nur sagen, gratuliere.

Dietrich

Flurnügler

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16

Freitag, 20. Februar 2004, 20:36

Hallo Dietrich !

Da ist wohl ein Profi am Werk. Wenn das Problem Sensorankopplung mechanisch gelöst ist, wäre der einfachste Weg folgender:

Ein µC besorgt die Umsetzung von seriellen Daten in Pulsweite und von A/D-Wandler in serielle Daten.

Der PC sendet dann über die serielle Schnittstelle die gewünschte Servoposition. Der µC gibt die entsprechenden Impulse aus. Der µC wandelt die Spannung am Sensorpoti in digitale Daten und sendet sie über die serielle Schnittstelle an den PC. Ferner gibt er über die Handshake-Leitung einen Syncronimpuls an den PC, um ihn mit der Pulswiederholrate zu synchronisieren.

Für den Atmel habe ich die passenden Routine in der Schublade. Nur die PC-Seite könnte ich so nicht programmieren. Jedenfalls nicht unter Windows.

Was den Pic angeht: Da hat Microchip wohl kräftig aufgeholt. Nur habe ich mich darum nie ernsthaft gekümmert, weil ich mich bei einem Projekt für den Atmel entschieden habe.
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17

Freitag, 20. Februar 2004, 21:36

Zitat

Der µC gibt die entsprechenden Impulse aus. Der µC wandelt die Spannung am Sensorpoti in digitale Daten und sendet sie über die serielle Schnittstelle an den PC. Ferner gibt er über die Handshake-Leitung einen Syncronimpuls an den PC, um ihn mit der Pulswiederholrate zu synchronisieren.

Was kaeme da an digitalen Daten rueber? Und in welchen Abstaenden?
Du schreibts "sendet sie...". Heisst das es kommt ein kontinuierlicher Datenstrom oder ist das ein Frage / Antwort Spiel? Also "Signal" auf Handshake Leitung, dann Anfrage bei µC dann Antwort? Oder staendiger Datenstrom wobei dann immer wieder aufsynchronisiert werden muss?
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


18

Freitag, 20. Februar 2004, 23:11

Nein, bitte nicht so kompliziert.
Der Servotester soll ohne PC funktionieren und nur auf Tastendruck das Servo von einer Position schlagartig in eine neue Position bringen.
Das funktioniert ja bereits.
Beim Start dieser Aktion sollen aber die Positionsdaten des Hebels z.B. im internen EEPROM abgespeichert werden (z.B. alle 50ms, besser noch ofters).
Danach muß man diese Daten nur noch irgendwie mit einem PC auslesen können z.B. über die RS232.
Die Positionskurve könnte man dann z.B. mit EXEL graphisch darstellen.

Im Beispiel wurden nur 16 Messungen pro Sekunde mit einem vorhandenen Datenlogger gemacht und das Servo mittels Fernsteuerung bewegt.
Wie man nebenbei sieht, ist es mit einer Fernsteuerung gar nicht möglich einen sehr steilen Sprung zu erzeugen, so wie mit einem Servotester.
Obwohl ich den Knüppel sehr schnell bewegt habe hat es doch 100ms gedauert. Das Servo hingegen hatte nochmal eine Verzögerung von mehr als 200ms

Wegen dem PC-Ausleseprogramm mach Dir keine Sorgen, Du mußt ja nicht alles selber machen.
Wenn Du Dich z.B. an ein schon für andere Zwecke vorhandenes Übertragungs-Protokoll hälst, kannst Du ja bereits fertige Freeware-Programme benutzen.

Gruß Dietrich

Flurnügler

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19

Samstag, 21. Februar 2004, 00:43

@Thomas:
Das sind Detailfragen, die im Laufe der Entwicklung zu klären sind. Meine Idee wäre folgende:
Mit einem Terminalprogramm sende ich die Zahl "150 <return>" an den µC. Der stellt dann beim nächsten Zyklus (also alle 22.4 ms) auf 1.50 ms.
Des Weiteren sendet der µC alle x ms eine Zahl, z.b. "123 <Leerzeichen> an den PC. Damit meint er 123/255 * Vcc gelesen zu haben. So braucht der PC nur die serielle Schnittstelle, die Daten sind transparent (dezimal, nicht binär) und können mit Excel weiterverarbeitet werden. Der µC ist also nur ein Front-End, wie ein intelligenter Sensor oder Aktor.

Die Alternative wären Einsteckkarten für den PC. Eine A/D-Wandlerkarte und eine Timer-Karte, z.B. von Meilhaus (gut und teuuuuer). Als Software käme Lab-View in Frage. Das wäre die Super tolle Laborlösung für den Profi, der die Digitalservos selber programmiert.

@Dietrich:
Ich möchte für so eine spezielle Anwendung keine neue Hardware bauen, sondern auf die vorhandene Industrie-Platine zurückgreifen. Da ist der Chip drauf und braucht nur programmiert werden. Für die Software sind Basisroutinen vorhanden. So bleibt der Aufwand in vertretbarem Rahmen. Alles Andere ist brotlose Kunst, weil eh nicht mit Hobby-Mitteln realisierbar. Schließlich geht es hier um Einzelstücke. Und es ist allemal einfacher für einen PC, eine Zahl über die serielle Schnittstelle zu senden als einen Knopf zu drücken.

Wer ganz großen Spaß an der Sache hat, kann das Ganze auch über eine Soundblaster-Karte machen. Die sind heute auch DC-gekoppelt. Über den D/A-Wandler wird ein Rechtecksignal ausgegeben. Das ist der Servo-Impuls. Vollsynthetisch synthetisiert. Über den A/D-Wandler wird der Sensor eingelesen. Wer Lust hat, kann dann auch eine FFT machen und den Klirrfaktor des Servos bestimmen.
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Donnerstag, 26. Februar 2004, 17:52

Hallo,

Stephan hat mir ein Muster seiner programmierten Platine zur Verfügung gestellt. Eine schnelle, "fliegende" Verdrahtung hat sofort seine Angaben bestätigt und jetzt muß nur noch das Ganze in ein entsprechendes, kleines Gehäuse verpackt werden.

Ein weitergehender Praxistest im Hinblick auf den Komfort in der Bedienung steht zwar noch aus, aber ich denke, daß die Möglichkeit, über Tastendruck End- und Mittelstellungen anzufahren, sehr angenehm sein wird und daß das automatische langsame Durchfahren des Arbeitsbereiches sowieso sehr wichtig ist. Letzteres war in meinem bisherigen Tester schon vorhanden und erlaubt die Überprüfung des Zustands des Servopotentiometers.

Gruß H. Eberbach

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »h.eberbach« (26. Februar 2004, 17:53)