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Montag, 23. Februar 2004, 20:14

Versicherungsverlust durch Eigenbau-Elektronik ?

Hallo Leute,

verliere ich meinen Versicherungsschutz, wenn ich mir einen Datenlogger oder eine Akkuweiche selbst baue und in meinem Flieger einsetze ?
Was darf man und was nicht ?
Kann ich auch meinen Empfänger selbst bauen ? Soviel gehört da ja nicht dazu ! Oder ?

Passieren kann ja auch was, wenn ich Ruderanlenkungen zu schwach dimensioniere, aber das interessiert keinen...

mpuce

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Donnerstag, 26. Februar 2004, 11:00

RE: Versicherungsverlust durch Eigenbau-Elektronik ?

grundsätzlich ist jeglicher Selbstbau erlaubt, allerdings sollte man sich an die allgemeinen Regeln der Technik halten, denn sonst läuft sowas mindestens als fahrlässig (wobei da eine Haftpflicht-Versicherung noch zahlen müsste) bis grob fahrlässig (wenn man weiß, dass die Sache gefährlich ist und trotzdem betreibt)

Auf der anderen Seite gibts noch allgemeine Bestimmungen unabhängig von Versicherungen zu beachten. Sender (HF-Teile) bauen dürfen nur Radioamateure (mit bestandener Prüfung), eine Erweiterung im Pulsteil (z.b. hinzufügen eines Schaltkanals) ist nicht verboten.

Empfänger und sonstige Bauteile kann man selbst bauen. Allerdings ist dann der Einsatz entsprechend abzusichern (kein Publikum, keine befahrenen Straßen in der Nähe, lange Erprobung, Reichweitentest...)

Das Problem beim Versicherungsschutz ist immer der Nachweis der groben Fahrlässigkeit oder eines Vorsatzes. Wenn Du weißt, dass die Ruder nicht halten können und Du gegen Platzordnung (oder gesunden Menschenverstand) Sturzflug über größeren Menschenmassen machst und die Maschine nicht mehr abfangen kannst.... wird Dir jeder Richter später die Haut über die Ohren ziehen.

Entfleucht Dir ein Modell in starker Thermik und stürzt später unglücklicherweise auf ein parkendes Auto, wird die Versicherung wohl zahlen müssen (schau ruhig nochmals in den Versicherungsbedingungen im Einzelnen nach, welche Pflichten Du hast).

Arachim

RCLine Neu User

Wohnort: Ulm

Beruf: Softwareentwickler

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3

Freitag, 27. Februar 2004, 10:22

RE: Versicherungsverlust durch Eigenbau-Elektronik ?

Hallo Stefan,

genau über dieses Thema habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Deine Antwort finde ich dabei ziemlich erfreulich.
Hast Du irgendwelche "offiziellen" Quellen, die bestätigen, daß Eigenbau-Elektronik prinzipiell nicht verboten sind? (Zumindest Erweiterungen im Puls-Teil, nicht im HF-Teil)
Ich habe da schon ziemlich unterschiedliche Meinungen gehört. Die Einen sagen, daß es bereints eine "halb-illegale" Änderung ist, wenn man in einem Sender einen nicht-originalen Schalter nachrüstet. Andere wiederum sagen, daß es sogar erlaubt wäre, Quartze anderer Hersteller zu verwenden (war letztes Jahr ein Bericht in der FMT oder im Modell). Dies halte ich persönlich für relativ riskant, weil Quartze außer der Frequenz ja auch noch andere elektrische Eigenschaften haben, die auch zur restlichen Elektronik passen müssen!

Gruß,
Arachim

4

Freitag, 27. Februar 2004, 13:59

RE: Versicherungsverlust durch Eigenbau-Elektronik ?

Erweiterungen im Sender sind da erlaubt, wo eine Benutzerschnittstelle (Stecker) verfügbar ist. Also Austausch von Quarzen (solange diese "kompatibel" sind), Anschluß von Externschaltern / Erweiterungspotis..., da Sender ja als ausbaufähig verkauft werden.

Auf der anderen Seite wollen aber die Hersteller auch ihr Geld für Erweiterungen verdienen, deshalb werden die üblichen Versuche gemacht: "erlischt die Garantie" "können nur Quarze von uns..." Aber da gilt im wesentlichen das gleiche, wie für Computersysteme gilt: sind sie erweiterungsfähig, muss auch der Endbenutzer dies tun dürfen, ohne dass die Garantie erlischt.

Grauzone ist das hinzufügen von Bausteinen auf nicht bestückten Platinenteilen (bei uralten Graupner 8-Kanal-Sendern waren die gleichen Platinen drin, wie beim 14-Kanal-Sender, auch bei Jamaras XT2 ist vermutlich die gleiche Platine drin wie beim XT3), da hierbei auch die HF-relevanten Eigenschaften anders sein könnten.

Unabhängig davon gibts grundsätzlich auch die Möglichkeit, bei der RegTP eine Einzelabnahme für einen Selbstbausender durchzuführen. Was das kostet, weiß ich nicht, aber auf dem alten Formblatt zur Anmeldung der 35 MHz-Anlagen (was ja nicht mehr erforderlich ist) gabs auch ein Kästchen für Selbstbau. Zur Zulassung muß entsprechend die HF-Tauglichkeit nachgewiesen werden, aber da müsste ja der Verweis auf das Original-HF-Modul ausreichend sein. Das Pulsteil muss sich halt an die ursprüngliche Auslegung halten (Kanalzahl, Pausenverhältnis, Wiederholrate...). Richtig offizielle Quelle gibts nicht.

MaBa

RCLine Neu User

Wohnort: Rhein Main

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5

Freitag, 27. Februar 2004, 19:57

Hallo zusammen,

Wie hier wird oft nur vom Sender gesprochen, aber zur Übertragungskette gehört ja mehr. Der Empfänger und seine Stromversorgung z.B. durch ein BEC-Regler und die Servos werden nur selten angesprochen, obwohl sie genauso wichtig sind. Die Überbewertung des Senders kommt meiner Meinung nach von der FTZ-Zulassung des HF-Teiles. Wobei die Überprüfung eher die Störung von Rundfunk und Fernsehen betrifft als die eigene Betriebssicherheit. Außerdem gab es früher auch noch keine Erweiterungsmöglichkeiten der Sender, die dann auch bei der FTZ-Zulassung berücksichtigt hätte weden können. Da irgendwelche nach gerüsteten Schalter keinerlei Prüfnummer oder Kennzeichnungen haben, bezweifele ich daß jemand sagen kann, ob der Schalter in meiner 12 Jahre alten MC18 original ist oder nicht!

In meinen Augen ist eher wichtig, daß jegliche Veränderungen oder Eigenbauten elektrisch solide ausgeführt sind. Dazu ist natürlich ein gewisses Fachwissen notwendig, welches man auch mal selbstkritisch hinterfragen sollte!!!

Man kann auch ohne Basteln den größten Mist machen und in meinen Augen sogar fahrlässig handeln, wenn man zu viele kleine Stromfresserservos an einen schwachen BEC-Regler hängt, der von zu vielen Zellen versorgt wird. Davon spricht aber keiner.

Also im Sender nur Original schalter zu 20 Euro aber im Flieger blanke Kabel verlegen :tongue: :tongue: :tongue:

Gruß Mathias

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MaBa« (27. Februar 2004, 20:02)


6

Montag, 1. März 2004, 18:18

Zitat

Original von MaBa
FTZ-Zulassung des HF-Teiles.

naja, so heißt das schon länger nicht mehr. Wenn, dann CE und überprüft wird das vielleicht noch von der RegTP.

Aber Recht haste, eine saubere Ausführung aller Bastelarbeiten ist natürlich Grundvoraussetzung für einen verantwortungsbewußten Einsatz eines Modells.

MaBa

RCLine Neu User

Wohnort: Rhein Main

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7

Dienstag, 2. März 2004, 18:57

Hallo Stefan,

auch wenn die FTZ-Prüfungen schon lange her sind, aber aus dieser Zeit kommt die Meinung
" bloß nichts am Sender machen"

Gruß Mathias

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MaBa« (2. März 2004, 18:57)


Sycorax

RCLine User

Wohnort: Aachen

Beruf: IT Analyst und Strategieberater

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8

Samstag, 20. März 2004, 01:04

Vielleicht ein kleines bisschen OT, aber es passt vom Inhalt:
Während meinem Studium habe ich vor ca. 13 Jahren für ein Seniorenzentrum eine Personenrufanlage mit Sprachübertragung per Funk gebaut. Damals habe ich einen Commodore Amiga eingesetzt, dazu ein selbstentwickeltes Bussystem mit 8 Einsteckkarten a 32 optisch entkoppelten Signaleingängen. Wir haben 7 km Kabel durch die Bude gezogen und in jedem Zimmer der Pflegestation (alles bettlägrige alte Leute) Schnurschalter montiert. Die alte Anlage war total marode, geblinkt wurde noch mechanisch mit Trommel und Schleifkontakten.
Zweck der Anlage war es, im Notfall, zum Beispiel wenn Opa aus dem Bett fällt oder Oma im Bad ausrutscht, den Leuten eine Möglichkeit zu geben sich bemerkbar zu machen. Am Sound-Ausgang des Amiga war ein modifzierter Sender mit Tastenfeld ähnlich einem Telefon angeschlossen, der mit 2W Sendeleistung betrieben werden konnte. Die Antenne war steckbar. Zum Sender gehörten Empfänger, die man per Zahlencode am Sender aktivieren konnte. Ich habe den Sender im Bereich der Tastatur so modifiziert, dass der Amiga die Zahlencodes eingeben konnte. Ausserdem wurde das originale Mikrofon entfernt (NF Teil!) und mit einer Eingangsstufe versehen und am Amiga angeschlossen. Die Antenne wurde durch mehrere Stabantenne an neuralgischen Punkten in dem Stahlbetonbau ersetzt. Da der HF-Teil des Sender und der Empfänger nicht geändert wurde, waren alle Modifikationen zulässig. Die Ganze Anlage wurde noch mit der Haustürklingel und der Feuermeldezentrale verbunden. Bei der Abnahme waren sowohl die Post da, wie auch die Feuerwehr und ein Sachverständiger für medizintechnische Geräte. Die Abnahmen waren absolut problemlos, da wie gesagt der HF-Teil nicht geändert wurde. Das war das einzige was den Postler interessiert hat. Da die Anlage über Optokoppler von der originalen Anlage getrennt war, wurde sie als Zusatz und nicht als Ersatzanlage eingestuft und brauchte auch keine medizintechnische Zulassung für den Einsatz auf einer Pflegestation (sowas kostet ein höllen Geld !!!) Und die Feuerwehr hat nur geprüft, ob alle Meldeempfänger dauerhaft das Wort "Feueralarm" bei Alarmauslösung gerufen haben (war ja Sprachausgabe) ... war übrigens lustig, weil wir die Empfänger wegen der Sirene auf dem Dach kaum hören konnten :-)

Fazit: Solange man originale HF-Module mit Zulassung einsetzt kann man den kompletten Signalteil selbst entwickeln. Wenn das ordentlich ausgeführt ist wird sich auch die Versicherung schwer tun, einem Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachzuweisen. Wenn ich zum Beispiel meine Schaltermodule für den Sender selber fertige, ordentliche Stecker verwende und die Lötstellen einschrumpfe dürfte es sehr schwierig werden, ggfs. so einen Schalter als Absturzursache zu ermitteln. Die Module von Graupner,Robbe,Multiplex enthalten auch nichts anderes und wenn man teilweise sieht wie Elektronik verarbeitet ist ... da mach ich's lieber selbst ! Ganz zu schweigen von den überteuerten Preisen die man versucht uns für Cent-Artikel abzunehmen.
Gruß,
Ralf


http://www.turbinenheli.de

MC24-JetiBox Bausatz, Informationen über Turbinen Hubschrauber, SeaKing auf T-Rex500 Basis, TwinJet mit Kolibri, usw

9

Samstag, 20. März 2004, 18:33

Hallo zusammen!

Kurze Anmerkung von mir vorweg:
a) ich bin kein Versicherungskaufmann
b) ich bin kein Rechtsanwalt
c) ich arbeite nicht bei der "Post"

sondern arbeite in der Entwicklung bei einer Firma, die verschiedenste Signalgeräte herstellt, und habe auch schon das einen oder anderen "Versicherungsproblem" real gehabt.

Versicherung:
Generell zu HaftPFLICHTversicherungen: Das Wesentliche solcher Versicherungen ist, dass der Versicherer für Schäden des Versicherten erst einmal ohne Ansehen gegenüber einer durch den Versicherten geschädigten dritten Person in Leistung treten muss, selbst bei Vorsatz des Versicherten! Das ist das Wesen einer Haft-PFLICHT-versicherung, und im Versicherungsrecht (->Bundesgesetz hier in BRD) so verankert.
Wenn man als Versicherter allerdings Bockmist gebaut hat, dann wird die Versicherung das Geld bei Dir wieder holen, u.U. bis Du in Rente gehst!!!
Und da es allen Versicherungen ja sooooo schlecht geht, werden die IMMER suchen.
-->Ach ja, im Luftfahrtrecht , und da fallen wir Modellflieger auch drunter, wird gar keine Versicherung zwingend verlangt!!!
Dort steht irgendwo so ein Passus "dass man bei entsprechendem Vermögen keine Versicherung abschließen muss, allerdings muss man für echt vieeeele TEuros aufkommen können. Und sage immer, solange man jeden Morgen zum Arbeiten aufstehen muss, gehört man eher nicht zu diesem Personenkreis :evil: <--


Selbstbau von RC-Komponenten (bewusst so von mir formuliert):

Die RegTP interessiert sich dafür nur noch bei Verletzung von hoheitlichen Belangen, also z.B. wenn Störungen bei anderen Funkdiensten auftreten, oder man sich in Frequenzbereichen ohne Erlaubnis tummelt, oder Vorgaben, beispielsweise die zugelassene abgestrahlte Leistung eines Modellsenders überschreitet (sofern es bemerkt wird), verletzt.
Betrifft z.B. auch das "Modifizieren" von den LPDs, die es ja auch bei Lidl oder Aldi gibt.

Seit Umsetzung verschiedener EU-Vorgaben in nationales Recht hat der Hersteller bzw. Inverkehrbringer dafür Sorge zu tragen, und auf Verlangen der RegTP nachzuweisen, dass die elektrischen (in unserem Fall hier) Geräte den
entsprechenden einschlägigen CE-Vorschriften entsprechen.
Es sind durchaus Überprüfungen auch ohne Grund zulässig und üblich!
Nun wird aber sicher kein RegTPler bei einem Elekrtonikbastler an der Tür klingeln, wie auch .......
D.H. JEDER darf Sender, Empfänger usw. bauen (auch ohne Amateurfunker zu sein), aber muss diese Geräte entsprechend den CE-Vorschriften auslegen, prüfen (können), und dies "rechtsgültig" dokumentieren.

Bei einem "Hobbybastler" sehe ich da allerdings mehr als nur ein Problem!!
Ein wichtiger Punkt ist hier z.B. die Störausstrahlung und Störfestigkeit.
Nur als Hinweis, jede elektronische Schaltung mit Kondensatoren und Spulen und wo irgendwas "taktet" (kann ja in einem IC sein) ist ein Sender, nicht nur theoretisch!

Beispiel:
Akkuweiche, selbstgebastelt oder von einer Firma XY gekauft.
Flieger fällt vom Himmel, Personenschaden, Staatsanwalt wird damit automatisch aktiv. Techn. Untersuchung der Funkanlage mit allen Komponenten (z.B. in dem Fall durch die RegTP oder auch durch den TÜV als Sachverständige im Auftrag der Staatsanwaltschaft.
Wir unterstellen jetzt mal, dass die RC-Komponeneten nicht so "deformiert" sind, dass ihre "normale" Funktion nicht mehr nachprüfbar ist
(wenn alles Matsch ist wird es halt noch komplizierter).
Jetzt stellt der Sachverständige fest, dass durch die Schaltung der Akkuweiche eine Störstrahlung ausgeht, die nicht im Rahmen des Zulässigen für diese Art von Gerät liegt (Bitte nicht fragen welche EN- oder IEC-Norm dafür jetzt zuständig ist), und den Empfänger "stört", und dass z.B. dadurch die Reichweite vermindert wurde, dann werden dem Hersteller (Firma oder Hobbybastler) gaaanz unangenehme Fragen gestellt.
>Wir hatten solch einen Fall mal in der Firma, konnten dann aber durch entsprechende Messprotokolle nachweisen, dass bei "Bestimmungsgemäßem Gebrauch" alles seine Ordung hat. In unserem Fall stellte sich denn heraus, dass der Betreiber (Kunde) das Gerät nicht richtig angeschlossen hatte, und es dadurch zu Fehlfunktionen gekommen ist<

Es ist also wurscht, ob man z.B. an seinem Sender was vor oder im HF-Modul rumbastelt. Wenn dadurch die "Funktion" dahingehend beeinträchtigt/verändert wird, dass das Teil nicht mehr CE-konform ist, dann kann es im Schadensfall für den Betreiber "eng" werden.
Generell kann man aber sagen, dass alle "passiven" Änderungen (z.B. Erweiterungsschalter) i.R. zu keinen "schlimmen" Veränderungen führen.
Allerdings sollte man die Kabel z.B. nicht länger machen wie beim gekauften Ersatzteil/Erweiterungsteil. Denn Kabel wirken IMMER als Antennen, und da wären wieder Konstellationen denkbar, die z.B. die Störfestigkeit eines Senders "verändern".

So, jetzt ist der Beitrag verdammt lang geworden.
Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vielleicht ist hier jemand in der Runde, der noch näher dran ist an der Materie,
vielleicht DER Mann von der POST:w

Ach ja, nicht nur in Südeuropa gilt der Spruch "Wo kein Kläger da kein Richter" !

In diesem Sinne

Grüße

Reinhard

El_Torro

RCLine User

Wohnort: Frielendorf/ Schwalm-Eder-Kreis! Im schönen Hessenländle !

Beruf: Im Landesamt Landwirtschaft Hessen im Versuchswesen tätig

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10

Samstag, 20. März 2004, 18:43

Hallo zusammen, mal kurz und Bündi:

Zitat

Jegliche Art von Manipulation, sei es Sender, Rudermaschinen oder Empfänger sind verboten!
Damit erlischt der Versicherungsschutz!
Wer bastelt hat bei der Telekom eine Überprüfung und eine Einzelabnahme zu beantragen, kostet 220 Euro, da die FTZ-Nummer und der Frequenzbereich überprüft werden muß!
[IMG]http://www.pixum.de/int/img.php?u=jochen2&t=2&i3=q1pu3upaach1cquwqqrpajepiic3ea1i&ts=12497&np=1[/IMG]
Ich habe das durchgezogen, abgleich bei Graupner 100 Euro, 220Euro bei der Telekom!
Netten Gruß vom Jochen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »El_Torro« (20. März 2004, 18:45)


K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

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11

Samstag, 20. März 2004, 20:45

Hallo Jochen,
interpretier doch da nicht mehr rein als drin steht.
Wenn man sich an die Vorschriften hält, dann gibt es immer noch die Zulassung als Eigenbauanlage und da wird nichts gemessen.
Die FTZ-Nummern sind nur für Serienanlagen.

Alles andere füllt nur den Gewinn der überteuerten Modellbaufirmen.

Gruß
Dipl.Ing.elektr. Klaus Marahrens
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

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12

Samstag, 20. März 2004, 20:46

Hallo Jochen,
interpretier doch da nicht mehr rein als drin steht.
Wenn man sich an die Vorschriften hält, dann gibt es immer noch die Zulassung als Eigenbauanlage und da wird nichts gemessen, erst wenn man jemanden stört.
Die FTZ-Nummern sind nur für Serienanlagen.

Alles andere füllt nur den Gewinn der überteuerten Modellbaufirmen.

Gruß
Dipl.Ing.elektr. Klaus Marahrens
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

13

Sonntag, 21. März 2004, 10:26

Stimmt Klaus!

FTZ-Nummern sind zwischenzeitlich aber out, d.h. werden für neue Industrieprodukte nicht mehr "benötigt" (seit 1-2-3 Jahren?).
Siehe "CE", die Verantwortung, dass ALLE Parameter, die für die Geräte wichtig und vorgeschrieben sind, eingehalten werden, liegt nun bei dem Hersteller, bzw. dem Inverkehrbringer. D.h. der Importeur von "Fernostprodukten" muss mit einer CE-Konformitätsbescheinigung/-erklärung dafür gerade stehen, dass alles seine Richtigkeit hat, und dies eben ggf. beweisen.
("Gefälligkeitsbescheinigungen" können einen da im Schadensfall ganz schnell vor den Richter bringen.)
Und da hätte ich bei so No-Name-heute-da-morgen-weg Angeboten echt meine Zweifel.
Merke: Das CE-Zeichen ist keine "Ersatzt" für die FTZ-Nummer oder ein TÜV oder GS-Zeichen. Es wird alleinig in Eigenverantwortung der "Herstellers" angebracht.
Damit SOLL die Übereinstimmung mit den zutreffenden Normen und Vorschriften "erklärt" werden, ob dies immer so der Fall ist, darf allerdings bezweifelt werden.
(Bei Kinderspielzeug liest man ja z.B. laufend, dass dieser und jener Grenzwert von z.B. Giftstoffen nicht eingehalten wird.)
Aber es ist hier bei unserem Hobby wie z.B. bei den Autos, Gutes und Schlechtes spricht sich schnell rum, und wer Schund verkauft, der machts nicht lange!

Schönen Sonntag zusammen.

Grüße

Reinhard

frieder

RCLine Neu User

Wohnort: zw. Ulm und Memmingen

Beruf: Bankkaufmann

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14

Sonntag, 4. April 2004, 22:38

Hallo,

und dann gibts noch das EMVG ( Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit) die, wie schon geschrieben, nur den Eingriff über einen Schalter erlaubt. Danach ist sogar das Austauschen von Kabeln im Sender verboten, weil das dann das Inverkehrbringen eines geänderten Gerätes bedeuten würde und praktisch "agenommen" werden müsste.
Alles sehr theoretisch und praxisfern, aber im "Ernstfall", wenn ein Gutachter den Sender prüft ...


Gruß
Frieder

15

Montag, 5. April 2004, 15:47

ja, auch der Austausch des Akkus oder die Verwendung eines nicht zugelassenen Umhängeriemens (also einer, wo nicht Graupner oder Multiplex draufsteht), lässt die CE-Kennzeichnung erlöschen. ==[] ==[] ==[] ==[] ==[]

Und wehe der Originalkaufbeleg ist nicht mehr vorhanden, womöglich war das ja ein illegaler Grauimport...

Ein Sender, der aufrüstbar ist, ist ein offenes System genauso wie ein Computer (PC). Der Hersteller hat dafür Sorge zu tragen, dass bei Anschluß weiterer Schalter oder auch Nichtanschluss von Kabeln/Potis... keine Störung zu erwarten ist. Er kann das System auch als "geschlossenes" System verkaufen, bei dem jede Nachrüstung nur im Werk erlaubt ist. Aber das traut sich heutzutage aus Marketinggründen eh keiner mehr.

Was Störstrahlungen und Einstrahlfestigkeit anbelangt, passiert bei Selbstbauschaltern und Potis im Sender fast nichts, was die Betriebstauglichkeit oder gar Störungen bei anderen Modellen verursachen kann.

Anders siehts aus, wenn das Modell abstürzt, weil es zu einem Kurzschluß durch fehlende Isolierung, Aussetzern wegen Wackelkontakten aus Billigstschaltern, die auch nochmal "repariert" wurden, oder einfach nur durch leeren Sender- bzw. Empfängerakku kam. Wenns nur Funkstörungen sind, wird auch Graupner nicht in Haftung genommen. Eher noch der Benutzer, wenn trotz mangelhaftem Reichweitentest (sofern überhaupt durchgeführt) beim sicheren Überflug des Publikums mit 1,5m Sicherheitsabstand plötzlich ein unerklärlicher Zittterer am Servo auftaucht...