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Busta

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1

Freitag, 12. März 2004, 18:01

Stabilisierte Spannung bei 10A

Hallo,

ich habe hier Trafo und Gleichrichtung für ein Netzteil. Jetzt fehlt mir nur noch eine Spannungsstabilisierungsschaltung. Diese wollte ich möglichst einfach realisieren.
Gerne würde ich integrierte Spannungsregler verwenden, für diese ist der Strom (10-15A)jedoch zu hoch.
Das parallelschalten von mehreren Reglern ist ja nicht so ohne weiteres möglich oder kennt jemand von euch da eine gute Möglichkeit?

Auch habe ich im 78xx Datenblatt eine Schaltung gefunden, in der eine Art Längs-Transistor eingesetzt wird, dessen Basis am eingang des Spannungsreglers liegt.
Auch bei dieser Schaltung müsste ich mehrere Transistoren parallel schalten und weiss nicht, ob man das einfach so machen kann, mehrere Basen zusammen zu schalten ohne Vorwiderstände.

Vielleicht hat jemand ja noch eine andere Idee, wie man günstig eine funktionierende Spannungsstabilisierung realisieren kann.

2

Freitag, 12. März 2004, 19:24

Hallo Bastian,

wenn Du nur den Trafo und Gleichrichter hast, bekommst Du nur eine sogenannte pulsierende Gleichspannung, die mitder Frequen Frequenz die nur z. B die positive oder negative Halbwelle des Wechselstromes gleichrichtet.
Ist der Gleichrichter nur eine Diode, liegt zwischen den Perioden eine Pause, da nur z. B. die positive oder negative Halbwelle gleichgerichtet ist. Ander bei einer sogenannten Doppelgleichrichtung (Brückenschaltung) die ich bei Deinem Gleichrichter vermute, wo dann beide Halbwellen gleichgerichtet werden. Du wirst bei Deiner so großen Stromangabe einen sehr großen Kondensator brauchen, der , wenn Du einen Gleichstrom ohne welligkeit brauchst. Du müßt schon etwas genauere Angaben machen.

Spgannung des Trafos und Deine Gleichsspg. die Du brauchst.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (12. März 2004, 19:30)


Busta

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3

Freitag, 12. März 2004, 19:41

Hallo Guenther,

ich hab einen ca. 16V Trafo, werde ca. 10-20.000µF zur Glättung einsetzen und es ist ein Brückengleichrichter.
Hätte ich erwähnen sollen.
Das Problem ist nur noch die Stabilisierung auf 12 oder 13,8V

Albert

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4

Freitag, 12. März 2004, 22:52

Servus Bastian,
schau mal hier:

LG
Albert Öttl
Wien

Flurnügler

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5

Samstag, 13. März 2004, 01:21

Hallo Bastian !

Solche Netzteile haben wir schon vor 20 Jahren gebaut. Da gab's noch keine Schaltnetzteile.
Such mal das Datenblatt für den 'L200' von SGS-Thomson.
http://www.st.com/stonline/books/pdf/docs/1318.pdf
Da sind entsprechende Applikationsschaltungen drauf. Einer oder mehrere Leistungstransistoren (z.B. 2N3055) übernehmen die Last, der L200 regelt. Haken an der Sache: Da braucht man einen dicken Kühlkörper für. Also viel Arbeit bei der Alubearbeitung. Auch ist es nicht leicht, die Verkabelung so hinzukriegen, daß das Ding nicht schwingt. Haben wir damals lange dran gebastelt.
Heute kann man ein Schaltnetzteil mit 13.2 V 10 A für 50 Euronen bekommen (z.B. Wiggerich)
http://www.wiggerich-modellbau.de
Gibt's aber garantiert noch viele andere Quelle für.
Wo keine Strömung ist, kann auch nix abreißen

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6

Sonntag, 14. März 2004, 10:18

Hallo Bastian,

habe eben mal einen SP für ein 12V= gesteuertes Netzteil für hohe Ströme aufgerissen, wie ich es mit Deinen vorhandenen Bauteilen realisieren würde.



Die NPN- Leistungstransistoren T1 u. T2 werden mit den Eingestellten 12V Regler 7812 angesteuert. Auch kann ein 7805 - 7812 verwendet werden, wobei die beiden Widerstände R1 u. R2 dementsprechend dimensioniert werden müssen. Sie sollten nicht zu hochohmig sein, etwa 100- 470 Ohm.

Die einstellung des Reglers auf etwa 13.5 V, dann erhältst Du am Ausgang eine etwa 0,5 V tiefere Spg. also 13 V. Auch kannst Du, allerdings die etwas teueren Darlingtontransistoren verwenden, dann ist die Ausgangsspg. um etwa 0,7 V tiefer.

7

Montag, 15. März 2004, 07:41

Hi..

Die Schaltung, wie sie Günther dargestellt hat, verwende ich in ähnlicher Weise auch. Es gibt zwar vielleicht geeignetere Regler (den L200, den Stephan erwähnt), aber den 7812 hatte ich eben vorrätig.
Das schöne daran ist, dass man die Endstufe sehr leicht staffeln kann um auch größere Leistungen zur verfügung zu haben.
Traditionell wird der 2N3055 für T1 und T2 eingesetzt, je nach Differenz zwischen Leerlaufspannung undgewünschter Ausgangsspannung kommt man auf 3-6 A pro Transistor.
Durch geeignete Wahl der mit 100 Ohm eingezeichneten Widerstände (und ggf. noch einem weiteren Widerstand, der vom Ausgang des 7812 zu den Emittern der beiden Transistoren führt) kann man die Schaltung so ausführen, dass die eingebaute Strombegrenzung des 7812 bei einem gewünschten Maximalstrom greift und entsprechend abregelt, sollte dieser überschritten werden.

mfg
andi

8

Montag, 15. März 2004, 08:27

Hi Bastian!

Ich habe auch so was aehnliches wie Guenthers Schaltung in Betrieb. Wenn man es ganz sauber machen will, dann spendiert man den beiden (oder besser mehr) Leistungstransistoren noch je einen kleinen Emitterwiderstand.

Sonst kannst Du auch noch das Datenblatt vom LM317 http://www.national.com/pf/LM/LM317.html herunterladen und die "typical Applications" anschauen. Der 317er kann von Natur aus zwar nur 1.5 A aber auch den kann man tunen. Ich habe schon vor langem von den 78xx auf LM317 umgestellt. Der 317 deckt einen Spannungsbereich von 1.2 - 37V ab. Das vereinfacht die Lagerhaltung ;)

Gruss
Roland
Erst studieren dann probieren!

9

Montag, 15. März 2004, 16:23

Hallo Roland,

ich verwende immer was ich gerade vorrätig habe.
Der Hauptgrund aber liegt bei der Verwendung des 12V - Reglers darin, dass er in den meisten Bastelkisten sich befindet, zumal für den LM317 ein höherer Preis gezahlt werden muss und man die gleiche Anzahl von Bauteilen für die externe Beschaltung benötigt. Er hat lediglich eine niedrigere interne Referenzspannung, womit man weiter herunter regeln kann, was aber bei den erforderlichen 13 Volt nicht sein muss.

Am besten würde der PB137 - Regler für die Blei-Gel-Akkus mit seiner 13.8 V Festspannung sich eignen, wobei die Widerstände R1 und R2 noch gespart würden. Der kostet aber das 4 bis 6 fache eines 12 V Festpannungsreglers. An dieses kann ich mich auch noch so eben erinnern.
Deshalb habe ich auch diesen nicht bei den Schaltungsvorschlag verwendet.
---------------------------------------------------------------------

Hallo Andi,

Widerstände vom Emitter zur Basis sind nicht erforderlich, da die Transistoren in der Kollektorschaltung betrieben werden und nur eine Stromverstärkung stattfindet.
Die Basiswiderstände der beiden Transistoren gleichen die Verstärkungsdiifferenz der beiden oder wenn mehr, Transistoren aus. Besser sind etwa 0,05 Ohm Widerstände in die Emitterleitung (Ausgang), dann entfielen die Basiswiderstände (Basis mit Basis kurzgeschlossen) und die Emitterwiderstände brächten eine bessere Gegenkopplung.
Diese Widerstände sind aber um einiges teurer, da sie mindestens 4W haben müssten.

Hier die andere, teuere Version:

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (15. März 2004, 18:04)


10

Dienstag, 16. März 2004, 08:05

Hi..

@ Günther:

die Widerstände (und Dioden, hatte ich vergessen zu erwähnen), die ich da drin hab, sind so dimensioniert, dass der 7812 GENAU 1A liefert, wenn die Gesamtschaltung 10A liefert. Auf diese Weise wird die "Kurzschlussfestigkeit" des 7812-Reglers für die gesamte Schaltung übernommen.
Das ist ziemlich von hinten durch die Brust ins Auge, aber wenn man eben nur nen 7812 in der Schublade hatte...
NÖTIG sind sie nicht, da stimme ich dir zu.

mfg
andi

Busta

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11

Dienstag, 28. September 2004, 20:56

Hallo zusammen,

sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Hatte das Netzteil wegen des guten Wetters einige Zeit zur Seite gelegt.
Letzte Woche habe ich wieder damit angefangen.

Ich habe 3 Spannungsregler LM338 parallel geschaltet, die Ausgänge über einen 0,2 Ohm Widerstand verbunden.
Zur Spannungseinstellung gehe ich direkt von dem Ausgang eines Reglers über den bekannten Spannungsteiler auf den ADJ Eingang aller Regler.

So weit funktioniert das auch alles, ich kann die Leerlaufspannung wunderbar einstellen. Wenn ich aber das NT mit ca. 6 A belaste, dann bricht die Spannung um 4-6 V ein. Also von eingestellten 13,8 V auf ca. 8,5 V. Stelle ich unter Last die Spannung auf 13,8 V, so habe ich im Leerlauf dann ca. 18,5 V.

Weiss jemand von euch Rat?

12

Mittwoch, 29. September 2004, 08:06

Hi..

Parallelschalten von Spannungsreglern funktioniert nicht immer.

Durch die jeweiligen Toleranzen übernimmt ggf. einer der Regler fast die gesamte Arbeit, während die anderen schlummern. Könnte sein, dass das bei dir so ist, d.h. ein regler überlastet, regelt ab und zieht die anderen über den Adjust-Pin mit runter.
Einige Regler fangen auch zu schwingen an, wenn sie auf ihrem Ausgang die Spannung des anderen Reglers "sehen".

Richtigerweise hast du schon einen Widerstand in den Ausgangsleitungen... eine echte Endstufe wäre aber auf jeden Fall die bessere Lösung.

mfg
andi

13

Mittwoch, 29. September 2004, 11:15

Hallo Bastian,

in einer Flugmodellbauzeitschrift war vor ca. 10 Jahren ein Netzgerät bis 20 A mit parallel verschalteten Spannungsreglern (12 Stück!) veröffentlicht. Ich habe es nachgebaut und bei der ersten höheren Belastung ist passiert, was Andi beschrieb: Einer ging hops und die anderen folgten nach...

Aus einer anderen Veröffentlichung (in "Modell") habe ich dann auf die hier vorgeschlagene Konzeption, einschließlich Überlastabschaltung, umgebaut und seither läuft das Alles und läuft und...

Gruß
H. Eberbach

Ecofan

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Beruf: Gymischüler

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14

Mittwoch, 29. September 2004, 13:37

Hmm, wie funktioniert denn diese Schaltung mit den Transistoren? Was tun die?
Wieso kann man so mehr Strom saugen.

Wenn man 2 Regler also parallel Schaltet, muss man noch die beiden Ausgänge durch 0.2ohmer verbinden, oder?

Mario
" Das Nötige ist einfach und das Komplizierte ist unnötig" ----- Michail Kalaschnikow

Busta

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15

Mittwoch, 29. September 2004, 13:58

Hallo,

im Datenblatt des LM338 ist ein parallelschalten von mehreren Reglern beschrieben. Allerdings habe ich keinen OP zum einstellen des ADJ verwendet, sondern nur einen Spannungsteiler. Vielleicht liegt es ja daran und man benötigt den OP um die Spannung konstant zu halten.

Woran kann man eigentlich sehen, ob der Regler anfängt zu schwingen?

mosi

RCLine User

Wohnort: Berlin

Beruf: Cutter, Kameramann

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16

Samstag, 2. Oktober 2004, 03:33

Zitat

Original von Ecofan
Hmm, wie funktioniert denn diese Schaltung mit den Transistoren? Was tun die?
Wieso kann man so mehr Strom saugen.


Mario


Hallo,

in dieser Schaltung machen die Transistoren das, wozu sie eigentlich erfunden worden sind: Stromverstärken! Der Regler-IC braucht nur noch den um den Faktor der Stromverstärkung der Transistoren geringeren Strom für die Steuerung der Transistoren aufzubringen. Dazu ist aber eine Mindestspannung zwischen Basis und Emitter von ca.0,7V erforderlich, deswegen auch die um 0,7V verringerte Ausgangsspannung. Die Emitterwiderstände sorgen für eine genial einfache Regelung der Ströme: steigt der Strom durch einen Transistor, erhöht sich der Spannungsabfall am Emitterwiderstand, also bleibt für die Basis von den 0,7V weniger übrig, also steuert der Transistor weniger durch, ergo Strom verringert sich wieder. (nennt man Gegenkopplung)
Wenn man jetzt weiter spinnt, verringert sich der Spannungsabfall, Transistor steuert durch - höherer Strom. Die Sache fängt an zu schwingen, deswegen solche Dinger immer reichlich mit Kondensatoren bestücken.
im Regler IC befindet sich das selbe Prinzip in klein, deswegen schwingen die Dinger mit diesen Widerständen auch gerne mal.

Zitat

Woran kann man eigentlich sehen, ob der Regler anfängt zu schwingen?


Eigentlich nur mit dem Oszilloskop, (oder einer starken Lupe/Mikroskop??)
Werden die IC´s warm, ohne groß belastet zu werden, kann das darauf hindeuten, 100nF-C´sdirekt an den Ausgängen zu Masse müssten das aber verhindern können. (Steht eigentlich auch in jedem Datenblatt)

Gruß, Rene

Busta

RCLine User

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17

Sonntag, 3. Oktober 2004, 11:39

Hallo,
im Leerlauf werden die ICs nicht warm. 100 nF Kondensatoren hatte ich noch nicht verbaut. Das werde ich noch mal machen und dann mit dem Oszi noch mal gucken.
Als ich das letzte Mal das Oszi dran hatte, konnte ich kein Schwingen sehen, aber wahrscheinlich hab ich das nicht empfindlich genug gestellt.
Hatte es zum Spannung ablesen genommen. Um wieviele V können die sich denn aufschwingen?