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Samstag, 17. April 2004, 00:06

Welche ladekabelstärker im Kabelbaum einbauen

Ich glaub ich bin mit dem Thema hier richtig.

Ich kremple gerade meinen Kabelbaum im Funflyer um und Frage mich ob ich die Kabelstärke der Lade Verkabelung ändern soll.
Bei mir sieht es folgendermaßen aus:
-MPX Büchse
-dickeres Hitec servo Kabel (2 adrig) als Ladekabel degradiert (ich glaub 0,75mm^2) mit 20cm Länge
-Kippschalter
-ordentlicher 1,5mm OFC Kabel zum Akku

Den will ich mit 5 A Laden. Den einen 2400mah Akku für die Standglühung auch.
Ich kenn da so ne Faustregel die besagt 4A auf 1mm^2. Ich weis das der Strom nicht linear mit dem Querschnitt ansteigt aber das ist hier auch nicht so wichtig.
Fakt ist das der Querschnitt vielleicht do zu klein ist

Soll ich auch hier auf 1,5mm^2 umrüsten oder gleich direkt am Akku laden.
Gruß
Christoph

TheManFromMoon

RCLine User

Wohnort: D-23714 Bad Malente

Beruf: Maschinenbauingenieur

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2

Samstag, 17. April 2004, 06:21

Je dünner das Kabel desto höher die Verluste.

Ich habe mein Ladekabel mit einem Querschnitt von 2,5mm² gemacht, um mit 5A zu laden.

Gruß
Chris

3

Sonntag, 18. April 2004, 00:05

Hallo Christoph,

das Problem bei den Ladekabeln sind weniger die Verluste in der Leitung (Wirkungsgrad, Wärmeentwicklung) als daß sich das Ladegerät im Automatikmodus weigern könnte mit 5A zu laden. Dies liegt daran, daß der Lader an seinen Klemmen einen Kunden mit höherem Innenwiderstand sieht und diesen nicht knechten möchte. Bei langen Ladekabeln könnte es auch zum Schwingen des System kommen.
Falls es in der bisherigen Konfiguration probemlos lief, gibt es meineserachtens kenen Grund mehr Gewicht in Foirm von Kabeln in den Flieger zu bauen.

Off Topic on:
Übrigens, OFC-Kupfer = sauerstofffreies Kupfer gibt es nicht. Diesen Begriff hat mal ein Kabellieferant aus der Hifi-Woodoo-Szene aufgebracht, und dafür mehrere Abmahnungen bekommen. Der Gipfel war damals, daß herauskam, daß das verkaufte OFC-Kupfer Recyclingmaterial und die fingerdicke Isolierung aus Altreifen bestand. Meterpreis ca. DM 150!
Off Topc off

Gruß,
Andreas

4

Sonntag, 18. April 2004, 03:18

Hallo Andreas

Das bei Automatik Ladung es Probleme geben könnte habe ich mir schon Gedanken gemacht, war mir aber überhaupt nicht sicher.
Schon heute habe ich auf 1,5mm umgekrempelt. Mehr Gewicht wird es kaum geben, den die Leitungen werden etwa 6cm lang sein (zur Büchse).
Ich habe in vielen Bauberichten gesehne das man solche dünne Klingeldrähte verbaut hat und Hab einfach nach geäfft aber dann wurde ich stutzig den man kann sich ja doch vorstellen das 5A eigentlich für 0,75mm zu viel sind.
Bis jetzt habe ich einen alten graupner Lader der Schaft höchstens 0,5A aber wen ich mir jetzt was mit 5A gönne könnte es kritisch werden.

RE off-topic
Soweit ich weis hat so ein Kupfer doch einen verringerten Sauerstoff Anteil, oder nicht ?
100% auf jeden fall nicht aber bis zu einen gewissen grad schon ?
Eins würde ich gerne wissen, eignet sich solcher Kupfer besser als normaler zur Strom Übehrtragung ??
Meines Erachtens ja, sonst würde man die nicht im Modellbau verwenden, selbst in der Starkstrom Ecke habe ich solche gesehen, und als Verkabelung im Auto für wer weis wie viele Endstufen alle mal.
Was da physikalisch in beiden Arten vorgeht wies ich leider nicht, würde es aber gerne wissen.
Gruß
Christoph

5

Sonntag, 18. April 2004, 15:56

Hallo Christoph,

wenn es nur um ein paar Zentimeter geht, fällt das Gewicht wirklich nicht in Gewicht :) , mit dem größeren Querschnitt bist Du in jedem Fall auf der sicheren Seite.
Welches Ladegerät möchtest Du Dir anlachen?

Zum Kupfer:
Es gibt am Markt nur zwei Arten dieses Materials welches für Kabel verwendet wird. Zum Eien handelt es sich um Elektrolytkupfer = Neumaterial das ausschließlich unlegiert verarbeitet wird, das Andere ist Recyclingmaterial dessen Reinheitsgrad vom Zufall abhängt. Beim Ziehen der Einzeldrähte für die Litze kommt die Oberfläche der Drähtchen mit der Luft in Berührung und schon ist es aus mit OFC. Wenn, wie in Asien üblich, wo der Großteil der Kabel herkommen, die Spulen mit der Litze im Freien auf die Weiterverarbeitung zu Kabel warten, kommt es zu weitere Sauerstoffaufnahme. In der Regenzeit produziertes Material kommt oft schon mit einer dünnen Schicht Grünspan in Europa an.
Die Qualitätsunterschiede entstehen vor allem bei der Weiterverarbeitung. Je dünner die Einzeldrähtchen in der Litze sind, desto flexibler, aber auch teurer wird das Kabel. Beim Ummanteln mit der Isolierung (Extrudieren) sinkt der Preis mit der Geschwindigkeit, mit der die Maschine läuft, leider aber auch die Qualität. Bei zu schneller Verarbeitung verläßt das Kabel die Maschine zu heiß, so daß die Litze im noch weichen Kunststoff die Mitte verlassen kann. Die Folge ist, daß das Kupfer an manchen Stellen nur knapp unter der Oberfläche der Isolierung liegt. Auch beim Isolierwerkstoff gibt es große Unterschiede. Je mehr Weichmacher verwendet wird, desto flexibler wird die Leitung. Das ist der typische Gummigeruch, der jedoch Krebserregend ist. Es gibt z.B. wärme-, öl- und säurebeständige Kunststoffe, sowie Halogenfreies Material, welches im Brandfall dioxinfrei (Sevesogift) verbrennt.
Dies war ein Bißchen Hintergrund zu dem, was man uns für teures Geld verkauft. Ich hoffe, daß ich Dich nicht zu sehr zugemüllt habe.

Grüße,
Andreas

6

Sonntag, 18. April 2004, 18:08

Hi Andreas

Der Lader wird glaube ich ein Robbe Ultimate Li den man mir hier

Mit dem Hintergrundwissen hast du mich gar nicht zugemült :ok: . Also sind die sogenannten OFC oder Silikonkabel einfach anders verarbeitetes Kupfer (dünner gezogene Litzen).
Mann könnte aber solche Litzen in einer Gasummantelung ziehen, ob das aber viele machen glaub ich eher nicht.
Außer der Elastizität gibt es noch unterschiede von der elektrischen Seite ( Wiederstand, Temperatur Beständigkeit unter last usw.) den man hat mir schon öfter gesagt das die nicht zur Stromübertragung geeignet sind. Meines Erachtens ist das aber blödsin.
Gruß
Christoph