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maximum

RCLine User

  • »maximum« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Oberösterreich

Beruf: Student

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1

Dienstag, 25. Mai 2004, 19:38

drehzahlregelung mit Microcontroller

Gruß an alle!

Ich hätte da ein paar Fragen, bezüglich der Drehzahlregelung eines Motors mit Microcontroller.
Ich verwende einen PIC 16F628, da dieser ja die Pulsweitenmodulation schon hardwaremäßig beherrscht, und dadurch der Programmieraufwand geringer ist.
Was mich interessiert ist die Endstufe, mit der der Motor angesteuert wird.
Normalerweise wird man in diesem Fall eine Mosfet-Leistungsstufe bauen.
Kann man anstatt der Mosfets auch normale Schalttransistoren verwenden, wie sie zum Beispiel in Computernetzteilen verbaut sind?
Ich denke hier zum Beispiel an den TIP41 oder so.
Laut Datenblatt kann dieser auch bis zu einer Frequenz von ein paar khz schalten, und er verträgt auch ein paar A.
(Meine Schaltung sollte ungefähr 10A verkraften können. Gewicht und Größe des Kühlbleches ist egal.) Falls das überhaupt möglich ist, was sind die Nachteile?
Mich würde das interessieren, da diese Teile zu Versuchszwecken billiger sind, bzw ich einige dieser teile Zuhause liegen habe.
Was muss ich bei der Ansteuerung beachten?

Danke für eure Hilfe

mfg max

2

Dienstag, 25. Mai 2004, 23:18

RE: drehzahlregelung mit Microcontroller

Hallo Max,

klar kann man Motoren auch mit bipolaren Transistoren schalten (ich glaub, früher als die MOSFETs noch nicht so weit waren, hat man Drehzahlregler auch mit 2N3055 o.ä. gebaut). Die Nachteile sind höhere Verlustleistung (ok, wenn's bei Deiner Anwendung nicht drauf ankommt, ob ein paar Watt über einen schweren Kühlkörper verbraten werden müssen...) und daß die bipolaren Transistoren richtig Strom zur Ansteuerung brauchen. Einfach MOSFET durch TIP41 ersetzen geht also eher nicht - mußt vermutlich auch die Schaltung der Vorstufe verändern. In Deiner Leistungsklasse wäre es mit einem (Logic-Level)MOSFET eben viel einfacher: da kann der Microcontroller das Gate direkt ansteuern, ohne weitere Treiber-Transistoren.

Gruß,

Thomas

Holger Hemmecke

RCLine User

Wohnort: D - Arnstadt

Beruf: Entwicklungsingenieur

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3

Mittwoch, 26. Mai 2004, 07:43

RE: drehzahlregelung mit Microcontroller

Hallo Max,

die 10 A sind beim TIP41 laut Datenblatt nur als "Pulse" zugelassen !
Besser an Ic max. 6 A orientieren und die 10 A als Reserve ansehen. Deshalb sind auch die Diagramme nur bis 6 A dargestellt.

Und wie Thomas schon schreibt, mußt Du im Gegensatz zu einem Logic-Level-MOSFET erstmal den erforderlichen Basisstrom zur Ansteuerung aufbringen. Bei 6A ist hFE ja typisch nur noch ca. 30, als Minimum ist 15 angegeben. Es ist also ein Basisstrom von mindestens 0.2 A erforderlich !
Da kommst Du um einen weiteren, kleinen Transistor zwischen Controller und TIP41 wohl nicht herum.

Gruß, Holger
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maximum

RCLine User

  • »maximum« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Oberösterreich

Beruf: Student

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4

Mittwoch, 26. Mai 2004, 09:44

Vielen Dank für die Information!
Ich werde mir wahrscheinlich eine Schaltung mit Bipolartransistoren zu Versuchszwecken aufbauen, und später dann MosFets nehmen.

mfg Max

5

Mittwoch, 26. Mai 2004, 11:31

Nimm einfach einen BUZ10 oder BUZ11 oder einen IRF7456 N-Kanal-Mosfet, die schalten alle über 10A. Der IRF7456 ist überhaupt superwinzig (SO-8 ) und kommt ohne Kühlblech aus weil er bei 16A nur 1,7 Watt Verlust hat. Du kannst direkt den Ausgang des PICs auf das Gate von den Mosfets schalten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »andix« (26. Mai 2004, 11:32)