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Freitag, 4. Juni 2004, 14:12

Selbstbauzangenamperemeter

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."
Quelle: GBO

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Sonntag, 6. Juni 2004, 00:23

RE: Selbstbauzangenamperemeter

Coole idee den Strom so zu messen.

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Montag, 7. Juni 2004, 13:45

RE: Selbstbauzangenamperemeter

So über den Daumen gepeilt würde ich aber den Allegro Microsystems ACS750 benutzen wollen. Der kostet bei Farnell in One 8.39Euro plus Mehrzwecksteuer und Versandkosten.
Datenblatt gibbet hier: http://www.allegromicro.com/datafile/0750-050.pdf
Farnell: http://de.farnell.com/jsp/search/searchr…Search&DShip=YE
"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."
Quelle: GBO

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Montag, 7. Juni 2004, 23:14

RE: Selbstbauzangenamperemeter

Die Idee mit dem Hallsensor ist so neu auch nicht. Und mit der Genauigkeit ists bei der "Kalibriermethode" auch nicht allzuweit her. Vorwiderstand und dann entsprechende Windungszahl an dei Batterie klemmen... Naja, wenn ein normales Amperemeter noch in Reihe hängt, stimmt wenigstens die Kalibrierung bei Raumtemperatur.

An der Stelle würd ich bei LEM nachsehen, da gibts auch vernünftige Sensoren zur Strommessung. Braucht dann allerdings noch eine Versorgung und ein normales Multimeter...

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Dienstag, 8. Juni 2004, 10:14

RE: Selbstbauzangenamperemeter

Guten Morgen lieber Stefan,

vielleicht ist es Dir ja nicht aufgefallen aber die Sensoren von LEM arbeiten so ziemlich nach exakt dem gleichen Verfahren nur das sie schon abgeglichen wurden.

Ich weiss auch das die Beschreibung vom ersten Link einen Sensor für Arme, na sagen wir für Bastelwütige, darstellt.

Wenn Du Dir mal die Mühe gemacht hättest auf den Link von Allegro zu gehen wäre es Dir auch klar das selbst dieser Sensor nix anderes darstellt als ein Sensor von LEM. Halt nur ein anderer Einsatzzweck und dadurch bedingt auch ein anderer physischer Aufbau.

Um mal auf die Kalibrierung zu sprechen zu kommen: "The unit must now be calibrated using a known current flow. The first step is to position the Hall effect sensor in the air gap of the ferrite core as shown in Fig.7."

"known current flow" meint einen bekannten Stromfluss. Ja, den sollte man vorher wissen oder messen können.

Das hier:

Zitat

If you have an adjustable power supply, install a 3.9W 5W resistor in series with the power supply and the winding and set the output voltage to 3.9V. If you're really fussy, add a multimeter in series with the wiring and set the current to exactly 1A by adjusting the supply voltage.
aus dem Originaltext sollte Deine Frage beantworten.
Eine für den Zweck als Strommesser für ein Auto völlig ausreichende Anleitung.
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Quelle: GBO

6

Mittwoch, 9. Juni 2004, 14:51

da geb ich Dir nicht ganz recht.
Das Messprinzip zu dem hier zugrundeliegenden Sensor ist die Messung des Flusses innerhalb eines Magnetkerns.
http://www.lem.com/inet/products.nsf/f32…1256bf20037da9a!OpenDocument
Die Messung des Flusses ist aber stark abhängig von der Einkopplung (Luftspalt), Temperatur und auch der Versorgungsspannung des Hallsensors sowie auch der Ausrichtung des Kerns zum Erdmagnetfeld. Entsprechend steht und fällt die Genauigkeit mit einem Nullabgleich, einem präzise geschlossenem Kern und einer sauberen Temperaturkompensation, was gute DC-Stromzangen dann auch etwas teurer werden lässt.

Im Gegensatz dazu gibts die Messungen mit geschlossener Regelschleife, bei der ein Kompensationsstrom. Dabei wird in einer zweiten Wicklung ein Strom geregelt, der den Fluß im Magnetkern zu Null werden lässt. Der geregelte Strom wird dann per Messwiderstand in eine Spannung gewandelt.
http://www.lem.com/inet/products.nsf/f32…1256bf1005b553a!OpenDocument

Vorteil: sehr genaue Strommessung, sehr gute Linearität und kaum Abhängigkeit von der Temperatur.

Ok, fürs Schätzen des Stromflusses in/aus einer Autobatterie reicht ein solcher Sensor. Zum Messen (nicht Schätzen) der Stromaufnahme eines Flugmotors zur Wirkungsgradoptimierung brauchts Genaueres.

7

Mittwoch, 9. Juni 2004, 16:10

Ich hatte spontan dazu angesetzt zu erklären was bei der Kompensationsmethode tatsächlich kompensiert wird. Glücklicherweise hab ich dann mal die Postings nochmal durchgesehen und habe festgestellt das praktisch alle Deine Fragen zu meiner völligen Zufriedenheit auf den angegebenen Links beantwortet werden. Daraufhin habe ich die 2 Seiten wieder gelöscht.

Sei nicht sauer aber ich glaube Du möchtest einfach nur streiten. Ich nicht. Dazu hab ich einfach nicht genügend Freizeit.

Ich gehöre nicht zu den Leuten die das Haushaltsbudget in ihr Hobby pumpen dürfen und vor diesem Hintergrund wäre selbst eine absolute Genauigkeit von nur +-5% unschlagbar günstig für einen Selbsbausensor aus der Grabbelkiste.
Teurer gehts immer aber ob das auch immer besser ist?
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Quelle: GBO

Gaston

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Mittwoch, 9. Juni 2004, 18:57

Schaut Euch mal Fig. 7 an (Kalibrierungsaufbau). DAS ist im Prinzip ein "LEM-Sensor". Man könnte einfach einen Regler dranhängen (1 OpAmp), der soviel Strom durch die Schleife lässt, dass der Hallsensor kein Feld mehr misst. Und diesen mit 'nem normalen Shunt messen. Das wäre nur unwesentlich aufwändiger und mit Sicherheit viel genauer.

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Freitag, 11. Juni 2004, 13:44

Zitat

Sei nicht sauer aber ich glaube Du möchtest einfach nur streiten.

lag nie in meiner Absicht.

Nur wenn man schon den hohen zeitlichen Aufwand eines Selbstbaus macht (kommt ja noch der Softwareaufwand für den Wechsel des Sensors* dazu), um gutes Equipment mit wenig Materialaufwand zu bauen, schadets nicht, sich vorher mal Gedanken um ein optimales Messprinzip zu machen. Da ist einerseits der Mehraufwand für die Variante mit geschlossenem Regelkreis nicht allzuhoch und dann wäre es vielleicht auch noch sinnvoll, der Schaltung einen höher auflösenden A/D-Wandler zu spendieren (10 Bit im Mikroprozessor oder externer 12+ -Bit-Wandler), damit man auch kleinere Ströme noch vernünftig messen kann. +/-80A / ~230 Steps macht eine Auflösung von 0,7A. Misst man einen Strom um die 10A, sind das bereits 7% Quantisierungsfehler!

Zitat

selbst eine absolute Genauigkeit von nur +-5%

Bei dieser Anforderung reicht aber auch ein selbstkalibrierter, niederohmiger Shunt mit ordentlichen Steckverbindern, der z.B. zwischen Batterie und Regler gesteckt wird. Ist der Spannungsabfall klein, sind die Verfälschungen des Messergebnisses auch in dieser Größenordnung von +/-5%. Bleibt natürlich auch da die Frage der Kalibrierung mit einem Referenzinstrument. Ein magnetischer Sensor hat da durch das einfache Multiplizieren durch mehrere Wicklungen gewisse Vorteile für die Überprüfung des Maximalstroms...

*Achja, nachdem es eine Ewigkeit gedauert hat, bis sich der Sensor von Allegrosystems aufgebaut hat, fiel mir auf, dass dies gar kein Mikroprozessor ist, sondern ein integrierter Sensor. In dem Fall ist das Stück Draht (=Shunt) und ein empfindliches Multimeter eine noch preisgünstigere Variante und lebt mit der gleichen Problematik, dass der Stromsensor in die Verkabelung eingelschleift wird.

Was mir an dem Artikel übrigens gefallen hat, war der Selbstbau der Klappzange aus einem einfachen Klappferrit.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »e-beaver« (11. Juni 2004, 14:18)