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Tommi_Anders

RCLine User

  • »Tommi_Anders« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: D-73614 Schorndorf

Beruf: Dipl.-Ing. Elektronik

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1

Mittwoch, 1. September 2004, 17:03

Frage zu Operationsverstärker

Hei.
Hab in der Schule nicht aufgepasst und deshalb folgende Frage.
Ich will ein Gleichspannungssignal mit einem mittels Poti einstellbaren relativ großem Offset versehen (+- 30mV). Mir fällt dazu ein OV, nichtinvertierend, V=1 ein. Aber die Dinger gehen doch nur runter bis v=2, oder? (v=1 + R1/R2).

Wie würdet ihr das lösen? Muss man doch 2 invertierende OVs nehmen?
(v= -R1/R2)

Gruß,
Tommi
Herzlichst,
Tommi

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tommi_Anders« (1. September 2004, 17:06)


2

Mittwoch, 1. September 2004, 17:16

Hi..

kannst du nicht einfach dem Ausgangssignal noch einen Spannungsteiler verpassen?

mfg
andi

Tommi_Anders

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3

Mittwoch, 1. September 2004, 17:28

Ja Andi, das ginge theoretisch. Aber nur beim unbelasteten Spannungsteiler. Da an den Ausgang wechselde Lasten dran sollen (geht als Ausgang an BNC), würde sich jedesmal das Teilerverhältnis ändern. Man müsste den Teiler z.B. mit einem Spannungsfolger entkoppeln. Aber da brauche ich doch wieder einen 2. OV.

Tommi
Herzlichst,
Tommi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tommi_Anders« (1. September 2004, 17:30)


Little Tom

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4

Mittwoch, 1. September 2004, 18:49

Hallo Namensfetter!

Auch im nicht-invertierenden Betrieb ist eine Verstärkung von 1 möglich. Das wäre dann ein sogenannter Spannungsfolgen, in dem man einfach den Ausgang auf den invertierenden Eingang schaltet (entspricht R1=0 und R2=unendlich).

Ein echter Summenverstärker ohne Beeinflussung der (beiden) Eingangsspannungen ist (meines Wissens) nur im invertierenden Betrieb möglich. Hierzu werden die Eingangsspannungen jeweils über einen Widerstand der gleichen Größe auf den invertierenden Eingang geschalten und die Rückkopplung (vom Ausgang zum invertierenden Eingang) erfolgt ebenfalls mit einem Widerstand der gleichen Größe (ergibt für jede Eingangsspannung eine Vertärkung von -1).

Eine weiter Möglichkeit wäre eine Summenbildung über Widerstände, wobei hier jeweils eine Beeinflüssung der Eingangsspannungen untereinander im Sinne einer Spannungsteilung erfolgt. Diese könnte dann durch einen nicht-invertierenden OPV wieder ausgeglichen werden (v>1). Somit wäre dann aber das Ausgangssingnal unabhängig von der Last.

Leider kann ich im Moment hier keine Schaltskizzen einfügen. Prinzipiell kann man sich aber das Verhalten eines OPV leicht herleiten. Dieser vergleicht die Spannungen an den beiden Eingangen und versucht durch Veränderung der Ausgangsspannung durch die Rückkopplung zum invertierenden Eingang die Differenz an den Eingangen auf 0V zu bringen (bei fehlender Rückkopplung = Komparator).

Tschüss Thomas

PS: Gruß an (Exp) Andy ;)

Tommi_Anders

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5

Mittwoch, 1. September 2004, 20:26

Besten Dank für die Antworten!

@Tom
Dass der Spannungsfolger v=1 hat, ist mir schon klar. Aber leider kann man nicht an die Nullohm-Rückführung eine Offset-Spannung einspeisen, was ich ja wollte.

Ich werde wohl doch 2 inv. OV's nehmen, einen führs Offseten und den anderen zum Phasendrehen... Das ist eine transparente Lösung.

Tom(i)
Herzlichst,
Tommi

6

Donnerstag, 2. September 2004, 07:59

Hallo Thomas!

Es gibt auch eine Loesung mit nur einem OPV. Verwende die Schaltung fuer einen Subtrahierenden Verstaerker, siehe http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210153.htm und subtrahiere eine negative Gleichspannung.

Anders gehts natuerlich auch und ob Du einen oder 2 OPVs brauchst ist beim basteln wohl unwichtig. Wenn Du in die Grosserie willst solltest Du natuerlich schon auf den "Component Count" achten ;)

Gruss
Roland
Erst studieren dann probieren!