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mazdajäger

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1

Freitag, 10. September 2004, 22:44

Ruhestrom bei CNC-Styroschneideanlage regeln ?

Moinsen !

Hab da mal ne Frage. Ich bastel gerade meine Schneidemaschine.
Läuft momentan mit eigener Steuerkarte + Endstufe...
Ist aber nicht Software kompatibel für das gängiste.
Meine Software kann keine HPGL Dateien importieren :-(

So jetzt meine Frage:

Die gängigen Steuer-ICs für Stepper (z.B. den L297) haben ja einen
ENABLE -Kanal. Liegt keine HIGH-Flanke an sind alle Ausgangskanäle low und
die Endstufe macht dann auch nichts mehr...

Software wie Foam-CUT unterstützen jetzt Freiprogrammierbare PINS am LPT
in der Config. Nur ist da nur Takt und Richtung angegeben--naja und noch ansteuerung fürs Relais für Schneidedraht...
Da steht aber nichts von wegen "disablen" der Steuerausgänge.
Die Logik der ICs sieht ja abschalten vor...nur bietet die gängigen Schneidesoftware das auch ? Ansonsten würden ja die Spulen ordentlich
beheizt. Ich fahre 12 V OHNE CHOPPER und habe 5 Ohm am Motor. da heizt so ein Motor mit ca. 25 W nach ner Zeit son bischen ???

Ich stehe so bischen aufen Schlauch...wie funzt den das bei den Steuerkarten die man kaufen kann (hab aber nicht vor eine zu Kaufen weil teuer Geld).

CU und für hilfreiche Comments schon mal Danke !
Sorry wegen der Tippfehler ! :shy:
Ein Hoch auf die Polymer-zellen ! :ok:

2

Freitag, 10. September 2004, 23:35

RE: Ruhestrom bei CNC-Styroschneideanlage regeln ?

Zitat

Ich fahre 12 V OHNE CHOPPER und habe 5 Ohm am Motor. da heizt so ein Motor mit ca. 25 W nach ner Zeit son bischen

Hört sich extrem nach Überlastung der Motoren an.

Bei Schaltungen mit Stromregelung (Chopper) gibt es einen "Power Down"-Modus, der des Strangstrom auf 30-50 % beschränkt, wenn die Fräse (o.ä.) für eine gewisse Zeit nicht bewegt wurde; ist aber Softwareabhängig.

Ein komplettes Disablen der Ausgänge während des Betriebs ist nicht sinnvoll, da beim Wiedereinschalten (Enablen) der Motoren, diese nicht unbedingt wieder in die gleiche Position springen. Es kann also zu Positionsfehlern kommen.

Verwendest du L298er? Wenn ja, warum nimmst du nicht noch einen L297 dazu, dann kannst du eine Stromregelung sehr leicht aufbauen.
Gruß,
Jürgen
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mazdajäger

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3

Samstag, 11. September 2004, 10:50

Hey danke für deine Antwort :-)

Mhhh... ich fahre von der Centronics an die L297 und gehen danach direkt an die Darlingtons und Signal-LEDs...
Das haute dann aber nicht hin da ja von der Logik her der L297 immer
min. eine von den 4 Phasen schaltet.

Hab davon nicht wirklich so den Plan muss ich dazu sagen. (Maschbau, nix Elektronik). In Kennblatt vom L297 ist noch ein L298 nachgeschaltet was der aber nun im einzelnen macht weiss ich nicht ?? Scheint aber wichtig zu sein he ?


CU F.S
Sorry wegen der Tippfehler ! :shy:
Ein Hoch auf die Polymer-zellen ! :ok:

4

Samstag, 11. September 2004, 12:37

Hi,

der L298 macht (fast) das gleiche wie deine Darlingtons, nur das alles in einem Baustein integriert ist. Über einen zusätzlichen Lastwiderstand kann man damit aber den Stromchopper des L297 benutzen.
Gruß,
Jürgen
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mazdajäger

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5

Samstag, 11. September 2004, 16:55

Seh ich das richtig, dass mit Hilfe höherer Spannung und geringeren Stromes das gleiche o. annähernd das gleiche Drehmoment erzeugt werden kann ?
Wenn ich den 297 zusammen mit dem 298 so aufbaue wie in dem ST-Datashit für den L297 angegeben ist meine Steuerung "schon fertig?" :tongue: ...und ohne das das was abraucht ?
Meiner Stepper sind alle 4 Phasen Unipolar 7,5° 10 ohm / Wicklung.

Thanx F.S
Sorry wegen der Tippfehler ! :shy:
Ein Hoch auf die Polymer-zellen ! :ok:

6

Samstag, 11. September 2004, 19:55

Im Prinzip ist es so. Allerdings ist die Schlatung nur für bipolare Motoren geeignet. Sollten deine vom Typ "5 Anschlußkabel" sein, dann haste Pech gehabt. Unipolare Motoren mit 6 oder 8 Anschlußkabel können jedoch auch bipolar betrieben werden, und dann bist du mit der L297/L298 kombination besser dran.
Gruß,
Jürgen
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7

Samstag, 11. September 2004, 21:15

son misst...die ganzen BI-Polaren habe ich weggeschmissen,da ich nur die
unipolaren steuern konnte / wollte...ich seh schon...das wird noch ein langer
Weg bis das so funzt wie ich das haben will :shy:

P.S: Was spricht eigentlich dagegen diese ganzen Dioden der Bipolaren Schaltung
aus dem ST-Datashit wegzulassen und nur Freilaufdioden für die Spulen einbauen
und damit dann einen Unipolaren Motor fahren ? Ist der L298 generell nur
für Bipolis zubenützen ? (solange er 4 Phasen richtig getaktet ausspuckt
ist doch meine (Maschbau) Welt wieder in Ordnung ;) oder ?

Hab schönen Dank für deine Hilfe !
Sorry wegen der Tippfehler ! :shy:
Ein Hoch auf die Polymer-zellen ! :ok:

8

Sonntag, 12. September 2004, 19:42

Unipolare Motoren uns Stromchopper à la L297 vertragen sich nicht, da die eine Hälfte der Spule immer die andere beeinflußt. Das gibt Probleme mit der Strommessung. Den ganzen Mist habe ich gerade hinter mir - ich dachte auch, so schwer kann das ja nicht sein. Nur hat das nicht ganz hingehauen. Braucht jemand N-Kanal-Mosfet-Treiber ? :angry: Jetzt bau ich eben H-Brücken!

Der L298 ist eine doppelte H-Brücke; theoretisch kann man die unteren 4 Transistoren auch für eine Unipolarschaltung missbrauchen - sauber ist das aber nicht.
Gruß,
Jürgen
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9

Sonntag, 12. September 2004, 22:14

Das heißt jetzt für mich: Entweder Bipolare Motoren oder ich hab ein Problem
da ich nicht genügend know how habe :hä: und Knete für ne Teure Steuerkarte schon garnicht ;(

Du meintest Unipolare kann man auch Bi-Polar betreiben.
...ist es dir möglich zu erklären wie das funzt und was das mit sich bringt :tongue:

CU Frank
Sorry wegen der Tippfehler ! :shy:
Ein Hoch auf die Polymer-zellen ! :ok:

10

Sonntag, 12. September 2004, 23:46

Ok, das ist jetzt rein theoretisch, da ich deine Motoren nicht kenne.

Du solltest 6 Anschlüsse an den Motoren haben. 2 gehen an +, die anderen 4 an die Transistoren. Die 2 die an + gehen, sind die Mittelanzapfungen der Spulen.
Verwendest du jetzt den L298 dann lass die mittleren Anschlüsse einfach weg.
Gruß,
Jürgen
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11

Montag, 13. September 2004, 10:08

Hallo Frank!

Nur nicht die Flinte ins Korn werfen! Juergen hat recht. Es gibt Schrittmotoren die man sowohl bipolar als auch Unipolar betreiben kann. Diese haben entweder 6 oder 8 Anschlussdraehte. Vielleicht hast Du ja solche.

Auf http://www.nc-step.de/ gibts nicht nur Schrittmotoren und Ansteuerelektronik zu kaufen sondern auch gut verstaendlich Aufbereitete Infos bzgl verschiedener Schrittmotorarten und Ansteuerungen.

Zitat

Seh ich das richtig, dass mit Hilfe höherer Spannung und geringeren Stromes das gleiche o. annähernd das gleiche Drehmoment erzeugt werden kann ?


Ganz klar NEIN! In der Regel sind bei Schrittmotoren die maximalen Haltemomente angegeben. D.h. Motor steht und wird vom Maximalstrom durchflossen -> bei welchem Drehmoment kann er die Position gerade noch halten. Dieses Haltemoment ist (bei gegebenem Motor) NUR vom Strom abhaengig. Durch eine Spannungserhoehung wuerde sich auch der Strom erhoehen. Natuerlich steigt dann auch das Haltemoment aber mehr als der Maximale Strom darf nicht sein, sonst schaedigst Du den Motor. Kurz und buendig: Mehr Strom = mehr Moment und umgekehrt.

Eine hoehere Spannung bringt was fuer die Dynamik. Dadurch steigt der Strom in der Wicklung schneller an und Du hast schneller das gewuenschte Moment anliegen. Hier ist aber zwingend ein Stromregler noetig, welcher nach dem erreichen des gewuenschten Stromes diesen konstant haelt.


Gruss, viel Erfolg
Roland
Erst studieren dann probieren!

mazdajäger

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12

Montag, 13. September 2004, 10:58

Zitat

Original von Juergen_D
Verwendest du jetzt den L298 dann lass die mittleren Anschlüsse einfach weg.


Ändert sich dann die Charakteristik des Motors ? So max. Drehzahl, Haltemoment,
und vor allendingen auch die das Verhältnis °/Schritt ?
Ich habe nämlich ausschließlich 6 polige unipolare Schrittmotoren :D

@ Roland...ach ja, da war ja was von wegen I[A] ~ M[NM]...

Verzeit die viele Fragerei aber diese Datenflut mit Google zubewältigen ist
echt sehr schwierig :(
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mazdajäger« (13. September 2004, 10:59)