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Ch.Petry

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  • »Ch.Petry« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 1. Oktober 2004, 22:47

Zulässige Leitungslänge bei Brushlessreglern

Hallo,

Ich frage mich schon seit längerem wie es sich mit der maximalen Leitungslänge bei Brushless-Reglern verhält.

4 Fragen:
1)Ich vermute das auch ein gerade ausgestreckter Kupferleiter eine gewisse Induktivität hat?
2)Wenn ja: Ist diese Induktivität unabhängig vom Querschnitt?
3)Wo liegt das Problem bei größeren Leitungslängen ?
Werden die Spannungsspitzen zu hoch sodass der Kondensator diese nicht mehr ausreichend gut ausgleichen kann???
Überhitzen die Kondensatoren???
Werden die Spannungsspitzen so hoch das der Kondensator zerstört wird???
4)Welchen Einfluss hat der Strom und die Spannung? Wenn ich z.B. einen 18 Zellen Regler mit 80A Dauerleistung nur mit 10 Zellen und 20A belaste, kann man dann größere Leitungslängen nehmen?


mfg
Christian
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joeloebig

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2

Samstag, 2. Oktober 2004, 00:59

RE: Zulässige Leitungslänge bei Brushlessreglern

HAllo,
1. JA, stimmt
2. Nein, nur vom Strom der durch den Leiter fliest
3. Der Akku dient als Kondensator für die bei der Umschaltung entstehenden Spannungspitzen die sonst den Regler töten.Wenn die Kabel zu lange sind ist ihr Widerstand zu hoch.
4a. Siehe Punkt 3
4b. ganz klar nein

http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?threadid=27699

Hier steht auch viel dazu das meiste von dir.
Er gab auch mal einen Thread wo das noch genauer erklärt wurde.

Gruss

Achim

Ch.Petry

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3

Samstag, 2. Oktober 2004, 01:20

Danke, ich hatte den Thread nichtmehr gefunden und hatte es nicht mehr im Kopf (ist ja auch schon 1 1/2 jJahre her...)


Deine Antwort zu 3) verstehe ich nicht so ganz, kannst du das nochmal genau erklären?
4b) ist mir auch nicht ganz klar, wenn doch die Induktivität abhängig vom Strom ist müsste ich doch bei halbem Strom die doppelte Länge nehmen können?!?


Was ich aber seltsam finde:
Ich bin eine ganze Zeit lang mit ca.80cm langen Kabeln in meinem LMH geflogen (inkl. 30cm Zellenverbindern) =>keinerlei Probleme!
In meinem E-Maxx (Monstertruck) dagegen werden die Kondensatoren des Car-Reglers schon sehr warm obwohl ich dort nur ca.15cm Kabel habe!
Also irgendwie passen da Theorie und Praxis nicht ganz zusammen???



Noch eine Frage:
Man kann die Leitungen doch verlängern wenn man einen (oder mehrere) zusätzliche Kondensatoren einsetzt (wurde zumindest schon 2-3 mal so hier so beschrieben).
Was braucht man denn da für Kondensatoren und wo bekommt man die her? (Müssen die einen besonders geringen Innenwiderstand haben?)


mfg
Christian
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mosi

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4

Samstag, 2. Oktober 2004, 03:04

Hallo,

ich bin mir sicher, dass der Strom keinen Einfluss auf die Induktivität hat, wohl aber auf den Wechselspannungsabfall.
Also die Kondensatoren dienen dazu, den entstehenden Wechselspannungsanteil auf den Versorgungsleitungen kurzzuschliessen, eine Aufgabe, die zum Teil auch der Akku übernimmt. Sowohl der Akku, als auch die Elektrolytkondensatoren haben aber den unangenehmen Nachteil, das der Wechselstromwiderstand(idealerweise=0) mit zunehmender Frequenz steigt(weil Induktivitätsbehaftet), also ihrer Aufgabe nicht mehr hundertprozentig gerecht werden können (die Oberwellen können bestimmt einige MHz erreichen). Die Induktivität (=Wechselstromwiderstand) der Zuleitungen tun Ihr übriges. Einen Kondensator mit besonders geringem Widerstand ist kein richtiger Kondensator mehr, da ein idealer Kondensator einen unendlichen Widerstand hat. Aber ich verstehe was du meinst, man sollte einen Kondensator mit geringer Induktivität verwenden. Die Dinger heissen Low-ESR, sind schwer zu bekommen und relativ teuer. Man kann sich sicher behelfen, indem man mehrere kleine Elkos parallel schaltet. Die ohnehin geringere Induktivität eines kleineren Kondensators verringert sich durch Parallelschaltung noch weiter: 1/Lges=1/L1+1/L2+...1/Ln
Diese Kondensatoren so dicht wie möglich am Regler anlöten, zumindest noch an den originalen Anschlussleitungen.
Kondensatoren können übrigens sehr wohl heiss werden, wenn über die Verlustinduktivität ein Wechselstrom fliesst, entsteht ein Wechselspannungsabfall und demzufolge auch eine Verlustleistung die in, natürlich, Wärme umgewandelt wird.
Viele Grüße, Rene

joeloebig

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5

Samstag, 2. Oktober 2004, 08:42

Zitat

Original von mosi
Hallo,

ich bin mir sicher, dass der Strom keinen Einfluss auf die Induktivität hat, wohl aber auf den Wechselspannungsabfall.

Na jetzt werden wir aber kleinlich... das hängt doch direkt voneinander ab.
Ohne Strom kein "Wechselspannungabfall"
BTW: meinst du mit "Wechselspannungabfall" den Wechselspannunganteil der auf den Zuleitungen duch die Taktung der Ausgangsspannung ensteht? (Man was für ein Satz...)

Zitat


Die Dinger heissen Low-ESR, sind schwer zu bekommen und relativ teuer. Man kann sich sicher behelfen, indem man mehrere kleine Elkos parallel schaltet. Die ohnehin geringere Induktivität eines kleineren Kondensators verringert sich durch Parallelschaltung noch weiter: 1/Lges=1/L1+1/L2+...1/Ln


Schaltfeste Elkos gehen auch, aber dann wie Rene schon schreibt, lieber mehrere kleine wie eine grossen und achte auf die Spannung. Ich würde 47V Typen nehmen.


Zitat


Diese Kondensatoren so dicht wie möglich am Regler anlöten, zumindest noch an den originalen Anschlussleitungen.


fast... die sind schon drinn.... alle 15 -20 cm direkt ins Kabel also z.B auf den Akkusstecker. Wobei ich das nicht verstehe; Filter immer dahin wo die Störung entsteht also an den Regler.

Zitat


Kondensatoren können übrigens sehr wohl heiss werden, wenn über die Verlustinduktivität ein Wechselstrom fliesst, entsteht ein Wechselspannungsabfall und demzufolge auch eine Verlustleistung die in, natürlich, Wärme umgewandelt wird.
Viele Grüße, Rene

genau das ist auch das Ziel von den Kondensatoren.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »joeloebig« (2. Oktober 2004, 09:30)


Ch.Petry

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6

Samstag, 2. Oktober 2004, 10:34

Hallo,

Also mein 45A Flugregler hat 2 Stück 25V 470uF Kondensatoren.
Kann ich irgendwie erkennen ob diese auch "low-ESR" bzw. Schaltfest sind?
Die low-ESR Kondensatoren die ich bisher gefunden habe sind alles Becherelkos, der Regler hat aber anscheinend normale radiale Elkos!
Reichen doch normale Elkos?


Ich möchte einen 4mOhm Shunt bauen der aus 82cm 3mm² (3x1mm² parallel) Kupferlackdraht besteht.
Vom Shunt sind es 10cm zum Regler und 20cm zum Akku.
Kann ich einfach 2 Stück 2.200uF 25V radial-Elkos nehmen (Reichelt-Bestellnummer: RAD 105 2.200/25) und am Shunt anlöten (auf der Regler-Seite)???


Hat es einen Einfluss wenn ich 3 parallele Drähte nehme statt einem dickem Draht?
Macht die Unterschiedliche Leitungslänge eventuell Probleme (Plus-Leitung: 30cm, Minus-Leitung: 112cm)?



mfg
Christian
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joeloebig

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Samstag, 2. Oktober 2004, 10:54

oh gott... jetzt wir es richtig teoretisch......

Also erstmal zu deiner Frage: nein, man kann es nicht erkennen.
ne gute Quelle sind alte Computernetzteile die kämpfen da mit den selben Problem wie wir weil es Schaltnetzteile sind.
Nomale Elkos reichen auch nur must du sie von der Spannung stark überdimensioniren.

Statt der 2 Stück 2.200uF 25V nimm lieber 4 oder 6 470uF 47V

Dreh die 3 Drähte zusammen.


"Macht die Unterschiedliche Leitungslänge eventuell Probleme (Plus-Leitung: 30cm, Minus-Leitung: 112cm)?
"
Wichtig ist der gesamt Widerstand/Kapazität/Inductivität.

Aber mal im Ernst willst du den ganzen Kram in ein Modell einbauen???


Gruss

Achim

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joeloebig« (2. Oktober 2004, 10:56)


joeloebig

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8

Samstag, 2. Oktober 2004, 10:55

doppelt

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Ch.Petry

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9

Samstag, 2. Oktober 2004, 11:44

6 Kondensatoren sind natürlich schwerer unterzubringen als 2...
Das ganze soll ja möglichst kompakt sein...

Ja, ich will das ganze in einem Modell unterbringen.
80cm 3mm² Kupfer dürften ca.20-30g wiegen, das ist zu verschmerzen denke ich.
Soll auch nur testweise sein, später nehme ich wahrscheinlich einen 1mOhm Shunt =>nur 17cm Kupfer (=>damit kann man dann auch eventuell ohne zusätzliche Kondensatoren innerhalb der Herstellerspezifikationen bleiben)


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