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1

Donnerstag, 2. Dezember 2004, 17:39

Unterschied zwischen blauen und schwarzen Elkos

Hi,
wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen den blauen und den schwarzen Elkos?Ist das bloß ein anderer Hersteller? Kennt ihr eine Seite,wo das alles erklärt ist.Besser gesagt eine komplette Elektronik Seite,wo man alles nachlesen kann?
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Jettaheizer

RCLine User

Wohnort: D-53567 Asbach

Beruf: Prozessleitelektroniker, Technischer Zeichner / Planer Elektrotechnik

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2

Donnerstag, 2. Dezember 2004, 18:46

Hallo Simon,

der Unterschied zwischen den blauen und den schwarzen ElKos liegt vor allem in der Farbe... ;)
Mal im Ernst: die Farbe der Umhüllung spielt keine Rolle. Es gibt auch orange ElKos, grüne, .....
Das einzig Interessante ist das, was auf die Hülle aufgedruckt ist.

Gruß,
Franz

Edit: ach ja, falls Du Interesse hast: ich hab ein Elektronik Tabellenbuch auf CD-Rom, da ist alles super erklärt. Bei Interesse mail mir mal deine (Post-)Adresse.
Sei einfach Du selbst!

Reality is a halucination caused by lack of sex, drugs & alcohol

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jettaheizer« (2. Dezember 2004, 18:47)


3

Donnerstag, 2. Dezember 2004, 19:59

Hey,das ist nett :ok: Du hast E-Mail ;)
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4

Freitag, 3. Dezember 2004, 14:01

ganz so einfach ists nicht. Für Standardanwendung, wo es nur um Filtern von normaler, transformierter Netzspannung geht, kann man sich auf die Daten auf dem Becher verlassen.

Aber es gibt durchaus ernstzunehmende Unterschiede. Z.B. Arbeitstemperatur, viele sind nur für max. 85°, es gibt aber auch bessere für 105° und darüber.

Das nächste ist wie bei Akkus der Innenwiderstand, auch ESR bezeichnet. Speziell bei Schaltnetzteilen wird das sehr wichtig, weil bei zu hohem ESR der Kondensator mächtig warm werden kann.

Und dann gibts noch Unterschiede in der mechanischen Ausführung (Ventil oder Sollbruchstelle), die im Fall der Überhitzung unterschiedliche Ergebnisse haben kann. Soße auf der Platine oder Papierschnitzel im Gehäuse...

In kritischen Stellen (Schaltnetzteile, Hochspannung, Hifi-Audioschaltungen) sollten immer Originalteile eingebaut werden.

5

Freitag, 3. Dezember 2004, 14:36

Hallo,
eine Frage habe ich noch: wie kann man bei gebrauchten Elkos die Polarität bestimmen?Ich habe mir ca.120 mit den verschiedensten Werten aus alten Platinen gelötet.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rotmilan« (3. Dezember 2004, 14:36)


6

Freitag, 3. Dezember 2004, 15:01

Bei Elkos ist der Minuspol markiert, in viele Fällen entweder mit einem dicken schwarzen Balken, oder sogar mit einem "-" Zeichen. Aber Achtung: Bei SMD Tantal Elkos ist es genau umgekehrt, da ist die Markierung am Pluspol.

Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

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7

Freitag, 3. Dezember 2004, 16:48

Zitat

Original von TheBug
Bei Elkos ist der Minuspol markiert, in viele Fällen entweder mit einem dicken schwarzen Balken, oder sogar mit einem "-" Zeichen.

Aber nur bei den stehend eingebauten Typen! Bei den axialen (liegenden) Typen
ist es wie bei den SMDs, da ist der Pluspol durch eine Rille markiert.

Edit: Flüchtigkeitsfehler korrigiert, danke an Thomas R.

LG
Albert Öttl
Wien

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Albert« (4. Dezember 2004, 15:50)


8

Samstag, 4. Dezember 2004, 15:18

Albert,
Verwechselt:

Radial: Draehte kommen beide auf einer Seite raus (also stehende Montage)
Axial: Wie der Name schon sagt. Zwei Draehte auf zwei Seiten im Mittelpunkt (also liegende Montage)

Der Rest pass natuerlich. Rille ist Plus.
Oft ist auch noch wie bei der Radialen ein Pfeil drauf der zum Minus Pol zeigt.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


9

Sonntag, 5. Dezember 2004, 14:22

Hallo
Ganz so unrecht hat der Ursprungs Frager aber auch nicht. Haeufig habe die Elko's mit einem niedrigen ESR, also Schaltnetzteil Elko's eine Braune Platikhuelle.
Aber schon richtig ist , es kommt auf die Beschriftung an. Und mit der dann im Datenblatt nachschauen.
MFG

10

Sonntag, 5. Dezember 2004, 16:54

Jetzt bringst du auch noch braun ins Spiel. ;)

Ja, natuerlich gibt es Unterschiede bei den Elkos. Aber die sind sicher nicht durch die Farbe erkennbar. Nur das Datenblatt kann hier Auskunft geben.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


11

Montag, 6. Dezember 2004, 10:06

Zitat

Original von nikolaus10
Ganz so unrecht hat der Ursprungs Frager aber auch nicht. Haeufig habe die Elko's mit einem niedrigen ESR, also Schaltnetzteil Elko's eine Braune Platikhuelle.


Das ist ja fast wie "rote Autos sind schneller als schwarze". Der Hersteller entscheidet welche Farbe der Elko bekommt, darüber gibt es keinerlei Norm. Also kann es passieren, dass der Einkauf eines Herstellers halt mal Grünen oder Gelben Schrumpfschlauch einkauft weil der billiger zu haben ist. Mit den elektrischen Eigenschaften des Kondensators hat das nichts zu tun.

Einen Zusammenhang zwischen Qualität und Farbe kann es nur dadurch geben, dass Hersteller natürlich nicht gerne die Farbe ihrer Bauteile ändern nur weil das Millicent spart, so etwas würde die Kunden verunsichern. Desshalb sind halt die Elkos bestimmter Hersteller immer schwarz, oder Blau, oder was auch immer für eine Farbe die halt als ihre Elko-Farbe ausgesucht haben. Und bei den Bauteileherstellern gibt es eine ganze Reihe schwarzer Schafe (die Elkos sind leider nicht passend gefärbt) und auch Plagiate, da steht dann Philips auf dem Kondensator drauf, Hui Fui Industries ist drin und wenn man den bei Nennlast betreibt kommt raus was drin ist...

12

Montag, 6. Dezember 2004, 11:55

Zitat

Original von TheBug

Zitat

Original von nikolaus10
Ganz so unrecht hat der Ursprungs Frager aber auch nicht. Haeufig habe die Elko's mit einem niedrigen ESR, also Schaltnetzteil Elko's eine Braune Platikhuelle.

leider nicht passend gefärbt) und auch Plagiate, da steht dann Philips auf dem Kondensator drauf, Hui Fui Industries ist drin ...


Dann hat er ja sogar bessere Qualitaet bekommen :)

Aber noch mal zurueck zu meiner These.
Elko's mit niedrigem ESR werden haeufig duch eine andere Farbe gekennzeichnet. Und wegen der politischen Corektheit sind sie Braun oder auch gruen. Kann jeder mal fuer sich ueberpruefen.
Denn so ganz willkuerlich wie mein Vorposter schreibt sind die Hersteller nicht bei der Wahl der Farbe . Es ist sogar Bestandteil der Spezifikation. Damit man den Damen bei der Bestueckung sagen konnte " Das rote Bauteil gehoert dahin" :D
Denn bei grossen Elektronikherstellern ist das genau festgelegt und wird sogar bei der Qualitaetsicherung geprueft.
Zwar nicht bei allen aber bei dem Konzern bei dem ich gearbeitet hatte wurde dir Farbe der Bauteile stichprobenweise kontrolliert. Natuerlich nicht wenn man bei Reichelt oder C bestellte. :)


MFG

13

Montag, 6. Dezember 2004, 14:44

Hi,
cool,das ihr euch so rege beteiligt :ok: Was sagt eigentlich der ESR Wert aus?Die Kapazität?
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14

Montag, 6. Dezember 2004, 15:19

Zitat

Original von Rotmilan
cool,das ihr euch so rege beteiligt :ok: Was sagt eigentlich der ESR Wert aus?Die Kapazität?


Equivalent Series Resistance. Also der Innenwiderstand des Kondensators, je höher der ist desto mehr Leistung wird im Kondensator verbraten, der heizt sich dadurch auf und das ist nicht unbedingt lustig. Besonders bei Schaltreglern können dadurch unagenehm hohe Temperaturen im Kondensator entstehen, die diesen zum Auslaufen bringen, in jedem Fall wird Leistung verbraten und die Lebensdauer der Kondensatoren verkürzt sich.

Derartiges war in letzer Zeit häufiger von PC Motherboards zu hören, wo dann der Regler für die CPU Spannung den Geist aufgab und eventuell der Kondensator noch für stinkenden und ätzenden Regen sorgte...

15

Montag, 6. Dezember 2004, 15:25

Verstanden ;) Was ist das eigentlich für eine gelbe Masse,mit der manche Bauteile verklebt sind,also auf der Platine?Siegellack?
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16

Montag, 6. Dezember 2004, 21:00

Zitat

Natuerlich nicht wenn man bei Reichelt oder C bestellte.
Das ist leider so. Hatte mal Kondensatoren im Angebot gefunden, die sich lt Datenblatt was runterladbar war sehr gut angehoert hatten. Nur dummerweise war genau die Kapazitaet die ich brauchte nicht im Datenblatt. Habe daraufhin den im Datenblatt angegebenen Distributor angemailt. Die Antwort war leider ein Tiefschlag. Ich sollte ihnen mailen, was genau auf den Kondensatoren (die ich noch nicht gekauft hatte) drauf steht. Dann wuerden sie mir das passende Datenblatt schicken. Sie wuerden mehrere verschiedene Typen an die Versandhaeuser schicken und koennten deshalb nicht sagen, welche gerade aktuell sind.

Da ist dann natuerlich ein Kauf von mehreren Hundert Stueck sofort zu vergessen. Denn entweder hat man dann einen Koffer voll Schrott den man nichtmal auf eBay loskriegt oder aber einen Gluecksgriff.

Fuer Qualitaet muss man leider einiges hinblaettern. Low ESR Kondensatoren mit 100µ zum Preis von mehreren Euro sind dann da leider keine Seltenheit.

Wobei ich hier nichts gegen Conrad oder Reichelt sagen will. Auch ich bestelle da einiges. Fuer den Normalgebrauch reicht das allemal aus. Und wenn ich ganz bestimmte Spizifikationen brauche, muss ich halt woanders mal tiefer in die Tasche greifen.
Gruss
Thomas

🖖
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K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

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17

Montag, 6. Dezember 2004, 21:10

Hallo,
ein 100uF/35V darf aber selbst in hochwertiger Alu Reihe max 80 Cent kosten (Oscon bei C : 100uF/20V 1,99¬) , ein billiger 10 Cent ( den würde ich aber nie einsetzen)

Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

18

Montag, 6. Dezember 2004, 21:40

Gerade eingefallen: Die Kapazität der Elkos kann man doch erhöhen,wenn man mehrere parallel schaltet,oder?Was muss ich dabei beachten?Nur gleiche Typen?Möchte die halbgerichtete Spannung des Bahntrafos etwas stabilisieren.Bin auf dem Gebiet Elektronik noch sehr unerfahren bzw. habe wenig Wissen ín diesen Bereich.... :dumm:
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rotmilan« (6. Dezember 2004, 21:40)


19

Montag, 6. Dezember 2004, 22:01

Zitat

Original von K_Mar
Hallo,
ein 100uF/35V darf aber selbst in hochwertiger Alu Reihe max 80 Cent kosten (Oscon bei C : 100uF/20V 1,99¬) , ein billiger 10 Cent ( den würde ich aber nie einsetzen)

Gruß Klaus

Ja. Aber wenn dann der Ripple Strom auch noch moeglichst hoch sein soll, geht's doch an den Geldbeutel. 16SH100M von Sanyo z.B. bei RS 5St. 16,68 netto.
Wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, das es deutliche Preisunterschiede und Unterschiede in den jeweiligen Spezifikationen gibt, die sich im Preis niederschlagen. Ob man sie dann benoetigt, kommt halt auf die Anwendung an.

Wenn du so einen Kondensator irgendwo preiswerter weisst (Ripple muss ja nicht gerade ganz so hoch sein wie beim 16SH100M "2740!"), gib mir bitte mal 'nen Tip.
Gruss
Thomas

🖖
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20

Dienstag, 7. Dezember 2004, 14:31

zurück zu den Basics.

Die Spannung am Bahntrafo glätten, ist ein Feld-Wald-Wiesen-Fall. Da kannst Du eigentlich alles parallel schalten, was Du im Hobbykeller oder alten Platinen findest. Allerdings solltest Du auf drei Dinge achten:

1. Spannungsfestigkeit
Bahntrafo bringt etwa 12-16V, also sollte der Kondensator mindestens 20V vertragen. Besser sind da 25V.

2. Polarität
Immer schön die Pluspole miteinander verbinden und die Minuspole miteinander verbinden.

3. Alter/Zustand
Wenn die Bauteile schon sehr alt sind, sind sie eventuell ausgetrocknet, d.h. der Elektrolyt bzw. das Wasser davon ist verdampft. Da bleibt von der ursprünglichen Kapazität nicht mehr so viel übrig. Und wenn der Kondensator Beulen hat oder irgendwo Flecken vom ausgelaufenen Elektrolyt sollte der besser auch nicht mehr hergenommen werden.

Von der Kapazität her gilt als Faustformel für normale Anwendungen und Zweiwegegleichrichtung/Brückengleichrichter etwa 1000uF je Ampere Belastung. Weil ein Bahntrafo meist eh nur für höchstens 2A ausgelegt ist, reicht also ein guter 2200uF/25V aus. Oder bis zu vier 1000uF/25V.

Hast Du nur eine einfache Diode zur Gleichrichtung, solltest Du das Geld in einen Brückengleichrichter investieren.

Besser wird das ganze natürlich, wenn du hinterher noch einen Spannungsregler setzt, aber der braucht dann auch noch etwa 2V "Luft" von der Ausgangsspannung zur minimalen Eingangsspannung (Ripple...). Da kann der Trafo ruhig etwas brummen, danach ists ruhig.