Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Schmidti

RCLine User

  • »Schmidti« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bad Oeynhausen ____MSV Espelkamp____

Beruf: Kfz-Mechanikermeister

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 2. Dezember 2004, 19:10

Themp-Regelung für Schneidedraht

Hallo zusammen,

ich habe mir ne CNC-Styroschneide mit der Schaltung von Jan Oelbe ( auch ich bedanke mich für die Veröffentlichung, empfehlenswert, funktioniert tadellos) gebaut. Da ich einen reichlich großen Trafo als Netzteil ( war vorhnden, 2 separate Secundärwickungen ) benutzt habe, könnte ich die zweite jetzt als Versorgung für den Schneidedraht benutzen. Leider ist die Spannungslage mit 16V unbelastet zu hoch. Da diese auch noch nicht gleichgerichtet ist, kam mir die Idee, sie über eine Phasenanschnittsteuerung zu regeln ( NACH dem Trafo ! )

Funktioniert sowas oder ist dann mit Störungen in der CNC-Elektronik zu rechnen?

Gruß Schmidti
[SIZE=1]...wenn man ganz viele davon durch einen dünnen Draht jagt, kann man es ganz deutlich sehen:
[SIZE=3]Elektronen sind ROT !![/SIZE] [/SIZE] :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Schmidti« (2. Dezember 2004, 19:33)


Speed600

RCLine Neu User

Wohnort: Niedersachsen

Beruf: Informationselektroniker

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 2. Dezember 2004, 22:28

RE: Themp-Regelung für Schneidedraht

Hallo Waldemar,

mit einem normalen Dimmer wird das nicht gehen, die Spannung von 16 Volt ist sicherlich zu klein.

Gruß Speed 600

Schmidti

RCLine User

  • »Schmidti« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bad Oeynhausen ____MSV Espelkamp____

Beruf: Kfz-Mechanikermeister

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 2. Dezember 2004, 22:44

RE: Themp-Regelung für Schneidedraht

Zitat

mit einem normalen Dimmer wird das nicht gehen, die Spannung von 16 Volt ist sicherlich zu klein.


Wenn mir jemand behilflich ist, hätte ich keine bedenken etwas "spezielles" zu bauen
Gruß Schmidti
[SIZE=1]...wenn man ganz viele davon durch einen dünnen Draht jagt, kann man es ganz deutlich sehen:
[SIZE=3]Elektronen sind ROT !![/SIZE] [/SIZE] :ok:

Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

  • Nachricht senden

4

Donnerstag, 2. Dezember 2004, 22:56

Servus Waldemar,

und warum willst Du die Phasenanschnittsteuerung nicht vor dem Trafo einsetzen?

LG
Albert Öttl
Wien

Schmidti

RCLine User

  • »Schmidti« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bad Oeynhausen ____MSV Espelkamp____

Beruf: Kfz-Mechanikermeister

  • Nachricht senden

5

Freitag, 3. Dezember 2004, 01:32

@ Albert

weil ich dann doch auch die Spannung der Ausgänge verändern würde, die die CNC-Elektonik ( Schrittmotorsteuerung ) versorgt.

Wenn man das einmal einjustiert und dann immer so bleiben könte, dann ginge das vieleicht. Aber ich will die Schneidthemperatur frei regelbar haben. Styropor / Styrodur / EPP

Das mit der Phasenanschnittsteuerung kam nur deshalb in den Sinn, weil die offenbar sehr wenig Teile benötigt und kaum Abwärme produziert. ( jedenfalls bei meinem Deckenfluter :D )

Gruß Schmidti
[SIZE=1]...wenn man ganz viele davon durch einen dünnen Draht jagt, kann man es ganz deutlich sehen:
[SIZE=3]Elektronen sind ROT !![/SIZE] [/SIZE] :ok:

6

Freitag, 3. Dezember 2004, 08:45

Hallo Waldemar
Bitte hilf mir, wo finde ich die Infos zu der Styroschneide?

Danke / Gruss
Audiorudi

Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

  • Nachricht senden

7

Freitag, 3. Dezember 2004, 11:06

Servus Waldemar,

OK, dann würde ich einfach die Schneidespannung gleichrichten und einen
einfachen Längsregler einbauen. Mehr als ein paar Ampere wirst Du ja nicht
brauchen.

Ich befeure meinen Schneidedraht (Stahlvorfach aus dem Fischereibedarf) mit
einem kleinen 3-A Labornetzteil.

LG
Albert Öttl
Wien

Schmidti

RCLine User

  • »Schmidti« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bad Oeynhausen ____MSV Espelkamp____

Beruf: Kfz-Mechanikermeister

  • Nachricht senden

8

Freitag, 3. Dezember 2004, 11:47

Hallo beeinander

@Rudi

Suchpfad : > Allgemeines > Bastelecke + Tipps-
Suchbegriffe: > CNC > Styro > Syro

alles durchlesen, auch scheinbar unwichtige Sachen



@Albert

Der relativ geringe Leistungsbedarf zum Drahtheizen war ja der Vater der Idee, alles aus einem Trafo zu versorgen. Wenn sich bei Belastung die Spannungsversorgung der Elektonik auch etwas reduziert ist das nicht weiter schlimm. Ich belaste jetzt die kleinen 3479er mit 425mA. Sollte also die Spannung etwas einbrechen käme ich also nur weiter in den "grünen" Bereich.

Aber was bitte ist ein Längsregler und wie funktioniert er
Sorry, ich bin absoluter Laie

Gruß Schmidti
[SIZE=1]...wenn man ganz viele davon durch einen dünnen Draht jagt, kann man es ganz deutlich sehen:
[SIZE=3]Elektronen sind ROT !![/SIZE] [/SIZE] :ok:

Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

  • Nachricht senden

9

Freitag, 3. Dezember 2004, 12:22

Servus Waldemar,

z.B. der LM 317K , 1.2 bis 25V, 1.5A

Beim Conrad ( Apotheke! ) etwa EUR 3,--

LG
Albert Öttl
Wien

Schmidti

RCLine User

  • »Schmidti« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bad Oeynhausen ____MSV Espelkamp____

Beruf: Kfz-Mechanikermeister

  • Nachricht senden

10

Freitag, 3. Dezember 2004, 13:14

Hi Albert,

Jepp

...deute ich das richtig auf Seite 5: "Current Limit = 3,4Amp" heißt bei ausreichend großem Kühlkörper und Venti = bis Max 3,4Amp ?

Gruß Schmidti
[SIZE=1]...wenn man ganz viele davon durch einen dünnen Draht jagt, kann man es ganz deutlich sehen:
[SIZE=3]Elektronen sind ROT !![/SIZE] [/SIZE] :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schmidti« (3. Dezember 2004, 14:21)


Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

  • Nachricht senden

11

Freitag, 3. Dezember 2004, 14:28

Servus Waldemar,

Zitat

...deute ich das richtig auf Seite 5: "Current Limit = 3,4Amp" heißt bei ausreichend großem Kühlkörper und Venti = Max 3,4Amp ?

Nein, so kann man das nicht sagen.
Die Werte MIN/TYP/MAX beziehen sich auf die Typenstreuung. Der Hersteller
garantiert 1.5A, im Durchschnitt sind es 2.2A, maximal jedoch 3.4A.

Ob Du einen Kühlkörper brauchst, oder nicht, hängt von der verbratenen
Leistung und somit vom Spannungsabfall am Längsregler ab.

kleines Rechenbeispiel:
Eingangsspannung 20V
Ausgangsspannung 15V
Strom 1A
Ergibt: 5W Verlustleistung (Ue-Ua)*I, die im Regler verbraten werden müssen.

Das LM 317K-Gehäuse (TO-3) hat einen thermischen Widerstand von 35 K/W.

Nehmen wir mal eine Umgebungstemperatur von 30 Grad an. Der Chip selbst darf
maximal 125 Grad heiß werden. Wir benötigen also mindestens einen thermischen
Widerstand von (125-30)/5 = 19 K/W. Das Gehäuse allein reicht also nicht,
wir müssen einen Kühlkörper vorsehen.

Wie groß muß jetzt der Kühlkörper sein?
Ganz einfach: Der thermische Widerstand vom Chip zum Gehäuse sind max. 3 K/W, der Kühlkörper muß
daher besser als (19-3) = 16 K/W sein.

alles klar?

LG
Albert Öttl
Wien

Schmidti

RCLine User

  • »Schmidti« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bad Oeynhausen ____MSV Espelkamp____

Beruf: Kfz-Mechanikermeister

  • Nachricht senden

12

Freitag, 3. Dezember 2004, 15:19

Hi Albert,

"alles klar" zu bestätigen wäre vermessen, aber im Prinzip hatte ich es auch so gemeint und es werden ja wahrscheinlich auch gar nicht 3,5Amp benötigt.

Deinen Berechnungen kann ich nur teoretisch folgen, aber ich habe noch selten einen Kühlkörper zu klein gewählt :dumm: und lasse mir das immer mit einem Fingertest bestätigen.

aber bitte noch zwei Fragen:

ist die Themperaturableitung vom 220er Gehäuse zum Kühlkörper
wesentlich schlechter als beim TO 3

kannst du mir einen ungefähren Anhaltspunkt geben, wie groß ich den
Poti und den Widerstand für die Standartbeschaltung wählen sollte.
( mit 55W-Kfzbirne belastet bleiben 14,1V Wechselspannung )

Danke / Gruß
Schmidti
[SIZE=1]...wenn man ganz viele davon durch einen dünnen Draht jagt, kann man es ganz deutlich sehen:
[SIZE=3]Elektronen sind ROT !![/SIZE] [/SIZE] :ok:

Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

  • Nachricht senden

13

Freitag, 3. Dezember 2004, 16:40

Servus Waldemar,

Deine Frage:

Zitat

ist die Themperaturableitung vom 220er Gehäuse zum Kühlkörper
wesentlich schlechter als beim TO 3


versteh ich ehrlich gesagt nicht ganz.

Nochmal der Reihe nach:
1.) Im Inneren des Gehäuses gibts einen Halbleiter, der max. 125 Grad heiß werden darf

2.) Zwischen dem Halbleiter (Substrat) und dem Gehäuse ist ein Wärmewiderstand, der beim TO-3 max. 3 K/W und beim TO-220 typisch 4 K/W
beträgt. Von daher sind die fast völlig gleich.

Der große Unterschied liegt darin, das der Wärmewiderstand vom Gehäuse zur
Umgebung für die beiden Typen verschieden ist:
TO-3 : 35 K/W
TO-220 : 50 K/W

Man braucht also beim TO-220 schon bei kleineren Leistungen einen zusätzlichen
Kühlkörper. Wenn man aber einen Kühlkörper braucht, dann ist er für beide
Bauformen gleich groß. Der thermische Widerstand Substrat-Gehäuse-Kühlkörper
ist für beide gleich.

Zur Beschaltung:
Standardbeschaltung mit R1 = 240 Ohm und einem Poti von 5 kOhm liefert
1,2 bis 20 V.
Zusätzlich noch 2 Stück 100 nF Kondensatoren an Ein- und Ausgang kann nicht
schaden (Unterdrückung der Schwingneigung).

Wenn Du den Regelbereich eingrenzen willst, kannst Du ja das Poti durch
Potentiometer (1K) und 2 Widerstände ersetzen. Damit geht die Regelung
nur über einen kleineren Bereich und wird feinfühliger.

LG
Albert Öttl
Wien

Schmidti

RCLine User

  • »Schmidti« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bad Oeynhausen ____MSV Espelkamp____

Beruf: Kfz-Mechanikermeister

  • Nachricht senden

14

Freitag, 3. Dezember 2004, 17:31

Hi Albert,

Zitat

Wenn man aber einen Kühlkörper braucht, dann ist er für beide Bauformen gleich groß. Der thermische Widerstand Substrat-Gehäuse-Kühlkörper ist für beide gleich.


genau das wollte ich wissen.

Der IC kostet übrigens bei Reichelt in 220er Bauform 22 Cent. Ärgerlich ist immer nur, das man bei Materialbedarf von 1-2 Euro immer gleich für 8-9 Euro irgendein anderes Zeugs dazukaufen muss. Na ja, vieleicht nehmn ich ja auch gleich 45 Stck. :D . Dann passts schon

Danke erstmal
Schmidti
[SIZE=1]...wenn man ganz viele davon durch einen dünnen Draht jagt, kann man es ganz deutlich sehen:
[SIZE=3]Elektronen sind ROT !![/SIZE] [/SIZE] :ok:

Flurnügler

RCLine User

Wohnort: Früher Dortmund, dann Regensburg, jetzt Schwabach bei Nürnberg !

Beruf: Elektronik-Ing

  • Nachricht senden

15

Samstag, 4. Dezember 2004, 00:44

Ein Kühlkörper ist niemals zu groß, aber oft zu klein !
Ich habe einfach einen dicken Transistor 2N3055 in Darlington-Kollektorschaltung, die Basis wird von einem Poti angesteuert. Klappt Prima, ist aber nicht kurzschlußfest.
Ich verwende dafür natürlich Gleichstrom aus dem dicken 12 V Akku mit 16 Ah, den ich sonst mit auf den Platz schleppe.
Wo keine Strömung ist, kann auch nix abreißen

Jetzt wieder Online !

Mein Verein in Regensburg: VMR
Mein Verein im Raum Nürnberg: Noch auf der Suche

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flurnügler« (4. Dezember 2004, 22:55)


Schmidti

RCLine User

  • »Schmidti« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Bad Oeynhausen ____MSV Espelkamp____

Beruf: Kfz-Mechanikermeister

  • Nachricht senden

16

Samstag, 4. Dezember 2004, 11:34

Hallo,

hast ja Recht, Stephan. Ich hatte mir aus dem Netz die umfangreichsten Schaltpläne zum Thema Spannungsregelung heruntergeladen und auch einen davon ( erfolglos ) nachgebaut. Bin eben Laie und hätte fragen sollen.

Der Fall ist irgendwie vergleichbar mit der Werbung, die im Moment gelegentlich zu sehen ist mit dem NASA-Kugelschreiber und dem russischen Bleistift. :O

Aber wenn mann's hier aufschreibt, hilft es vieleicht dem nächsten :dumm: !

Gruß Schmidti
[SIZE=1]...wenn man ganz viele davon durch einen dünnen Draht jagt, kann man es ganz deutlich sehen:
[SIZE=3]Elektronen sind ROT !![/SIZE] [/SIZE] :ok: