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Little Tom

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  • »Little Tom« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 19. Januar 2005, 16:22

Nicht noch eine Frage zu Lipo-Lader...

Hallo Leute, noch mal eine Frage zu einem LiPo-Lader!

Ich möchte einen 3-s-Akku an 12 Volt laden. Dafür will ich drei einzelne Lader mit je einem L200 einsetzten (nach dem Bauplan von Günther Hager). Max. Ladestrom soll 2 A sein. Da der Akku aber fest verdrahtet sein soll (mit Ladestecker), habe ich mir folgende Schaltung ausgedacht (Prinzipschaltplan):

Schaltung

Meine Vorstellung von der Funktion:
Die MOSFET-Paare werden durch den µP (Frequenz 1kHz???) der Reihe nach angesteuert und laden jeweils den Elko auf 12 V auf. Da immer nur ein Paar angesteuert wird während die anderen zwei Paare hochohmig sind, dürfte es zu keinem Kurzschluss kommen.
Vorteile wären:
1. Der Akku kann fest verdrahtet sein -> geringerer Kontaktwiderstand.
2. Ein 3-s-Akku kann an 12 Volt voll geladen werden.
3. Ein Lipo-Balancer ist entbehrlich.
4. Es kann durch ein entsprechendes Tastverhältnis die Eingangsspannung für den L200 gesenkt werden (falls überhaupt notwendig), um dessen Verlustleistung gering zu halten.

Nun meine Bedenken:
1. Ich habe einen Denkfehler und es kann doch ein Kurzschluss der einzelnen Zellen des Akkus auftreten.
2. Der Gesamtwiderstand (MOSFET, Dioden) ist zu groß, um beim maximalen Ladestrom (2 Ampere) eine entsprechende Spannung für den L200 zur Verfügung zu stellen bzw. die Eingangsspannung für den L200 ist zu „wellig“.
3. Alles Mist und ich brauche nur zwei Widerstände und eine Glühbirne ;)
4. ….?

Was meint Ihr dazu? Kann die Schaltung funktionieren?

Vielen Dank für Eure Hilfe.


Tschüss Thomas

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2

Donnerstag, 20. Januar 2005, 22:35

Hallo Little Tom,

So eine Schaltung war vor ein paar Jahren schon einmal in ELEKTOR erschienen. Deine ist ganz ähnlich. Bei Elektor wurden aber Optokoppler und Elkos verwendet. Da eine galvanische Trennung bei einer solchen Schaltung ein MUSS ist wird Deine Schaltung wohl nicht optimal funktionieren. Dazu kommt, dass in den meisten FET eine reverse Diode eingebaut ist.
ausprobieren kannst Du es auf alle Fälle. Es geht aber auch mit einem Ringzähler ( 4017 ) anstelle des Up. Dass die Schaltung funktioniert ist durchaus möglich und die Leckströme wren kaum von Bedeutung. Wichtig ist nur, dass die Zellen nie mehr als 4,2 Volt erhalten.


Viele Grüsse

Bruno

ralf_ki

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3

Freitag, 21. Januar 2005, 08:49

Hallo Thomas
Die Schaltung kannst Du nicht verwenden. Probiers bitte nicht aus.

Warum ??
Schau Dir mal an wie Masse an den L200 verschaltet ist.
Du brauchst 3 potentialfreie Einzellader.

Gruß Ralf

^____

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4

Freitag, 21. Januar 2005, 12:35

Hallo,

Zitat

Du brauchst 3 potentialfreie Einzellader.


Ja, richtig? Das habe ich auch übersehen, war halt schon spät. Zweifel hatte ich ja von Anfang an.
Es geht halt nur wie ich schon oft vorgeschlagen habe mit einzelnen Trafos oder wenigstens einzelnen Sekundärwicklungen.

Gruss

Bruno

5

Freitag, 21. Januar 2005, 13:35

Hallo zusammen,

prinzipiell funktioniert die Schaltung. Dadurch das die Ladestufen ueber das FET-Paar reium mit der Spannungsversorgung verbunden werden hast Du praktisch drei galvanisch getrennte Einzellader.
Die Reversdiode ist kein Problem, dafür sind die zwei nachgeschalteteten Dioden da (D5/D6). Um eine sichere Umschaltung zu gewärleisten sollte zwischen den Schaltvorgängen eine kleine Pause eingefügt werden, die 4017-Lösung fällt dadurch aus.

Ich sehe bei der Sache ein Problem: Jede Stufe hat ein Tastverhaeltniss von 1 zu 3, da könnten unter Umständen Probleme mit der Restwelligkeit auftreten, speziell bei höheren Strömen. Müsste man aber ausprobieren.

Die Schaltung ist auf jeden Fall einfacher zu realisieren als der Aufbau von drei galvanisch getrennten Schaltreglern.

Für den Nachbau benötigst Du auf jeden Fall einen kleinen Oszi. Die Umschaltvorgaenge und Spannungsverlaeufe sollte man pruefen und beurteilen.

Achim

ralf_ki

RCLine User

Wohnort: bei Karlsruhe

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6

Freitag, 21. Januar 2005, 14:25

Hallo
@Achim: O.K. Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil ;)
Auf den ersten Blick sah das Spiel mit dem Ladekondensator und Fet wie ein Spannungsverdoppler aus. Ob 4700uF ausreichen um den Regler zu puffern wäre auszuprobieren...
Sicherlich ein nettes Experiment. Aber in der Praxis würde ich das Teil nicht einsetzen ;)

Gruß Ralf

Little Tom

RCLine User

  • »Little Tom« ist der Autor dieses Themas

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7

Montag, 24. Januar 2005, 23:38

Vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe, je mehr ich über die Schaltung nachdenke, auch Zweifel, dass die Schaltung die entsprechende Leistung zur Verfügung stellen kann.


Tschüss Thomas

hopfen

RCLine User

Wohnort: Österreich - Wolfsberg

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8

Montag, 24. Januar 2005, 23:58

hallo,
wahrscheinlich klappts mit der Schaltung.
Da wäre ein praktische Test mit ein paar Schutzwiderständen erforderlich denk ich.
Die Schaltvorgänge und Potentiale sind so recht schwierig vorstellbar.

Ich würde trotzdem eine analoge Schaltung aus 3 parallel Reglern und einer Stromquelle bevorzugen. Naja hab daran ja schon eine Zeitlang rumgebrütet ;)
Dazu bedarf es ebenfalls keiner Potentialtrennung.
Horst wünscht viel Spaß beim Fliegen und experimentieren. - Einige Infos auf flying . . CDR Motore & Micromodelle: flying(alt)