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maximum

RCLine User

  • »maximum« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Oberösterreich

Beruf: Student

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1

Sonntag, 30. Januar 2005, 10:41

Belichtungsgerät, Ätzmaschine

Hallo!

Da ich in letzter Zeit relativ häufig Platinen herstelle, möchte ich mir gerne eine Ausrüstung bauen, welche mir diese Arbeit etwas erleichtert und bequemer macht, da ich bisher nur mit einfachsten Mitteln gearbeitet habe.

Daher möchte ich mir gerne ein Gerät zum Belichten von Platinen bauen, und eventuell auch eine Maschine zum Platinenätzen.

Da ich nicht alles neu erfinden möchte, bin ich auf der Suche nach Bauplänen und Anleitungen, und ich wäre euch äußerst dankbar, wenn Ihr mir vielleicht ein paar Links mitteilen könntet, wo solche Projekte behandelt werden.

Vielen dank im Voraus

mfg MAX

El_Torro

RCLine User

Wohnort: Frielendorf/ Schwalm-Eder-Kreis! Im schönen Hessenländle !

Beruf: Im Landesamt Landwirtschaft Hessen im Versuchswesen tätig

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2

Sonntag, 30. Januar 2005, 10:50

Hallo Markus ich hab das früher beim Arbeitgeber mit einer Kohlebogenlampe machen müssen, allerdings 600W und immer Schutzbrille tragen, kurz eine UV Folie belichten.
Mach mal eins, gib in Google, genau diesen Wortlaut ein:
Platinen ätzen und belichten
da sind genug links wiees gemacht wird.
Netten Gruß vom Jochen

3

Sonntag, 30. Januar 2005, 11:18

hi,
also das belichtungsgerät kann man einfach aus einem alten gesichtsbräuner machen.
da sind 3 bis 4 UV röhren drin, die sicherlich noch gut genug für platinen ätzen.
auf ebay oder dem schrott gibts das bestimmt billig.

dazu noch einen alten flachbettscanner wo man die ganzen innereien ausbaut und die UV röhren einbaut. dazu noch eine kleine zeitschaltuhr und fertig ist ein profesionelles belichtungsgerät.

eine sehr wirkungsvolle einfach ätzmaschine kann man sich im prinzip selbst bauen:



die läuft mit eisendreichlorid und braucht auch keine heizung.

das ist die seitenansicht vom aufgeschnittenen behälter.
im behälter ist eine schräge fläche, die von ganz links bis ganz rechts geht.
ob und unten ist ein spalt, damit der schaum durch kommt.
mit der luftpumpe wird mittels aquarium luftausströmer ( so ein bläschenmacher ;) ) schaum produziert. der schaum drückt sich oben an der schrägen aus dem spalt heraus und fliest die schräge herunter und dabei über die platine.
unten angekommen löst sich der schaum wieder auf und es beginnt der kreislauf der ätzmaschine.
es ist ein bischen testen ist angesagt, bis man die richtige mischung aus schaum und schräge ermittelt hat.

mit neuem ätzmittel dauert eine platine nur 2 bis 3 min.
das verfahren funktioniert sehr gut und man braucht keine heizung. also auch kein warten bis geheizt ist und kein zusätzlicher stromverbrauch.

eisendreichlorid ist zwar mehr schweinerei als mit persulfat, aber dafür muss nicht geheizt werden.

wer es doch nicht selbst bauen will, kann bei conrad das schaumätzgerät für 64 euro kaufen.
das ist zwar ohne schräge und deswegen dauert es etwas länger, aber es funktioniert auch.
grüsse
Klang ?

Car Hifi ?

Sound pur im Auto ?

besser gehts immer !

hier bist du richtig :D


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MeisterEIT« (30. Januar 2005, 11:19)


K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

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4

Sonntag, 30. Januar 2005, 17:09

Hallo,
ich hab von Eisendreichlorid ganz schnell die Finger gelassen and bin auf Amoniumsulfat als Ätzmittel umgestiegen, das ist sauberer in der Verarbeitung.

P.S. Ich hab noch ein Rezept für die ganz schnellen Fällen ( ca 20s und geht ganz hervorragend) , allerdings sollte man dabei die Nase beiseite nehmen und eine Schutzbrille tragen und beim mischen der beiden Teile wegen Spritzgefahr sehr vorsichtig vorgehen:
2/3 konzentriete Salzsaüre ca 30%ig
1/3 konzentrietes Wasserstoffperoxid (H2O2)

Das ist allerdings so schnell, das man bei zu langer Behandlung Unterätzungen bekommt.

Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

Murdoc

RCLine User

Wohnort: Schwerte

Beruf: Elektromeister

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5

Sonntag, 30. Januar 2005, 17:22

Hallo Markus (Max?),

wenn du die Sachen selbst bauen möchtest, gibt es die wahrscheinlich ausführlichste Bauanleitung
hier im Forum...

http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…adid=45082&sid=

Einfach mal ne halbe Stunde Geduld mitbringen und in Ruhe lesen. Da steht wirklich alles drin. Nur nicht von der Länge abhalten lassen!

Gruß, Falko
Gruß, Falko


Vereine haben ihre Strukturen...
Wir haben unseren Codex - RuhrPiraten

6

Sonntag, 30. Januar 2005, 19:52

Hallo Markus,

ich bezweifle, dass sich Selbstbau (finanziell) lohnt.

Ich verwende zum Belichten einen 15 Euro Gesichtsbräuner (ebay ...) und habe mir nach jahrelangem Schwenken der Ätzschale mit FeCl3 doch die C***** Schaumätzmaschine gegönnt, und bin mit beiden ganz zufrieden.

Grüße
Claus

Eheli

RCLine User

Wohnort: Kindberg

Beruf: Elektrotechniker

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7

Sonntag, 30. Januar 2005, 20:31

Ich bin mit dem isel belichtungsgerät recht zufrieden.
geht schnell und man kann daneben gleich was anderes miterledigen, um die zeit muss man sich auch nicht kümmern.

ätzen mach ich in einer fotoentwicklerschale, mit wasser, salzsäure und wasserstoffperoxid. ergebnis ist ziemlich konstant gleich gut und heizung brauchst auch keine.
h.

Busta

RCLine User

Wohnort: Wolfsburg

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8

Montag, 31. Januar 2005, 00:16

Hallo,

zum Belichten nehme ich einen Selbstbau aus einer Holzkiste mit 4x 8 W UV-Röhren von Reichelt. Obendrauf eine Glasscheibe mit Aluwinkeln an den Seiten befestigt.
Über einen Timer, der die Lampen nach 2,5 Minuten ausschaltet, erhalte ich recht konstante Belichtungsergebnisse.
»Busta« hat folgendes Bild angehängt:
  • belichter.jpg

Busta

RCLine User

Wohnort: Wolfsburg

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9

Montag, 31. Januar 2005, 00:33

Zum Ätzen habe ich eine selbstgebaute Küvette. Diese wurde aus Überresten einer Fensterscheibe zurechtgschnitten und mit Silikon verklebt.
Heizung, Lufpumpe und Sprudelstein kommen aus der Aquariumabteilung. Zum Fixieren der Platine im Ätzbad wurde ein Halter aus Plastik angefertigt, der gleichzeitig die Küvette abdeckt damit kein Ätzmittel überschäumt.
»Busta« hat folgendes Bild angehängt:
  • küvette2.jpg

M.Franz

RCLine User

Wohnort: 15345-Eggersdorf (D)

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10

Montag, 31. Januar 2005, 01:31

Belichter ganz billig:

-als Gehäuse einen alten kaputen Flachbettscaner für 1€ bei eBay
-als Röhren 2-3 Ersatzröhren 8Watt bei Reichelt 7.60€ das Stück
-als Starter einfach die Elektronik aus einer defekten Sparlampe schlachten.

Filme habe ich mir von einer Offsetdruckerei im Nachbarort machen lassen. Die Dateien (Postscript oder PDF) hab ich auf 'ner Diskette mitgenommen. Am besten ist gleich mehrere Schaltungen zu sammeln, da immer ein recht großer Streifen belichtet wird.

Zum Entwickeln reicht 'ne Fotoschale und ein weicher Tuschpinsel.

Als Küvete einfach beim Glaser was zurechtschneiden lassen und wie ein Aquarium mit Silicon zusammenkleben. Als Heizung stelle ich einen 500Watt Halogenstrahler daneben und lasse ihn mal ordentlich in die blaue Soße leuchten. Dauert keine 5 Minuten und die Ätzbrühe ist warm. Als Belüftung habe ich mir mal so einen halbdurchlässigen Schlauch bei Conrad gekauft und ihn mit einer Aquariumpumpe Blasen machen lassen. Mußt ihn nur beschweren damit er nicht von unten auftauchen kann. Ich habe ihn an einen passenden Glasstreifen mit Gumiringen befestigt.

11

Montag, 31. Januar 2005, 09:48

Hi
@Claus
Doch - der Selbstbau lohnt sich, wie ich schon in meinem Thread (den Link von Falco)
beschrieben habe.

Mittlerweile bin ich "schon" beim Bestückungsdruck angekommen.
Ich hatte es erst mit Tattoo-Folie "bewerkstelligt", aber es geht noch billiger und einfacher.

@Markus
Es gibt auch die Möglichkeit, das Belichten u. Entwickeln zu umgehen.
Wie ? - Per "Tonertransfer".
Ich benutze dieses Verfahren - wie schon geschrieben - für den Bestückungsdruck.
Ich werde es aber bei Gelegenheit mal zum Layout erstellen probieren.


Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

^____

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Wohnort: anonymisiert

Beruf: anonymisiert

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12

Montag, 31. Januar 2005, 14:23

Hallo zusammen,

von Michael:

Zitat

Filme habe ich mir von einer Offsetdruckerei im Nachbarort machen lassen


Ich drucke die Layoutfilme mit dem Tintenstrahldrucker ( EPSON ) auf Klarsichtfolien für Overheadprojektoren. Das geht einwandfrei und kostet so gut wie Nichts.

Viele Grüsse

Bruno

13

Montag, 31. Januar 2005, 15:16

Naja, für kleine Platinen reichen Rahmenlose Bildhalter als Belichtungsrahmen, als Licht ein UV-Geldscheinprüfer mit Röhre (ca. 5 min in 4cm Abstand) und als Entwicklungs- und Ätzgefässe Gurkengläser oder Marmeladegläser, evtl. im Wasserbad erhitzt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »andix« (31. Januar 2005, 15:23)


Holi

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Wohnort: Dresden

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14

Montag, 31. Januar 2005, 15:33

Hallo Markus,

absolut einfachster Billigbelichter:

Schaumstoffplatte 40x30x5cm als Unterlage, darauf die Platine, dann die Layoutfolie und mit einer einfachen Fensterglasplatte abdecken. Aus ca. 30-40cm Entfernung von oben mit 500Watt Baumarktstrahler (Aldi ist noch billiger) ohne ! Schutzglas 4-5 min Belichten. Aufbau keine 5min. Kosten max. 9Eur. für Strahler. Fensterglas = kostenloser Abfall beim Glaser. Schaumstoffplatte 50x50cm vom Baumarkt für paar Cent. Aber Ergebnis wie bei Profigerät für mehrere 100 Euros. :ok:
Grüße aus dem igen Dresden,
Holger

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hopfen

RCLine User

Wohnort: Österreich - Wolfsberg

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15

Dienstag, 1. Februar 2005, 12:53

halloa,
ich hab ein Gurkenglas
Persulfat da mir Eisentrichlorid zu viel dreck macht.
dazu eine 12 Volt (Aquarium) Luftpumpe
Luftschlauch mit vielen feinen Löchern am Ende (0,6 mm)
12 Volt 20 Watt Halogen Birnchen als Heizung und Beleuchtung des Ätzfortschrittes.
12 Volt Netzteil für Heizversorgung und Pumpe .

Die Heizung bringt die 0,5 liter Chemie auf 50-55 Grad nach ca 3/4 Std Aufheizzeit.
Thermostat benötige ich dafür keines.

Im Gegensatz zur Schaumätzanlage kann ich beidseitig ätzen.
Ätzdauer ca 7 min bei 55° C


Das Birnchen wurde mit Rohrnieten an das Kabel gequetscht, zusätzlich verlötet und der ganze Anschlussbereich mit dickem Superkleber eingegatscht.
Vor dem Chemiebad erfolgte ein Probelauf im Wasser wobei noch an einigen Stellen Wasserstoff bzw Sauerstoff produziert wurde (Luftbläschen).
Also nochmalige sorgfältige Übergatschung mit Superkleber, seitdem ist es dicht.
Das GurkenÄtzBad leuchtet schön blau und wird damit beheizt.

Zum belichten verwende ich eine umgelegte Höhensonne.
2 Röhren hab ich abschaltbar gemacht.
2 Distanzklötze aufgeklebt 5 cm
Darüber liegt die Glasplatte.
Den Reflektor hab ich allerdings umgeformt (leuchtet möglicherweise gleichmäßiger)
Beichtet wird mit der eingebauten Schaltuhr.
Die Zeitabschnitte habe ich jedoch neu ausgemessen und markiert da die Uhr sehr ungenau beschriftet ist.
Besser wäre mehr Entfernung und damit eine länger Belichtungszeit wegen der groben Auflösung der Uhr.
Der Belichtungsspielraum ist jedoch ausreichend.


Leiterplatten haben bei mir irgendwo in einer Ecke ein Loch damit ich sie am Faden ins Gurkenglas hängen und herausziehen kann.

Das derzeitige Gurkenglas geht allerdings nur für kleinere Leiterpaltten.

Kostenpunkt : fast nichts da die Pumpe rumlag
Horst wünscht viel Spaß beim Fliegen und experimentieren. - Einige Infos auf flying . . CDR Motore & Micromodelle: flying(alt)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hopfen« (1. Februar 2005, 13:01)


Holi

RCLine User

Wohnort: Dresden

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16

Dienstag, 1. Februar 2005, 13:28

Hallo Marcus,

unten meine Küvette. Glas 5mm vom Vitrinenbauer( kostenlose Reste), Aquarienpumpe und Aquarienregelheizer 50W gebraucht von Ebay. Langer Flächenausströmer vom Zooladen (das teuerste Teil mit 7Eur.), Maße von Conrad :D . Inhalt 1,5l. Für Platinen bis A4 Größe. Mit Silikonresten verklebt und mit Aluwinkel verstärkt. Ätzen mit Ätzsulfat (Natriumpersulfat) bei 35-40°C . Kosten 15-20Euronen.
»Holi« hat folgendes Bild angehängt:
  • DSCN6929.jpg
Grüße aus dem igen Dresden,
Holger

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