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1

Donnerstag, 3. Februar 2005, 10:13

Baustrahler Kühlung

Hi
Ich habe mal eine Frage: die Baustrahler mit den 230 V Halogenstäben
werden ja nur passiv gekühlt also ohne Lüfter - reicht das (scheinbar ja) ?

Ich meine damit: ab wann würde der Leuchtstab vor Hitze "zerbersten" ?
Oder sind die so stabil, dass sie diese Temperatur nie erreichen könnten ?

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

2

Donnerstag, 3. Februar 2005, 16:08

Hi,

nee. Die sind so konstruiert, das du sie tagelang anlassen kannst, ohne das die Stäbe überhitzen.Dazu sind die Kühlrippen ja da. Der große Nachteil von Halogenstrahlern ist aber die hohe Bruchempfindlichkeit. Fliegt einmal nen kleiner Stein gegen das Gehäuse, ist sie sofort aus :no: :no:

Gruß Simon
Zauberlink
Flugzeugforum :ok:
Locker bleiben, wenns mal länger dauert, bin in der Woche kaum online;)

3

Donnerstag, 3. Februar 2005, 16:56

Der Leuchtstab ist empfindlich. Auf Erschütterungen und Temperaturschocks. Dazu gehören auch Wassertropfen und Berührungen mit den Fingern :evil: (Zisch, brutzel...) . Nur aus diesem Grund sind Gehäuse drumrum.

Aber das Gehäuse selbst wird auch recht heiß, schließlich müssen die rund 470W Heizleistung eines 500W-Strahlers auch irgendwo hin...

Murdoc

RCLine User

Wohnort: Schwerte

Beruf: Elektromeister

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4

Donnerstag, 3. Februar 2005, 23:16

Die Kühlrippen haben vorwiegend den Sinn, dass die Scheibe vom Gehäuse nicht platzt bei der Temperatur. Dadurch ist auch die Gehäusegröße festgelegt, damit billiges Glas ausreicht.
Der Halogenstab (auch Brenner) besteht aus Spezialglas, da der Halogenkreislauf (der ihn ja zum Leuchten bringt) erst bei einer Temperatur von 650 Grad zuverlässig arbeitet.
Der schon angesprochene Schwachpunkt ist der Glühfaden, der bei diesen Leuchtmitteln über eine recht große Entfernung ohne Abstützung gespannt ist. Durch die große Hitze wird das Material des Fadens so weich, dass es bei Erschütterungen reisst.
Das mit den Tropfen ist normal: Nimm ein beliebiges Glas, erhitze es auf ca 100 Grad und mach es mit kaltem Wasser nass... Der Temperaturschock ist so heftig, dass er jedes Glas killt - und das schon bei 100 Grad (Halogen = 650, siehe oben)
Gruß, Falko


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5

Freitag, 4. Februar 2005, 07:43

Supi - :ok: Vielen Dank für Eure Ausführungen ! - zu schön hier :D

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

6

Freitag, 4. Februar 2005, 08:19

Moin,

bekanntlich soll man den Halogenstab beim Einsetzen nicht mit den Fingern anfassen. Warum hat Murdoc ja schon beschrieben. Das mit den Temperaturschocks ist ja klar. Aber wenn man zum Beispiel den Stab mit bloßen Fingern einsetzt und den Strahler erst ein paar Stunden oder Tage später einschaltet, dann müsste sich ja die Temperatur des Wassers(Schweiß) an den Stab anpassen. Ich meine beim Einschalten dürfte dann doch kein Temeraturschock auftreten, oder??? Oder beschlägt dann der Reflektor-> weniger Leuchtkraft?

Mfg Simon
Zauberlink
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7

Freitag, 4. Februar 2005, 10:09

Der Glaskolben besteht afaik aus Quarzglas, also temperaturfest aber bei Halogenstrahlern im Grenzbereich.
Anfassen (oder andere Verunreinigungen wie Staub) soll ma den Glaskolben deswegen nicht weil das Fingerfett am Kolben einbrennt, diesen dadurch abdunkelt und somit lokal überhitzt -> schmilzt.
Der Halogenkreislauf hat mit dem Leuchten nichts zu tun, er regeneriert nur den Glühfaden und verhindert Beschlag auf der Kolbeninnenseite (wieder Verdunklung). Er ermöglicht dadurch höhere Glüfadentemperaturen als in herkömmlichen Glühlampen -> weisseres Licht + gering besserer Wirkunggrad.

Murdoc

RCLine User

Wohnort: Schwerte

Beruf: Elektromeister

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8

Freitag, 4. Februar 2005, 16:48

okay, okay, joe...

so kompliziert wollte ich es halt nicht machen ;)
Sehr schön erklärt das Fingerfett!
Gruß, Falko


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9

Samstag, 5. Februar 2005, 07:46

Schön erklärt - Danke ! :ok:

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

10

Samstag, 5. Februar 2005, 12:00

coool

jetzt hab ich das auch endlich mal verstanden.

VIELEN DANK !