Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Agentbsik

RCLine User

  • »Agentbsik« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: D-46397 Bocholt

Beruf: Schüler (leider :D)

  • Nachricht senden

1

Montag, 7. Februar 2005, 14:35

AVR und PIC´s, aber was bedeutet das?

Hey Leute!

Ich hab mal ne kleine Frage und zwar was bedeutet AVR oder PIC? Wo liegt bei den beiden der Unterschied. Sind doch beides programmierbare Microcontroller.

Murdoc

RCLine User

Wohnort: Schwerte

Beruf: Elektromeister

  • Nachricht senden

2

Montag, 7. Februar 2005, 16:48

grundsätzlich hast du Recht... sind beides Mikrocontroller

AVR von Atmel und PIC von Microchip.
Durch die verschiedenen Hersteller haben beide einen etwas anderen Aufbau und Befehlssatz und die Angebotenen Derivate (Varianten) sind etwas unterschiedlich.
Man braucht auch für jeden einen eigenen Brenner (Programmer).

Hier jetzt ins Detail zu gehen, sprengt wahrscheinlich jeden Rahmen.
Auf den Pages der jeweiligen Hersteller stehen alle Daten und auch sonst sind beide durch hunderte von Seiten im Netz erklärt. (Google?)

Ist in etwa wie BMW und Mercedes... sind auch beides Autos - und nicht mal schlechte.
Gruß, Falko


Vereine haben ihre Strukturen...
Wir haben unseren Codex - RuhrPiraten

K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

  • Nachricht senden

3

Montag, 7. Februar 2005, 17:24

Hallo,
jetzt aber Einspruch,
der Autovergleich hingt, denn die AVR sind hochwertige RISC-uC`s bei denen die meisten Operationen mit einem Takt ausgeführt werden , während ich die PIC`s mit ihrem rudimentären Befehlssatz doch eher als Massenramsch zu bezeichnen sind.

Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

4

Mittwoch, 9. Februar 2005, 10:32

Und noch eine Ähnlichkeit: Wie Automarken haben auch Microcontroller die Eigenschaft ihre jeweiligen Nutzer stark zu polarisieren :)

Richtig ist auf jeden Fall, dass Microcontroller in allen Größen und Ausstattungen zu haben sind, ähnlich wie Fahrzeuge. Und daraus ergibt sich dann auch wieder die Situation, dass man mit einem Smart (z.B. =PIC) schelcht einen Umzug machen kann und mit dem 40Tonner (z.B. Freescale PowerQUICC) ist es recht ineffizient mal eben zwei Brötchen vom Bäcker zu holen.

5

Mittwoch, 9. Februar 2005, 17:20

PICs und AVR sind für ähnliche Einsatzgebiete entwickelt worden und was mit dem einen geht geht meist auch mit dem anderen. "Gleich" sind sie aber keinesfalls.

Die AVR Architektur ist neuer und ich wage zu behaupten für Anfänger angenehmer zu beherrschen (vorallem wenn man wirklich noch so verrückt ist wie ich in Assembler zu programmieren - Stichwort: Stack). Wer aber schon immer PICs verwendet hat wird wegen den paar Vorteilen nur selten die "Reibungsverluste", die zwangsläufig beim umlernen entstehen in Kauf nehmen.

Fakt ist beide Hersteller bemühen sich löblich um Hobbyprogrammierer und es existieren 10000e nützliche Websites, die das erlernen leicht machen. Der Einstieg ist meist unter 100€ möglich und nach kurzer Zeit kann man Dinge realisieren, die mit "gewöhnlicher" Elektronik undenkbar sind.

Meinereiner bevorzugt AVRs. Aber Diskussionen AVR <-> PIC enden in aller Regel genauso wie Windows <-> Linux :prost:

cord

RCLine User

Wohnort: Oyten

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 9. Februar 2005, 20:24

Zitat

was bedeutet AVR oder PIC


Installier dir die Software, bau dir einen einfachen Programmieradapter und probiers einfach aus. Und berichte bitte über deine Erfahrungen und veröffentliche deine Projekte damit andere auch etwas davon haben. Das wär doch mal etwas Konstruktives.
Infos gibts ohne Ende:
http://www.mikrocontroller.net/
http://www.mikrocontroller-projekte.de/
http://www.commlinx.com.au/Microcontroller.htm

Gruss
Cord

7

Mittwoch, 9. Februar 2005, 20:32

Zitat

Original von cord

Zitat

was bedeutet AVR oder PIC


Installier dir die Software, bau dir einen einfachen Programmieradapter und probiers einfach aus. Und berichte bitte über deine Erfahrungen und veröffentliche deine Projekte damit andere auch etwas davon haben. Das wär doch mal etwas Konstruktives.
Infos gibts ohne Ende:
http://www.mikrocontroller.net/
http://www.mikrocontroller-projekte.de/
http://www.commlinx.com.au/Microcontroller.htm

Gruss
Cord


Ja genau !
Und zum Erlernen der Programmierung decken wir Dich mit Aufgaben ein !
Und überhaupt arbeitest Du jetzt nur noch für RCLine Forummitglieder,
da bleibt keine Zeit mehr für private Spielereien ;) .

Nee im Ernst, er hat ja nur gefragt was "AVR" und "PIC" bedeutet.

crazytorben

RCLine Neu User

Wohnort: waschechter Nordfriese

Beruf: staatl. gepr. Techniker / Nachrichtentechnik

  • Nachricht senden

8

Mittwoch, 9. Februar 2005, 21:45

Avr war bis jetzt relativ einfach

HI oder Moin,

also ich will mich nur kurz melden,

Ich habe vor einem 1/4 Jahr mich an die AVRs (Atmel) getraut, ohne Vorkenntnisse.

Jetzt habe ich eien 16-Kanal-Multiplexer wie den Nautic-Expert von Graupner fertig. Hat gut geklappt, hin und wieder aber eine Nachtschicht eingelegt.

Ich kann nur sagen, wer ein wenig von Elektronik versteht, kann sich einen kleinen Programmieradapter bauen und loslegen. Genug Infos sind im Netz und fragen kostet nichts. Die AVRs lassen sich 1000 mal und mehr neu programmieren. Der AVR-Spaß ist nicht teuer, gibt alles bei Reichelt und die Software gibt es direkt bei Atmel auf der HP. ES lohnt sich.

Ps.: Ich habe mit Assembler laufen gelernt. Und wer laufen lernen will, muss erst mal krabbeln können, d.h. nicht gleich zu viel verlangen. Schöne Doppelblitzter gehen leicht, dann langsam steigern.

Gruß
crazy

Agentbsik

RCLine User

  • »Agentbsik« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: D-46397 Bocholt

Beruf: Schüler (leider :D)

  • Nachricht senden

9

Donnerstag, 10. Februar 2005, 20:59

http://www.mikrocontroller.net/tutorial/equipment.htm

Zu der Site hätte ich nomma ne frage, und zwar wird da ja der AVR programmiert, mit dem dazugehörigem ISP- programmieradapter, aber da steht nicht, ob ich auch die Tiny controller von Atmel verwenden kann.

hsh

RCLine User

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

10

Freitag, 11. Februar 2005, 00:23

Die ATmega und ATtiny Serien können beide über den SPI Port "In-System" programmiert werden.
mfg Harald

11

Freitag, 11. Februar 2005, 01:08

moin,
PIC ist OUT und ist von AVR schon längst überholt.
allein wenn ich mir schon die menge von PICs anschaue, dann wird mir schlecht.
AVR hat eine deutlich kleinere produkpalette, aber deckt dabei mehr ab als die PICs.

und wer sich den anfang nicht zu schwer machen will,
der fängt gleich mit AVR und in C zu programmieren an.
grüsse
Klang ?

Car Hifi ?

Sound pur im Auto ?

besser gehts immer !

hier bist du richtig :D


[SIZE=4][/SIZE]

12

Freitag, 11. Februar 2005, 11:40

Also was Marktanteile angeht sind PIC und HC05/08 (Freescale, früher Motorola) ungefähr gleich auf bei ca. 27% Marktanteil und damit Platz eins und zwei (wer gerade führt ändert sich wahrscheinlich quartalsweise). Der Grund dafür ist, dass es gerade so viele Varianten von den Chips gibt, dadurch kann man als Hersteller bei größeren Stückzahlen den optimal passenden Controller wählen und damit die Kosten optimieren.

Für den Hobbyisten ist das natürlich nicht wichtig, sondern die universelle Einsetzbarkeit steht im Vordergrund. Daher bietet es sich im Zweifelsfalle an auch einen größeren Chip zu wählen als man eigentlich braucht, weil der dann auch später für andere Dinge herhalten kann.

Eine gute Idee ist es in jedem Falle einen Chip zu wählen, der In-Circuit Debugging kann. Das wird bei den einzelnen Herstellern immer wieder anders benannt, ist aber eigentlich immer das Gleiche: Der Chip verfügt über eine Schnittstelle (meist nur ein oder zwei Pins) über die man ihm vom PC die Firmware laden kann und dann das Programm kontrolliert ausführen kann, so dass man jederzeit die Ausführung unterbrechen und sich Speicherstellen anschauen kann. Hat der Chip so eine Schnittstelle nicht, ist entweder Debuggen durch angestrengtes Nachdenken und Rumprobieren angesagt, oder man gibt eine (mindestens) vierstellige Summe für einen In-Circuit Emulator aus.

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

  • Nachricht senden

13

Montag, 14. Februar 2005, 21:58

Hi leutz

ich bin auch noch beginner.. habe mir zuerst die PICs angeschaut. irgendwann ist mir der ATMEL butterfly in die hände gefallen: das ding kann wesentlich mehr als ich rausholen kann und hat die komplette periferie inkl. LCD-display und 4MB flash onboard. man kann mit vier zusätzlichen bauteilen daraus zb ein soundmodul, einen servotester, ein datenlogger, ein .. bauen, mit wesentlich kleinerem aufwand als mit den PICs.

für mich ist es wichtig mit zwei-drei typen klarzukommen:
für kleine probs den ATM8, grosse dinger wie ein webserver mit dem ATM128.
als "komplettgerät" nehme ich sehr gerne den ATM 169 auf dem butterfly-board.

ist meine persönliche meinung.. finde es nicht nötig einen PICer zu überzeugen:
mit beiden systemen sieht man irgendwann land :nuts: schneller mit dem AVR :shy:
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

14

Dienstag, 15. Februar 2005, 15:26

Der größte Vorteil der AVRs liegt in der Verfügbarkeit guter und kostenloser Compiler. Da sieht es bei den PICs eher dürftig aus.

Wer hier was von PIC ist überholt quatscht hat allerdings absolut keine Ahnung! Der sollte erst einmal nachfragen, welche Prozessorgeneration gemeint ist. 12, 14 oder 16-Bit Befehlsbreite oder gar dsPIC? Dort bestehen immense Unterschiede. Letztere dürften den AVRs wohl haushoch überlegen sein.

Gaston

RCLine User

Wohnort: CH-6300 Zug

Beruf: Elektroääschenjöör

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 16. Februar 2005, 13:17

Die letztgenannen kenne ich nicht. Aber grundsätzlich halte ich die (restlichen) PICs vom Core her schon auch für "veraltet", oder zumindest verglichen mit AVR für sehr rudimentär. PICS sind Akkumulatormaschinen, während AVR's schon echte Registermaschinen sind. Registermaschinen sind aufwändiger, und dennoch sind die AVR's wesentlich effizienter, benötigen sie doch für Register-Register-Befehle gerade mal einen Taktzyklus, während die PICs für Akku-Register-Befehle deren vier benötigen.

Die Pics existieren halt in Millionen (teils süssen :D ) Varianten, bei den AVR's gibts weniger Auswahl.

16

Mittwoch, 16. Februar 2005, 13:53

Weis zwar nicht was ihr immer so programmiert, aber ich komme nach wie vor mit dem 8051 + Keil Compiler zurecht.

17

Mittwoch, 16. Februar 2005, 14:30

Der 8051 ist da ja schon Asbach Uralt. Allerdings wird er auf Grund seiner Verbreitung und der Typenvielfalt auch nicht so schnell aussterben. Es gibt ja auch Derivate, die in Punkto Geschwindigkeit jeden AVR abhängen.

@Simon

Deinen Ausführungen kann ich so zustimmen. Ein Maschinenzyklus ist übrigens immer 4 Taktzyklen lang. Die PICs mit 16 Bit Befehlsbreite (18FXXX) haben einen wesentlich umfangreicheren Befehlssatz, der vor allem die Notwendigkeit der Bank-Umschaltung so gut wie unnötig macht. Von den Möglichkeiten her sind sie den AVRs so gut wie ebenbürdig aber mit maximal 10MIPS etwas langsamer.

Die dsPIC-Serie sind 16-Bit Mikrocontroller mit integriertem DSP. Sind auch PICs, haben aber mit den alten nicht viel gemeinsam.

Für den Modellbau sind die PIC10FXXX Typen evtl. recht interessant. Die haben zwar den ganz alten Kern mit 12-Bit Befehlsbreite aber 4 IOs in einem SOD23/6 Gehäuse, da kommt kein AVR mit. Für Anwendungen, wo es auf geringen Platzbedarf und Gewicht ankommt optimal.

K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

  • Nachricht senden

18

Mittwoch, 16. Februar 2005, 20:34

Hallo Steffen,
wenn es klein sein soll, dann ist ein ATtiny2313 im MLF20 kleiner als ein SOT23/6, aber kann ein Vielfaches. Wenn es was Großes sein soll, dann kann man auch einen 167XC, Blackfin oder einen AVR (ATmega) mit intigriertem FPGA nehmen, aber das ist eine ganz andere Klasse.

Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

19

Donnerstag, 17. Februar 2005, 07:57

Hallo Klaus,

Das MLF20 ist doch 4x4mm groß oder? Da ist ein SOT23-Gehäuse aber wesentlich kleiner. In Bezug auf die Leistungsfähigkeit hast Du natürlich Recht. Kommt eben immer drauf an, was man machen will.

K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

  • Nachricht senden

20

Donnerstag, 17. Februar 2005, 18:44

Hallo Steffen,
hast natürlich recht ( sollte auch etwas provozieren), aber der erste Schein des extrem großen Unterschieds täuscht, ein MLF20 braucht 4,4x4,4 mm = 19,36qmm Lpt.-Fläche ein SOT23-6 braucht 3,2x3mm = 9,6qmm. Bei den SOT23 übersieht man beim kleinen Kunststoffkörper leicht die Padflächen.

Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen