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Ecofan

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1

Samstag, 2. April 2005, 22:50

Formierladegerät

Hallo zusammen,
mein neues Ladegerät lädt minimal mi 0.5A, zum formieren also net grad wirklich geeignet, wer hat schon 5Ah- Zellen :evil: :evil:
Also; ich hab folgendes vor:

Nach einer LM-317 Schaltung (die regelt die Ladespannung) kommt eine Strombegrenzerschaltung, die mir den Ladestrom einstellbar auf z.B. 50mA regelt.
Kommt mir jetzt nicht mit dem L200, den hab ich nicht, ich möcht das eh selberbauen, dann kann ich mehr stolz sein.

Also: Wie bring ich die Strombegrenzungsschaltung hin?

Gruss
Mario
" Das Nötige ist einfach und das Komplizierte ist unnötig" ----- Michail Kalaschnikow

Agentbsik

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2

Samstag, 2. April 2005, 23:37

L 200 holen und glücklich sein :evil: . Ne scherz bei seite.

Du könntest nen Transistor nehmen und durch nen spindelpoti an der basis den Strom regeln.


PS: Warum hasse so ne komische Signatur? Findeste das etwa komisch?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Agentbsik« (2. April 2005, 23:38)


3

Samstag, 2. April 2005, 23:44

schon mal ins Datenblatt vom 317 geschaut? Schau dir mal die "typical Applications" an. ;)
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


Little Tom

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4

Samstag, 2. April 2005, 23:47

Schau mal im Datenblatt des LM117 nach. Da ist eine Applikation für eine Konstantstromquelle. In diesem Beispiel für 1 Ampere. Der Ausgangsstrom ist abhängig von R1 und kann somit eingestellt werden (Iout = Uref/R1 -> ich hoffe, dass das auch so im Datenblatt steht. Also bitte nochmal nachlesen!).

Eine Spannungsbegrenzung brauchst Du nicht (es geht doch um NiCd- bzw. NiMH-Akkus?).

Gruß

Thomas
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  • LM117.jpg

Ecofan

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5

Sonntag, 3. April 2005, 10:20

Tja, ich hab leider kein 2W-Poti... meine rauchten immer ab, aber da könnte ich auch verstellbare Widerstände nehmen!
Aber ich hab in einem Buch wat gefunden, ich test dann mal, wenns klappt, post ich die Schaltung, auch mit Transistoren.

Gruss
Mario
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Ecofan

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6

Sonntag, 3. April 2005, 11:24

Hmm, wie hoch muss dann die Ladespannung bei einem Nixx sein? etwas höher als die Zellenspannung??
" Das Nötige ist einfach und das Komplizierte ist unnötig" ----- Michail Kalaschnikow

rafael

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7

Sonntag, 3. April 2005, 11:25

Hallo

Ich habe mir auch schon überlegt, so ein Ladegerät selbst zu bauen.

[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=7079&sid=[/IMG]

Ich habe mal das Bild von Tom geklaut, sorry!

Arbeitet da R1 als Shunt und LM117 misst darüber die Spannung, und sobald diese zu hoch wird regelt er runter? Hab ich das so richtig verstanden?
Bis vieviel A kann dieser LM117 regeln?

Arbeitet der LM317 gleich wie der LM117?
Gruss Rafael


Wer eine frage stellt, der wird 5min für dumm gehalten. Wer nicht fragt, bleibt es sein Leben lang.
Wer Rechtschreibefehler findet, darf sie behalten.

Ecofan

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8

Sonntag, 3. April 2005, 12:42

Hmm, noch ne Frage zum Formieren:

kann ich den Akku auch ganz normal voll laden, und dann einfach danach noch mit C/10 weiterladen, ein paar Stunden?

Gruss
Mario
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Ecofan

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9

Sonntag, 3. April 2005, 12:56

Also: meine Schaltung scheint zu klappen:

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1676014


Für die kleinen Formierströme (<150mA) hält das Poti hin.
Nur: Der Strom ist von der Eingangsspannung abhängig.

Gruss
Mario
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Little Tom

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10

Sonntag, 3. April 2005, 13:20

@Mario

Es müsste auch möglich sein, durch ein parallel zu R1 geschaltetes Poti (mit niedriger Belastbarkeit), den Strom einzustellen. Dann würde R1 nur den minimal einstellbaren Strom bestimmen.
Ich würde die Schaltung mit LM317 der mit den Transistoren vorziehen!

Bei NiXX kann keine genaue Ladespannung angegeben werden. Die Zellenspannungen differieren zu stark. Du brauchst eine Eingangsspannung von geschätzten 1,7V/Zelle + dem, was Deine Schaltung noch benötigt (der LM 317 benötigt z.B. eine minimale Spannungsdifferenz von Ein- zu Ausgang von 3V).

Eine Volladung mit hohen Strömen und anschließendes Erhaltungsladen mit C/10 entspricht nicht der Formatierung. Da ist die Gefahr groß, dass man einzelne Zellen überläd und schädigt. Mit dem Formatieren will man ja alle Zellen auf eine (relativ) schonende Weise voll laden.

@Rafael

Die Schaltung ist aus dem Datenblatt von LM317. Der LM117 hat nur einen erweiterten Betriebstemperaturbereich (zumindest habe ich beim Überfliegen keine weiteren Unterschiede gefunden).
Der LM117 kann im TO-220-Gehäuse einen Strom von 1,5A bei einer maximalen Verlustleitung von 20W verkraften.

Für den Bau eines Ladegerätes für NiXX-Zellen ist die Schaltung aber nicht besonders geeignet. Das wichtigste fehlt - die Ladeschlusserkennung. Mario will ja nur „Formatieren“, d.h. mit C/10 über 14 Stunden laden. Dafür braucht man keine Ladeschlusserkennung, nur eine Uhr (und jemand, der Dich daran erinnert ==[] ).

Gruß

Thomas

hvdh

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11

Sonntag, 3. April 2005, 14:15

Hallo
Bei mir läuft so ne Schaltung mit einem Drehschalter und Einzelwiderständen.
Damit kann man 12 verschiedene Ladeströme einstellen.
Für die Formierung ist es genau genug.

Wenn man gerade keinen LM317 zur Hand hat, tuts auch ein 7805 (gibts manchmal auf alten CD-Rom u. Streamerplatinen) ,
es fallen dann halt 5V am Spannungsregler ab.

Wichtig ist ein ausreichend dimensionierter Kühlkörper,
alles was nicht am Akku abfällt muss als Hitze verbraten werden.

Hermann

rafael

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12

Sonntag, 3. April 2005, 15:15

Hallo

Zitat

Arbeitet da R1 als Shunt und LM117 misst darüber die Spannung, und sobald diese zu hoch wird regelt er runter? Hab ich das so richtig verstanden?

Kann mir das noch jemand beantworten, oder habe ich die Antwort überlesen?

Zitat

Für den Bau eines Ladegerätes für NiXX-Zellen ist die Schaltung aber nicht besonders geeignet. Das wichtigste fehlt - die Ladeschlusserkennung.

Das ist mir schon klar, ich wollte es rein informativ wissen, vielleicht kann ich das Bauteil auch mal für andere Zwecke gebrauchen, z.B. Bleilader.

Und habe ich es richtig verstanden, das LM117 und LM317 eigentlich identisch sind bis auf die Temperaturempfindlichkeit?
Gruss Rafael


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Little Tom

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13

Sonntag, 3. April 2005, 16:36

Der LM 317 versucht durch Regelung eines (?) Längstransistors die Spannung zwischen ADJ und Vout gleich Vref (=1,25V typisch) zu halten (deshalb auch 1,2 Ohm für 1 A Ausgangsstrom, da dann 1,2(5) V Spannungsabfall). Damit hast Du Recht.

Zur 2. Frage: Die Unterschiede sind im Datenblatt genannt (es gibt ein Datenblatt für LM117 und LM317). Unterschiede habe ich im zulässigen Betriebstemperaturbereich und geringfügige bei der Regelpräzision gefunden (möglicherweise resultiert Letzteres aus dem Erstgenannten). Prinzipiell sind aber die Schaltkreise gleich.

Gruß

Thomas

^____

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14

Sonntag, 3. April 2005, 17:41

Hallo,

Für Datenblätter einfach bei:

http://www.farnell.com suchen

Gruss Bruno

Ecofan

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15

Sonntag, 3. April 2005, 18:48

Hmm, zur 317er Schaltung, hab sie auch mal schnell gebaut: Wie berechne ich da den Strom? Was ist Uref? Ich hab jetzt 7.3V Spannugnsversorgung, 2.7Ohm als Widerstand und 0.44A Ausgangsstrom... Wie komm ich da drauf?

Gruss
Mario
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Little Tom

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16

Sonntag, 3. April 2005, 19:32

Also, Uref ist typisch 1,25 V (steht im Datenblatt, min 1,20 V, max 1,30 V). Der Strom berechnet sich wie folgt:

Iout = Uref / R1.

In Deinem Beispiel: 1,25 V / 2,7 Ohm = 0,46 A (gemessener Wert = 0,44 A). Die Eingangsspannung spielt quasi keine Rolle.

Um den Ausgangsstrom einstellbar zu machen, ohne jedoch ein belastbares Drahtpotentiometer verwenden zu müssen, sollte folgende Schaltung funktionieren. (Hab ich mir ausgedacht - also erst einmal ausprobieren). In diesem Beispiel wäre der einstellbare Bereich von 0,46 A bis 0,92 A (also für Deine Ansprüche zu hoch). Um den minimalen Strom zu verringern, muss R1 größer werden (z. B. bei 5,6 Ohm wären von 0,22 A bis 0,44 A möglich).

Gruß

Thomas
»Little Tom« hat folgendes Bild angehängt:
  • LM117-2.jpg

Ecofan

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17

Sonntag, 3. April 2005, 19:44

Nene, ich machs mit dem Drehschalter und ein paar Widerständen, dann weiss ich immer genau, wieviel Strom dass fliesst. Vielleicht werde ich deine Schaltung auch einmal bauen.

Du, aber die Eingagsspannung kann den Ausgangsstrom verändern! Wenn ich am Netzteil die Spannung hochdrehe, fliesst mehr Strom durch die LM317er Schaltung....???
" Das Nötige ist einfach und das Komplizierte ist unnötig" ----- Michail Kalaschnikow

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ecofan« (3. April 2005, 19:45)


Prof._Dr._YoMan

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18

Sonntag, 3. April 2005, 20:18

Klar, und das wird dann in noch mehr Wärme verbraten. Miss den Strom der in den Akku fliesst und du wirst sehen er ist nahezu unabhängig von der Eingangsspannung.
Meistens haben Platzhirsche eine hohe Beratungsresistenz, dafür eine geringe Wahrnehmungsfähigkeit..... (Claus Eckert)

Little Tom

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19

Sonntag, 3. April 2005, 20:29

WAS, KEIN VERTRAUEN IN MEINE SCHALTUNG! 8(

Quatsch, war ein Scherz. :D

Aber der Eingangsstrom müsste von der Eingangsspannung auch unabhängig sein, denn ansonsten müsste sich ja auch der Ausgangsstrom ändern und der soll ja konstant gehalten werden. Da der LM 317 KEINE Verbindung zur Masse hat, kann sich der Strom auch nicht aufzweigen. Vielleicht ist die Eingangsspannung noch nicht hoch genug, damit der Schaltkreis auch regeln kann. Also Du brauchst eine Eingangsspannung, die ca. 4,5V (3 V für den IC und 1,25 V fallen über R1 ab), höher ist als die Ausgangsspannung.

Tschüss

Thomas

Prof._Dr._YoMan

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20

Sonntag, 3. April 2005, 20:35

Manchmal sollte ich mich meines Diploms schämen. :) Habs mir nicht genau angeschaut. Der Strom kann ja garnirgends anders hin als durch den Akku. :dumm:
Meistens haben Platzhirsche eine hohe Beratungsresistenz, dafür eine geringe Wahrnehmungsfähigkeit..... (Claus Eckert)