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1

Montag, 2. Mai 2005, 23:33

Doppelstromversorgung im Eigenbau

Hallo,

Ich will meine Alpina mit einer Doppelstromversorgung versehen. Käufliche sind zwar das Beste, aber auch ziehmlich teuer.
Hab schon viel von Doppelstromversorgung über Schottky Diode gelesen. Hat einer von euch ne Schaltung dafür? Oder vieleicht was noch besseres?
Ich will 2 mal 5 Zellen anschließen und habe 6 Servos in der Alpina. Motor ist enkoppelt. Kein BEC.

Bin für alles offen.

Gruß Andi C.
Auf dem Rücken mußte Drücken oder Dich nach den Teilen bücken. Meine Spezialdisziplin. :nuts:
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2

Dienstag, 3. Mai 2005, 08:13

Hi..

Akku-Minuspole zusammenschalten.
An Akku-Pluspole jeweils eine Diode in Durchlassrichtung, diese NACH der Diode dann zusammenschalten. Das ist der gemeinsame Pluspol. Die Dioden verhindern dass der eine Akku den anderen lädt.
Bei 5 Zellen müssen es nicht unbedingt Schottky-Dioden sein. Schottky verwendet man hier gewöhnlcih deshalb, da sie nur etwa 0.2-0.3 V Spannungsabfall haben, währen deine "normale" SI-Diode 0.6V verbrät.

Achte darauf dass die Dioden belastbar genug sind. Bei 6 Servos sollten´s schon 3 amps sein.

mfg
andi

Eckart

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3

Dienstag, 3. Mai 2005, 17:58

Moin,

Zitat

Bei 6 Servos sollten´s schon 3 amps sein.


Das halte ich für etwas knapp, 6-10A wäre besser.
Gruß Eckart

Recycling lebt vom Wegwerfen!

mosi

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4

Dienstag, 3. Mai 2005, 22:58

Die in Datenblättern angegebene Strombelastbarkeit bezieht sich auf die unbegrenzte Dauerbelastung. In kurzen Momenten vertragen die Dinger auch mal das 10 bis 20-fache. Letztendlich kommt es natürlich darauf an, was du für Servos bei welchen Belastungen einsetzen willst. 3A Dioden ist ganz sicher nicht knapp für ne Alpina,der durchschnittliche Dauerstrom wird sicher unter 1A liegen...
Andererseits ist natürlich eine Überdimensionierung nicht schädlich. Nimm, was du kriegen kannst, 3A Schottky sind absolut ausreichend.
Schottky Typen sind zwar nicht unbedingt notwendig (bei 2* 5Zellen), verschenken aber nicht soviel wertvolle Energie.
Gruss, Rene

5

Dienstag, 3. Mai 2005, 23:17

Besten dank schonmal für die schnellen Antworten!:ok:
Schottky sollte es schon sein. Ich will ja schon die Leistung der 5 Zellen nutzen! Überdimmensionieren auf jeden Fall. Die Doppelstromversorgung zielt ja auf Sicherheit.
Weiterführende Überlegungen:
Wie bringe ich auch mehr Sicherheit in die Schalter als mechanische Teile?
Ich dachte mir eigentlich am besten für jeden Akku einen eigenen Schalter! Redundant halt.

Habt ihr noch bessere Ideen?

Gruß Andi C.
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mosi

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6

Dienstag, 3. Mai 2005, 23:28

Die bessere Idee ist gar kein Schalter, solide Steckverbindungen und gut ist. Die paar Minuten zum schliessen der Kabinenhaube sollten die Flugzeit nicht wesentlich verringern.
Ansonsten hochwertige mehrpolige Schalter (Kontakte parallelgeschaltet) oder die Hi-Tech-Lösung mit dem FET als Schalter (gibts irgendwo fertig) sind schon gute und sichere Lösungen.
Wenn man dann noch zwei Schalter verwendet (für jeden Akku einen) und nicht die Summe schaltet, verdoppelt man noch einmal die Sicherheit.
Was soll dann noch passieren...
Gruss, Rene

7

Mittwoch, 4. Mai 2005, 12:48

Was die Belastbarkeit der Dioden betrifft sind zwei Werte ausschlaggebend:
Maximum Forward Current - Das ist der maximale Strom der fliessen darf, auch Spitzen dürfen da nicht drüber.
Maximum Power Dissipation - Also die maximale Leistung die an der Diode verbraten werden darf.

Letzterer berechnet sich aus dem Strom durch die Diode und der Vorwärtsspannung der Diode. Je kleiner die Vorwärtsspannung, desto geringer sind die Verluste. Optimal sind Germanium oder Selen Dioden, beide aber nicht unbedingt beim Elektronikkrauter um die Ecke zu haben.

Eckart

RCLine User

Wohnort: Münster/ Westf.

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8

Donnerstag, 5. Mai 2005, 09:48

Ein HS 125 Servo zieht mal locker 1A wenn es schnell läuft, ohne Ruder wohlgemerkt!
Mein Kumpel hat 6 Stück davon in seinem F3J, da sähe es aber schlecht für die 3A Diode aus, vom Modell mal abgesehen ;(

Zitat

In kurzen Momenten vertragen die Dinger auch mal das 10 bis 20-fache.

Stimmt, eine 3A Diode (SB 320) kann 120A für 8,3ms, die Servos laufen aber wesentlich länger, gut natürlich nicht mit 120A. :D

Zitat

3A Dioden ist ganz sicher nicht knapp für ne Alpina

Ich halte die Auslegung für sehr gewagt, solange beide Akkus in Ordnung sind geht das gut, aber wehe einer fällt aus!

Zitat

Wenn man dann noch zwei Schalter verwendet (für jeden Akku einen) und nicht die Summe schaltet, verdoppelt man noch einmal die Sicherheit.

Stimmt, allerdings merkt man meistens erst das der eine Schalter ausgefallen ist, wenn der Zweite auch ausfällt.
Also am besten erst gar keine Schalter einbauen.
Gruß Eckart

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mosi

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9

Donnerstag, 5. Mai 2005, 20:44

Also bitte mal nicht übertreiben, selbst wenn man es schaffen sollte,alle 6Servos mit maximalen Strom über mehr als einige 100ms zu bewegen (völlig unmöglich) reicht dann auch bei einem Akku eine schwächer dimensionierte Diode aus. Dass Überdimensionierung nie schadet, schrieb ich schon, aber selbst eine 3A-Diode kann 6A Dauerstrom ab, wenn die Temperatur unter 100 oder 90 Grad liegt, diese Ströme fliessen, wenn überhaupt, nur für Bruchteile von Sekunden .
Merkwürdigerweise macht sich kaum jemand einen Kopp, wenn es um Linearregler geht, denn diese begrenzen tatsächlich den Strom auf (je nach Typ) ca.1-3A, die Dinger müssten ja dann schon bei ein bis zwei Servos kläglich versagen (selbst ohne Berücksichtigung der Verlustleistung)



:prost: Rene

Eckart

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10

Donnerstag, 5. Mai 2005, 23:46

Mag sein, daß es mit einer 3A Diode gut geht, mir wär's zu heikel, kommt aber auch áuf die Servos an, HS 125 sind sehr "stromfreudig".

Zitat

Merkwürdigerweise macht sich kaum jemand einen Kopp, wenn es um Linearregler geht, denn diese begrenzen tatsächlich den Strom auf (je nach Typ) ca.1-3A, die Dinger müssten ja dann schon bei ein bis zwei Servos kläglich versagen

Tun sie auch, hast du schon mal die Spannung gemessen während die Servos laufen?
Kann man auch sehr schön in der Spannungsansage vom Vario hören.
Normalerweise merkt man das gar nicht wenn der Regler mit der Spannung runtergeht, bei 4V laufen die Servos ja auch, noch nur etwas langsamer.
Gruß Eckart

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maximum

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11

Freitag, 6. Mai 2005, 18:35

Hallo!

Hier meine Erfahrungen:

Flugzeug: Jodel Robin, 2,3m Spannweite, ZG62

Verwendete Servos:

Höhe: HS705BBMG 13kg Stellkraft
Seite, Quer, Klappen: Dymond D7000 7,5kg
Gas, Schleppkupplung: C5007
Lenkung Bugrad: NoName Servo

=>8 Servos

Ich verwende als Empfängerakku 4Zellen Sanyo 3000mAh

An einem normalen Flugtag komme ich sicher auf eine Gesamtflugzeit von ca. 2 Stunden. In dieser Zeit wird der Akku nie nachgeladen.
Daher ergäbe das rein rechnerisch einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 1,5A wenn man davon ausgehen würde, dass der Akku nach dieser Zeit vollständig entladen ist. Jedoch bleibt nach dieser Flugzeit noch eine Restkapazität von ca 1 Ah im EmpfängerAkku, was dann einen Durchschnittsstromverbrauch von 1A ergäbe.

Daher denke ich, dass eine Dimensionierung mit 3A Schottky Dioden leicht ausreichen müsste, da die auftretenden Stromspitzen nur sehr kurzzeitig sind.

Natürlich ist eine Überdimensionierung immer besser, und wenn man noch keine Teile zuhause hat, kann größere nehmen, da diese ja keine Nachteile mit sich ziehen.

mfg Max

12

Samstag, 7. Mai 2005, 00:55

So ich war heute einkaufen bei Segor Elektronik:
2 Schottky; Ich hoffe nicht zu knapp kalkuliert: 9 A :nuts: Aber bei 1,30 €/stk keine wirkliche Investiion
2 Schalter
2 LED sammt Vorwiderstand zur Spannungskontrolle.

Jetzt gingen meine Überlegungen aber weiter. Also wie war das noch mit den hohen Strömen über die Empfängerbahnen? Also Trennung. Der Empfänger kriegt einen Spannungsregler 5V. Damit keiner kommt 5 Zellen könnten für den Empfänger vieleicht im vollgeladenen Zustand zuviel Spannung bringen.

Soweit passt das. Jetzt sind aber noch die Impulsleitungen. Könnte man da auch nicht noch was Trennen um mögliche Störimpulse auf den langen Servoleitungen nicht vom Empfänger zu trennen?
Ich habe mir erst mal 2 Optokoppler Baustene mit je 4 Kanälen mitgenommen.

Jetzt aber mein Frage: Würde das wirklich was bringen, wenn man Primär- und Sekundärseite von der gleichen Spannungsquelle gespeisst wird? Die Impulsleitungen sind zwar durch den Optokoppler getrennt, aber Minus hat weiterhin das selbe Potential wie der Empfänger.
Schaffe ich also wirklich eine Singalentkopplung, oder bräuchte ich dazu nicht eigentlich zwei getrennte Stromkreise, also Sekundär- und Primärseitig einen eigenen AKKU? (Habe ich nicht vor. Währe also ein K.O.-Kriterium)

Gruß

Andi C.
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13

Samstag, 7. Mai 2005, 01:22

Hallo Andi,

Zitat

Schaffe ich also wirklich eine Singalentkopplung, oder bräuchte ich dazu nicht eigentlich zwei getrennte Stromkreise, also Sekundär- und Primärseitig einen eigenen AKKU?


Auch wenn Du es nicht vor hast, es ist ein Muss. Wenn Du die Masseleitung gemeinsam hast bringen Dir die Optokoppler rein gar Nichts.

Zitat

Also wie war das noch mit den hohen Strömen über die Empfängerbahnen?


Das ist der grösste Mist. In den frühen 70ern ging das ja noch als die Servos so etwa 500mA Strom aufnahmen. Heutzutage wo mehrere Servos in Grossmodellen zur Anwendung kommen die zusammen 6 - 9 A aufnehmen geht das nicht mehr, das siehst Du richtig. Schon nur das dünne Kabel vom Akku und dann ein Stecker welcher für ein paar Hundert Milliampere ausgelegt ist, ist das Problem, nicht nur die Leiterbahnen im Empfänger.

Ich habe für meine grossen Modelle eigens eine Platine entworfen bei der alle Servoimpulse galvanisch über Optokoppler getrennt werden und der Empfänger mit einem eigenen Akku versorgt wird. Da reicht logischerweise etwa 500 mAh mit 4 Zellen da ja nur die LED's der Optokoppler und die Empfängerelektronik versorgt werden muss.
Die Servo's erhalten einen NC Akku mit etwa 2 Ah und 5 Zellen welcher über dicke Kabel und Hochstromstecker an der Platine angeschlossen wird. Die Servos laufen auffallend knackig und sind Bärenstark.

Von Doppelstromversorgungen über Doppel - Schottkydioden halte ich nicht viel. Auch die können ausfallen und dann geht auch Nichts mehr. Wenn schon einzelne Dioden. Die sind dann auf getrennten Chips und können sich nicht gegenseitig stören.

Zitat

2 LED sammt Vorwiderstand zur Spannungskontrolle.


Wie willst Du damit die Spannung kontrollieren? An der Helligkeit der LED kann man das sicher nicht erkennen. Die Leuchten auch wenn der Akku nur noch 2,5 Volt hat fast so hell wie bei 4,8 Volt. Einzig zur Einschaltkontrolle geht das.

Zitat

2 Schalter


Wenn Du Dir wirklich ernsthaft Gedanken zur sicheren Stromversorgung der Empfangsanlage machst ist dies das Erste welches Du weglassen musst. Immer die Akkus direkt stecken, auch wenn das nicht so komfortabel ist.

Viele Grüsse

Bruno

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »^____« (7. Mai 2005, 01:24)


Rudy F

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14

Samstag, 7. Mai 2005, 06:48

Hallo Andi C :w

habe diesen thread leider erst jetzt gesehen, vielleicht hilft Dir das folgende auch ein Bißchen:

http://members.aon.at/flug.fiala/sicher.html

Passt zu Deinen Redundanzüberlegungen:

Zitat

Wie bringe ich auch mehr Sicherheit in die Schalter als mechanische Teile?
Ich dachte mir eigentlich am besten für jeden Akku einen eigenen Schalter! Redundant halt.
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

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15

Samstag, 7. Mai 2005, 13:44

@Bruno:
Also das mit der Spannungskontrolle ist natürlich mist. Ich meine Nur Kontrolle, ob der jeweilige Akku überhaupt an ist. Da ja hier auch einige eine Sicherheitslücke gesehen haben.
Auf jeden Fall habe ich 2 separate Schottky. Wußte garnicht das es doppelte gibt.Jeweils 9 A sollten dabei reichen.
Einen extra Stromkreis für den Empfänger ist mir aber schon zu aufwendig. Ich werde aber Die Servos von einer Platine versorgen. Der Empfänger wird dann über den Spannungsregler versorgt.
Ich glaube auch langsam, das ich die Schalter weg lasse. Der bei Segor meinte die können wohl max. 500 ma ab. Obwohl ich schon die größten genommen habe. Würde ja ein Mosfet nehmen, wenn ich wüßte wie das geht!?

Gruß Andi C.
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16

Samstag, 7. Mai 2005, 16:20

Hallo Andi,

Zitat

Würde ja ein Mosfet nehmen, wenn ich wüßte wie das geht!?


Das ist gar nicht so einfach. Damit das Gate sicher voll aufgesteuert werden kann reicht die Spannung von ca. 6 Volt nicht wenn man grosse Spitzenströme durchschalten will. Es gibt zwar Logicpegel FET, die sind aber nicht immer genügend niederohmig. Trotz FET brauchst Du einfach an anderer Stelle einen Schalte,dann sind wir wieder gleich weit. Aber auch ein FET kann ausfallen.

Zitat

Ich werde aber Die Servos von einer Platine versorgen.


Das ist schon einmal sehr gut. So kann man den Strom besser verteilen.


Zitat

Auf jeden Fall habe ich 2 separate Schottky.


Immerhin, aber den Spannungsabfall von min. 0,3 Volt bei Nennlast hast Du trotzdem.

Irgendwie kann ich die Doppelstromversorgung auf der Emfängerseite nicht ganz nachvollziehen. Es ist mir nicht klar, was das denn genau bringen soll. Klar kann der zweite Akku übernehmen wenn der erste ausfallen sollte. Nur, wie oft kommt so etwas in der Praxis vor? Konnte denn dadurch je einmal ein Modell nachweislich vor einem Absturtz gerettet werden?

Die ganze Redundanzgeschichte ist ja gut und recht. Senderseitig hapert es aber trotzdem. Auch bei Sendern mit zwei HF Modulen hat man nur einen Impulsteil und nur einen Senderakku. Nachgewiesenermassen sind schon viele Flugzeuge von Himmel gefallen wiel der Sender ausgefallen ist. Auch ich weiss von konkreten Fällen. Auch hier im Forum wurde schon viel darüber geschrieben.
Abhelfen kann man nur, wenn ein zweiter Pilot mit zweitem Sender bereit steht und übernehmen kann.

Sicher ist ein Gewisser Aufwand an Versorgungstechnik bei Grossmodellen zwingend. Oftmals wird selbt da übertrieben. Was soll denn eine Spannungsstabilisierung der Servospannung und des Empfängers? Jeder Empfänger hat intern eine Spannungsstabilisierung, sonst würde der gar nicht stabil genug laufen. Die Servo's brauchen das schlicht und einfach nicht.

Ich betone es nochmals. Akku direkt über Verteilplatine und Starkstromstecker a la Multiplex anschliessen und dann kann fast gar Nichts passieren. Natürlich muss der Akku in gutem Zustand sein. Einen neuen Akku würde ich zuerst auch einmal
ein paar Zyklen am Testgerät anschliessen. Wenn er da hält, tut er das auch im Modell. 100%ige Sicherheit gibt es trotz allem nicht.


Viele Grüsse

Bruno

17

Donnerstag, 12. Mai 2005, 23:35

Hallo Bruno,

Du hast nicht unrecht. Es ist auf jeden Fall auch ein größerer Aufwand 2 Akkus zu pflegen. Auf jeden Fall sind wir uns schon mal einig das es gut ist die Servoströme über eine separate Platine zu führen.
Jetzt zu der Geschicht mit dem Spannungsregler. Die Servos gehen auf jeden Fall dierekt an den/die Akkus. Jetzt hört/liest man immer wieder, das Empfänger bei der verwendung von 5 Zellen eventuell die erhöhte Spannung des voll geladenen Akkus nicht mögen könnte. Auch die Hersteller geben hier 4 Zellen an und warnen ehr vor dem EInsatz von 5 Zellen. Den Servos stört das aber nicht. Darum soll nur der Empfänger über den Spannungsregler versorgt werden.
Jetzt noch mal zu den 2 Akkus:
klar ist es nicht notwendig und nicht umbedingt nachgewiesen, das es bereits zu Abstürzen durch Ausfall kam. Aber es beruhigt doch sehr zu wissen alles mögliche getan zu haben. Und wenn ich schon eine Platine mache, dann können da auch 2 Schottkys rauf.
Dein Einwand ist ja richtig, das wir meistens auch keine Redundanz auf der Senderseite haben. (Entsprechende Lösungen gibt es ja auf den MArkt. Sie auch den Link von Rudy). Aber hier bin ich der MEinung das die Redundanz im Empfänger gerechtfertigt ist, da ich im Flug keine Möglichkeit habe zu kontrollieren und einzugreifen.

Letzendlich versuchen wir uns doch nur zu beruhigen und zu beweisen, das Murphy überlistbar ist.

Ob nun an einem oder zwei Akkus, läßt mich die Sache mit dem Optokoppler in den Impulsleitungen nicht los an einer Spannungsquelle.
Auf der + - Siete haben wir den Spannungsregler, der Sekundär und Primärkreis trennen. Jetzt können nur noch über Masse Störimpulse an den Empfänger getragen werden.

Jetzt meine Idee:
Kann ich hier nicht hinreichend genug entkoppeln durch einen Pufferkondensator in der LEitung Masse --> Primärseite (Also zum Empfänger). Der müßte doch solche Impulse gut genug dämpfen. Dann macht die Entkopplung der Impulsleitungen über den Optokoppler doch wieder sinn. Was meint Ihr dazu?
Auf dem Rücken mußte Drücken oder Dich nach den Teilen bücken. Meine Spezialdisziplin. :nuts:
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »GreccoFly« (12. Mai 2005, 23:38)


18

Freitag, 13. Mai 2005, 10:17

Zum Thema Doppelstrom und Akkupflege:

Mir schwebt für mein 2m Modell immer noch ein leichtes und wartbares Konzept vor, mal sehen ob ich das nochmal realisiere.
Grundbestandteil ist der normale (5 Zellen) Akku der über Schalterkabel und eine Diode in den Empfänger geht. Die Empfängerspannung wird durch einen 5 Zellen Spannungwächter überwacht.
Parallel dazu gibt es einen kleinen Backupakku, mir schweben dabei 2x Lipo (350HD) Zellen vor, weil die keine Selbstentladung haben. Diese werden über Spannungsregler auf 4,8V (oder etwas drunter) stabilisiert und über Schalterkabel und Diode an den Empfänger geführt.
Fällt der Hauptakku merkt man das evtl. an dem schwammigen Verhalten des Modells da die Spannung am Servo rel. klein ist oder auch nicht. Nach der gegückten Landung oder vor dem nächsten Start stellt man fest das die Spannunganzeige tiefrot blinkt, dann sollte man besser nicht mehr starten.
Die Spannungsanzeige ist dabei selbstredend neben den Schalten platziert.

^____

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19

Freitag, 13. Mai 2005, 11:24

Hallo Andi,

Vielen Dank für Deine ausführlichen und sachlichen Angaben.

Zitat

Jetzt hört/liest man immer wieder, das Empfänger bei der verwendung von 5 Zellen eventuell die erhöhte Spannung des voll geladenen Akkus nicht mögen könnte


Das stimmt an sich schon. Das Problem wird die interne Stabilisierung sein welche thermisch überlastet werden könnte. Die IC's vertragen das schon. Besser ist eine externe Vorstabilisierung deshalb allemal.


Zitat

Aber hier bin ich der MEinung das die Redundanz im Empfänger gerechtfertigt ist, da ich im Flug keine Möglichkeit habe zu kontrollieren und einzugreifen.


Auch das stimmt an sich. Die ganze Empfangsanlage ist allemal die kritischere Seite und entsprechend empfindlich. Zumal man ja auch nicht weiss, was der Empfänger im Modell sonst noch alles empfängt.

Zitat

Jetzt können nur noch über Masse Störimpulse an den Empfänger getragen werden.


Das macht allerdings keinen Unterschied. Es spielt keine Rolle über wieviele Leitungen Störungen übertragen werden. Entweder man hat eine galvanische Trennung oder man hat keine.

Zitat

Kann ich hier nicht hinreichend genug entkoppeln durch einen Pufferkondensator in der LEitung Masse --> Primärseite (Also zum Empfänger). Der müßte doch solche Impulse gut genug dämpfen. Dann macht die Entkopplung der Impulsleitungen über den Optokoppler doch wieder sinn. Was meint Ihr dazu?


Nein, ganz klar nein. Du kannst zwar mit einem Kondesator dem Du vielleicht noch je eine Drossel in die + und - Leitung in Serie schaltest einiges herausholen. Optokoppler machen aber definitiv nur einen Sinn wenn Du eine vollständige galvanische Trennung hast. Die Servoimpulse werden im Servoverstärker immer über einen Widerstand eingkoppelt. Sei der nun extern auf der Platine des Servoverstärkers oder intern im IC. Rückwirkend schneiden die Klemmdioden im Decoderausgang des Empfängers dann wieder alles ab was höher ist als die interne Betriebsspannung. Das sind superschnelle Dioden welche den IC gegen elektrostatische Spannungen schützen müssen.

Du siehst, das ganze ist etwas komplex. Deine Ueberlegungen sind zwar nicht falsch aber der Aufwand bringt Nichts. Ich denke mit den von Dir vorgeschlagenen Schottkydioden hast Du das maximal Mögliche erreicht wenn Du auf eine galvanische Trennung verzichten willst.
Du hast allerdings noch die Möglichkeit wenigstens einen Servoimpulsverstärker dazwischen zu schalten. Dieser hebt dann die Impulsamplitude von 3,3 oder 3,5 Volt auf die Betriebsspannung der Servos an. Das brint auch schon relativ viel da dann die Triggerschwelle des Servoverstärkers deutlicher erreicht wird.

Meine Lösung kannst Du auf dem Bild sehen.

Viele Grüsse und viel Erolg

Bruno
»^____« hat folgendes Bild angehängt:
  • servoopto8.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »^____« (13. Mai 2005, 11:29)


20

Samstag, 14. Mai 2005, 09:55

Hallo Bruno,

Ich sehe das mit den Optokopplern ein. Also ab mit den gekauften Bauteilen in die Vorratskiste.

Das mit mit dem Impulsverstärker wird ja auch bei den käuflichen Variante ngemacht. Auch in den HInblick mehr als ein Servo pro Kanal zu betreiben. Der höhere PEgel sorgt auch dafür, das über lange Servoleitungen ein besseres Singal bei den Servos ankommt. Viel gutes von gelesen. Gefällt mir eigentlich viel besser.

KAnnst Du mir da ein IC empfehlen und hast eventuell auch einen Schaltplan, wie dieser zu implementieren ist?
Deine Schaltung macht ja ein sehr aufgeräumten Eindruck. Klar und Strukturiert. Spannungsanzeige inclusive. Die Entwicklung war bestimmt viel Arbeit. Magst mir nicht vieleicht aber drotzdem Deine Scvhaltung als Schaltplan geben. :nuts:
Muß ich halt nur noch die Doppelstromversorgung unterbringen.

@Malte:
Wenn Du 2 Akku parallel mit den Dioden n das System anschließt, wird der Strom von beiden Akkus gezogen. Die Dioden fungieren hier nicht als Umschalter! Da der Lipo nur als Backup dient, mußt Du also überlegen, wie Du hier umschalten kannst, Wenn die Spannung des Hauptakkus über einen bestimmten Schwellenwert einbricht!

Gruß Andi C.
Auf dem Rücken mußte Drücken oder Dich nach den Teilen bücken. Meine Spezialdisziplin. :nuts:
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »GreccoFly« (14. Mai 2005, 10:01)