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1

Mittwoch, 11. Mai 2005, 15:08

Wie wirken sich Motorwindungen auf den Regler aus ?

Hallo,
bei Car Reglern gibt es ja zwei Limits, zum einen der Dauerstrom und zum anderen die Wicklungszahl des Bürstenmotors. Mich interessiert der technische Hintergrund dazu.

thx, Robert

2

Mittwoch, 11. Mai 2005, 15:24

Soweit ich weiß, zieht ein Motor mit weniger Wicklungen zieht ja mehr Strom als einer mit mehr Wicklungen.
Zauberlink
Flugzeugforum :ok:
Locker bleiben, wenns mal länger dauert, bin in der Woche kaum online;)

3

Mittwoch, 11. Mai 2005, 15:53

Hi..

im Gegensatz zu den meisten Flugmotoren werden Car-Motoren nicht mit gleichmässiger Belastung bei einigermassen konstanten Drehzahlen betrieben sondern befinden sich die meiste Zeit im Beschleunigungs- oder Verzögerungsvorgang.

Der Unterschied: beim Gasgeben erreicht der Flugmotor sehr schnell einen großen prozentsatz seiner Nenndrehzahl, der Car-Motor muss jedoch das gesamte Fahrzeug hochbeschleunigen, bis er die Enddrehzahl erreicht.

Der Unterschied liegt also in der Dauer und Höhe des Anfahrstromes. Ein Motor mit wenig turns dreht recht hoch, das fahrzeug erreicht eine hohe Endgeschwindigkeit, der Blockierstrom bzw. der Strom beim beschleunigen liegt höher, während der Dauerstrom (während der gleichmässigen Fahrt) aber auch geringer sein könnte, je nach Untersetzung.

Der unterschied der Regler liegt also darin, welchen Maximalstrom sie KURZFRISTIG vertragen können.

Der Dauerstrom legt fest, wieviel Verlustleistung der Regler im Dauerbetrieb durch Kühlung abführen kann; das Turn-Limit legt fest, welcher Spitzenstrom kurzfristig ertragen werden kann und wieviel Wärme dabei kurzfristig von der Struktur des Reglers aufgenommen werden kann.

mfg
andi

4

Mittwoch, 11. Mai 2005, 20:12

Danke !
Demnach müssten "No Limit" Regler (kurzzeitig) kurzschlussfest sein ?

K_Mar

RCLine User

Wohnort: D-76337 Waldbronn-Reichenbach (Karlsruhe) 1988-2005 Seesen/Harz; davor Hannover Modellbau seit 1974

Beruf: Dipl.Ing./Leistungselektr.entw. mW-MW z.Z.Antriebstechn.,früher Stromvers. (incl.Treiber+Messtechn.)

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5

Mittwoch, 11. Mai 2005, 21:12

Hallo,
Ihr habt noch einen weiteren Effekt vergessen:
Die Ankerinduktivität ist quadratisch von der Windungszahl abhängig.
Der Stromanstieg ist umgekehrt proportional der Induktität.
Also sollte man bei Motoren mit kleiner Windungzahl Steller mit höherer Taktfrequenz verwenden.
P.S. Ähnliche Probleme gab es vor 25 Jahren beim Aufkommen der ersten Motoren mit SmCo-Motoren, die infolge der höheren Feldstärken auch mit kleinerer Windungszahl daher mit kleinerem Innenwiderstand auskommen. Dies hatte auch bei den damaligen niederfrequent taktenden Stellern ein Sterben zur Folge.

Gruß Klaus
Fahrzeuge auf dem Wasser bewegen macht Spaß und ist ein optimaler Testbereich für Elektronikentwicklungen

alexandrus

RCLine User

Wohnort: D-875**

Beruf: Metallverarbeitung

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6

Donnerstag, 12. Mai 2005, 10:35

Hallo Joe ;) ;)

nein, muß nicht sein.

So ein richtig fetter Kurzschluß zerstört nahezu jeden Regler, ausser er hat eine entsprechende Elektronik um das zu erkennen.

No Limit heißt meines Wissens nur, daß der Regler (eigentlich ja Steller) auch Motoren mit sehr niedrigen Wicklungszahlen, z. B. 7x3 aushält.

Also immer auch die max. Dauer Amperezahl beachten. Je höher desto gut ;) sonst :evil:
Ich sags ja immer: rcline, da werden Sie geholfen.

Viele Grüße aus dem Allgäu