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1

Samstag, 28. Mai 2005, 21:16

Verzinnen von Leiterplatten

Hallo zusammen,
hat irgendjemand schonmal das Seno Glanzzinn zum verzinnen von Leiterbahnen probiert? Taugt das was?

http//www.conrad.de Bestellummer: 529338
Datenblatt ist auch dabei.

Gibt's noch andere Mittelchen zum stromlosen verzinnen?
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


2

Samstag, 28. Mai 2005, 21:35

hi,
ich hab hier ein zeug,
ich weis nicht ob es das conrad zeug ist,
aber das ist auch zum verzinnen.
die dicke der schicht hängt von der dauer ab,
ist aber insgesammt, egal wie lange man das drin läst,
nicht so hart und dick wie richtiges verzinnen.
sieht aber trotzdem besser aus als reines kupfer.
grüsse
Klang ?

Car Hifi ?

Sound pur im Auto ?

besser gehts immer !

hier bist du richtig :D


[SIZE=4][/SIZE]

3

Sonntag, 29. Mai 2005, 08:16

Es gibt glaube ich noch SurTin (Bungard ? Reichelt ?) !

Gruß

Edit: hab´s gerade gefunden: Bungard ! Kann sogar für Privatleute direkt von Bungard
bezogen werden - es muß aber glaube ich ein Mindestbestellwert eingehalten werden.
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »__XX« (29. Mai 2005, 08:27)


^____

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4

Sonntag, 29. Mai 2005, 11:08

Hallo Thomas,

Zitat

hat irgendjemand schonmal das Seno Glanzzinn zum verzinnen von Leiterbahnen probiert? Taugt das was?


Ich hab das mal vor ein paar Jahren gehabt. Die Lösung ist nicht stabil, man kann das nicht wochenlang aufbewaren. Man muss auch sehr sauber arbeiten. Die Printplatte gut reinigen, keine Seifenrückstande oder so, nicht mit einer Stahlwolle polieren sondern mit einer Messingbürtse etc. Es ist auch nicht billig und so fragte ich mich dann was das eigentlich bringt. Löten kann man das nicht unbedingt besser und wenn man eine sauber gereinigte Printplatte vorher gut mit Lötlack einsprüht reicht das auch.

Es gibt aber eine Methode die Gratis ist. Man nimmt möglichst stark gesättigten Fotofixierer für schwarz/weiss. Fotografen die noch selber entwickeln und Lithografie Firmen geben den vielleicht Gratis ab. Ich hab das von einem Bekannten der Fotograf ist einmal bekommen, wende es aber auch nicht mehr an. Damit kann man die Leiterplatten sogar versilbern! :ok:

Viele Grüsse

Bruno

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »^____« (29. Mai 2005, 11:09)


5

Sonntag, 29. Mai 2005, 12:54

Hallo Thomas,
wie schon am Telefon berichtet, mit SurTin (Reichelt) war ich nicht besonders zufrieden! Habe auch manche andere Produkte in letzten Jahren probiert...Beste war - "Silber" von Firma U. Drewanz (nur an Firmen lieferbar - Gift-Produkt).

Grüße
Milan

6

Dienstag, 31. Mai 2005, 08:44

Hallo Thomas,

besser ist, wie Milan bereits erähnte, eine Kaltversilberung zu machen.
Ich habe das "Silber zur Versilberung von Kupfer und Messing" verwendet, was aufgerieben wird. Auch bei Frontplatten habe ich es erfolgreich und dauerhaft damit versehen. Ob da Produkt allerdings noch bei CONRAD (wo ich es vor Jahren bezogen habe) erhältlich ist, weiss ich nicht.

Gruss Hg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (31. Mai 2005, 08:52)


7

Dienstag, 31. Mai 2005, 10:09

Hi

Ich habe noch von einer Möglichkeit gelesen: Fittingslötpaste !
Auftragen und mit dem Heißluftfön erwärmen > fertig !
Soll recht gute Ergebnisse bringen und ist günstig !

Ich werde es auf alle Fälle mal ausprobieren !

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Achim J.

RCLine Neu User

Wohnort: Hannover

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8

Dienstag, 31. Mai 2005, 15:12

Hallo
Hatte mal in einer Newsgroup folgendes Rezept zum chem.Verzinnen gefunden aber selber noch nicht getestet da die Zutaten nicht so leicht zu bekommen waren:

--------------------------------------------------------------------------------
5g/l Zinn(II)chlorid-Dihydrat (SnCl_2*2H_2O)
50g/l Thioharnstoff (SC(NH_2)_2)
20g/l Schwefelsäure 96% (H_2SO_4) (nehmt besser 50g/l Batteriesäure, ist
besser handhabbar)

Die einelnen Komponenten in je 250ml demin. Wasser lösen, dann
vermischen und auf 1000ml auffüllen.

Optimale Ergebnisse erzielt man bei 35-40°C, es geht aber auch schon bei
20°C.
----------------------------------------------------------------------------------

Grüße
Achim

9

Dienstag, 31. Mai 2005, 23:57

@Achim,
keine Ahnung ob die Backzutaten die gleichen sind, aber dein Rezept duerfte eine aehnliche Wirkung haben wie das kaeufliche Zeugs. Ob ungesuender weiss ich nicht, da die Inhalte sonst nirgends zu finden sind.

Ja, versilbern waere eine feine Sache. Werd' mich mal umschauen wo da was zu kriegen ist.

Und erstmal muss ich mein Platinenmaterial mal durchchecken. Ich glaub ich hab da einige ueberalterte Sachen dabei. Das letzte Wochenende war fuerchterlich. Super Belichtungsvorlage. Belichtungszeit hat auch gepasst. Entwickeln immer noch prima. Und dann fehlen nach dem Aetzen anscheinend ein paar µm. Und zwar soweit, das sich glatt beim Loeten die Leiterbahnen schon abloesen wenn man mit dem Kolben auch nur "in die Naehe kommt".

Wie ist beim Versilbern die Vorbehandlung? Nur reinigen? Oder buersten? Oder polieren?
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


10

Freitag, 3. Juni 2005, 20:04

Hallo Thomas,
Polieren - beste Resultate! Natürlich vorher den Fotoschicht entfernen (Aceton,
Nagellackentferner).

Grüße
Milan

11

Freitag, 3. Juni 2005, 20:33

Hi Milan,
mit solchem harten Zeugs gehts du an die Photoschicht dran?
Also meine Erfahrung ist, das es einfacher Spiritus genauso tut. Ich hab noch keine Beschichtung erlebt die Alkoholfest ist.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


Agentbsik

RCLine User

Wohnort: D-46397 Bocholt

Beruf: Schüler (leider :D)

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12

Freitag, 3. Juni 2005, 20:39

Ich entferne die schicht einfach damit, dass ich die platine anfeuchte und dann mit nem kleinen stück NaOH drübergehe, damit der fotolack sehr stark angelöst ist... danach nur abspülen und feddich ist das teil

13

Freitag, 3. Juni 2005, 22:27

Hallo Thomas,
Kupfer ist hart im nehmen. Wie lange braucht man bis die Platine geätzt wird!
Trotz NL-Enferner sehen meine Platinen nicht schlechter aus!
Ah ja, polieren mit Schleifwürfel (Conrad) - das ist härter als NL-Entferner!).

Grüße
Milan

14

Freitag, 3. Juni 2005, 22:32

...noch was!
Ich habe nicht immer Alkohol zu Hause (trinke wenig!), aber Nagellackentferner
und kleine Wattebausch ist immer in Badezimmer vorhanden (natürlich von meine Frau und brauche nicht extra kaufen)!

Grüße
Milan

15

Freitag, 3. Juni 2005, 23:29

:D
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


16

Dienstag, 7. Juni 2005, 17:01

Hallo die Fotoschicht ist am billigsten und einfachsten mit Äznatronlauge zu entfernen.
Eintauchen und abwischen. Dieses haben wir vor Jahren immer bei Selbstfertigungen von Leiterplatten in meiner Werkstatt gemacht. Auch die im Reprolabor entwickelten Filme der LPs habe ich nie mit den teuren Entwicklern entwickelt, da er auch nichts weiter als Ätznatron ist, nur in Tablettenform. Preisverhältnis etwa 1 : 30.
Geätzt haben wir sie, wo es schnell gehen musste, in einer erhitzten Ätzlösüng. Habe es aber auch schon mit verdünnter Salzsäure gemacht, wobei man zusehen kann oder sogar muss um bei der Schnelligkeit nicht eine Überraschung zu erleben (keine dünnen Leiterbahnen mehr vorhanden oder teilweise unterbrochen).
Ätznatron gibt es kiloweise für wenige Cent beim landwirtschaftlichen Bedarf - die Bauern verwenden es bei der vorbeugenden Behandlung der Maul- und Klauen-Seuche. :D Auf jeden Fall auf die Unfallvorschriften achten, wie Brille und Handschuhe verwenden! Sollten 1Kg zu viel sein, kann es bei Verstopfungen am Wasserleitungsabfluss verwendet werden :D


(P. S. was mache ich nur falsch, dass meine Signatur nicht komm ??? )

17

Mittwoch, 8. Juni 2005, 12:53

Verzinnen macht man vor allem als Korrossionsschutz für die Langzeitstabilität. Meine alten Platinchen, die ich vor rund zwanzig Jahren ohne weitern Schutz mal geätzt hatte, sehen jetzt wirklich nicht mehr nett aus. Das bei "normaler" Lagerung ohne Feuchteinsatz (Boot, Flieger...)

Direktes Verzinnen per Lötzinn ist auch hilfreich, Glanzzinn elektrolytisch hat halt den Vorteil, dass die Dicke der Schicht konstant ist und nirgens die Flußmittelrückstände rumgammeln.

Fittingpaste ist nett, für den Normalverbraucher leicht zu bekommen, aber die Hitzebelastung ist nicht ganz zu vernachlässigen. Wer durch häufiges "Reparaturlöten" schon mal Augen abgerissen hat, kennt die Problematik.

18

Donnerstag, 9. Juni 2005, 12:01

Hallo Stefan,
dem kann man mit PlLASTIK 70 von Kontaktchemie abhelfen. Es Isoliert und verhindert korrosion. Das tollste, man kann ohne weiteres auf den versiegelten Leiterbahnen löten und bleibt weiterhin Versiegelt. Werden keine Massenanfertigungen gemacht, sondern nur sporatisch mal ne Platine, hat man jahrelang etwas davon und kostet nicht alle Welt.

Gruss Hg

19

Donnerstag, 9. Juni 2005, 14:07

Plastik 70 kenn ich auch. Hab nicht allzuviel genommen davon und irgendwann (nach einigen Jahren) wurde die Dose am Boden undicht...

Klar, optimal ist Lötstoplack per Maskendruck auf die Leiterplatte mit drauf, noch besser ist mit Bestückungsdruck, aber für Einzelanfertigungen reicht es, nach dem Löten die Platine sauber zu reinigen und anschließend zu versiegeln (Lack oder in Harz eingießen...)