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Casca

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1

Montag, 6. Juni 2005, 17:26

Bleiakku Ladegerät mit 3-4A

Hallo!
Ich plane zur Zeit mir einen tragbaren Verstärker mit Boxen zu bauen.
Darin wird ein 12V Bleiakku verbaut.
Ich suche jetzt ein möglichst kompaktes Bleiakkuladegerät.
Dies sollte ca. 2-4A liefern und muss eigentlich sonst weiter nix groß machen.
Kann ich mit dem Ladegerät mein Verstärker dann auch am Netz betreiben?Der Akku würde angeschlossen bleiben, oder benötige ich da etwas hochwertiges, da die sie Spannung des Laders nicht "sauber" genug ist.
Danke schon mal für eure Hilfe.

Gruß Alex

Casca

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2

Montag, 6. Juni 2005, 21:53

Hab noch eine Frage:
Kann man schaltnetzteile eigentlich problemlos parallel und in Reihe schalten um auf eine passende Spannung und Belastbarkeit zu kommen?

Gruß Alex

Albert

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3

Montag, 6. Juni 2005, 22:24

Servus Alex,
Nein (weder Schalt- noch sonstige geregelte Netzteile).

LG
Albert Öttl
Wien

4

Montag, 6. Juni 2005, 23:09

Hi Alex,
wenn's dir nur um das Laden des Akuus gehen wuerde, haette ich ja gesagt, nimm ein einfaches Ladegeraet einer Autobatterie.

Wenn ich dich aber richtig verstanden habe, willst du den Verstaerker auch per Netz betreiben. Den Akku also eigentlich nur fuer Notfaelle verwenden.

Als einfachste Moeglichkeit wuerde ich dir hiermal etwas absolut einfaches empfehlen. Ein Netzteil welches deinen Verstaerker bedienen kann, sowie einen einfachen (entspr. Leistungsfaehigen) Umschalter um zwischen Akku und Netzbetrieb umzuschalten.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


Casca

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5

Dienstag, 7. Juni 2005, 08:32

Hallo!
Da das ganze tragbar ist, ist der Akku eigentlich oft in Benutzung.Möchte bloß ein Netzteil/Ladegerät mit dem ich es auch per Netz betreiben kann.
Kann ich denn ein einfaches Ladegerät für Bleiakkus anschließen und nebenher das Gerät betreiben?Also der Akku bleibt angeschlossen.

Gruß

6

Dienstag, 7. Juni 2005, 11:04

Bleiakkus werden mit Konstantspannung geladen. Üblicherweise ist im Auto eine Generatorspannung von 14,4V, allerdings handelt es sich hierbei ja um sowas wie "Kurzzeitbetrieb" und durch die Spannungsabfälle an den Leitungen sind an der Batterie dauerhaft auch nur etwa 13,8V. Dies wird oft auch als Spannung für Pufferbetrieb angegeben.

13,8V ist aber auch die übliche Ausgangsspannung von Schaltnetzteilen für Funk- oder Modellbauladegeräte, wie sie von der Stange gekauft werden können.

Das einzige was noch ein Problem sein könnte, ist die klassiche Fold-Back-Kennlinie der Billignetzteile. Wird der Maximalstrom überschritten, bricht die Spannung komplett ein. Damit ist keine Ladung eines leeren Bleiakkus mehr möglich.

Abhilfe im einfachsten Fall ist ein Vorwiderstand (4A -> 13,8V/4A = 3,45 Ohm, das macht die Sache vollkommen "kurzschlussfest", besser ist aber eine Auslegung auf den "leeren" Akku mit 11V -> (13,8V-11V)/4A = 0,7 Ohm), der begrenzt aber auch im "Netzbetrieb" des Verstärkers den verfügbaren Strom und damit die Verstärkerleistung.

Alternative ist das klassische Batterieladegerät, ist dies für Dauerbetrieb ausgelegt, kann das evtl. auch als Netzteil benutzt werden, solage der Ripple (Netzbrumm!) nicht allzu hoch ist. Mit ordentlichem Akku wird aber auch das meist gut gefiltert.

7

Dienstag, 7. Juni 2005, 13:18

Hallo!

@Albert:

Zitat

Nein (weder Schalt- noch sonstige geregelte Netzteile).


Warum nicht? Bitte erläutern!

Sehe das eigentlich genauso wie Stefan Mayr und betreibe das seit einiger Zeit mit meinem 13,8V Netzteil und einem 12V Gel Akku genauso. Daher sollen auch diese 13,8V zustande gekommen sein...
Mit 42195 Grüßen
CHRISTOPH [2:51:30] :D

Mein Verein! :D

Albert

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8

Dienstag, 7. Juni 2005, 13:36

Servus Christoph,

dann will ich es mal kurz erklären:

Schaltnetzteile und auch alle anderen Netzteile haben am Ausgang einen Spannungssensor,
der die aktuelle Spannung mißt und eine Regelelektronik, die den Meßwert mit einer
voreingestellten Referenz vergleicht und je nachdem die Spannung rauf oder runter
regelt.

Soweit so gut.

Was passiert aber, wenn wir 2 solcher Dinger parallel schalten?
Die Spannung der beiden wird nie völlig gleich sein.
Das Netzgerät mit der höheren Spannung sieht am Ausgang eine zu niedrige und regelt rauf.
Das netzgerät mit der niedrigeren Spannung sieht am Ausgang eine zu hohe und regelt runter.
Also eigentlich komplett verkehrt.

Wer von den beiden im Endeffekt gewinnt, kommt sehr auf die Schaltungsauslegung an.
Im Extremfall schaltet das eine komplett durch, während das andere komplett abregelt
und unsere Siliziumfreunde versammeln sich um ein Lagerfeuer :nuts:

Das alles natürlich sehr vereinfacht, es gibt da noch einen Haufen anderer Effekte
(Regelschwingungen, Ausgleichsströme, ...)

LG
Albert Öttl
Wien

9

Dienstag, 7. Juni 2005, 13:36

Hintereinanderschalten von Netzteilen stellt normalerweise kein Problem dar, solange die Ausgänge potentialfrei sind. Der maximale Strom richtet sich halt nach dem kleinsten Netzteil. Im Zweifelsfall müssen die (Schalt-)Netzteile mit ein paar Stützelkos aufgepeppt werden, aber dann sollte es schon gehen.

Parallelschalten geht bei verschiedenen Netzteilen auch, allerdings sollte die Spannung wirklich gleich sein und daran hapert es oft. Schaltnetzteilmodule von Vicor sind z.B. extra für Parallelschaltung ausgelegt, allerdings brauchts dann auch noch Synchronisierpins und es kann nur einen Master geben (die anderen laufen dann als Booster).

10

Dienstag, 7. Juni 2005, 14:05

Hallo,

ich habe wohl etwas zu flüchtig gelesen... Ich habe ein Festspannungsnetzteil (13,8V) und einen Bleigelakku parallel geschaltet. Hier sollte doch eine Potentialangleichung nstattfinden und der Akku eben so problemlos geladen werden oder?
Mit 42195 Grüßen
CHRISTOPH [2:51:30] :D

Mein Verein! :D

Casca

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11

Dienstag, 7. Juni 2005, 14:38

Hi!
Also sollte es gehen,dass ich ein Batterieladegerät nehme, den Akku parallel dazu, das ich dann auch per "Netz" den Verstärker benutze.
Sollte ich noch Kondensatoren parallel zum Ladegerät schalten?
Eine andere Frage, hab hier noch ein AT-Netzteil das leider 12V liefert.Hab jetzt schon etwas gegoogelt, aber leider nur Bauanleitungen für ATX Netzteile gefunden um diese auf 13,8V umzubauen.Vorteil ist halt, das dieses Gerät recht leicht ist.(ca. 1kg).
Weiß vielleicht jemand, wie man ein AT Netzteil umbauen kann?

Gruß Alex

12

Dienstag, 7. Juni 2005, 14:42

Hallo Alex,

schau Dir mal auf meiner SAeite das Bleigelladegerät an. es hat mich etwa 13,-EUR gekostet.
Hier auf meiner HP unter Ladegeräte befindet sich eine Beschreibung.

http://www.aero-hg.de


Und hier vorab ein Bild davon.



Auch andere Ladegeräte, Schaltungen für Modellflieger u. s. w. kannst Du da finden.

Gruss Hg

13

Mittwoch, 8. Juni 2005, 13:04

Baumarkt-Ladegeräte in allen Ehren, aber für mehr als mal spontan eine Batterie nachladen würd ich die nicht unbeding nehmen. Parallelbetrieb am Verstärker ist nicht optimal und Dauerbetrieb mit angehängtem Akku auch nicht, da die Ausgangsspannung nicht besonders präzise ist. In den meisten Anleitungen dazu steht ja auch, dass man die Zellenkappen abschrauben soll und den Ladevorgang beenden soll, wenn Bläschen aufsteigen (Gasungsspannung).

PS: am besten mit der Zigarette testen, denn Knallgas (H2 mit O2 gemischt) ist so lustig... :evil:

14

Donnerstag, 9. Juni 2005, 11:39

Stefan, was meinst Du, warum ich es um- und ausgebaut habe. Bisher hat es alle meine Dryfit-Winden-Batterien geladen, von 15 bis 80 Amperestunden, und das sehr flott, zumal mein Graupner ULTRA DUO PLUS 30 im Bleiakkumodus erst abschaltet, wenn 14,4 V erreicht sind und meine sehr teueren Dryfit-Akkus hinüber sind.

Es ist mir klar, dass jeder nach seinen Vorstellungen und Möglichkeite verfährt.
Du solltest Dir schon einmal einiges durchlesen, bevor Du ein solches Urteil abgibst.

Außerdem habe ich es nur gut gemeint und bin auf die Anfrage des Alex eingegangen.

Gruss Hg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guenther_Hager« (9. Juni 2005, 11:51)


15

Donnerstag, 9. Juni 2005, 14:22

(meine letzte Aussage bezog sich ausschließlich um nicht umgebaute Ladegeräte, wie sie auf Deiner sehr guten HP mit Schaltplan zitiert sind ).

Der Vorschlag mit dem Fensterkomparator fürs Automatikladen gilt aber nur fürs einmalige Laden eines Akkus, danach wird der Verstärker wieder aus der Batterie gespeist, bis neu gestartet wird. Nicht ganz optimal für den Dauerbetrieb am Netz...

Wenn schon Selbstbau, könnte auch ein Halogentrafo mit gutem Gleichrichter (Schottky) eine gute Ausgangsbasis sein. Dahinter einen einstellbaren Lowdropregler und gut ists. Da das ganze ja auch noch in ein bestehendes Verstärkergehäuse soll, kann man auf die "Mehrkosten" für das bischen Plastik oder die Schätznadel verzichten.

Casca

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16

Donnerstag, 9. Juni 2005, 18:32

Hallo!
Vielen Dank für die ganzen Tipps und auch für den wirklich guten Link.
Ich werde es wohl erstmal mit dem Baumarktlader probieren, da ich das Gerät bis in 3 wochen brauche,und danach werde ich wohl versuchen ein altes Pc-Netzteil umzubauen,hab dazu jetzt doch einige Pläne gefunden. Vorteil wäre dann auf jedenfall das viel geringere Gewicht.

Gruß Alex