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Bruchflieger

RCLine User

  • »Bruchflieger« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: 18km südl. der Lutherstadt Wittenberg

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1

Dienstag, 14. Juni 2005, 23:27

selber bauen: 1.Universal Meßgerät mit Datenlogger / 2.Lipolader

Ich habe mir mal überlegt, daß es für mich nicht verkehrt wäre mich mal etwas mit den AVR-Prozessoren zu beschäftigen. Daraus sollen endeffektiv erstmal hauptsächlich 2 Geräte entstehen:

1. ein Datenlogger - ähnlich dem Mini-Datenlogger aus dem speziellen Unterforum, der aber mit einem 4-Zeilen-LCD-Display erweitert werden kann.
Im Grunde besteht das Ziel darin, ein Gerät zu bauen, daß zum einen als Datenlogger mitfliegen kann und dabei folgende Meßgrößen erfaßt: Akkuspannung, Strom, Motordrehzahl, (Motor-) temperatur, Flughöhe. Die geloggten Daten sollten dann per Schnittstelle am PC/Schlepptop ausgelesen werden können. Des weiteren soll möglich sein, diese Meßdaten (außer Flughöhe) auf einem LCD-Display 4 Zeilig darzustellen, um es auch am Motorprüfstand nutzen zu können. - Um dabei aber nicht zuviel Gewicht ins Flugzeug zu bringen könnte dies zB mittels Aufsteckbarem Zweitgerät, daß die entsprechenden Daten per I²C-Bus vom Logger erhält und auf dem Display darstellt realisiert werden. Eventuell wäre dazu noch der Anschluß einiger Tasten/einer Tastatur für die Eingabe der Konstanten, mit denen die Meßdaten umgerechnet werden nötig. Vielleicht kann man das dann noch so weit treiben, daß man mit der Displayeinheit auch den Inhalt des Loggers anzeigen und durchblättern kann ohne mit PC erst auslesen zu müssen...
Allerdings würde ich diesmal die Stromversorgung des Loggers direkt vom Akku abgreifen und mit zB LM7805 einstellen - den gibt es ja auch schon für 100mA in einer kleinen Bauform und die Displayeinheit würde ebenfalls einen eigenen Spannungsreglerbaustein erhalten..

Wunschgerät Nr.2 wäre noch ein Lipolader, der an einem 3S-verschalteten Pack eine Einzelzellenladung macht (lädt die 3 Zellen gleichzeitig als Pack, aber überwacht dabei gleichzeitig alle 3 Einzelzellen) ebenfalls mit Display und Tastatur. Sobald Akkupack angeschlossen wird, wird dies erkannt und die Nennkapazität abgefragt - danach erfolgt die Ladung für die ersten Minuten mit 1/10C und dann mit 1C Ebenfalls sollen auch 2S und 1S Lipos geladen werden können.

Was meint ihr - ist das Machbar? (im speziellen der Lipolader).

Im Moment bin ich zwar noch dabei mir die nötigen Grundlagen anzulesen, aber man kann das ja schon mal in die Runde hier einwerfen - vielleicht werden daraus ja auch noch richtige Projekte. ;) außerdem kennen sich hier einige ja ziehmich gut mit den AVR's aus, und können mir ja schon im Vornherein ein paar Tipps geben, damit wir schneller zum Ziel gelangen können.

PS: ich weiß das das erste Wunschgerät dem Unitest nahe kommt - ist eigendlich auch das Ziel des ganzen - denn fertig kaufen kann ja jeder - außerdem macht selber bauen mehr spaß....
Und Lipolader gibt es auch schon viele recht gute - nur machen die beim Laden auch eine echte Einzelzellenüberwachung? Die Balancer die es als Zubehör gibt, könne ja meistens nur einige mA und irgendwie arbeiten die nicht wirklich zuverlässig - bei meinem 3S ist zwischen den Einzelzellen trotzdem eine Differenz von 0,3V nachzumessen gewesen! Dann brauche ich auch keine Balancer dazu...
Grüße Dani.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bruchflieger« (14. Juni 2005, 23:29)


wurpfel1

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2

Mittwoch, 15. Juni 2005, 12:13

Hi Dani

viel spass mit dem projekt!

als basis eignet sich der AVR-BUTTERFLY, um 30eier! der hat fast alles drauf was ein logger braucht:

LCD mit 100segmenten, 4MB onboard, UART, etwa 18 freie I/O-pins, eine photozelle, ein temp-sensor....

mit einer 3V-knopfzelle wiegt das board 60gr.


zur zeit versuche ich die mini-datenloggerSW auf dem butterfly zum laufen zu kriegen.. bin aber anfänger und muss noch heftig lernen :shy:


der butterfly kann natürlich auch als lade-controller verwendet werden. mit irgendwelchen MAX-käfern gibts einige code-beispiele/projekte im netz zum studieren oder nachbauen :ok:
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

thmarx

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3

Mittwoch, 15. Juni 2005, 13:34

Das Butterfly-Modul ist ein netter Werbegag:
Das Display hat 6 alphanumerische Stellen und ein paar Sonderzeichen, der Flash ist "nur" 64kByte.
Sowas wie die Software vom Minilogger kriegt man darauf schon zum Laufen, ansonsten schaut Euch mal das hier an.

Gruss
Thomas
Thomas Marx

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wurpfel1

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Wohnort: CH-rheintal

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4

Mittwoch, 15. Juni 2005, 13:57

Hi Leutz

hier ein beispiel einesloggers ..

hier steht wie man MMC als MP3-player nutzt 8)


im eeprom hat es für 4MB log-daten platz :D
der butterfly schluckt zusätzlich div. auswertungssoftware ;)
meine butterflys haben alle eine RC5 schnittstelle mit IR-tranceiver von vishay.
damit kann ich auch ein micromodell direkt per IR steuern 8) kostet vier IOpins.

die navigation ist dank onboard-fünfweg-joystick recht bequem...das steuern nicht.
die menüpunkte werden in laufschrift angezeigt, die werte stehen als digit drei sek fest.



dank easy-radio sollen die werte online runter, da bin ich aber noch dran!
und natürlich eine GPS-auswertung: briefmarkengrosse GP81-module mit 2-20mA verbrauch sind bestellt.



der midi-logger hätte vielleicht auch auf dem butterfly platz??
dank einer steckleiste könnten sensoren schnell gewechselt werden.


PS
es ist wohl einfacher ZWEI butterflys zu beschaffen und verschieden zu proggen.
ein bootloader ermöglicht den wechsel der anwendungsSW im betrieb!

das ding kann für den preis wirklich fast alles :ok:
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (15. Juni 2005, 14:21)


Bruchflieger

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Mittwoch, 15. Juni 2005, 17:16

Ich habe mir das heute mal auf Arbeit richtig durch den Kopf gehen lassen. Ich würde das jetzt ganz gern so bauen, daß diese Gerätekombi aus 4 Teilen besteht, die jeder sich nach belieben und wünschen und natürlich auch dem Geldbeutel zusammenstellen kann:

Modul 1: Ist eine Form des Minidatenloggers - Stromversorgung per Festspannungsregler aus dem Akku. Strommessung per Shunt und OPV. Dieser ist per Jumper auf 3 Meßbereiche einstellbar: 0-20A, 0-40A, 0-70A. Ebenfalls werden auf diesem Modul die Spannung und die Motordrehzahl erfaßt. Die gemessenen Größen werden auf einem EEPROM abgespeichert. Für die Startbedingung ist ein kleiner Schalter / Jumper umzulegen. Aber erst wenn der Strom nach umlegen des Jumpers einen bestimmten Schwellenwert überschritten hat wird aufgezeichnet, bis der Jumper zurückgesetzt wird. (Kann ja auf einen Schalter am Rumpf des Fliegers herausgeführt werden.) Einzige SMD-Bauteile sollten ein paar Trimm-Potis sein, zum Abgleichen der Meßbereiche.

Modul 2: Ist die Erweiterung von Modul1 um einen Drucksensor zur Erfassung der Flughöhe und einen Temperatursensor, der zB an der Motorwicklung die Motortemperatur im Betrieb messen kann oder auch zB die Temperatur des Akkus / Motorreglers...

Modul 3: ist ein Modul, mit eigenem Prozessor, welches sobald es eine Datenverbindung zum Modul 1 hat, von diesem die aktuellen Meßdaten gesendet bekommt und auf einem 4-Zeiligen Display darstellt. Durch die Abgleichmöglichkeit der Meßdaten am Modul 1 mit SMD-Trimm-Potis könnten hier in der Programmierung bereits die Umrechnungsfaktoren fest eingebunden werden. Eventuell kann man auch bei diesem Modul das Auslesen des EEproms zu ermöglichen, so daß man schon auf dem Flugfeld die Daten auf dem EEprom auslesen und auch für die nächste Aufzeichnung löschen kann. Wenn gewünscht, sollte es vielleicht auch machbar sein, vor dem Löschen die Aufzeichnung im Modul 3 auf ein anderes Speichermedium abzulegen - bin offen für Vorschläge.

Modul 4: wäre die Funkverbindung zwischen Modul 1 und Modul 3, damit ließen sich dann in Verbindung mit der Erfassung der Flughöhe ein Variometer realisieren.

Das sollte dann auch erklären, warum die Datenerfassung auch bei abgestellten Motor bis zur Landung fortgesetzt werden soll. Es wäre aber auch möglich für die verschiedenen Kombinationen speziell angepaßte Versionen der Firmware zu gestalten, die dann das ein-/ausschalten der Aufzeichnung je nach Wunsch gestaltet.


So, das wären erstmal die Eckpunkte für dieses Projekt. Ich möchte das nun hier zur Diskussion frei geben. - Hoffendlich war das jetzt nicht zu lang... ;)
Grüße Dani.

M.Franz

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6

Mittwoch, 15. Juni 2005, 17:40

Finde es nicht gut als Einzelkämpfer noch einen Logger zu entwickeln. Ich würde es sehr berüßen, wenn Du Dich mal auf den Link von Thomas begibst und Dich ev. dort an der Entwicklung beteiligen würdest. Hier im Forum quillt so ein Beitrag nur sinnlos auf und wird dannach unübersichtlich.

Bruchflieger

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7

Mittwoch, 15. Juni 2005, 18:21

Hi Michael, das hab ich mir auch schon mal angesehen, aber ganz ehrlich gesagt geht mir das Projekt dort ein klein wenig zu weit - GPS etc - ich denke, das ist nicht wirklich nötig. Ich strebe eher ein Projekt an, daß aus mehreren Modulen besteht, die jeder nach belieben kombinieren kann.

Ich würde es gern so realisieren, daß die Aufgezeichneten Meßdaten schon beim erfassen umgerechnet werden, und dann als reelle Meßwerte abgespeichert bzw übertragen werden.
Als Prozessor würde ich für den Logger etwas zwischen dem Tiny und einem Mega 8/16 wählen wollen. eventuell kann man auch 2kleine Prozessoren kombinieren, von denen der eine die reine Meßarbeit erledigt und der andere die Meßdaten aufbereitet - wäre eigentlich meine favorisierte Version aber erstmal muß ich was die Programmierung der AVR's betrifft Grundlagenforschung betreiben....

Allerdings irgendwie scheint mir im Logview-Forum das echo nicht gerade berauschend zu sein. Aber ich werde das mal dort auch als Fred ablegen.... allerdings weiß ich nicht, ob das dort korrekt abgelegt wäre, da die Aufzeichnung und Übertragung der Meßdaten bereits als reelle Meßwerte erfolgt und somit anders als beim Mini-logger nach dem Auslesen sofort ausgewertet werden können.

PS: ist auch ehrensache, daß das hier ein open source Projekt wird.
Den Lipolader können wir ja als extra projekt führen, wenn interesse besteht.
Das Zumüllen könnten wir hier auch beschränken, indem wir wieder einen Zusammenfassungsfred zu gegebener Zeit aufmachen, aber dann müßte das erstmal in die Puschen kommen....
Grüße Dani.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bruchflieger« (15. Juni 2005, 19:41)