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1

Montag, 4. Juli 2005, 20:08

Kondesator- welcher?

Ich hab mir für mein Warbird eine Schaltung ausgedacht: Ich bin ( leider) bis auf ein wenig Physik in der Schule Elektro- Laie. Wie der Zeichnung nur (un)schwer zu entnehmen ist möchte ich einen 2cm langen 0,1mm dicken Konstantandraht zum glühen mit Hilfe eines Kondesators bringen. Das Relai ist als Steuerstrom mit der Bordelektronik verbunden und um diese zu schützen wird der "Kurze" mit Hilfe eines vor dem Start aufgeladenen Kondensators produziert.

Ich hab ausgerechnet das der Draht einen Wiederstand von 1,24Ohm hat. Weiter haben meine Kenntnisse nicht gereicht!

Meine Frage also: Welche Kapazität muss der Kondensator haben um diesen Draht zum Glühen zu bringen und mit welcher Spannung muss ich den aufladen.

An den Profi der dies lachend ließt: hab Mitgefühl mit meinem Unwissen! :)

Danke für eure Aufmerksamkeit!
»Vietz« hat folgendes Bild angehängt:
  • rcline3.jpg

Bruchflieger

RCLine User

Wohnort: 18km südl. der Lutherstadt Wittenberg

Beruf: Energieelektroniker / HWK-Meister E-technik

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2

Montag, 4. Juli 2005, 20:48

Ich denke mal, daß es dabei noch sehrwichtig ist, wie lange der draht glühen soll, und wozu du das dann noch verwenden willst.

Ich schätze mal, daß du damit irgendwelche Pyrotechnischen Treibsätze zünden willst. - Na, wie weit liege ich daneben?
Grüße Dani.

3

Montag, 4. Juli 2005, 20:55

:Re

Der Draht muss also nur sehr kurz glühen oder verglühen!

Weißt du was ich für einen benötige?

4

Montag, 4. Juli 2005, 21:30

Richtig

Es soll natürlich ein Daht zur Zündung eines Heulers werden. Irgend jemand eine Idee?

Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

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5

Montag, 4. Juli 2005, 22:23

Servus Steffen,

Zitat

Es soll natürlich ein Daht zur Zündung eines Heulers werden. Irgend jemand eine Idee?

Ja, laß den Kondensator weg, was soll der bringen?

Statt dem Kondensator nimm einen Akku, den kann man viel besser aufladen.

Ich hab in meiner (verdorbenen) Jugend derartige Zünder aus kleinen Glühlampen
gemacht, denen ich mittels roher Gewalt das Glas entfernt habe.

LG
Albert Öttl
Wien

6

Montag, 4. Juli 2005, 22:31

ISt ein Warbird

Der Witz an der Schaltung ist aber, dass das Relai, nachdem der Steuerstrom unterbrochen ist den Kondensator entläd.

In der Praxis sieht das dann so aus: eine Sim-Bombe wird mit Hilfe einer Feder und einem Servo ausgeklingt. Das unterbicht den Steuerstrom des Relais. Der Kondensator und der Zünddraht ist in der "Bombe" also eine Schöne Hülle mit Silvesterknaller drinnen.

Der Kondensator Speichert also die Energie die Notwendig ist um den Draht zum glühen zu bringen.

Wenn ich den erst glühe und dann wegfeder muss ich mit einem Flügel landen!

7

Montag, 4. Juli 2005, 22:33

Nachtrag:

Ohne Kondensator kann ich nur Raketen zünden, das hab ich in meinem Schiff schon verwirklicht. :-)

Bruchflieger

RCLine User

Wohnort: 18km südl. der Lutherstadt Wittenberg

Beruf: Energieelektroniker / HWK-Meister E-technik

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8

Montag, 4. Juli 2005, 22:43

OK machen wir das mal anders:
Einheit der Kapazität = 1F = 1A*sek/V -> 1F hat die Ladungsenergie um bei 1V einen Strom von 1A 1sek lang fließen zu lassen.

Ich denke damit könntest du selbst auch bestimmen, wie groß der Kondensator sein müßte.

So jetzt habe ich auch noch einen anderen Wert, den du für die Berechnung evtl. auch benötigen wirst. Dein 2cm Konstantandraht hat bei 20°C einen Widerstand von 0,125Ohm. Aber irgendwie fehlt mir jetzt auch der Gedankenblitz, wie man da jetzt weiterrechnen muß.... :dumm:
Grüße Dani.

Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

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9

Dienstag, 5. Juli 2005, 10:35

Servus Steffen,

ganz verstehe ich Dein Problem noch nicht.

Ob die Zündenergie in einem Kondensator oder einer Batterie gespeichert ist, ist
vorerst einmal egal. Und mit dem Relais kannst Du auch einen Akku ein- und wieder
ausschalten.

Der Nachteil eines Kondensators ist, daß bei der Entladung über einen ohmschen
Widerstand, die Spannung exponentiell abfällt. Du mußt also den Kondensator auf
eine viel höhere Spannung aufladen, damit im Mittel ein genügend großer Strom
fließt.

Bei den sogenannten "Kondensatorzündgeräten" in der Pyrotechnik verwendet man
dafür einen Hochspannungsgenerator, früher mit Kurbel, heute mit Elektronik (Sperrwandler).

Ein weiterer Aspekt bei den "echten" Zündern ist die Sicherheit. Damit die Dinger nicht
schon beim Messen des Widerstandes der Zünderkette oder bei eingestreuten
Brummspannungen hochgehen, ist eine höhere Spannung zur Zündung erforderlich.

LG
Albert Öttl
Wien

10

Dienstag, 5. Juli 2005, 13:24

RE: Richtig

Zitat

Original von Vietz
Es soll natürlich ein Daht zur Zündung eines Heulers werden. Irgend jemand eine Idee?


Hi Steffen

Probier als Auslöser einfach mal Stahlwolle-Röllchen, in die Du die Zündschnur einbettest.

Stahlwolle entzündet sich bereits bei geringen Strömen.

Bitte nur mit kleinen Mengen Stahlwolle testen und den "Ballen" Stahlwolle weit weg legen. 9V Blockbatterie genügt.

Stahlwolle, die einmal anfängt zu brennen, brennt in einem Stück runter!

Gruß
Mike

Ingolo

RCLine User

Wohnort: Berlin-Dahlem

Beruf: Schüler

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11

Dienstag, 5. Juli 2005, 13:39

Hallo
Geh zu einem Fahrradladen und kauf dir einen "bowdenzug" (z.B. für die felgenbremse) und schneide diesen mit einem kräftigen Seitenschneier in ~4cm lange Stückchen. letztere musst du "aufribbeln"; in einzelne drähte zerlegen. nun nimmst du solch einen einzelnen Draht und lötest an die enden ein kurzes stückchen kupferkabel (0,2mm^2 reichen hier völlig). Jetzt hast du einen Elektrozünder, der bei ~5V und 6A nach unter einer sekunde verglüht ist. Damit kann man WUNDERBAR alle möglichen sachen entzünden, Lunten von sylvesterraketen, magnesiumspäne usw....

Um das ganze im Flugzeug in Betrieb zu nehmen, nimmst du einen kleinen Empfängerakku aus kleinen (aber guten) NiCd Zellen (z.B. P25AAA)4 zellen. Das wiegt dann um die 40g. dazu einen relaisschalter den man an den Empfänger anschließen kann (Ausführung "Taster").


Dann kannst du ohne Nachladen bestimmt 20-30 mal irgendwas zünden, so schwer ist es auch ned und das verfahren ist erprobt!

Also viel Spaß, aber benutze deinen (hoffentlich gesunden) Menschenverstand beim experimentieren mit solchen Dingen. Ist u.U. sehr gefährlich.

MfG ingolo
MfG Ingolo

robert-1

RCLine User

Wohnort: 127.0.0.1

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12

Dienstag, 5. Juli 2005, 18:22

Was spricht dagegen, den Draht per Timer (555 oder ähnlich) für eine bestimmte Zeit (2s) an einen Akku zu schalten (FET oder notfalls Relais)?
So hab ichs damals gemacht.
Hatte 8 Raketen auf einem RC-Auto, Steuerung über einen Kanal.Die Umschaltung war das komplizierteste, bestand aus 3 Logik-ICs.Rest war ein Logik-IC für den Servoimpulsdecoder und ein 555 für den Zündtimer.

Ich kann dir gerne eine Schaltung zeichnen, die eine Rakete zünden kann.
Bauteile:
-CD4011
-LMC555
-IRF540N
-Sicherung 6A Träge
-paar Widerstände, Kondensatoren und ne Diode
Kosten weit unter 5 Euro wenn man die Teile alle kaufen müsste, und nirgends ausbauen kann.
Bauzeit ca. 15Minuten.
Platzbedarf kleiner als ein Relais normaler Bauart bei kompakten Aufbau.

Mit Kondensatoren hatte ichs damals auch versucht, mein 0,3er V4A-Draht (aus irgend nem Schrottplatz-Drahtnetz gepuhlt) brauchte sehr viel Energie, um seine Arbeit zu verrichten, 2200µF und 100V waren nötig, und sehr sperrig.
Standard schreibt man mit D
Wenn Elektro scheisse wäre, wäre es braun und würde stinken.