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Bruchflieger

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1

Montag, 18. Juli 2005, 21:24

Leiterplatten herstellen

Hi,

könnt ihr mir sagen, ob beim Belichten von Leiterplatten sich der Foltolack verfärben muß? habe vorhin mal auf einem Reststreifen versucht 2 min mit einer UVC Röhre 9W zu belichten - aber konnte da keinen Unterschied feststellen...

Danke.

MfG Dani.
Grüße Dani.

2

Montag, 18. Juli 2005, 21:46

Kommt drauf an, bei meinen siehst du eine leichte Verfärbung zu Lila.

mike
Wo sind meine Erdnüsse?

3

Montag, 18. Juli 2005, 22:26

Meiner Erfahrung nach sieht man leichte Helligkeitsunterschiede auf dem
Fotolacken. Obs richtig war weis man aber erst beim Entwickeln (leider).

4

Montag, 18. Juli 2005, 23:38

Kommt auf die Beschichtung an. Mache muss sich verfaerben weil sie dafuer gemacht ist. Andere veraendert sich gar nicht. Musst du schon genauer sagen was du da fuer Platinen hast.
Gruss
Thomas

🖖
So long, and thanks for all the fish.


5

Dienstag, 19. Juli 2005, 10:30

meine Leiterplatten (Bungard und die anderen vom Conrad) verfärben sich überhaupt nicht beim Belichten, beim anschließenden Entwickeln werden bei den einen die unbelichteten Stellen sofort dunkel.
Bei den Bungards verfärbt sich nichts, aber die unbelichteten Stellen werden beim Entwickeln durch das reine Kupfer glänzend und etwas heller.

Die Belichtung ist meiner Meinung nach recht unkritisch. Wenn du schon mit einer UV-Röhre arbeitest ist alles zwischen 2 und 5 Minuten okay. Bei den Platinen die sich beim Entwickeln verfärben muss ich genau darauf achten dass man nicht zu lange entwickelt.
Bei den Bungards entwickle ich mit angewärmter Lauge (ich glaube 2% NaOH, im Gurkenglas in der Mikrowelle), die sind aber zeitunkritisch. Wenn jemand schreibt "man muss die Bungards nach dem Entwickeln sanft freirubbeln" dann entwickelt er einfach nur zu kurz oder zu kühl.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »andix« (19. Juli 2005, 10:36)


Bruchflieger

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6

Dienstag, 19. Juli 2005, 16:08

Hi,

Also die Platine, mit der ichs getestet habe, war bei Reichelt mit in dem Ätzset (Entwicklungsset) dabei - ich habe die erstmal in ungefähre Größe geschnitten mit meiner Proxxon-Kreissäge und dann wie schon gepostet mit den Reststücken mal probiert.... Sollen 1* eine Platine für den 910-er AVR-Programmer und 1* eine Platine für den MAX232ACPE mit 9pol.SubD und Kondensatorbeschaltung werden (SubD paßt leider nicht auf Lochraster, und dann muß ich das eben so tun...)
Die Weiteren Platinen, die ich noch habe sind auch von Reichelt als Einseitig fotobeschichtete Europlatinen - FHPCU 160*100.

So dann werde ich das dann mal richtig ausprobieren, nicht nur mit den Reststreifen...
Grüße Dani.

7

Mittwoch, 20. Juli 2005, 22:40

hi

wenns in die hose geht..................

alles mit verdünner abwaschen und mit positiv20 beschichten
ein par minuten im ofen bei 50° trochnen und erneut versuchen

grusssssssssssssss
keiner meiner vögel ist mir am himmel hängen geblieben :prost:

Bruchflieger

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8

Donnerstag, 21. Juli 2005, 23:21

Hi,

hat alles supi gefunzt - hab wenn nach dem Entwickeln nicht 100% Sicher war nochmal mit 'nem CD-Beschriftungsstift nachgezeichnet - dann gings auch auf Anhieb ganz gut.

Und Danke nochmals für die Tipps und Hinweise... !
Grüße Dani.

9

Freitag, 22. Juli 2005, 11:07

Zitat

Original von Bruchflieger
nochmal mit 'nem CD-Beschriftungsstift nachgezeichnet - dann gings auch auf Anhieb ganz gut.


Das kannst Du aber nur bei Platinen machen, die wirklich breite Leiterbahnen haben.

Sobald es feiner wird, bist Du aufgeschmissen.

Daher sollte man immer erst eine Blichtungsreihe machen (Platinenstreifen Stück für Stück belichten, dann entwickeln und ätzen).
Da kann man dann ganz genau erkennen, wie die Belichtungszeit eingestellt sein muß !
Somit hat man dann eigentlich durchweg gute Ergebnisse !

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

10

Freitag, 22. Juli 2005, 11:58

Hallo Ihr,

kann einer von Euch mir eine Quelle/Seite etc. nennen, wo für OttoNormalverbraucher das Fotobelichten von Platinen für den Hausgebrauch beschrieben ist?
Ich entwickle, zeichne und ätze Platinen schon seit fast 30 Jahren. Benutze dafür aber immer noch Millimeterpapier, einen Edding und Amoniumpersulfat und Eisen-III-Clorid.
Irgendwie habe ich den Anschluß verpasst ;(
Da ich aber im Augenblick nur maximal 6-12 Platinen im Jahr (meist halbes Europaformat) erstelle, habe ich mich aber vor den Kosten für Belichtungsgerät, Ätzmaschine, Chemikalien fürs Entwickeln usw. gescheut.
Jetzt will ich aber auch mal Platinenvorlagen aus den Zeitschiften übernehmen.
D.h ich habe entweder die Zeichnung aus der Zeitung und müsste diese irgendwie auf die Platine bekommen oder ich habe die Zeichnung in Eagle (Testversion) oder als PDF und könnte diese gleich auf irgendeine Folie drucken. Als Drucker habe ich einen Laserdrucker.
Habt Ihr da Tips für mich? Gelesen habe ich im Netz schon einiges, kann mir das aber leider bisher noch nicht so richtig bildlich und praktisch vorstellen.
Die Artikel die ich gelesen habe, sind IMHO vom Aufwand immer nur für Leute, die NUR dieses eine Hobby haben und fast jede Schaltung nachbauen wollen.
Wenn ich z.B. für einen Belichter die Kosten oder beim Selbstbau die Zeit sehe, kann ich die paar Platinen auch fast selbst zeichnen.
Gibt es kosten- und aufwandsgünstige Lösungen für relativ einfache Platinen, d.h. keine 0,25mm Leiterbahnen und IC-Särge? Die Qualität und Genauigkeit muß also bei >0,75mm -1mm Leiterbahnen nicht so groß sein - oder?

Eventuell gibt es ja jemanden im Osten oder Norden von Berlin, der mir das ja mal zeigen kann ;-)


Fragend, Dirk

11

Samstag, 23. Juli 2005, 09:31

Hallo Dirk

Ich habe es Hier mal beschrieben, wie ich dazu gekommen bin.

Wie Du aber selbst schon schreibst scheuen Dich die Kosten oder die Zeit.

Dabei ist es schwierig einen Kompromiss zu finden. Entweder alles kaufen (recht teuer)
oder alles selber bauen (viel Zeit) oder Kombinieren.

Das einfachste ist, wenn Du Dir bei e-Bay einen Gesichtsbräuner ersteigert und Dir vom
Tischler/Glaser eine bzw. zwei Glasscheiben besorgst > Belichter.
Es geht auch mit Baustrahlern, Schreibtischlampen, Glühbirnen, ..........

Laserdrucker hast Du ja. Sollten die Ausdrucke nicht lichtdicht werden, einfach die Folie
einmal ohne etwas zu drucken durch den Drucker schicken und danach 2 x mit Layoutdruck
durch. Wenn der Drucker einigermaßen genau arbeitet, hast Du hinterher eine absolut
lichtdichte Vorlage.

Entwickeln und Ätzen in je einer Fotoschale (Natriumhydroxid und Eisen III Chlorid oder
Natriumpersulfat oder Salzsäure und Wasserstoffperoxid).

Das ist die einfachst und günstigste Methode !


Gruß

Edit: wenn Du den Belichtungsprozess umgehen willst, kannst Du auch das Tonertransfer-Verfahren anwenden.

Laserdruck auf eine Seite des "Spiegels" oder des "Reichelt"-Kataloges seitenverkehrt
ausdrucken, rauf auf die Platine, bügeln, Papier abziehen und ätzen - fertig !
Die Ergebnisse sind aber recht unterschiedlich. Ich habe es auch ausprobiert.
Bei mir hat es gut geklappt. Ich nutze es aber nunmehr nur noch zum Bestückungsdruck.
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »__XX« (23. Juli 2005, 09:35)


12

Samstag, 23. Juli 2005, 19:34

Hallo Torsten,

Danke für den Link. Ziehe ich mir gleich mal rein. Was ich jetzt mal gefunden habe ist eine Seite, wo einfach mit einer Röhre OSRAM 300W UV Ultra Vitalux belichtet wird. Dauert aber damit komischerweise 6-10min.
D.h. ich lasse einfach die Lampe in einer Fassung über den Schreibtisch hängen und belichte damit. Ätzküvette und so sind kein Problem.
Bisher habe ich nur etwas über Drucke mit Tintenstrahldrucker gelesen. Mal schauen, was auf Deinen Link so steht. Kannst Du eine bestimmte Folie für Laser empfehlen? Auf was muß ich den beim Gesichtsbräuner so achten? Kommen da dann andere Leuten rein? Welche Watt-Zahl brauche ich?
Sorry für die vielen Fragen ;-)

Gruß Dirk

Bruchflieger

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13

Sonntag, 24. Juli 2005, 09:29

Hi,

ich habe mir einfach ein Gehäuse von einem alten Scanner genommen, unten eine dünne Serrholzplatte rein (Möbelrückwand) und die mit Alufolie-Klebeband beklebt. Und an da wo die Glasplatte zuende ist, hab ich dann noch Sperrholzstreifen 45° mit Alufolie beklebt eingeklebt. - alles mit Heißkleber.
Dann hab ich mir bei OBI für 25,.. Eu eine 9W UV-C PL-Röhrevom Teichfilter (Gartenabteilung) und eine 9W Energiesparlampe für 1,40 Eu gekauft. Bei der UV Röhre hab ich vorsichtig die Fassung geöfnet - vorher von den beiden Anschlußpins ca 3-5mm abgeschnitten (danach wieder rundbiegen) dann die Fasuung öffnen. Dann den Starter abschneiden, die 4 Drähte etwas abschaben am Ende bis die komische Silberschicht ab ist - sonst gehs nicht zum Löten. Jetzt die Energiesparlampe ringsrum an der Rille vor den Rohren vorsichtig ringsrum aufsägen, öffnen und dort versteckt sich nun ein elektronisches Vorschaltgerät auf einer kleinen Runden Platine. Die 4 Drähte zur Röhre abtrennen, die Platine rausnehmen und die Anschlußdrähte am Fußkontakt der Fassung abtrennen. Jetzt werden die 4 Drähte der UV-Röhre etwas verlängert, mit Schrumpfschlauch isoliert und dann genauso wie die Drähte der Energiesparlampe an der Platine angeschlossen. Jetzt noch die 230V Zuleitung mit einem Schalter dran, in das Scannergehäuse einbauen und fertig. - fürs erste, denn die 9W Röhre ist für größere Platinen etwas zu klein - dann muß man da schon 2 oder mehr Röhren einbauen. Das ganze geht auch mit anderen Wattzahlen - es sollten dabei aber immer die Stärker der Röhre mit der des Vorschaltgerätes übereinstimmen.
Grüße Dani.

14

Sonntag, 24. Juli 2005, 11:26

Zitat

Original von Bruchflieger
Dann hab ich mir bei OBI für 25,.. Eu eine 9W UV-C PL-Röhre


Da hättest Du bei e-Bay 5 Gesichtsbräuner mit ja 4 Röhren bekommen. !

@Dirk

Ich bin eigentlich mit allen Laser-/Kopiererfolien klar gekommen. Z.Zt verwende ich Folien
von 3M. Ist auch o.k. !
Die Röhren des Gesichtsbräuners (das ist ja das geniale bzw. deshalb soll es ja ein Gesichtsbräuner sein)
bleiben drin' bzw. gerade diese nutzt man ! Bei einigen Onlineversendern kostet EINE
ca. 8,-€ !
Ich glaube, die haben so um die 15W - bin mir aber nicht sicher !

Gruß
Torsten
Meine [SIZE=4]BASTELSEITE[/SIZE]

15

Sonntag, 24. Juli 2005, 11:48

Hallo Torsten,

habe mir gestern noch Folie für Laser besorgt und Probedrucke gemacht.
Dabei habe ich 3x auf die Folie gedruckt, nach dem 2x war es aber schon deckend. Sieht glaube ich ersteinmal gut aus. Der Drucker zieht auch gut ein und die Drucke sind absolut deckend. Im Augenblick schaue ich auch schon bei Ebay nach den Bräunern herum. Und ich habe meine defekten Energiesparlampen weggeschmißen ;(
Leider kann mein Acobatreader 6 nicht spiegeln :( Nehme ich die Platine in die Zwischenablage und will sie in ein anderen Progamm übernehmen zum spiegeln, sind leider alle Kanten unscharf.

@Dani: soweit ich weis, soll UV-C nicht gut gehen!!! Am besten ist UV-A oder auch UV-B

Gruß Dirk

16

Sonntag, 24. Juli 2005, 19:31

Hallo Ihr,

habe soeben meine erste Leiterplatte fetig bekommen. Material war aus einem Starterkit. Nach dem Belichten waren meine Leiterbahnen ganz leicht verfärbt.
Belichtet habe ich mit einer normalen 40W Lampe /10cm Abstand fast 2h.
Das Entwickeln hat mich dann fast zur Verzweifelung gebracht, da dies meine erste Entwicklung war, wusste ich ja nicht, was passiert und was zu sehen ist.
Jedenfalls mußte ich 10Minuten entwickeln, trotz frischer Lösung mit 24°C.
Das Ätzen war dann wie gehabt.
Bin begeistert!! Gesichtsbräuner ist schon ersteigert, jetzt muß Entwickler gekauft werden.

Was benutzt Ihr den so dafür? Das Natriumhydroxid oder das ungefährlichere NAOH-FREIe Zeug von Bungard?

Gruß Dirk