Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Sonntag, 24. Juli 2005, 20:41

Lipo Empfängerstromversorgung

Hi @ all

Für meinen nächsten Flieger, ein 2m Kunstflieger (Elektrisch) möchte ich als Empfängerstromversorgung 2 Lipos benutzen.

Die Spannung bei vollgeladenen Akkus mit 8,4 V ist natürlich viel zu viel für den Empfänger viel zu viel.

Deshalb muss eine Elektronik vorgeschaltet werden.

Ich hab da an einen Low Drop Festspannungsregler vorgestellt der auf 5V - 6V regelt.

Er muss aber genügend Leistung für die 5 Servos haben.

Ist das eine gute Idee???

Ich möchte aber auch eine Liposchutzfuktion einbauen, die bei 6v Akkuspannung abschaltet.

Hat da wer eine Lösung???

Danke im voraus;)

Gruß Robert
Gruß Robert

Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 24. Juli 2005, 22:48

Servus Robert,
was soll denn das bringen? Bei einem 2m Kunstflieger dürfte doch das Mehrgewicht
der NiMh-Empfängerakkus keine Rolle spielen.

Und:

Zitat

Ich möchte aber auch eine Liposchutzfuktion einbauen, die bei 6v Akkuspannung abschaltet.

halte ich persönlich für verantwortungslos. Du willst im Ernst den Empfänger und die
Servos im Flug abschalten, um den Empfängerakku zu schonen? Nach dem darauffolgenden
Absturz ist der sowieso hin.

LG
Albert Öttl
Wien

xtw

RCLine User

Wohnort: Ostfriesland

Beruf: Lasertechniker

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 24. Juli 2005, 23:49

Moin Robert.
Gewichtsmässig hat Albert recht - ist das bei so einem großen Flieger so wichtig ??

Aber trotzdem natürlich eine Antwort : Du benötigst einen Low-Drop-Spannungsregler. Gibts im TO220-Gehäuse zB bei Conrad. Zusammen mit zwei 100 nF-Kondensatoren regelt dieser die Spannung auf 5 V und benötigt dabei eine Differenz von mindestens 1,2 V. Unter 6,2 V dürfen Deine Lipos also nicht kommen ! Aber bei 6,5 sollte man ja eh Schluss machen mit der Entladung. Unter 6,2 V nehmen zwar Deine Lipos einen Schaden, der Empfang geht aber natürlich noch weiter, wenn auch schwächer/langsamer.

Eine Abschaltung entfällt natürlich, bei meinem Auto blockiert ja auch nicht bei Tempo 180 das Lenkrad, nur weil der Tank fast leer ist... :nuts: :nuts: :nuts:

Stattdessen empfiehlt sich ein Spannungswächter, der Dich per Anzeige, Warnton, Funksignal (oder oder oder) bei (zB) 7 V warnt, dass bald Schluss ist.

Bitte nicht vergessen : Lipos bringen bei Kälte nur eine eingeschränkte Leistung ! Flüge im Winter in der Höhe sind dann nicht zu empfehlen !!
[SIZE=3]Lieben Gruß,
Thorsten [/SIZE]
:w :w :w :w

[SIZE=3] www.ems-emden.de [/SIZE]

4

Montag, 25. Juli 2005, 09:57

HI

ZUerst mal zum Flieger. Es wird eine 2m Raven komplett aus Depron mit einem Zielgewicht von 2,5 kg.

Da mit der Abschaltung habt ihr recht. Das ist keine gute Idee.

Das mit einer Spannungsanzeige ist eine gute Idee. Am Besten mit einem Summer.
Gruß Robert

Albert

RCLine User

Wohnort: A-1170 Wien

Beruf: EDV-Consultant

  • Nachricht senden

5

Montag, 25. Juli 2005, 10:50

Servus Robert,

ganz hab ich Dein Vorhaben noch immer nicht kapiert.

Du willst also, um mehr Kapazität im Empfängerakku zu haben, LiPos mit sagen wir mal
3000 mAh reinpacken und davon 1000 mAh in Form von Wärme im Längsregler
wieder verbraten?

Wär es nicht einfacher, statt dessen 4 kleine Nixx-Zellen zu 2000 mAh einzubauen und
den ganzen zusätzlichen elektronischen Schnickschnack wegzulassen? Etwas, das nicht
eingebaut ist, kann auch nicht kaputt gehen :ok:

LG
Albert Öttl
Wien

rinninsland

RCLine User

Wohnort: DE-38551 Vollbuettel

  • Nachricht senden

6

Montag, 25. Juli 2005, 11:25

Der Vorteil ist z.B. eine exakt stabilisierte Spannung, kein staendiger Spannungseinbruch bei Digitalservos, immer gleiche Kraft und Geschwindigkeit.

Kapazitaet entfleucht bei dieser Schaltung uebrigens keine, nur Spannung wird verbraten.

Gewicht NiMH: 4x GP3300 -> 255g
Gewicht LiPoly: 2x Kokam 3270 -> 130g + Schaltung (gibt es uebrigens professionell und richtig gut ;)) 25g -> 155g



Spart bei einem 2,5kg Modell 100g -> 4% Gewicht. Wer an 4% nicht spart, bleibt auch bei einem Depron-Modell bei 4kg :O

Wenn man mit 2Ah arbeitet;
Gewicht NiMH: 4x GP2000 -> 160g
Gewicht LiPoly: 2x Tanic 2150 -> 100g + Schaltung 25g -> 125g

Das sind zwar nur 1,4%, aber bei konstanter Spannungslage und mehr Kapazitaet.

Bei optimierter Auslegung kann man sogar mit kleineren/leichteren Servos arbeiten, da bei 6V deutlich mehr Kraft vorhanden ist, als bei 4,5V. So kommt eins zum Anderen
:ok:
Technik für Elektroflug ->

7

Montag, 25. Juli 2005, 11:49

Hallo Daniel Rinninsland,

Albert Oettl hat schon recht: Spannung kann zwar nicht "verbraten" werden, aber verbraten wird hier schon was, nämlich

Spannung x Strom = Leistung und
Leistung x (Betriebs)Zeit = el. Arbeit oder auch, in diesem Fall, "Kapazität".

Darum: Ich verstehe das Zwingende an diesem Gedanken auch nicht ;-))

Gruß
Herbert Eberbach

rinninsland

RCLine User

Wohnort: DE-38551 Vollbuettel

  • Nachricht senden

8

Montag, 25. Juli 2005, 11:56

Wenn es in meinem vorherigen Post nicht deutlich genug rueberkam, kann ich auch nicht mehr helfen...

Man hat mehr Leistung bei weniger Gewicht dabei, wo stellt sich da die Frage, wenn man einen superleichten Flieger bauen will ??? Man koennte ja auch NiMH fuer den Antriebsakku nehmen und Buerstenmotoren, ging frueher auch...

Alternativ koennte man noch einen der neuen Kontronik-Steller mit getaktetem BEC verwenden, dann hat man auch noch die 125g gespart, also 5% :ok:
Technik für Elektroflug ->

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rinninsland« (25. Juli 2005, 11:56)


9

Montag, 25. Juli 2005, 12:02

Hallo,

...und aus regeltechnischer Sicht muß ich zum Thema "Spannungsregler als Empfängerstromversorgung" noch etwas weiter anmerken:

Es klingt gut, wenn Spannungsregler mit 0,.. % Genauigkeit eine Spannung regeln können. Sie tun das auch, aber nur bei konstanter oder quasi-konstanter (will heißen: bei sich nur sehr langsam verändernder) Last. Bei sprunghaft sich verändernder Last - siehe Servoanlauf, und da sind Digitalservos ggf. "schlimmer" als Analogservos - benötigt der Regler eine gewisse "Einschwingzeit", um sich auf den neuen Lastfall einzuregeln. In dieser Zeit hat der Regler einen VORÜBERGEHENDEN Innenwiderstand, der deutlich höher sein kann als der eines Akkus alleine. Spannungs"einbrüche" sind also auch vorhanden - sie sehen am Oszilloskop nur anders aus. Ein Vorteil entsteht nicht, ein Nachteil meistens auch nicht - aber er KANN eintreten.

Gruß
Herbert Eberbach

10

Montag, 25. Juli 2005, 12:19

HI @ all

ICh werd mal die Maschine aufbauen. Wenn ich noch Gewichtsreserven habe, dann kann ich ja einen NiXX Akku reingeben.

Andernfalls werd ich ich Lipos nehmen. Ich hab hab da schon einen passsenden Regler gefunden. Einen LM 1084 (5v; 5A). Was haltet ihr von dem ???
Gruß Robert

rinninsland

RCLine User

Wohnort: DE-38551 Vollbuettel

  • Nachricht senden

11

Montag, 25. Juli 2005, 12:49

@Herbert:
Gerd hat sich hier (http://www.elektromodellflug.de/bec30z.htm) das BEC von Kontronik mal angeschaut:

Hier der Spannungsverlauf beim BEC (0,2V Spannungsdifferenz):


Und hier bei einem 4s-KAN1050 (1V Spannungsdifferenz):
Technik für Elektroflug ->

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rinninsland« (25. Juli 2005, 12:53)


xtw

RCLine User

Wohnort: Ostfriesland

Beruf: Lasertechniker

  • Nachricht senden

12

Montag, 25. Juli 2005, 19:58

@ Albert und Herbert : Moin Ihr zwei ! Daniel hat völlig recht - die Vorteile überwiegen und die im Längsregler "verbratene" Energie ist minimal. Auch kommt es nur zu einem minimalen Spannungseinbruch selbst bei Billigstreglern aus der 78X0X-Reihe für 20 ct das Stück.

Noch ertragreicher wird das System, wenn man einen getakteten Spannungsregler einsetzt (habe leider auf die Schnelle keinen Schaltplan zur Hand - habt Ihr was ??), da hier die Verlustleistung unter 10 % liegt.

Halt uns auf dem Laufenden, Robert ! 8)
[SIZE=3]Lieben Gruß,
Thorsten [/SIZE]
:w :w :w :w

[SIZE=3] www.ems-emden.de [/SIZE]

rinninsland

RCLine User

Wohnort: DE-38551 Vollbuettel

  • Nachricht senden

13

Montag, 25. Juli 2005, 20:18

Zitat

Original von Robert
Einen LM 1084 (5v; 5A). Was haltet ihr von dem ???


Grundsaetzlich kein Problem. Du musst es nur vernuenftig kuehlen.

Und mach Dir Gedanken, wie Du den Schalter sicher machst. Fertige Loesungen setzen meist auf eine Kombination von FET- und konventionellem Schalter.


Technik für Elektroflug ->

SandroT

RCLine User

Wohnort: CH-8805

Beruf: cnc-mech/progr.

  • Nachricht senden

14

Montag, 25. Juli 2005, 20:18

Salut Zusammen

Guckst Du hier !

Edit: Da war Daniel wohl ein paar Sekunden schneller ;)
[size=1]Viele Grüsse Sandro

12Z PCM G3 - DNHP AIRFOX EVO-4 - ACROBAT SE

RR GALLERY[/size]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SandroT« (25. Juli 2005, 20:19)


Hartmut Kaak

RCLine Neu User

Wohnort: Göppingen

  • Nachricht senden

15

Montag, 25. Juli 2005, 21:21

Hallo zusammen,

in meinem Logo 10 setze ich eine selbst gebaute Lipo Empfängerstromversorgung mit Erfolg ein. Einen weiteren Vorteil sehe ich auch noch darin, dass man den Ladezustand mit einem Messgerät (oder bei mir mit LEDs) einfach überprüfen kann und dass der Akku immer noch voll ist auch wenn man mal einige Zeit nicht zum Fliegen kommt.

Gruß Hartmut

16

Montag, 25. Juli 2005, 21:44

HI

Ich werd als Schalter wahrscheinlich einen reinen FET SChalter nehmen.

@Hartmut: Wie hast du deine Stromversorgung aufgebaut???

Gruß Robert
Gruß Robert

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Robert« (25. Juli 2005, 21:44)


LabMaster

RCLine User

Wohnort: Poing / Bayern

  • Nachricht senden

17

Dienstag, 26. Juli 2005, 16:33

Hallo allerseits,

ich hab auch die LiPo Schaltungen von Helitron im Einsatz (Logo 20 und Raptor 50). Diese funktionieren eigentlich ganz gut aber verheizen doch einiges an wertvoller Energie, welche man im Modell sowieso immer zuwenig hat (trotz Lipo :) )
Beim Raptor mußte ich sogar einen größeren Kühlkörper drauf bauen, da es wirklich schön heiß wurde. Kein Wunder, bei ca. 1 A Dauerlast mit einem Spannungsdrop von 3 V sind das 3 Watt Dauerheizung.

8V - 5V = 3V
3V * 1 A = 3 VA

Genauer mit einer Akku Spannung von 7.4V gerechnet:
7,4V(Akku) - 5V(Ausgang) = 2,4V(Drop)
2,4V / (7,4 / 100%) = 32,4 % (Verlustleistung)

Grundsätzlich werden dabei also ca 30% der Akkuenergie einfach verbraten, das ist 1/3 der ganzen Akku Kapazität. Es ist aber im Vergleich zu NiCd oder NiMh immer noch ein gutes Verhältnis bezügl. des Gewichtes vorhanden.

Das BEC30 von Kontronik als getakteten Regler dagegen ist schon ne feine Sache, leider etwas teuer.

Ich hatte hier im Forum an anderer Stelle schon mal etwas zu einem quasi Selbstbau Takt BEC geschrieben.

Guckst du hier :)
http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…*&hilightuser=0


Den Hauptvorteil für Lipo's als Empfängerakku sehe ich vor allem in der Möglichkeit jederzeit einfach nachladen zu können. Aus Sicherheitsgründen (Crash ...) verwendet ich dabei eigentlich nur LiPo Beckerzellen (Konion ...) bisher als 2S2P verschaltet.





Viele Grüße,
Walter

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »LabMaster« (26. Juli 2005, 16:47)


xtw

RCLine User

Wohnort: Ostfriesland

Beruf: Lasertechniker

  • Nachricht senden

18

Dienstag, 26. Juli 2005, 21:20

Moin Walter !

Wenn Du den oben genannten Helitron-BEC hast, liegst Du mit Deiner Berechnung (leider ??) falsch !

Der Helitron ist (LAUT DER EIGENWERBUNG !! Man korrigiere mich, wenn die lügen !) ein Spannungswandler, der also getaktet arbeitet. Damit werden die übrigen (zB) 2,4 V nicht verbraten, sondern fallen erst garnicht an.
[SIZE=3]Lieben Gruß,
Thorsten [/SIZE]
:w :w :w :w

[SIZE=3] www.ems-emden.de [/SIZE]

LabMaster

RCLine User

Wohnort: Poing / Bayern

  • Nachricht senden

19

Mittwoch, 27. Juli 2005, 01:06

Hallo Thorsten,

Leider falsch.
Die Helitron BEC's auch die in der LiPo Versorgung sind Längsregler welche die überschüssige Spannung verbraten. (ich kenn die Schaltung mittlerweile, da ich schon etwas daran reparieren mußte). Ist ja auch kein Problem wie ich oben schon geschrieben habe. (Ich würde so etwas auch nicht ungeprüft behaupten)
Ich wüste auch nicht wo bei Helitron geschrieben steht, daß es sich um einen Taktregler handeln sollte. (den Begriff "Spannungswandler" sehe ich jedenfalls nicht als Indiz dafür)
Insofern ist das mit der bezichtigten Lüge schon harter Tobak. Vieleicht entschärfst du dein Post ja lieber noch mal, nicht das du noch Ärger bekommst. ;)

Grüße,
Walter

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »LabMaster« (27. Juli 2005, 01:19)


20

Mittwoch, 27. Juli 2005, 13:58

Habe mich damit mal gedanklich beschäftigt, jedoch ohne das jemals zu realisieren. Wichtig ist, da die Spannung der Lipos mit zunehmender entladung zurückgeht ein Regler der eine geringe Spannungsdifferenz (DropOut Voltage) benötigt, wenn man auf 5.5 oder 6V stabilisieren will. Ich bin damals auf den Micrel MIC29xxx (xxx=150,300,500,750) gestossen die bis 7,5A bereitstellen können. Regler habe ich damals bei reichelt bestellt.

aaaaber selbst meine 2m Flying Lady mit 4 Digis fliege ich mit einem 5Zeller KAN 1050. Das reicht für 5 sichere Flüge.
Gewichtsbilanz:
Kan 105g + 10g Schalter =115
Tanic 1050 44g+25g Wandler = 69g

Relativ ne Menge. Mag jeder für sich entscheiden ob das auch absolut vom gewicht noch viel ausmacht. Wobei, bei 2,5kg wahrscheinlich.

Wenn man die KAN Zellen dann zu den GP3300 vergleicht hat man aber durch die Richtige auswahl der Kapazität auch bei NiMh ne menge Potential

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MalteS« (27. Juli 2005, 14:02)