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Hohentwiel

RCLine User

  • »Hohentwiel« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Singen/Hohentwiel

Beruf: Rundfunk u. Fernsehtechnikermeister

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1

Freitag, 4. November 2005, 20:27

Lötzinn

Hallo zusammen,
was machen wir ab nächstem Jahr mit dem Bleiverbot? Also ich werde mich auf der Messe in FN noch mit normalem Lötzinn eindecken.
Wie seht Ihr das?
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

Paul H.

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Beruf: freiberuflicher Techniker

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2

Freitag, 4. November 2005, 20:49

RE: Lötzinn

Betrifft das nicht nur Geräte die gewerblich hergestellt und verkauft werden?

Ich hab so bleifreies Zinn hier, aber das ist für meine Anwendungen echt die Krücke, vom Gestank mal abgesehen.

Wenn das allgemen gilt werd ich auch noch 10kg hamstern....

Paul
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spacedog

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3

Freitag, 4. November 2005, 21:10

hallo,

für z.b. reparaturzwecke von alten geräten wird weiterhin bleihaltiges lötzinn erhältlich sein.
kein grund jetzt hamsterkäufe zu machen.

mfg matthias
mfg matthias

El_Torro

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Wohnort: Frielendorf/ Schwalm-Eder-Kreis! Im schönen Hessenländle !

Beruf: Im Landesamt Landwirtschaft Hessen im Versuchswesen tätig

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4

Freitag, 4. November 2005, 21:13

Nächstes Jahr ist alles anders, Trittin ist weg, da hammer wieder Bleihaltige Mittel!
Jochen>>>>>>>>>>>>>>>>>>>schnell weg!

5

Samstag, 5. November 2005, 11:56

Das mit bleifreies Lot ist das selbe wie es mit den Wasserlacken war.
Die Qualität und Haltbarkeit wird sinken und der Verbrauch und Ausschuss erhöht. Ich werde jedenfalls hamstern.

robert-1

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6

Samstag, 5. November 2005, 17:12

Das Sn99Cu ist echt übel.Mit Anschlag rechts kann mans noch so löten, dauert aber gut doppelt so lang wie bisher.
Kritischere Verbindungen oder geringe Oxidation sind dann unlötbar.
Wenn man welches mit besonders starkem Flussmittel nimmt gehts etwas besser, dafür wirken die Rückstände korrosiv.
Bauteileschäden sind vorprogrammiert bei der Temperatur, und was den Test besteht hat eine unbekannte Lebensdauer.

Sn95Ag4 geht bei hoher Temperatur ähnlich gut wie normales Lot, kostet aber enorm viel.
Sn95Ag3,7Cu dto.

Die silberhaltigen Legierungen sind OK aber kosten gut 25€/250g Rolle 0,8mm (normales mit NoClean ca. 6€).
Standard schreibt man mit D
Wenn Elektro scheisse wäre, wäre es braun und würde stinken.

Ecofan

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Beruf: Gymischüler

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7

Samstag, 5. November 2005, 17:53

Eeehm, kommt das in der Schweiz auch, diese Verordnung??
Oder sind wir da noch EU-Unabhängig?
Sonst muss ich auch noch hamstern... sicher is sicher..

Herzliche Grüsse
Mario
" Das Nötige ist einfach und das Komplizierte ist unnötig" ----- Michail Kalaschnikow

^____

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8

Samstag, 5. November 2005, 18:08

Hallo Mario,

Zitat

Eeehm, kommt das in der Schweiz auch, diese Verordnung??


Ja.

Aber was habt ihr denn da für ein Problem damit? Ich habe das schon seit fast drei Jahren und kann ganz normal löten. Klar, es braucht eine leicht höhere Temperatur aber haltbar ist das schon.

Zitat

Oder sind wir da noch EU-Unabhängig?


Du bist wohl auch noch einer aus der Gilde welche das Märchen von der unabhängigen Schweiz glaubt welches unser
Probagandaministerium immer wieder erzählt.

Gruss Bruno

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »^____« (5. November 2005, 18:09)


Hohentwiel

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9

Samstag, 5. November 2005, 18:09

Erst mal danke für die Kommentare. Natürlich wird es auch irgendwo noch bleihaltiges Lötzinn geben, aber dann wahrscheinlich zu Schwarzmarktpreisen.
Es ist klar, dass der Löwenanteil von der Industrie gebraucht wird und die ihre Lötbäder umstellen müssen. Entscheidung für mich gefallen, LSN 60 in 1mm und 0,5mm wird in FN geordert. Werde mich mal schlau machen, was die Installateure
(Dach,Gas,Wasser) in Zukunft verwenden.
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

^____

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10

Samstag, 5. November 2005, 18:36

Hallo Rene,

Also Sanitärinstallateure haben von je her Reinzinn verwendet. Oder willst Du eine Bleivergiftung wegen dem Trinkwasser das durch solche Rohre fliesst?

Dach und Regenrinnen werden mit Verzinnungspaste und Blei gelötet, bisher wenigstens. Neu wird das wohl auch ändern, ist ja auch kein Problem ausser dass es teurer ist.

Gruss Bruno

11

Sonntag, 6. November 2005, 01:26

Zitat

Also Sanitärinstallateure haben von je her Reinzinn verwendet. Oder willst Du eine Bleivergiftung wegen dem Trinkwasser das durch solche Rohre fliesst?


Bei mir (Hamburg) sind sogar die Rohre aus Blei! Ich trinke aber auch kein Wasser aus der Leitung.

Grüße
Malte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (6. November 2005, 01:26)


Rudy F

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12

Sonntag, 6. November 2005, 06:27

Hi,

angeregt durch ein Bild einer Lötstelle mit Zinnkristallen dank bleifreien Lötzinns, habe ich mal gegoogelt und sehr informelles zu neuen Richtlinie gefunden.

Nämlich das "Handbuch" dazu, das ich ausdrücklich empfehle!

http://64.233.183.104/search?q=cache:6v0…l=de&lr=lang_de

Zinnkristalle ist angeleuchtet, andere Effekte werden auch beschrieben.
:w Rudy

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rcFIA« (6. November 2005, 06:30)


Rudy F

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Wohnort: Wien

Beruf: Medizintechniker/ Biomechanik in Pension

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13

Sonntag, 6. November 2005, 09:07

Und so schaut das Zinnproblem ohne Blei aus:

http://parts.jpl.nasa.gov/whiskers/

http://www.aciusa.org/leadfree/leadfree_verdi-11-5-04.htm

Wer sich noch weiter "schrecken" will:

Google und "Tin Whiskers" eventuell noch mit NASA

Schaut fast so aus, als ob hier Industrie und Umweltschutz zusammenarbeite, die Lebensdauer elektron. Geräte zu beschränken und - eh klar - Arbeitsplätze und Industrieumsätze langzeitlich zu sichern.
:w Rudy

Postings Irrtum vorbehalten.

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Michael.Mueller

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14

Sonntag, 6. November 2005, 09:42

Bis irgendwann wegen dem Mist eine Industrieanlage in die Luft fliegt.

Ich arbeite nebenbei in einer Firma die Industriesteuerungen herstellt, unter anderem auch für Härtereien. Ein Nitrierofen ist eine potentielle Bombe wenn die Gasmischung nicht stimmt. Wenn dann z.B. in den Ausgangsmodulen ein ungünstiger Kurzschluss entstünde ...

Wie kann man nur auf so schwachsinnige Ideen kommen :angry: , aber klar ich vergaß, es sind ja Politiker die das entscheiden, und die sind in den seltensten Flällen technisch versiert. Hauptsache sie glauben was für die Umwelt getan zu haben, egal ob sinnvoll oder nicht, hauptsache mit ruhigem Gewissen Diäten einstreichen.

Wenn wir keine Probleme haben machen wir uns welche.
In jeder Minute, die du im Ärger verbringst, versäumst du sechzig glückliche Sekunden deines Lebens.
-Albert Schweitzer

robert-1

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15

Sonntag, 6. November 2005, 12:56

In Industrianwendungen und anderen kritischen Geräten ist weiterhinn SnPb erlaubt, seitens der Hersteller wird es auch verwendet werden.
Wunderts jemand?Nein.
Bleifrei ist nur für Conumerschrott, der sowieso nach 3 Jahren wegen ausgetrockneter Billigelkos kaputt ist.
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viperchannel

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Beruf: Multitalent

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16

Sonntag, 13. November 2005, 23:08

ich finds voll praktisch.....hab nämlich zufällig 10 kilo im keller. vielleicht steigen die ja im wert......



palladium war auch mal ne billigalternative für gold (im zahnersatz) jetzt gibts nemme viel, weil unsere östlichen nachbarn des alles gehamstert haben und jetzt kostets en schweine geld...
Gruß Frank!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »viperchannel« (13. November 2005, 23:14)


robert-1

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17

Montag, 14. November 2005, 13:36

Ich finde das ganze einerseits ja fast schon praktisch.
Einerseits weis man warum die Geräte kaputtgehen (zumindest wenn mit Sn99 ge"lötet" wird), und andererseits müssen Altgeräte gesammelt werden.
Wenn der Ort, an dem gesammelt wird noch irgendwie zugänglich ist (vermutlich) hab ich einen Nebenverdienst.Geräte mitnehmen, reaprieren, verkaufen.
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Abdrehfaktor

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Beruf: Werkzeugmechaniker-Facharbeiter und jetzt Studi

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18

Montag, 14. November 2005, 18:07

Den Nebenverdienst wirst Du auch brauchen, falls Du keinen Bock hast, alle 2 Monate sämtliche Servos und Empfänger auszubauen und abzubürsten, und dementsprechend halt etwas öfter wegen Elektronikversagens vom Himmel fällst :angry: ;)

Kann man solche Zinnbärte nicht verhindern indem man Lötstellen lackiert? Es gibt doch so Lacke die für mehr Feuchtigkeitsbeständigkeit sorgen. Oder stoßen diese kleinen Nadeln da durch auf die Dauer?

Ciao,

Julez <-- der neulich 12kg Elektroniklot fürs Team organisiert hat :D

Edit: Habe soeben gelesen, dass das typische "Draufschlagen" auf Elektro- Sachen, wenn sie nicht mehr gehen, auch durch das Zinn- Bartproblem bedingt sein soll. Durch die Erschütterung wird der Kurzschluss gelöst. Und wer von Euch hat noch nie auf einem Elektrogerät rumgeklopft?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Abdrehfaktor« (14. November 2005, 19:11)


robert-1

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19

Dienstag, 15. November 2005, 22:29

Naja, sooo schlimm ist die Sache mit den Zinnnadeln auch wieder nicht.
Bisher gabs große Probleme hauptsächlich bei Glanzverzinnten Bauteilen , die sehr großen temperaturschwankungen für sehr lange Zeit ausgesetzt waren.
Inzwischen haben die Halbleiterhersteller das Problem großteils in Griff bekommen, die jetzt verwendete Technik benutzt eine Nickelzwischenschicht, Additive die ein gleichmäßigeres Wachstum der Zinnschicht verursachen (wird dann matt), und ein Tempern der Bauteile um Spannungen zu reduzieren.
Soweit man den beschleunigten Testverfahren glauben kann, ist die Gefahr von Problemen viel geringer als mit Glanzzinn.
Und selbst damit traten Probleme erst nach Jahren auf.Hier läuft z.b. seit 5 Jahren eine offensichtlich bleifrei gelötete Stereoanlage zu meiner Zufriedenheit.
Von daher, keine Hysterie.

Was mehr nervt ist der Preis des einzigen wirklich guten Bleifreilots von gut 20€/250g 0,8mm.
Desshalb werde ich mir wohl noch einiges holen, vorallem dünneres (0,35/0,5), weil das in Bleifrei _noch_ teurer ist.
Standard schreibt man mit D
Wenn Elektro scheisse wäre, wäre es braun und würde stinken.