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1

Montag, 7. November 2005, 20:27

Zweikanal Blink Leucht Modul auf unserer Homepage

Hallo liebe Forumsteilnehmer ich habe auf unserer Vereins Homepage eine Bauanleitung für ein zweikanal Blink / Leucht Modul eingestellt und hätte gerne euere Meinung dazu gehört.
Ist die Beschreibung ausreichend ?
Ist klar wie alles zu verkabeln ist ?
Ist das ganze für Durchschnittsmodellbauer (mit Elektronikerfahrung) zu kompliziert ?

Bitte auch das zip File am Ende der Seite beachten.

Ich freue mich auf eurer Antworten !
Ach ja der Link lautet http://www.toeging.lednet.de/flieger/pro…/pwmblinker.htm

2

Montag, 7. November 2005, 21:23

Hallo Wilhelm,

das ist eine nette Schaltung, aber um es klar zu sagen:

Ja, ich finde den Nachbau zu kompliziert für den Durchsschittsmodellbauer mit durchschnittlichen Elektronik-Kenntnissen.

Die Krux liegt vor allem in der Tatsache, dass die Software selbst in den Chip eingespielt werden muß.

Assembler ist nun wirklich nicht jedermann´s Sache, und wenn ich auch noch das Programm umstricken muss, um die Funktionsweise zu ändern, erleichtert eine Hochsprache wie Bascom (Anfängerfreundlich!) oder WinAVR (C-Compiler) das Leben ungemein.

Mein Tipps dazu:

a) Den benutzen Empfängerkanal auf eine dreipolige Stiftleiste durchschleifen, dann braucht man kein Y-Kabel

b) Anwahl der Funktionsart über Lötbrücken oder Jumper

c) Einstellung der Blinkfrequenz über Potentiometer oder Setup-Tasten, ebenso die Schaltpunkte

Mir ist schon klar, dass Du möglichst klein bauen wolltest, und die Punkte b) und c) erfordern bestimmt einen etwas größeren Atmel-µC, aber das wäre die Sache sicher wert!

Und noch eine Frage:
Den Tiny12 kenne ich zwar nicht persönlich, aber wie schaut es eigentlich mit den FuseBits aus? Ist da nichts einzustellen?


Viele Grüße

Torsten
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Torsten_G« (7. November 2005, 21:37)


3

Montag, 7. November 2005, 23:43

Hallo Torsten,
danke für die ehrliche Antwort.

An den Fuse Bits gibt es schon was Einzustellen und zwar "Externer Taktgenerator" sowie die "Boden" Fuse.

Das ist aber in der Beschreibung enthalten - sogar mit Bild.

Die Einstellung der Umschaltpunkte sowie die Blinkfrequenz und das An/Aus Verhältnis sind über Parameter ganz am Anfang des Assemblercodes einzustellen.

Alle 3 Softwarevarianten sind im Quellcode enthalten und brauchen bei Bedarf nur per Softwareschalter aktiviert zu werden.
Wenn man keine speziellen Funktionen will, braucht man also am Assembler Quelltext bis auf die Parameter nichts zu ändern.
Mein Problem mit der externen Programmierbarkeit lag einfach am Fehlen von freien Ports.
Natürlich hätte man auch den internen Takt des ATtiny 12 verwenden können und damit freie Ports gewonnen, aber dadurch hätte die Auflösung der Impulsauswertung gelitten (nur 1MHz Taktfrequenz mit Tricks 2MHz). Den Reset Port umzustellen hätte bedeutet den Chip in System nicht mehr programmieren zu können - das wollte ich auch vermeiden.
Mit den Hochsprachen C und Basic (Bascom) arbeite ich (noch) nicht - dehalb wurde das Ganze in Assembler programmiert.

Eventuell werde ich auf unserer Hompage noch drei .hex files mit den Verschiedenen Softwarevarianten einstellen - das sollte die Programmierung vereinfachen

Für das Y Kabel war meine Idee, bei Bedarf, einfach ein Servoverlängerungskabel auf der Platine mit anzulöten - Die Idee mit der Stiftleiste find ich aber fast besser.

Für die Zukunft:
Ein etwas größerer Controller wie der AT90LS2313 würde mehr Ports liefern - dann wäre auch eine Funktionswahl mittels Jumper möglich, ausserdem hat der 2313 eine zweite Interruptquelle zum verwalten eines 2 Fernsteuerkanales = mehr Möglichkeiten.

Die Einstellung Blinkfrequenz sowie das Ein/ Ausverhältnis des Blinkausganges lässt sich mittels Jumper nur schwer realisieren (zu ungenau). Das wird dann wohl im Quelltext bleiben müssen eventuell auch zum Umjumpern zwischen verschiedenen Möglichkeiten.

Potis mag ich bei elektronischen Schaltungen im Flugmodell nicht so gerne, da die gerne mal kaputtgehen. Ausserdem wäre zur Abfrage des Potis ein A/D Wandler nötig, den gibts dann aber erst ab ATMEGA 8 und der hat dann 32 pins zum Einlöten was das Ganze sicher nicht vereinfacht.

Die Umschaltpunkte könnten nach der Programmierung (per Fernsteuerung) im Chip abgelegt werden.

Schaun wir mal ob ich die Zeit finde das Ganze mit einem anderen Controller noch mal zu versuchen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (7. November 2005, 23:46)


4

Dienstag, 8. November 2005, 00:03

Hallo Wilhelm!

Ich finde es toll, solche Sachen kostenlos zur Verfügung zu stellen. :ok:

Sicher brauchen alle Mikrocontrollerschaltungen erst einmal eine gewisse Grundausstattung, aber sowas als TTL-Grab ist auch keine wirkliche Alternative.

Assembler halte ich für solche kleine Projekte (512 Worte Flash!) absolut OK. Ist einfach die Sprache, mit der man den effektivsten Code direkt schreiben kann... (alle meine Projekt sind in Assembler)

90LS2313? warum nicht den Tiny2313? sollte besser sein, oder? Wobei ich immer noch auf meine warte...

Potis: erhöhen die Bauteilkosten schnell auf das doppelte, wenn man gute, waschdichte verwendet... und wie oft möchte man z.B. die Blinkfrequenz verändern?

servus,
Martin

5

Dienstag, 8. November 2005, 01:40

ATTiny2313 hat doch viel zu viele Pins (20) aber der 13er mit 8 Beinchen böte sich an, den kann man als Fauli (wie ich) sogar in C proggen ;)

Habe mir zwar gerade ein AVR-Entwicklungsboard zusammengebraten und würde mich nicht als allzu ungeschickt mit dem Löterich bezeichnen, aber diese Blinkschaltung finde ich schon recht brutal...

Könnte man das ganze nicht mit nem ATTiny 13 in PDIP, dem internen Taktgenerator und mit LEDs direkt an den Ausgängen anfängerfreundlicher und fast ohne externe Teile realisieren?

Der 13er hat sogar nen 4-Kanal AD-Wandler ;) Man könnte einen Eingang für ein optionales Poti und einen als Enable verwenden und dann mit 'nem temporär angesteckten Poti die Blinkfrequenz einstellen und den Wert ins EEPROM schreiben :)

Grüße
Malte

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »DrM« (8. November 2005, 02:32)


6

Dienstag, 8. November 2005, 11:28

Zitat

Original von DrM
...
Man könnte einen Eingang für ein optionales Poti und einen als Enable verwenden und dann mit 'nem temporär angesteckten Poti die Blinkfrequenz einstellen und den Wert ins EEPROM schreiben :)
...


Das könnte man in der Tat - oder man verwendet den Enable-Taster und stellt die Blink-Frequenz einfach über den Fernsteuerkanal ein... ;)

Mit einer Widerstandsdekade lässt sich ein Analogeingang sogar gleich für mehrere Taster verwenden.

Man muß ein wenig aufpassen, dass man Zwischenvariablen verwendet und nicht permanent auf dem EEPROM rumbruzzelt, denn nominell sind nur 100.000 Schreibzugriffe möglich.

Das hört sich zwar viel an, aber wenn man zyklisch schreibt, ist das ein Klacks!

@Malte:

Ich habe mir auch grade selbst ein Board mit einem Mega 8 und LCD zusammengebraten und war erstaunt, wie wenig Aufwand erforderlich ist.

Welchen Chip verwendest Du?

Grüße

Torsten
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Torsten_G« (8. November 2005, 11:31)


7

Dienstag, 8. November 2005, 12:35

ATMega 16

Hier mal ein Bild von der Platine und dem Profi-Gehäuse ;):



Die Idee mit dem Fernsteuerkanal ist ja noch besser! (Bei der Cockpit MM abgeguckt?;))
Aber wofür soll ich denn dann die AD-Wandler nehmen?

Das Schreiben der Daten würde ich natürlich erst beim Öffnen des Enable Tasters vornehmen ;)

Grüße
Malte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (8. November 2005, 12:41)


8

Dienstag, 8. November 2005, 13:26

Zitat

Original von DrM
...
Bei der Cockpit MM abgeguckt? ;)
...


Aber nein - hat die sowas? ???

Meine modernste Funke ist eine MC16/20 - fernsteuerungstechnisch bewege ich mich also eher in der Steinzeit! :O

Aber Dein Profi-Gehäuse gefällt mir, war bestimmt teuer, das Teil! :D

Sehr interessant finde ich den I2C-Bus, dafür gibt es eine ganze Reihe nützliche IC´s, die ganz tolle Möglichkeiten ins Spiel bringen.
Oder man verbindet gleich zwei (oder mehr...) µC´s miteinander, die Dinger kosten ja fast nix.

Viele Grüße

Torsten
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9

Dienstag, 8. November 2005, 13:35

Jo, bei der Cockpit macht man in etwa so die Servo-Mitten- und -End-Verstellung.

Rechts unten ist ein I2C EEPROM. Die Dinger gibt es anscheinend auch als FRAMS mit 1*10^15 Schreibzyklen. Da kann man schon ein paar Jahre am Stück zyklisch schreiben...

Grüße
Malte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (8. November 2005, 13:35)


10

Dienstag, 8. November 2005, 21:09

Zitat

Könnte man das ganze nicht mit nem ATTiny 13 in PDIP, dem internen Taktgenerator und mit LEDs direkt an den Ausgängen anfängerfreundlicher und fast ohne externe Teile realisieren?


Gute Idee mit dem ATTiny 13- dabei könnte man sogar das Layout weiter verwenden.
Der ATTiny 13 ist auch nur unwesentlich teuerer als der 12er und der interne Taktgenerator taktet mit 4,8MHz, also ausreichend hoch.

Die Freigewordenen Pins vom Quarzoszillator liessen sich als Eingang für einen Jumper bzw. Taster verwenden.

Die LED direkt an den Ausgängen anzuschalten werd ich wohl nicht realisieren weil man hierbei an die maximale Spannung des Microcontrollers (5,5V) gebunden ist. Mit den Transistoren sind aber Spannungen an den Lampen bis 30V möglich (Flugakku ?!) sowie höhere Ströme (Luxeon Emitter).

Mit normalen Bauteilen möchte ich das Ganze nicht realisieren, weil es hier schon mehrere preisgünstige Bausätze gibt - warum also das Rad neu erfinden ?

Wer mag kann ja das Layout im Eagle Format (ist ja auch in dem erwähnten .zip File) auf normale Bauteile umstricken.

11

Mittwoch, 9. November 2005, 00:56

Hallo Wilhelm,

zur Signalverstärkung könnte unter Umständen auch der UDN 2981 A interessant sein.

Der 18-polige Käfer treibt bis 500mA und 50V auf 8 Kanälen...

Den gibt´s auch in der DIP-Version (ohne "A"), und er kostet bei Reichelt grade mal 1,60 Euronen.

Viele Grüße

Torsten
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12

Mittwoch, 9. November 2005, 17:50

Hi Torsten,

scheint mir ein richtig interessanter Baustein zu sein.
Ausserdem wäre es möglich die Verbraucher (Lampen) wieder gegen Masse anzuklemmen.

Hab mir bei der Gelegenheit auch mal den ULN 2001 angesehen - der Schaltet allerdings dann nur wieder gegen Masse (Darligtonarray)

Leistungsmässig kommen aber beide Bausteine nicht an die Mos Fet Lösung heran.

Den UDN 2981 werd ich aber sicher mal in einer Schaltung verbauen.

Sycorax

RCLine User

Wohnort: Aachen

Beruf: IT Analyst und Strategieberater

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13

Montag, 28. November 2005, 14:03

Ich bin dabei meine Homepage umzubauen, danach gibt's bei mir auch eine Blinkschaltung mit einem RC Universalmodul auf Basis vom ATTiny2313 für 2 Eingangskanäle, 4 Servoausgänge und bis zu 7(8) LEDs auf Basis von einem ATTiny2313 mit internem 8MHz Takt. Das Ziel war, möglichst wenig Bauteile und so universell wie möglich zu bauen. So ist es viel billiger und funktionaler als ein TTL Grab wie ich es vorher hatte.
Die Programmierung ist auch für absolute Laien machbar, dazu habe ich das so gelöst, daß alle Parameter im EEProm des 2313 abgelegt werden, an den Assemblercode muß man gar nicht mehr ran. Ich will vor der Veröffentlichung noch ein PHP Script schreiben, um Blinkmuster (in 1/20 Sekundenschritten) und Schalterstellungen mit LED-Zuordnung über meine Webseite programmieren zu können. Am Ende kann dann ein völliger Laie graphisch seine Blinkmuster im Web designen und bekommt dann zwei Programmierdateien für PonyProg als Download. Das eine ist der Assemblercode, das andere der generische Code für individuelle Blinkmuster. Die Schaltung ist extrem einfach und besteht aus einem Chip mit einem Widerstand und einem Blockkondensator. Eine zweite Variante bekommt für die beiden Eingangskanäle einen Optokoppler und ein eigenes BEC. Gemeinsam haben die Schaltungen ein Programmierkabel mit 3 Widerständen, bzw. das serielle Prog. Kabel. Programmiert werden kann auch noch nach Einbau im Modell. Ein "Program"-Jumper ist vorgesehen um auf Programmierung umzuschalten, das Einlernen der Werte soll über den Sender erfolgen. Ein Pin ist für später noch frei und wird wahrscheinlich einen "Demo"-Mode bei der BEC Variante ermöglichen, dann blinkts auch ohne RC Anlage. ( it's Show-Time :evil: )
Wer damit dann immer noch nicht klar kommt, soll wirklich fertige Module kaufen !
Die Software werde ich stückweise erweitert, die soll auch als Doorsequenzer arbeiten können. Das Platinenlayout ist super kompakt und für eine 1seitige Platine ausgelegt. Es lässt sich sofort auch 1:1 auf Lochraster umsetzen, so daß nicht einmal eine Platine geätzt werden muss.
Für Kleinstmodelle will ich später auch noch eine Verkabelungsvariante dokumentieren, die völlig ohne Platine auskommt um Gewicht zu sparen. Da wird dann frei verdrahtet und anschliessend alles eingeschrumpft. Das lässt sich mit DIL gehäusen recht schön hinbekommen.
Gruß,
Ralf


http://www.turbinenheli.de

MC24-JetiBox Bausatz, Informationen über Turbinen Hubschrauber, SeaKing auf T-Rex500 Basis, TwinJet mit Kolibri, usw

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Montag, 28. November 2005, 17:31

@ Ralf:

Auf diese Blinkschaltung bin ich gespannt.
Schreib doch noch mal nen Post wenn du die Schaltung auf deiner Homepage hast.

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Montag, 28. November 2005, 21:30

Hallo,

ich finde auch : warum denn einfach, wenn es auch umständlich und aufwändig geht. Auf jeden Fall ist der Effekt meiner Ansicht nach enorm. Ich möchte aber keinesfalls von dieser Schaltung abraten, damit ich nicht missverstanden werde.

mfg Günther Hg