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DanielS

RCLine User

  • »DanielS« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Raum Stuttgart

Beruf: Schüler

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1

Samstag, 19. November 2005, 21:30

Richtig Löten

Hi Leute!

Ich habe das gefühl immer Suboptimal zu Löten.
Deshalb habe ich ein paar Fragen zum Allgemeinen Löten:

1. Welches Mittel zum reinigen bzw. um Kontakt herzustellen braucht man?
Muss Lötpaste oder Lötfett sein? Oder doch den Schwamm benutzen?

2. Meine Spitze ist ganz Braun. Wie bekomme ich sie wieder sauber, und immer schön "glänzend"?

3. Ich will die Elektrik meiner Slowys erleichtern (Stecker ablöten,Leitungen durch Draht tauschen usw.)
brauche ich da eine neue Lötspitze oder gar einen 5W Lötkolben (Ich besitze eine Weller 40W Lötstation und 1mm Flachspitze und eine spitze Spitze :dumm:

4. Wo finde ich im Netz ein allgemeines FAQ mit diesen Sachen?


Danke um Rat!
†††††HæD¢®@$H€R†††††

hvdh

RCLine User

Wohnort: Rheine

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2

Samstag, 19. November 2005, 22:59

Hallo
Lötfett und ähnliches haben beim Elektroniklöten eigendlich nichts zu suchen.
Sowas benutze ich nur um Stahldrähte oder Ähnliches zu verzinnen.
Hinterher aber immer schön abspülen.

Normalerweise reicht es die Lötstellen Metallisch Blank zu machen. d.H. mit Schleifpad oder ganz feinem Schmirgel anschleifen.

Bei Platinen ist ein Versiegeln mit Lötlack recht hilfreich.

Braune Spitze ? Dürfte bei der Wellerstation eigendlich nicht sein. Abstreifen am nassen Schwamm müsste reichen.
Wenn du eine kupferlötspitze hast, streift man Sie glaub ich an einem Salmiakstein ab, ist aber schon zu lange her dass ich sowas benutzt hab.

Kauf dir für deine Weller zwei vernünftige Spitzen, wenn es Magnastat ist, eine 7er schmal und eine 8er breit. Wenns ne Station mit Temperatureinstellung ist dann halt eine schmale u eine Breite.

Damit kann man alles ( Außer Akkus Inline ) löten.
Als Lötzinn setze ich mal 1mm Elektroniklötzinn voraus.

hermann

3

Sonntag, 20. November 2005, 10:48

Mach mal ein Bild von deinen Lötstellen.

Hohentwiel

RCLine User

Wohnort: Singen/Hohentwiel

Beruf: Rundfunk u. Fernsehtechnikermeister

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4

Sonntag, 20. November 2005, 11:55

hallo zusammen,
zum blank machen der lötstelle verwende ich auch einen glaspinsel, so wie ihn die techn. zeichner früher zum tusche wegradieren verwendeten. die gibt es heute noch in guten schreibwarengeschäften. ist auch ideal. wenn man auf der platine einen haarriss hat um den schutzlack zu entfernen.
gruss rené
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

Abdrehfaktor

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  • »Abdrehfaktor« wurde gesperrt

Wohnort: Münster

Beruf: Werkzeugmechaniker-Facharbeiter und jetzt Studi

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D.O.C.

RCLine User

Wohnort: Karlsruhe

Beruf: RFT

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6

Montag, 21. November 2005, 01:43

Also:

Lötfett :
benutzt keiner....stadtdessen für das Nachlöten: FLUX...(Flussmittel flüssig)

Oxidierte Pads:
kann man mit Glaspinsel wieder blank machen
ABER: Denk daran, das sind Glasfäden...und deren liebste Eigenschaft ist es sich in die Haut zu "beamen"....kratz kratz...

Als Lösung gibt es 2 Möglichkeiten:
1.:
Mache die Lötstelle "nass" mit "Kontakt-WL" und radiere dann mit dem GF-Pinsel.
Der Vorteil ist dabei das die Glasfäden dann von der Feuchtigkeit des WL gebunden werden.(Hinterher die Platine kpl mit WL waschen und trocknen)

Oder (Nr2): besorge Dir einen Radierstift im Zeitschriftenhandel, dieser hat 2 Seiten, eine an der ein normaler Radierer für Bleistift ist und eine 2. an der ein Radierer für Kugelschreiber etc ist.
Diese Seite eignet sich hervorragend zum anoxidierten Pad´s wieder blank zu machen und ist auch besser als Ein GF-Pinsel, da diese auch nicht so viel Material abträgt.

Platine reinigen:
Am besten "Kontakt WL" denn damit wird das verbrannte Flussmittel abgetragen und keine Bauelemente zerstört.
Manchmal bei zu starker Verschmutzung dient auch eine ausgediente Zahnbürste und WL (sollten halt keine Zähne mehr dran hengen :D )

Thema Lötspitzen:
Wenn Du eine Weller (CooperTools) hast, sollte eine verbrannte Lötspitze eigentlich nicht sein. Wenn sie braun ist, hast Du sie nicht gepflegt (Schwamm/feucht)

Aber sie ist noch ....naja...rettbar..... Du machst Deinen Löteimer heiss und kratzt mit der Rückseite eines Messers den Abbrand Richtung Spitze ab.
Dann mach aber auch gleich Lötzinn wieder dran und streife dann am feuchten Schwamm wieder ab.

Die Lötspitzenempfehlung von Herrman sollten für den Anfang mal reichen.
Wenn Du aber der Meinung bist, du brauchst mehr/weniger feines Material,
CooperTools bietet alle möglichen Lötspitzen an.

Wenn Du die Drähte deines Slowies "erleichtern" willst, nehme ich an Du willst CUL (KupferLackDraht) nehmen.
Nach dem abkratzen der Lackschicht, kann man das auch mit einer leistungsstarken und feinen Spitze löten.....Du brauchst also weder 5W Lötkolben oder sonst einen "Hungerleider"
Die Leistungsschwachen Lötgeräte sind eh nicht sehr empfehlenswert, da die Anschlusspads teilweise recht gross sind und beim Anlöten eines Drahtes oder Bauelementes nicht genug Wärmeleistung vorhanden ist um den Schmelzpunkt von 280 Grad zu erreichen/zu halten und Deine Lötspitze "klebt" am Pad fest.

Mit etwas Übung wirst Du das schaffen, auch mit (ich geh mal davon aus, Du hast einen Magnastat) 50W, 0.1er CUL an Deine Pad´s zu löten.


Mords Text...sry :shy:

greez DOC

7

Montag, 21. November 2005, 15:47

Lötfett ist nicht schlecht, wenns um große Kupferkessel geht. Aber dann mit 200W Hammerlötkolben.

Für den Elektroniklötkolben gibts von Weller einen Tip-Activator.


Ist wohl auch noch was agressiveres drin (könnte klein wenig Salmiak sein???) aber auch noch ein paar Körnchen Zinn zum gleich nachverzinnen.